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…und heute so?

Heute so:

Kollege steht bei mir und erläutert ein Problem. Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass er sich aus unserer Telefonanlage nicht abgemeldet hat und im Nebenzimmer gerade sein Telefon klingelt. Da er nicht rangehen kann (sitzt ja gerade neben mir und rhabarbert…), verteilt die Telefonanlage das Gespräch nach 3x erfolglosen Klingelns an den nächsten freien Kollegen, der auch in der Telefonanlage angemeldet ist. Das bin ich.

Kollege bricht sein Rhabarbern also ab und entschwindet in sein Büro, nachdem ich mich dem Telefon zugewandt habe.

Derweil teilt mir die Anruferin mit, sie würde gerne meinen Kollegen sprechen – ob er denn noch erreichbar wäre? „Da haben Sie aber Glück, denn er war gerade noch in meinem Büro und daher weiß ich 100%ig, dass er noch da ist!“ sage ich noch frohen Mutes und stelle das Telefonat zurück auf seine Telefonnummer.

Leider erhielt mein Kollege in der Zeit einen Anruf und ich höre nur das Besetzt-Zeichen. Also schreibe ich ihm eine Notiz, dass er – nennen wir sie mal Frau Müller – bitte nochmal anrufen soll. Sie hatte ihrerseits eine Notiz vorgefunden, dass Sie sich bei meinem Kollegen melden soll und weiß daher gar nicht, worum es geht.

Kollege sieht meinen Notizzettel, sieht den Namen Müller und ruft sich seine Emails auf, um nochmal zu schauen, worum sich der Fall drehte und ruft den Absender – Herrn Müller – zurück.

Herr Müller ist allerdings nicht erreichbar, dafür hat er jetzt wieder den gleichen Kollegen an der Strippe, den er Vormittags darum gebeten hat, Hernn Müller eine Rückrufbitte zu hinterlassen. Auf die Bitte hin, Herrn Müller sprechen zu wollen sagt wiederum der Kollege von Herrn Müller, dieser wäre nicht erreichbar, da er in einem Kundentermin steckt.

Mein Kollege so: „Hä? Aber Herr Müller hat doch gerade um Rückruf gebeten?!?!“

Herr Müllers Kollege so: „Kann nicht sein – der berät schon seit einer Stunde!“

Darauf hin schaut sich mein Kollege meinen Notizzettel genauer an und sieht, dass Frau Müller um Rückruf bittet.

Also lässt er sich mit Frau Müller verbinden, die keine Ahnung hat, warum sie meinen Kollegen anrufen sollte.

Erst dann klärt sich auf, wer wen anrufen sollte und wie es zu dieser Verwechselung kam.

Mein Kollege hat zwar immer noch nicht Herrn Müller erreicht und die Frage ist immer noch offen, aber immerhin waren 4 Leute eine ganze Weile beschäftigt…..

 

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Aufreger Nr. 5

…aus der unendlich erweiterbaren Reihe „Lieblingskerl und seine Mischpoke“.

Sein Bruder mit Familie… Nee. Andersrum. Seine Schwägerin mit Mann (sein Bruder) und Tocher (seine Nichte) würden sehr gerne bei uns Weihnachten feiern. Insbesondere, weil sie (die Schwägerin) nicht bei ihren Schwiegereltern (also die Eltern von Lieblingskerl) feiern möchte.

Ob der Bruder hier überhaupt ein Mitspracherecht hat, ist nicht ganz klar.

Naja – jedenfalls hat sie sich (die Schwägerin) im Oktober lautstark mit den Schwiegereltern gestritten und seitdem herrscht dort dicke Luft.

Also soll bei uns gefeiert werden. Also Heiligabend – höchstwahrscheinlich muss am ersten Feiertag bei ihrer Mutter gefeiert werden. So ganz genau raus ist das noch nicht. Ob bei uns dann übernachtet wird, konnte ich auch noch nicht so ganz raushören.

