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So letztens unterwegs…

Ich liebe Autofahren! Schon als Kind mochte ich es sehr, mit dem Auto unterwegs zu sein. Auch Verreisen verlief mit Klein-Tina stets reibungslos und ich habe nie genölt und 1000 Mal gefragt: „wann sind wir denn daaaahaaa?“. Stattdessen wachte ich meist erst am Zielort auf, weil das schlaffördernde Motorbrummen erstarb und sagte: „Ach, sind wir schon da?“.

Die Zeiten ändern sich. Heute gebe ich Dauergenöle ab, Motorengeräusche fördern bei mir Aggressivität zu Tage und stets frage ich mich: „wann bin ich denn endlich daaahaaa?“.

Hier ein paar Highlights meiner vergangenen Woche hinterm Lenkrad:

Die Ampel ergänzt zögerlich das Grün um Gelb. Für die meisten Autofahrer ein untrügliches Signal, jetzt noch mal so richtig auf das Gaspedal zu latschen. Ich erwäge die Bremsbenutzung und hoffe, dass das auch mein Hintermann tut. Bremsen an roten Ampeln ist völlig 80er… total aus der Mode und nicht vorhersehbar. Letztens wurde ich dafür sogar böse angehupt. Bremsen… tz…. Jedenfalls kommt der Verkehr langsam zum erliegen. Die Ampel spingt- als hätte ich es geahnt – auf Rot. Sekunden vergehen. Dann wackelt mein treues Gefährt, weil rechts neben mir auf der Busspur ein LKW samt Hänger voll bei Rot über die Ampel pretscht. Schätzungsweise mit 90 Sachen. Ich kann ihn noch ein paar Meter weit beobachten, wie er über die mittlere auf die linke Spur wechselt (Szenen des Films „Speed“ tauchen vor meinem geistigen Auge auf) und dann am Stauende eine Vollbremsung vollführt. Aha, keine Bombe an Bord. Mensch, der Fahrer wird schätzungsweise 12 Sekunden früher am Ziel ankommen als alle umstehenden Verkehrsteilnehmer, die nicht farbenblind sind und hat garantiert 2 Autolängen Vorsprung gewonnen und damit seine Lebenszeit immens bereichert. Applaus. Zum Glück waren an diesem Morgen keine Fußgänger unterwegs, die Ampeln bei Grün benutzten.

Fußgänger habe ich seit neuestem auch auf den Kieker, weil ich (Rechtsabbieger) letztens einem Krankenwagen nicht Platz machen konnte, weil keiner dieser Zweibeiner stehen bleiben wollte. Und ich wollte mir meine frisch restaurierte Motorhabe nicht an einem Menschen verbeulen. Martinshorn und Blaulicht bedeuten dem kleinen Mann auf der Straße rein gar nichts. Sollen sich doch die Autos darum kümmern, Platz zu machen. Oder sich in Luft aufzulösen. Es hat noch nicht mal einer seinen Blick gehoben oder ist aus reiner Neugierde stehen geblieben. Nö -Ampel war ja grün. Punkt.

Stau. Kreisverkehr. Nichts geht mehr. Spurwechsel aussichtslos. Macht nichts – ich weiß ja seit Jahren, wo ich hin will und wie ich mich dort einzuordnen habe. Und dann kommt da so ein vorwitziger Fahrer in einem Elefanten-Rollschuh (Tschuldigung an alle Elefanten-Fans: das sollte keine Beleidigung sein! Aber so nennt man doch Smarts, oder?). Links am Stau vorbei, elegant über drei Fahrspuren vorne ran an die Ausfahrt vom Kreisel – irgendeiner wird den kleinen Hüpfer schon reinlassen. Kleine haben doch immer so einen gewissen Bonus und Welpenschutz, gell? Ich hingegen denke mir: fahr mir doch rein Du Wildsau. Fahrerseite kann eh mal ne neue Lackierung gebrauchen. Werden ja sehen, wer hier Recht bekommt. Muss ich sehen, was sich schräg links hinter mir abspielt beim Rechtsabbiegen, wenn es eigentlich dort keine Fahrspur gibt? Naja, Smartie bremst dann doch (für meinen Geschmack etwas arg spät…) und erhält seinen Mickrigkeitsbonus ein Auto hinter mir. Für die nächsten Minuten pocht mein Herz aber bis zum Hals, ich habe so richtig Puls und denke über Herzinfarkte am Steuer nach. Als druckausgleichende Maßnahme zetere und schimpfe ich die nächsten 3 Minuten ununterbrochen (entspricht 5 gefahrenen Metern).

