2

Reisebegleiter

Der freundliche Paketbote hat schon ein paar Dinge geliefert, die uns auf der Reise beim Tragen helfen werden:

Ich bin verliebt in die drei Gefährten!

Es gibt tatsächlich keine Koffer in diesem Haushalt. Also genauer gesagt: Koffer, die größer sind als Handgepäck. Und noch genauer: es gab sie mal. Diese großen Dinger, die auf den Gepäckbändern dieser Welt gelitten haben und in meinen Armen ihr Leben aushauchten. Na, mal schauen, wie sich die Drei bei einer Behandlung durch die Jungs in der Gepäckabfertigung schlagen. Die sind nicht zimperlich.

Und etwas mehr als Barfuß habe ich mir auch noch gegönnt.

Zugegeben: nicht ganz passend für die Jahreszeit, aber es kann ja nicht immer Herbst bleiben. 

 Gestern wäre ich übrigens fast in meinem Auto erfroren. Die Heizung ging plötzlich nicht mehr. Einfach so, ohne Vorwarnung. Sie pustete zwar sehr bemüht Luft herum, aber die war eiskalt. Eh ich es wahr haben wollte, war ich schon mehr als die Hälfte zum Büro gefahren. Also war umkehren auch keine Option. Nach ein bisschen googlen habe ich abends auf dem dunklen Parkplatz einen halben Liter Mineralwasser in den Kühlwasserbehälter gekippt und *Trommelwirbel* Heizung heizt wieder! Jay! Wenn’s kälter wird, muss ich nur noch dran denken, Frostschutz hinterher zu schütten. Sonst gibt’s das nächstes Problem…

Advertisements
10

Willkommen 2018!

Hallo Ihr Lieben,

kann das wirklich wahr sein und das neue Jahr ist schon über eine Woche alt??? Wann ist das denn passiert?

Ich war am 2. Januar total fleißig und habe nach der Arbeit zusammen mit Sohnemann eine Bankkarte für sein Girokonto beantragt. Damit hat dieses blöde Bargeldrübergeschiebe endlich ein Ende! Der Dauerauftrag ist auch schon eingerichtet und so kommt es nicht mehr zu diesen peinlichen Momenten, wo ich Sparschweine schlachten und in Couchritzen suchen musste, um den Nachwuchs 3 Minuten vor dem Verlassen des trauten Heims mit Kohle auszustatten. Jetzt kann er selbst vergessen, noch beim Geldautomaten vorbei zu gehen *hihi*

Und dann haben wir noch ein Großprojekt erledigt: Reisepässe beantragen. Ist ja nicht so einfach, denn dafür braucht man ein biometrisches Passbild. Dafür braucht man einen Fotografen (keinen Automaten! Ich habe da Erfahrung!), die Haare müssen sitzen, ebenso der Lidstrich, man benötigt einen der seltenen „heute-mag-ich-mein-Spiegelbild“-Tage und dann muss man noch bedenken, dass man während der Öffnungszeiten beim Fotoladen sein MUSS! Nicht sollte, dürfte, könnte! Also weder davor noch danach. Sehr schwierig! Und bei Sohnemann kam noch der Wunsch eines kurz davor erfolgten Friseurbesuchs dazu und so dauerte das Procedere der Passbildbeschaffung so rund 8 Monate. In der Zeit habe ich mal ein Kind zur Welt gebracht *lächel*

Warum Reisepässe?

Wie genau wir darauf kamen kann ich gar nicht genau sagen… ich wollte mal eine längere und weitere Reise mit meinen Männern machen. Dem Sohnemann die Welt zeigen. Und nach wildesten Ideen und fernsten Zielen steht nun fest:

Nächstes Jahr geht es für 3 Wochen in den Westen der USA! *TUSCH*

Zwischendurch sollte es mal 3 Wochen mit dem Wohnmobil durch Kalifornien werden, aber die PREISE!!!! 

Es könnte also sein, dass ich euch in näherer Zukunft ein wenig mit Reisevorbereitungen zutexten werde. Das ist nämlich eine echt spannende Angelegenheit!

Was schon steht:

  • Flug
  • Leihwagen
  • Hotels und Motels für 21 Tage

*hibbel*

Morgen liefert uns der nette Postbote 3 niegelnagelneue Koffer. Dann schnappe ich vor Vorfreude garantiert über!