Lieblingskerl teilte mir das ganz ohne Umschweife folgendermaßen mit: „Wollen wir nächstes Jahr mal in der Schweiz Ski fahren?“ – „Ah, Du meinst, Dein Bruder mit Familie haben sich für dieses Jahr zu Weihnachten bei uns eingeladen und wir dürften dann im folgenden Jahr den Gegenbesuch antreten?“ „Ja, so ungefähr…“

Jetzt kommt’s:

Bei uns kann aber nur gefeiert werden, wenn sich Lieblingskerl vorher mit seinen Eltern ausspricht.

Sonst wäre das ja total doof, wenn sich die Schwägerin später einmal mit den Schwiegereltern aussöhnen sollte und die dann erfahren, dass mit dem verstoßenen ihrer Söhne Weihnachten verbracht wurde, dann fällt das mißgünstig auf das eigene Ansehen.

Nee, is‘ klaar!

Emotionale Erpressung scheint bei ihm ja super anzukommen.

Übrigens habe ich seine Schwägerin und die Nichte noch nie gesehen. In über 3 Jahren hatte an mir und Sohnemann noch keiner von denen Interesse.

Dummer Weise habe ich vom Weihnachtsgeschirr schon 3 zusätzliche Teller bestellt… Könnte sie gerade in die Ecke pfeffern.

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Naturfaul

Hin und wieder meckere ich ja gerne über Verkehrsteilnehmer und Mitmenschen, die mir den Tag versauen, indem sie Auto fahren, mit mir zusammen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und sich durch irgendein von mir empfundenes Fehlverhalten von der groben Masse hervorheben.

Und irgendwann einmal wurde ich gefragt, ob ich nicht meinen Weg zur Arbeit mit Fahrrad plus Elektromotor bewältigen könnte.

Einen schwachen Moment habe ich wirklich darüber nachgedacht.

Nur ganz kurz.

Denn: so ein E-Bike ist ja nicht gerade ein Schnäppchen. Die Akkus sind schweineteuer, halten nun auch nicht ewig und sind anschließend Sondermüll. Außerdem gehen einige Modelle ab wie Schmidts Katze und ich befürchte, Unfälle mit denen sind nicht wirklich empfehlenswert.

Also dachte ich etwas ernsthafter darüber nach, ob ich nicht mit meinem 25 Jahre alten Fahrrad zur Arbeit fahren könnte. Dagegen spricht die Strecke von gut 25 Kilometern (one way) und das Fehlen einer Dusch-, Wasch- oder Umkleidemöglichkeit im Büro. Und null Knautschzone, daher Helmpflicht, und der Berliner Verkehr, der mir schon im Auto Angst einjagt.

Eigentlich wollte ich bereits im September einen Teil meiner Strecke mit dem Fahrrad fahren, um einerseits etwas Bewegung in meinen Alltag einzubauen und auch etwas Fahrgeld mit den Öffentlichen zu sparen. Also war der Plan, die Strecke bis zur nächstgelegenen Bushaltestelle auf berliner Stadtgebiet per Velo zurückzulegen.

Dann hätte ich meine Fahrkarte auf den Bereich „AB“ (81,00 EUR) beschränken können statt gleich „ABC“ (99,90 EUR) zu kaufen. Allerdings befand ich mich beim Kauf bereits ohne Fahrrad auf dem Rückweg vom Büro… und vorausschauend, wie ich bin, habe ich mir die volle Packung der Tarifbereiche gegönnt, denn es reichen ja rechnerisch 6 Tage Regenwetter, und ich pfeife auf das Fahrrad und brauche dann doch den C-Bereich (ein bisschen kenne ich mich ja…).

Wir reden übrigens über eine Strecke, die mit dem Fahrrad auf der Straße 6 Kilometer beträgt. Eine Strecke. Durch den Wald. Also: keine Beleuchtung, nur einseitig Bürgersteig+Radfahrweg-in-einem-Lösung und einer hochprozentigen Wildtierbegegnungsquote. Mittendrin mit einem Nadelöhr, einspurig, ohne Fuß-oder Radweg. Stadtauswärts fahrende Verkehrsteilnehmer müssen in Ausweichbuchten den Gegenverkehr abwarten (theoretisch) und Fahrräder sind dort zum Abschuss freigegeben (gefühlt).