Letzte Woche alles an einem Tag erlebt:

Erst Stau, wo sonst kein Stau. Huch? Ist Stau ansteckend? So nach dem Motto: Ach, jetzt hat mir die Hauptstraße gestern doch glatt was von ihrem Stau abgegeben. Konnte da gar nix gegen machen! Hochgradig ansteckend sowas. Die hat nur einmal kurz gestaut und schon hatte ich arme Nebenstraße das auch. Wie meine vielen Leidensgenossen bremse ich und steh da halt so rum. Zweispurige Straße, eine Spur zum hinfahren, eine für zurück. Plötzliches Hupkonzert und wieder der Gedanke, dass ich es schon total oft probiert habe, es mir aber noch nienienie gelungen ist, mich in Luft aufzulösen. Watt soll datt denn nu? Stau anhupen, auf dass er sich schrecklich verjagt, den Schwanz einzieht und winselnd entschwindet? Ich beobachte die Szene gespannt im Rückspiegel. Ah, da will jemand in die Seitenstraße abbiegen. Und noch einer. Und noch einer. Klar – logisch! Die Straße führt in einem Bogen wieder vorne auf die Straße zurück. Dann ist man dem Stau total entronnen und hat mindestens 5 Autolängen gut gemacht bei einem Umweg von nur wenigen 100 Metern. Da klasche ich doch innerlich wieder in die Hände! Na wartet- von EUCH lasse ich da vorne keinen rein. KEINEN!!!

An der nächsten Kreuzung wieder der Spurdopplereffekt. Nur eine Linksabbiegerspur? Da machen wir doch schnell 2 daraus. Schau mal, voll einfach. Alles Mutanten!

Dann immer dieses leidige Spurwechselgedrängele. Dass aber auch keiner weiß, wie das geht. Alle denken immer nur: Spurwechsel jetzt! Sofort! Alles löst sich gefälligst in Luft aus, denn ICH will jetzt die Spur wechseln. Ichwillichwillichwill. Nur um 100 Meter weiter festzustellen, ay caramba – linke Spur läuft 0,75 Meter in der Stunde schneller. Also Spurwechsel jetzt! Sofort! Alles löst sich gefälligst in Luft aus, denn ICH will jetzt die Spur wechseln. Ichwillichwillichwill. So auch der Fahrer der uralten Schrottschüssel genau links neben mir. Spurwechsel jetzt. Warum auch blinken? Zieht einfach immer weiter nach rechts auf meine Spur rüber. Ich dreh den Spieß um: warum für Idioten bremsen? Ich hänge nicht an weltlichen Dingen. Fahr doch! Traut er sich dann aber doch nicht und nimmt mit dem Platz hinter mir vorlieb. Nur, um mir dann ständig am Kofferraum zu kleben. Abrupte Bremsungen spare ich mir dann aber doch: ich will schließlich nach Hause. Und hinten sieht das Auto auch noch ganz passabel aus. Mensch, wie der nervt!!!

Als nächstes Kreisverkehrlotterie: nehmen alle Verkehrsteilnehmer diese weißen Gemälde auf dem Asphalt wahr? Und diese lustigen Pfeile? Es gibt tatsächlich an der Stelle 4 Spuren, 2 davon führen aus dem Kreis raus, Spur drei hat eine Option auf im Kreis drin bleiben und die ganz linke führt weiter durch den Kreis hindurch. Aber viele Ungläubige denken: „ach, was soll diese Kritzele am Boden schon bedeuten?“ und fahren trotz aufgemaltem Pfeil nach schräg oben rechts einfach stur weiter nach links. Da aber zwischen diesem ignorantem Pfeilmissachter und mir noch mindestens 20 Zentimeter liegen, kratzt mich das nicht sonderlich.