Heute war ich auf Dienstreise in Hannover. Das lief nicht so optimal… denn die Sitzung wurde leider abgesagt. Davon habe ich erst vor Ort erfahren. Mist. Nun, also habe ich einen Kaffee getrunken, den Geldautomaten genutzt und bin wieder zurück zum Hauptbahnhof gefahren. Als hätte ich nichts zu tun und gähnende Leere auf dem Schreibtisch.
Hier noch ein paar kleine Impressionen:

Katzen und Kartons:

die unwiderstehliche Mischung 

Sohnemann kann sich ja pubertätsbedingt  nüscht merken, aber sobald die Werbung mit den Silvester-Feuerwerks-Angeboten  ins Haus flattert, inhaliert er die Informationen und kann diese fehlerfrei wiedergeben, auch wenn man ihm nachts aus dem Schlaf reißt. Er weiß dann genau, wo es was zu welchem Preis gibt und kann sogar die Öffnungszeiten der Discounter auswendig.  Dank Winterferien und einer unerschrockenen Oma hat er 4 Läden besucht und so sah seine Ausbeute aus (bei Oma in die Dusche drapiert):

Es gab schon schlimmere Jahre 😉  

Liebe Grüße und für alle ein schönes, erfülltes, friedliches neues Jahr 2018

9

Nachlese: kleine Nettigkeiten

Am 2. Januar diesen Jahres hatte ich zur Aktion „kleine Nettigkeiten“ aufgerufen – guckst Du hier– und eh das Jahr zu Ende ging, habe ich mein Versprechen in die Tat umgesetzt und am 21.12. etwas Selbstgemachtes an die Gewinner verschickt.

In den Kopf gesetzt hatte ich mir, zum einen die niegelnagelneue Overlocknähmaschine endlich mal einzuweihen (abgesehen davon, dass ich einmal ein Handtuch in der Mitte durchtrennt und versäumt habe) und zum anderen etwas Praktisches zu Nähen.

Wiederverwendbare Abschminkpads fand ich schon immer genial. Die brauche ich zwar nicht täglich, weil ich so ein Wasser-und-Seife-Typ bin, aber wenn ich sie beispielsweise für hartnäckige Mascara brauche, finde ich es sehr schade, dass das benutzte Pad danach in den Mülleimer wandert. Und ein Waschlappen ist einfach too much für ein Bisschen im Gesicht rumwischen.

Und dann wurde es irgendwie kompliziert…

Bei eine Overlock wird mit 4 Farben genäht. Damit vervierfachen sich die Möglichkeiten, dass ein Faden reißt. Und dann muss man das Garn durch einen Irrgarten fädeln. Geht streckenweise nicht ohne Pinzette. Gruselig. Einer der Fäden riss immer. Das Einstellen dauerte eine Stunde lang, 45 Minuten davon meckerte, fluchte und schrie ich rum, zum Schluss kam noch Frustgeheule dazu.

Und dann:

Ahhhhhhhhh! Ähh…nö!

Die Kurve kriege ich nicht geoverlockt!

Wer sagt denn, dass Abschminkpads rund sein müssen?

Besser, aber weit weit weg von perfekt.

Ja, so geht’s!

Nun bin ich mal gespannt, ob ich irgendwann mal ein Feedback bekomme, ob die kleinen Nettigkeiten überhaupt angekommen sind (die mir mitgeteilten Adressen waren schließlich fast 1 Jahr alt und bei Umzügen denkt schon kaum einer daran, Adressänderungen der realen Welt mitzuteilen- geschweige denn einer Aktion im Netz!). Vielleicht mag mir noch Jemand Bescheid geben, ob der Inhalt auf Gefallen stieß oder auch nicht. Das fände ich sehr nett!

Die Pads haben eine Seite aus Microfaser und eine Seite aus Stoff. Sie sind waschbar, wobei ich es noch nicht ausprobiert habe, wieviel Grad sie genau abkönnen. Ich werde mich erstmal bei 30 Grad an die Sache rantasten und dann schrittweise die Temperatur erhöhen. Also: stay tuned! Der Plan ist jedenfalls, die Welt um etwas Müll zu erleichtern.

 

1

November- (und eigentlich auch schon Dezember-) Rückblick

…eh ich wieder völlig in Rückstand gerate!