Ihr seht schon…

Andererseits hätte diese Teilstrecke ermöglicht, nicht komplett Durchzuschwitzen und im Bus wieder etwas abkühlen zu können, eh man das Büro betritt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Projekt „tägliche kleine Radtour“ zur sportlichen Ertüchtigung und Schonung von Portemonnaie ist kläglich gescheitert. Keinen einzigen Tag konnte ich mich auf dem Weg zur Arbeit morgens aufraffen und das Fahrrad nehmen.

Nur einen Tag am Wochenende haben wir eine schöne Familienradtour gemacht, die uns über die gleiche Strecke führte. Mit dem Unterschied, dass wir das Nadelöhr gemieden haben und lieber quer durch den Forst geradelt sind, statt der Straße zu folgen. Ist zwar länger, aber viel schöner. Mit geübtere Ortskenntnis kann man die Tour sicherlich in 20 Minuten bewältigen, erhöht die Wildtierbegegnungsquote allerdings auf nahezu 100 % (wir sahen eine Rotte Wildschweine und ein Rudel Rotwild mit 2 wunderschönen Hirschen. Prächtiges Geweih).

Und der Weg führt an dem Gedenkstein entlang, wo vor 7 Jahren eine Joggerin gewaltsam ums Leben kam… Bis heute konnte der Mörder nicht gefasst werden. Trauig und ein wenig beängstigend.

Immerhin kann ich mir bei Freizeitradtouren die Zeit so legen, dass zumindest die Sonne scheint und es nicht regnet. Das geht auf dem Weg zur Arbeit und zurück nun nicht mehr so selbstverständlich.

Zusammengefasst:

Habe ich ein Busticket, lasse ich das Fahrrad stehen.

Habe ich ein Auto, vergesse ich sofort die öffentlichen Verkehrsmittel.

Ich bin einfach faul wie Sau.

 

 

 

 

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Freiwillige vor!

Kennt ihr das? Dieses „wer von Euch möchte denn gerne freiwillig eine Aufgabe übernehmen?“ und plötzlich reißt der Blickkontakt zum Sprecher ab? Alle ducken sich oder winken gleich ab. „Neee, lass mal.!“

Mir fehlt da irgendein Gen. Ich denke mir meistens, eh den Job einer halbherzig übernimmt, weil’s sein muss, mach das mal lieber selbst, da weißt Du, was Du hast. Vielleicht auch meine Unfähigkeit, das Wort „Nein“ in einem logisch aufgebauten Satz einzubauen. Jedenfalls bin ich mir relativ sicher, dass morgen beim Elternabend wieder mein Defekt zum tragen kommt und ich irgendwas Ehrenamtliches übernehme. Elternvertreter oder Klassenkassenjockey oder sowas. Mache ich ja schließlich, seitdem Sohnemann in der 3. Klasse ist. Und sage mir immer wieder: demnächst musst Du Dich auch mal ducken!

Eine Kollegin von mir plant, den 1. Elternabend entweder komplett ausfallen zu lassen oder mit einer astreinen Verspätung von mindestens einer halben Stunde diesen anstrengenden Wahlverhandlungen zu entgehen.

Das könnte ich gar nicht! Geplantes Zu-Spät-Kommen, ohne am schlechten Gewissen einzugehen? Beim Elternabend fehlen?

Komischer Weise fehlen beim Elternabend immer die Eltern, die man 3x erinnern muss, den Beitrag zur Klassenfahrt zu überweisen. Ob es da einen Zusammenhang gibt? *grübel*

Falls Euch schon aufgefallen ist, dass ich in letzter Zeit verhältnismäßig wenig blogge… könnte das daran liegen, dass ich „hier!“ gerufen habe, als die letzte Wahl der Personalräte anstand. Also nehme ich jetzt regelmäßig an Gesamtpersonalratssitzungen 3 Bundesländer weiter links teil. Und wie es immer so ist… demnächst gibt unser örtlicher Personalratsvorsitzender seinen Job auf und dann rücke ich nach.