An der nächsten Ampel verpennt mal wieder ein Fahrer die Grünphase. Früher wurde man noch gewarnt durch diese lustigen Hinweisschildchen: „nicht hupen! Fahrer träumt von Hertha BSC!“. Gibt es die eigentlich noch oder haben jetzt auch Hertha-Fans die Verkehrsregeln gelernt?

Interessant wird es eine Ecke weiter: da versucht mich ein Rollerfahrer von rechts zu überholen, während ein Motorradfahrer zu meiner Linken gleiches versucht. Dabei bin ich kein Schleicher: vor mir kreuzt einfach ein Zebrastreifen meinen Weg und ich möchte nicht die Dame mit Kinderwagen überrollen, damit die beiden Organspender 3,7 Milisekunden schneller irgendwo ankommen. Von mir aus in der Hölle… aber ohne mich. Die Dame oder das Baby haben einen Schutzengel, weil sie den Weg unbeschadet überstehen, ohne von den Zweirädrigen erfasst zu werden. Jedenfalls bis zur Mittelinsel, denn das entgegenkommende Fahrzeug denkt nicht im Traum daran, am Zebrastreifen zu halten. Auch einer von diesen „weißes Geschmieren auf der Straße interessiert mich nicht die Bohne!“-Vertretern.

Der Rollerfahrer rechts bleibt hartnäckig an seinem Vorhaben dran, aber da rechts auf der Fahrbahn bereits eine Frau, im Handy interessiert lesend und den nur einen Meter weiter rechts befindlichen Fußweg misachtend, spazieren geht, scheitert sein Vorhaben aus Platzmangel. Ich hingegen scheitere schon wieder daran, mich in Luft aufzulösen. Verdammt nochmal.

Vielleicht 100 Meter weiter lande ich am Ende eines kleinen Rückstaus wegen einer roten Ampel. Der umsichtige Fahrer vor mir erkennt, dass ein parkendes Auto aus der Lücke raus möchte und hält netter Weise genügend Abstand zum Vordermann. Der Ausparkende freut sich, gibt euphorisch Gas und reiht sich nicht etwa geradeaus ein, sondern zieht eine formschöne Wendekreiskurve in die Gegenrichtung. Und dann: Überraschung! Gegenverkehr! Vollbremsung. Der Gegenverkehr denkt ums Verrecken nicht dran, ihn vorzulassen. 7,5-Tonner sticht SUV. Klare Sache. Also warten der umsichtige Fahrer, ich und der nachfolgende Verkehr resigniert ab, ob der SUV anschließend mir seinem enormen Wendekreis es überhaupt schafft, in die Gegenrichtung zu kommen, ohne nochmal den Rückwärtsgang einzulegen, während die mittlerweile grüne Ampel wieder auf Rot springt. Er schafft es! Yaaay… standing ovations!!!

In der Zwischenzeit entschließt sich der Fahrer aus der linken Querstraße das Durcheinander zu nutzen, um sich noch schnell vor uns auf die Hauptverkehrsstraße zu drängeln. Doch der umsichtige Fahrer vor mir hat nun beschlossen, nicht mehr länger nett zu sein (whow, lernt DER schnell!) und hält drauf. Der kleine klapperige Kleinwagen erkennt, dass er gegen gut gebauter Mittelklasse nichts zu melden hat und bleibt stehen. Ein wenig zu weit nach vorne gewagt hat er sich allerdings schon und folgerichtig muss der Gegenverkehr nun einen Schlenker in die Mitte fahren. Bremsen wissen wir ja, ist immer die schlechteste Option. Voll 80er und sowas von vorgestern! Wollt ihr raten, wer dann fast den Gegenverkehr vorne rechts drin zu stecken hat? Jaaaaaaaa….!

Nächste Ecke wieder der Spurdopplereffekt. Dieses Mal wir aus einer Geradeausspur 2 Geradeausspuren. Aber mich kratzt das irgendwie gerade überhaupt nicht mehr….

Als ich dann noch die Strecke durch den Wald unbeschadet von Wild überstehe und den Blitzer entdecke, bevor er mich entdeckt, bin ich dankbar, den Tag überlebt zu haben.