Fange ich mal mit dem Positiven an: meine Steuererklärung wurde vom Finanzamt anstandslos durchgewunken. Ich fühle mich wie ein stolzer Steuerexperte und quasi so, als hätte ich Elster selbst entwickelt. Aber das Öffnen dieses Umschlags vom Amt: „neee, ich mach den nicht auf! Das versaut mir den Tag! Da kann nix gutes drin stehen! Ich sterbe, wenn ich das jetzt lesen muss… ach, ich bin jetzt mal todesmutig… gut… ich habe eine neue Steuernummer bekommen. Sonst nüscht.“ Beim 2. Brief vom Finanzamt konnte ich also noch nicht mal hoffen, dass mir nur eine neue St.-Nr. verliehen wird. Es ist aber immer wieder wie der letzte Fight gegen den Endgegner in einem Videoplay…

Sonst war der November sehr stressig. An 7 Tagen war ich nicht im Büro, sondern in Hannover oder Frankfurt. November ist der Monat der Personalversammlungen an allen Standorten der Firma und für Berlin hatte ich die Ehre, die Rede erst zu schreiben und dann vorzutragen. Ist eingeschlagen wie ne Bombe.

Kurze Zusammenfassung:

Berlin: hier läuft seit dem Wechsel auf das neue Computersystem nichts mehr!

Vorstand: geht ja gar nicht, da muss ne Lösung her!

Hannover: übertreibt ihr hier nicht total?

Berlin: eigentlich ist es noch viel, viel schlimmer

Vorstand: los, gründet eine Task Force und holt die Kuh vom Eis!

Orga/IT: interessiert uns nicht die Bohne

Berlin: Hallo! Probleme! Echt jetzt!

Vorstand: na, Probleme gelöst?

Orga/IT: alle anderen sind schuld. wir kennen das neue System nicht und können daher nicht helfen. Der Benutzer möge sich selbst an den Haaren aus dem Dreck ziehen

Berlin: schön, dass wir mal drüber geredet haben

Hannover: sehr ihr. doch alles nicht so schlimm

Vorstand: gut gelöst die Problematik!

Orga/IT: wir helfen immer wieder gerne

ich: OK, beim nächsten Mal halte ich die Fresse und spring lieber aus dem Fenster. Dann gibt es bei wenigstens eine Bewegung hier.
Der Job nervt also zunehmens. Mit deutlichen Warnsignalen: Ohrenschmerzen und Zahnschmerzen, ohne dass Ohren oder Zähne krank wären.

Am 30. November war ich um 21:00 zurück in Berlin, dann noch schnell im Lieblingssuperdupermarkt einkaufen und dann habe ich bis tief in die Nacht hinein Cupcakes gebacken, damit Sohnemann am 1. Dezember eine Geburtstagslage in der Schule schmeißen kann. Nebenbei noch Geschenke und Adventskalender verpackt und befüllt.

Auf den Nägeln:20171219_193948988860493.jpg Weihnachten!

Lieblingsfrisur:

keine Zeit und keine Lust auf Experimente. Dutt. Fertig.

Im CD Player:

Der Ohrenarzt hat Pillen verordnet, damit die Hörknöchelchen nicht verkommen. Ansonsten vermeide ich alles, was lauter ist als Papiergeraschel.

Bemerkenswert:

Schnee Anfang Dezember. Zu früh. Mist.

 

Schön:

Weihnachtsmarkt in FFM:

 

Blöd:

Den Weihnachtsmarkt in Liebenberg konnten wir leider nicht besuchen, WEIL WIR KEINEN PARKPLATZ BEKOMMEN HABEN!!! Echt jetzt: wir wurden die Karre nicht los. Da sind wir wieder nach Hause gefahren.

Gewerkelt:

Eine Tischdecke für die Adventszeit. Und Kekse; diese sind recht grün geraten. Merke: Lebensmittelfarben bleiben nicht über Jahre hinweg farbtreu. Unbedingt neue kaufen!

Und die kleinen Nettigkeiten sind auch erledigt- separater Beitrag folgt.

Zum Schluss:

Ich wünsche Euch und Euren Lieben eine gute Weihnachtszeit. Erholt euch gut, genießt die Momente mit der Familie und sehr darüber hinweg, dass nicht alles perfekt ist.

Frohe Weihnachten und einen unfallfreien Rutsch ins Neue Jahr für Euch alle, Ihr Süßen!

3

Rückblick auf die letzten 3 Monate

Hallo Ihr Lieben,

ich bin säumig. Ganze 3 Monate sind vergangen seit meinem letzten Beitrag. In der Zwischenzeit habe ich auch nichts gelesen – nur ein Buch im Urlaub. Erst in den letzten 3 Tagen habe ich mal wieder bei meinen Blogs Nachlese betrieben und das auch nur, weil ich per WhattsApp schon darauf aufmerksam gemacht wurde, was mir alles so entgeht! Danke Iris 🙂

Der Berg an Arbeit, der bereits im Juli existierte, ist in der Zwischenzeit noch mehr angewachsen. Im Büro gab es eine Umstellung des Computersystems und nun klappt nüscht mehr wie am Schnürchen. Eine einzige Katastrophe! Jeden Tag möchte ich mich abends in die Ecke setzen und ein bisschen weinen. Es gibt zwar Momente, da ist es schon wieder richtig witzig, was hier alles nicht mehr funktioniert, aber es überwiegen die Phasen, wo man hilflos vor einem Problem steht, was man weder braucht noch möchte, JETZT aber lösen muss und nicht weiter weiß. Nervenzermürbend und unfassbar, angesichts der Tatsache, dass ich nicht bei einem kleinen Gemischtwarenladen, sondern einer Bank arbeite.