Und dann habe ich mich auch noch für ein paar interessante Aufgaben im Büro freiwillig gemeldet… um mir den Zorn eines Kollegen zugezogen… der zudem mal mein Exfreund war und jetzt mit einer anderen Kollegin liiert ist und meinte, für diese in die Bresche springen zu müssen… Herjee – wir arbeiten hier alle viel zu lange zusammen und teilweise ist das hier wie unter alten Ehepaaren. Von der Sorte, bei denen man nicht unbedingt von einer glücklichen Ehe redet.

Letzten Freitag haben übrigens ein paar Banken in Berlin gestreikt. Offenbar herrscht immer noch die Meinung, wer in einer Bank arbeitet, wird mit Geld nur so überschüttet und hat verglichen mit anderen Branchen gar kein Recht, für einen Tarifvertrag auf die Straße zu gehen. Sie Ehre als Bankangestellter ließe sich eigentlich nur wieder herstellen, wenn man unentgeltlich seinen Job verrichtet. Ist ja immerhin immer gut geheizt in den Schalterhallen und Büros. Was will man mehr.

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Überhaupt habe ich heute am Telefon mal wieder die generelle Watsche für die bösen Banken abbekommen.

Kunde: schafft es gerade noch, sich namentlich vorzustellen und legt dann los: „Sie haben hier einfach doppelt Beträge von meinem Girokonto abgebucht! Das dürfen Sie doch ALS BANK überhaupt nicht! Das sollten Sie doch wissen, dass man unter Geschäftspartnern nicht einfach so miese Tricks anwendet und die Kunden schädigt! Ich will SOFORT mein Geld zurück! Sie bereichern sich einfach so an meinem Geld – SO GEHT DAS NICHT!“

Icke: schlucke erstmal, straffe dann die Schultern und werde das erstmal überprüfen – ich so ALS BANK: „Sind sie so freundlich und teilen Sie mir Ihre Bausparvertragsnummer mit, damit ich mir das erstmal anschauen kann?“

Kunde: sagt die Nummer und blubbert ungefragt weiter

Icke: „Wann sagten Sie gab es doppelte Abbuchungen? Ich kann hier weder im Juni noch im Mai doppelte Geldeingänge erkennen!“

Kunde: „Vielleicht schauen Sie nicht richig hin? Ich seh es doch ganz deutlich hier auf meinem Kontoauszug – 01.06. und 02.06. – jeweils der gleiche Betrag!“ Dann liest er mir zweimal die gleichen Summen vor. „Und machen Sie mal etwas flott, ich habe hier nicht ewig Zeit – schließlich muss ich gleich in ein MEETING!“

Icke: klatsche Herrn Oberwichtig nicht Beifall. „Kann es sein, dass Sie einen zweiten Bausparvertrag besitzen? Auf diesem hier ist nur ein Betrag pro Monat eingegangen…“

Kunde: erhöht die Frequenz um etliche Dezibel „Nein, ich bin doch nicht blöd! Zwei Bausparverträge bei IHNEN? Bei Betrügern und Neppern? SIE müssen doch wissen, was SIE so abbuchen! Beschweren werde ich mich, das ist ja Diebstahl! IHRE BANK kann man nun wirklich nicht empfehlen – alles läuft da schief!“

Icke: „Also so rein persönlich kann ich sagen, dass ich hier gar nichts abgebucht habe. Auch bein intensiven Hinsehen ist hier nur eine Gutschrift pro Monat erfolgt. Steht bei den Abbuchen noch etwas dabei?“

Kunde: „Ach… nein…haha… da fällt mir ein, meine Bank hat mir mitgeteilt, dass es da Probleme bei der EDV gab… die haben doppelt die Konten belastet – alles schon wieder bereinigt! Haha… Technik… spielt einem hin und wieder einen Streich… sind doch alles nur Menschen.. das kann schon mal passieren. Ich sehe gerade die Rückbuchungen. Es hatte mich ja auch ein Mitarbeiter persönlich angerufen und mir das erklärt. Alles in Ordnung. SOOOORRY.“