Um Fragen vorzubeugen:
Nein, die einmal pro Stunde fahrenden öffentlichen Verkehrsmittel sind keine Alternative und kosten mich sogar mehr, als die Fahrt in meinem (durchaus verbrauchsfreundlichen!) Auto. Und nein: solange die Firma keine Dusche bereit stellt und einen ausgebildeten Mediziner, der mich zur Not wiederbeleben könnte, sind auch 27 Kilometer mit dem Fahrrad nicht drin. Schon gar nicht zweimal täglich. Seufz. Ich erdulde weiterhin die Widrigkeiten auf Berlins Straßen. Vielleicht erleidet die Stadt noch vor mir einen Kollaps.

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Irgendwann ist immer zum ersten Mal…

Heute ist es soweit.

Morgens halb 6 im Havelland. Die Stullen für die Jungs sind geschmiert, mein Latte Macchiato im Thermobecher verstaut. Mein Mittagessen ist verpackt, ich stelle alles in die Veranda.

Fehlt noch was? Nicht, dass ich wüsste…

Na, dann kannst ich ja noch kurz draußen eine Rauchen.

Und dann auch schnell los.

Unterwegs bemerke ich ein kommodes Gefühl auf dem Gaspedal. Und der Blick bestätigt die schlimmsten Befürchtungen.

Ich bin in Hausschuhen unterwegs.

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Und mein Mittagessen steht immer noch in der Veranda.

Mist.

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Nach dem Lauf

Es wird mal wieder Zeit für einen kleinen Bericht aus dem Leben!

Die letzte Woche ist schnell zusammengefasst: ich habe mit tatkräftiger Unterstützung des Lieblingskerls unsere Bude in einen vorzeigbaren Zustand versetzt. 7 Tage Power-Putzing, um dieses Mal die schon seit langer Zeit angekündigten Gäste gebührend zu empfangen.

Da wir ja in der Generation Internet leben, habe ich naürlich (natürlich!) alle Mädels übers Bloggen im Netz kennengelernt und wir haben uns in unterschiedlichen Konstellationen nun schon mehrfach getroffen.

Immer wieder ein Erlebnis! Und da man sich ja öfters liest ist das immer ganz vertraut und irgendwie innig. Einzigartig.

Dieses Mal stand das Treffen wieder unter dem Stern des Laufes durch den Tiergarten im Zeichen eines Kosmetikkonzerns… die ihre Give-Away-Tüten immer knauseriger ausstatten.

Und weil ich in meinem Zweitblog, der sich theoretisch rein ums Abnehmen dreht (drehen sollte…), bereits ein Resümee gepostet habe, kommt jetzt hier auch nochmal die ganze Geschichte. Da sich die Leserschaft ja nicht zum Online-Abnehm-Portal durchhangeln muss.

Begonnen hat es bereits am letzten Freitag mit dem fast schon legendären Bärlauchnudeln plus Sekt. Eben habe ich es nochmal nachgelesen: im letzten Jahr haben wir 12 Flaschen Sekt und eine Pulle Schampus getilgt. Dieses Jahr fiel es vergleichsweise trocken aus mit 6 Flaschen.

Und der Samstag begann zunächst mit einem Frühstück im Schleusenkrug. Dieses Mal drinnen und mit Bedienung. Sehr lecker, wenngleich auch kein Schnäppchen. Es sind alle satt und glücklich aufgestanden – also alle bis auf eine.

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Vorneweg kann ich schon mal berichten: ich lebe noch. Ich bin tatsächlich ohne Schubkarre über die Ziellinie gekommen und habe nicht aufgegeben.

Aber mittendrin: uiuiui!

Am Start stand ich ungefähr mit der gleichen Vorfreude wie bei Routinebesuchen beim Gynäkologen oder wie beim gleichzeitigen Ziehen der beiden oberen Weißheitszähnen beim Kiefernchirurgen. Also weit unter Null. Im Gegensatz zu Arztbesuchen reichte es hier allerdings nicht aus, sich auf dem Untersuchungsstuhl einzureden, man wäre einfach nur eine Hülle, die durchhalten müsste und bald ist es überstanden. Hier musste ich rennen und alles geben. Seufz.