Ich mag da schon gar nicht mehr weiter drüber jammern.

Allerdings erscheint es mir dann auch schon wieder zu banal, nun von meiner neuesten Entdeckung auf dem Nagellackmarkt zu berichten. Sei’s drum – ich mach’s trotzdem:

Der Erfinder des Markierstifts hat nun auch Nagellacke im Sortiment und besonders entzückt bin ich vom Design der Flasche. Der Schraubverschluss hat nämlich die unverwechselbare Form aller Stiftkappen dieser Marke, genau wie auch die Sprühlacke, die es mittlerweile bis in das Regal meines Lieblingsbaumarktes geschafft haben. So hübsch kann Corporate Identity sein:

20171103_0837161815515695.jpg

 

Im CD-Player:

Freudig kann ich verkünden, dass es überhaupt noch ein Auto mit CD-Player gibt! So sicher konnte man sich nämlich nicht sein, ob es nicht ein „bis das der TÜV euch scheidet“ geworden wäre. Mein Schrauber hat die Ansage erhalten, mit möglichst wenig Einsatz von Zeit und Geld meinem Mutterschiff über die Hauptuntersuchung hinweg zu helfen. Mission erfüllt: Es mussten nur 2 Reifen ersetzt werden, bei denen schon die Karkasse durchlugte und das sogenannte Tankband – dieses verhilft dem Tank zu einem sicheren Dasein an der Stelle, wo er hingehört. Nicht unwichtig. 

Jedenfalls hat mein Auto, Franzose mit 13 Lebensjahren und 220.000 Kilometern auf der Uhr, lebensverlängernde Maßnahmen für weitere 2 Jahre erhalten. Nicht schlecht dafür, dass ich vor fast 4 Jahren damit mal 4 Autos vor mir so zusammen geschoben habe, dass dabei einen Schaden von über zehntausend Euro zusammen kam. Warum bleibt die Kolonne an Autos auch stehen, obwohl die Ampel gerade auf Grün gesprungen ist? Ein Moment mal kurz nach rechts in eine Seitenstraße geguckt und plötzlich hielt einer einfach so an und alle machten eine Vollbremsung, nur bei mir gab es dazu noch so ein dumpfes Geräusch… peinlich, peinlich! Blonde Frau am Steuer, ihr könnt es euch vorstellen..

Nun ja, das Auto lebt und der CD-Player… schweigt. Ich bin immer noch nicht in der Lage, im Auto Musik zu hören. Komischer Weise trifft das nur zu, wenn ich selbst fahre. Als Beifahrer stört es mich nicht sonderlich. Und im Urlaub war es auch kein Problem. Ist so ein Stress-Ding

 

Lieblingsfrisur:

Da ich mir ja eingebildet habe, die Friseurin, bei der ich zuletzt unterm Messer war, hat mir viel zu viel von meiner Haarpracht abgesäbelt, suchte ich im Netz nach Hausmittelchen für ein rasant beschleunigtes Haarwachstum. Daraufhin bildete ich mir ein, roter Zwiebelsaft wäre ein Wundermittel und würde die Matte nur so sprießen lassen. Leider stinke ich immer wie ein Iltis, wenn ich mir den Saft auf den Kopf kippe – nun trage ich abends gerne mal Turban. Haare wachsen hat so oder so, aber nun habe ich auch noch stinkende Handtücher. Irgendwas ist immer.

Sohnemann war letztens auch bei unserem Friseur und erwischte genau die gleiche Friseurin – anschließend beklagte er sich, dass die ihm die Frise viiieeel zu kurz geschnitten hätte. Ha! Doch was dran an meiner Wahrnehmung J

 

Ganz fest vorgenommen:

Jahre lang habe ich es einfach ignoriert, letztes Jahr dann aber doch mal wieder eine Einkommenssteuererklärung abgegeben.  da gab es eine fette Handwerkerrechnung und ich hatte das großartige Gefühl, einen Batzen Geld wieder zu bekommen. War nicht der Fall… bei so viel Schweiß und Tränen hatte ich einfach mehr erwartet. Und nun wollte mein Finanzamt auch dieses Jahr wieder Post von mir. Das kam ja mal wieder einem Staatsakt gleich! Ich brauchte wochenlanges seelisches und moralisches darauf Vorbereiten, eh ich überhaupt in der Lage war, auch nur das Elster-Programm runterzuladen.