Icke: „Na da bin ich ja froh, dass WIR nicht die Betrüger und Diebe sind, die ihre Kunden übers Ohr hauen wollen!“

Kunde: „Was wollen Sie denn – ich habe mich doch schon bei Ihnen entschuldigt.“

Icke: hatte da sein Wortreichtum etwas vermisst und sage nur „Dann ist ja alles gut.“ Ich lasse mich ja gerne anschreien und beschimpfen, wenns dem Kunden den Tag rettet und er dafür nicht seinen Hund treten muss oder seine Frau misshandelt… oder was Choleriker so nach Feierabend machen.

 

 

 

 

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Erfahrungsbericht Fitnessarmband

Jetzt isse ja bereits einen Monat lang am Handgelenk, da lohnt sich schon mal ein kleiner Rückblick!

Die Welt hat sich verändert. Maßstäbe verschieben sich. Die Schrittzahl wird bestimmend.

Mittlerweile habe ich das ganze Büro schritttechnisch vermessen.

Drucker hin und zurück: 50 Schritte

Klo hin und zurück: 80 Schritte

Teeküche hin und zurück: 100 Schritte

Einmal bei der Chefin antanzen und Rechenschaft ablegen: tunlichst vermeiden, ansonsten 160 Schritte

Shopping beim Discounter umme Ecke: 1000 Schritte (macht sich aber auf Dauer finanziell bemerkbar- ich finde da immer was…)

Wenn mich also mein armbandgewordenes Gewissen stündlich an 250 Schritte erinnert, geh ich zum Drucker und zweimal in die Küche. Oder 5x zum Drucker. Oder einmal Chefin und einmal Klo. Sehr variabel.

Pures Gift für den Bewegungserfolg: Teambesprechungen, Telefonbereitschaft, schlechtes Gedächtnis. Ja, es kommt vor, dass die Uhr um 10 vor „um“ vibriert, weitere 187 Schritte verlangt und dann klingelt das Telefon und dann stelle ich irgendwann fest, dass es bereits zur vollen Stunde geschlagen hat. Mistmistmistmist.

Heute sah das so aus:

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3x vergessen, mich zu bewegen. Einmal in einer Besprechung, einmal am Telefon festgehangen.

Bis zum Feierabend um 19:30 standen dort läppische 3900 Schritte (Teambesprechung, 3x Küche, einmal Shopping und so ein wenig Drucker und hin und wieder keramische Abteilung und ansonsten viel Arbeit am Computer und Telefondienst).

Da fragst Du Dich schon, wie wenig Du Dich vor dem digitalen Helferlein bewegt hast. 2x Küche, 3x Klo, nie freiwillig zum Drucker- die Kollegen liefern das Papier ja auch frei Haus, wenn’s nur lange genug rumliegt… Ein paar Schritte vom Parkplatz zum Fahrstuhl und das war’s! Locker unter 1000!

Das Ziel sind 10000 Schritte pro Tag!

Zuhause weiß ich jetzt auch schon Schrittzahlen.

Rasen mähen: 3500 Schritte

Spaziergang bis zum Ende der Straße: 500

Weiter bis zum Feld: 500

Am Kanal lang bis zur alten LPG: 1000

Weiter bis zum alten Wehr: 1000

Von der LPG vorne am Feld lang: 1000 Schritte

Heute ist der Spaziergang maximal lang ausgefallen. Aber die 10000 Schritte habe ich im Sack!

Insbesondere sehr wichtig, um mit meinen beiden Mädels wettzueifern. Wir haben da so Wettkämpfe am laufen… Für mich sehr schwierig, nicht komplett den Anschluss zu verlieren. Beide haben keinen Nine-to-Five Schreibtischjob und dass macht sich verflixt nochmal früh am Tag bemerkbar. Bei der Challenge am Wochenende habe ich übrigens einmal gewonnen *stolzguck*

Fazit: ich kann erstmals messen, wie Bewegungsfaul ich tatsächlich war, bewege mich seit dieser Erkenntnis viel mehr und brauche meinen abendlichen Spaziergang. Voller Erfolg sag ich mal.