Vom Start bis zur Siegessäule musste ich schon zwei kleine Gehpausen einlegen und es sollten weitere folgen. Ich schätze so um die 25…

Als ich dann gefühlt schon fast im Ziel war, erblickte ich am Wegesrand die 2-Kilometer-Markierung und in diesem Moment wusste ich: CL, Laufen ist echt nicht Dein Sport. Geh einfach weiter zum Bogenschießen oder spiele mal wieder Schach. Da wollte ich wirklich aufgeben.

Allerdings trug ich ein leuchtend pinkes Laufshirt mit einer aufgepinnten Startnummer auf der Front und war somit recht schnell als Delinquent auszumachen. Außerdem befürchtete ich, dass entweder ein Streckenposten mich aufhält, mit strengem Blick und ausgestrecktem Zeigefinger zurück auf die Route komplementiert oder mit schrillem Trillerpfeifenalarm die anderen Avoncops herbeiruft und mich abführen lässt. Keine Option!

Also habe ich irgendwie weiter gemacht. Ab Kilometer 3 waren Seitenstechen, ein Krampf im rechten Bein sowie Knieschmerzen linksseitig meine treuen Begleiter. Und für vielleicht einen Kilometer auch Laya, die mir bei der Gelegenheit noch ein paar Tipps in Richtung Verbesserung des Laufstils gab. Ach, darauf hatte ich noch gar nie geachtet! Das werde ich glatt mal im Auge behalten.

Was für mich erschwerend dazu kam: ich habe es ja nicht so mit Menschenmengen. Und ich möchte beim Sport auch weder beobachtet noch angefeuert werden. Mein Lauftraining absolviere ich alleine im finsteren Wald, nur von Damwild beäugt oder mal früh morgens in der Siedlung – da darf allerdings noch keine Sonne an sein und Bodennebel ist wünschenswert. Nun standen da allerdings 3,5 Millionenen Zuschauer am Wegesrand und erdreisteten sich, von mir Kenntnis zu nehmen, mir zuzujubeln oder Kinder reichten mir ihre Hand zum Abklatschen. Ich will das nicht! Kleine Kinderhände mit meinen verschwitzten Pfoten antatschen und mit einem feuchten Schmatzgeräusch abrutschen. Ich mag wahlweise unsichtbar werden oder mich in Luft auflösen. Hüüülfe!!!

Wenngleich ich im Ziel als erstes moserte, ich könne beim besten Willen nicht erkennen, was genau daran Spaß machen soll, hat sich mein verschollen geglaubter kleiner Kumpel Ehrgeiz bei mir gemeldet. Keine Ahnung, warum der so lange im Urlaub war oder wohin es den verschlagen hatte – er ist wieder da und raunt mir viele Weißheiten zu.

Zunächst einmal habe ich jetzt eine Grundlage zum langhangeln. Erfahrung gesammelt. Eine grottenschlechte Zeit, die ich beim nächsten Mal toppen möchte. Ich weiß jetzt, dass es beim Lauf keine Wunder gibt und man nicht wie durch Zauberhand plötzlich viel besser ist als während des Trainings. Dass meine Vorbereitung dieses Jahr nicht ausreichte und dass ich das Üben wesentlich ernster nehmen sollte. Dass eine Pulle Sekt am Vorabend mitunter hinderlich sein kann und dass mich alkoholfreie, isotonische Bierplörre regelmäßig in die Büsche verschwinden lässt.

Insgesamt also: nach dem Lauf ist vor dem Lauf. 2015 bin ich wieder dabei. Und werde die verbleibenden 360 Tage dafür nutzen, um mich optimal vorzubereiten. Auf ein Neues!

Vielen Dank an Laya, Tinka, Fehlerling, Puja, Kerstin und meinen Lieblingskerl, die mein Zetern, meinen Gesichtsausdruck und meine miese Stimmung ertragen haben und auch heute noch mit mir Reden (tut ihr doch, oder?). Und danke an den Goldjungen, der am Sonntag danach Kaffee gekocht und Brötchen geholt hat. Wäre doch jeder Tag Sonntag!

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