Und beim nächsten Mal berichte ich euch, was unsere Katerbande von diesen abendlichen Spaziergängen hält 😊

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Dies… das…

Lustig. Ich hatte genau zwischen Vater- und Muttertag ein paar hübsche Gartenfotos verbloggt und mich ein wenig gewundert, so null Resonanz auf meine gut gemeinten Wünsche zu den Feiertagen zu erhalten. Heute weiß ich warum. Der Beitrag wurde gar nicht veröffentlicht! War wohl der falsche Knopp… Frauen und Technik 😉


Dafür habe ich seit Muttertag einen neuen Begleiter an meiner Seite.  Dafür habe ich nach dem Umtausch des defekten Gerätes einen neuen Begleiter an meiner Seite! Sehr motivierend wirkt jetzt ein sogenanntes Fitnessarmband auf mich und meinen Schweinehund ein. Und: ja, es wirkt. Also meistens. Ich laufe deswegen noch keinen Marathon, aber so kleine Gewohnheiten ändern sich dadurch wirklich. Beispielsweise gehe ich jetzt selbst zum Drucker, statt darauf zu warten, dass mir ein Kollege aus Nettigkeit meine Zettel vorbei bringt. Erstmal gelangen Schriftstücke zur weiteren Bearbeitung jetzt viel zeitnaher bei mir, man spart sich die Zeit, verschollene Briefe auf fremden Schreibtischen zu suchen und außerdem habe ich durch den Weg zum Drucker ein Ziel, wenn mich das gute Stück an mehr Bewegung erinnert. Planlos jede Stunde 250 Schritte zurückzulegen, nur um 250 Schritte zurückzulegen, ist selbst mir zu dämlich. Heute war ich sogar eigenhändig füßig beim Discounter um die Ecke, statt einem Kollegen eine Bestellung mitzugeben. Und vorgestern hätte ich abends fast einen Spaziergang gemacht. Leider nur fast. Es war ja auch der erste Tag mit dem Gerät und bliblablubb… die üblichen Ausreden. Aber mit dem Tracker fühlt sich das schlechte Gewissen viiiiieeel schlimmer an. Ist das jetzt gut? Na, egal… ich stelle fest, dass ich in letzter Zeit eine faule, bewegungsmüde Couchkartoffel geworden bin. Vielleicht war ich das schon immer… jedenfalls habe ich das seit meiner Knie-Episode zu ausgiebig gelebt.


Noch fehlen 6704 Schritte für mein Tagesziel. Ich geh mal kurz spazieren. Also, nachdem ich hier fertig bin 🙂

Gestern habe ich das Ziel locker erreicht. Allerdings habe ich auch Sohnemanns Klasse bei einem Ausflug begleitet.


 

Unterwegs mit 20 Sechstklässler war gar nicht so nervenaufreiben wie befürchtet. Allerdings gab es merkartige Momente.

1.) Meine superdupertolle Fitnessuhr wurde nicht genügend gewürdigt. Da hieß es nur „Ach, ist das die Alta? Die habe ich in Lila. Und meine Schwester in Schwarz“ „Und ich hab die in Blau!“

2.) Wenn Kopfhörer, dann Beats von Dr. Dre. Wenn Segeltuchturnschuh, dann All Star von Converse. Wenn Turnschuh, dann Nike. Finanziell gesehen wäre ich gerne nochmal Schüler. Also heutzutage.

3.) Was Hormone über Nacht so alles anstellen können! Einmal kurz nicht hingeguckt und plötzlich tragen alle Mädchen BHs und Akne, die Jungs Bart und Stimmbruch.

4.) Das kleinste Mädchen hat die größten Brüste.

5.) Der kleinste Junge hat… die kleinsten Füße! (Was dachtet ihr jetzt schon wieder?!?)

6.) Nach dem Eis auf dem Spielplatz waren es doch wieder ganz normale Kinder.

7.) Also, bis auf das kleinste Mädchen. Die saß lieber bei mir und der Lehrerin und hielt uns über das mangelhafte Brustwachstum ihrer großen Schwester auf dem Laufenden. Umfassend informiert haben wir sie zum Spielen mit den anderen Kindern genötigt. Klappte sehr widerstandsfrei.

8.) Seltsam war auch, dass die Mädels sich nüscht dabei dachten, am Straßenrand Autos zuzuwinken. Und sich über die Maßen zu freuen, wenn einer der Fahrer zurückwinkte. Jetzt könnte man analysieren… Kinder vom Dorf und unsere verkehrstechnisch verhältnismäßig ruhige Ecke von der Welt… Endlich mal fahrende Kraftwagen… Mangelnde Aufmerksamkeit… aber wenn man sich mal überlegt, dass die Mädchen dabei Hotpants und Bauchfrei trugen, ist die Gefahr ziemlich groß, dass einer der Fahrer das doch mal falsch versteht… Darauf hin angesprochen meinten sie, das würden sie seit der Geburtstagsfeier einer Klassenkameradin so machen. Mit dieser Info hatte ich dann noch mehr zum Analysieren, denn es war die Feier des Mädchens, die aus religiösen Gründen (des Vaters) nicht mit Jungs spielen darf und bei der Mutti (auf ausdrücklichen Befehl des Vaters) mit auf Klassenfahrt kommen muss – als Anstandswauwau oder Spezialaufsicht oder was auch immer. Wie passt das jetzt zum dem aufreizenden Zuwinken an die vornehmlich männlichen Berufskraftfahrer?

Der beeindruckendste Moment aber war, als die Kids nach dem allgemeinen Willkommen in der größten Druckerei Berlins die nette Dame, die uns durch den Tag begleitete, mit einem unisono gesprochenen „Gu- ten Mor- gen Frau X!“ begrüßten – obwohl sie sich noch gar nicht vorgestellt hatte! Ihr Name wurde wohl mal kurz in der Klasse erwähnt – und den haben sich alle gemerkt. Unglaublich! Würde das mal so reibungslos bei Hausaufgaben klappen… Frau X heißt übrigens nicht wirklich so, aber ich kann ja nicht ungefragt über sie bloggen.


Erneute Erinnerung der Fitnessuhr. Ich muss mal kurz 250 Schritte absolvieren…


Meine Fitbit hätte gerne Freunde, um das mit den Schritten noch spannender zu gestalten. Ist da noch jemand Kunde und weiß, wie das geht bzw. möchte dort mit mir befreundet sein??


Noch viel aufregender als der Besuch einer Druckerei (und das war wirklich spannend und informativ!) war das Überqueren einer Hauptverkehrsstraße in der Hauptstadt im Berufsverkehr. Mit – wir erinnern uns – 20 pubertierenden Kids, die übrigens den ganzen Tag Cola bis zum Abwinken trinken durften. Ich schwankte immer zwischen verdursten, verhungern, Zelt aufbauen, Weihnachten canceln und „hoffentlich wird keiner angefahren“. Eine wäre auch fast nach der Mittelinsel durchgerannt und das hätte nicht schön ausgesehen.


So, mein digitaler Folterknecht zwingt mich zu Bewegung. Tschüssi und bis demnächst!


Ach: nochwas!

Warum gaukelt einem ein Brennessel-Mango-Tee irgendwie eine Mischung aus gesund (jajajaja… für die Meisten auch ekelig…) und schmackhaft vor? Also… mir schmeckt der ja wirklich gut… aber WARUM IST DA ZUCKER DRIN? In einem Teebeutel vermute ich sowas nicht. Maltodextrin ist aber… Zucker. Böse. Im vermeindlichen Gesundheitstee. Gruselig. Aber fett drauf gedruckt ist VEGAN, GLUTENFREI und LACTOSEFREI. Ist das Tee nicht immer? Muss ich jetzt befürchten, wenn nicht VEGAN, GLUTENFREI UND LACTOSEFREI draufsteht, ist da Fleisch, Mehl und Milch drin? Irgendein Lebensmittelchemiker anwesend???