 

UND DANN kam folgendes dazwischen:

An dem Wochenende, an dem ich mir ganz fest vorgenommen habe, nichts anderes als Steuerkram zu erledigen, begrüßte uns der Kühlschrank beim Frühstück mit einem komischen Geräusch. So eine Mischung aus Trecker und sterbender Schwan. Irgendein Teil kam über ein lautes Startgeräusch nicht hinweg. Als würde der Kompressor anspringen, aber nicht richtig auf Touren kommen. Und das ist einer ungewohnten Lautstärke. Also haben wir zunächst versucht, die Rückseite von Staub und Spinnweben zu befreien, um dem Gerät einfach mal das Gefühl zu geben, wir kümmern uns um seinen Hilferuf. Anschließendes Betrachten des Kompressors hat auch keine näheren Erkenntnisse ergeben, außer, jau, hier kommt das fiese Geräusch her. Richtig mulmig wurde uns aber erst, als er keinerlei Geräusche mehr von sich gab. Bereits beim Abräumen des Frühstückstischs fiel auf, dass sich der Inhalt der Tiefkühlseite im Übergang zum flüssigen Aggregatzustand befand. Also musste alles, was noch halbwegs kühl und identifizierbar war, in den Ersatztiefkühler umziehen. Zum Glück haben wir sowas! Es wurden allerdings auch abgetupperte Sachen im Froster entdeckt, bei denen man weder wusste, wie lange die da schon drin lagern, noch was zur Hölle das mal gewesen sein könnte. Nun habe ich einen deutlichen Überschuss von Tiefkühldosen und –döschen im Schrank, aber auch mal das dringend überfällige Ausmisten des Frosters erledigt. Immerhin bestand da noch die Hoffnung, dass der defekte Kompressor vielleicht noch in der Lage ist, den Kühlschrank alleine zu betreiben.

Und was soll ich euch sagen? Am nächsten Tag hatten wir das gleiche Spielchen auf der Kühlschrankseite! Zwei Tage lang Noteinsatz in der Küche… auch hier konnten wir unseren Party-Ersatzkühlschrank in Betrieb nehmen, aber ein Teil musste dann doch noch bei meiner Mutter untergebracht werden.

Jaaaa, und dann dachten wir uns, hey, es ist Sonntag – wo kommt man schneller an einen neuen Kühlschrank als übers Internet? Mittlerweile wissen wir: überall!

Nachdem der Lieblingskerl den halben Samstag und noch etliche Stunden am Sonntag nach Side-by-Side/ French-Door-Kühlschränken und anderweitig gearteten Kombinationen aus Kühl- und Gefrierschränken gesucht hat und Testberichte recherchierte, fiel unsere Wahl auf ein Gerät bei einem Elektrohändler in Nordrheinwestfalen, der eine kostenfreie Lieferung innerhalt der nächsten 1-3 Tage versprach. Topp!

Nachdem wir bis Dienstag weder eine Bestätigungsmail noch eine Benachrichtigung über den Liefertermin erhielten, hat Lieblingskerl doch mal sicherheitshalber nachgefragt. Hätte er dies nicht getan, hätten wir vielleicht nie erfahren, dass der von uns bestellte Kühlschrank überhaupt nicht mehr lieferbar ist. Der wäre ja sooo beliebt, dass es Lieferengpässe seitens des Herstellers gäbe. Aber er hätte ein anderes Modell der gleichen Firma da, der wäre ja noch viel besser verarbeitet, da für d
en Europäischen Markt produziert und nicht so wie das gewünschte Modell für den amerikanischen Verbraucher, der wohl nicht so anspruchsvoll ist  (ist das so?). Der hätte zwar kein Getränkegitter und auch keine Snackschublade, aber dieser könnte uns entgegenkommender Weise, trotz wesentlich hochwertigerer Verarbeitung, zum gleichen Preis geliefert werden – bezahlt hatten wir bereits über Paypal. Eigentlich eine Frechheit… aber wir brauchten schnellstmöglich einen Kühlschrank!

Auf Dauer ist es nämlich sehr anstrengend, seine Marmelade zu suchen – steht die vor der Küchentür im Picknickkorb? Ist die vielleicht zusammen mit den Ketchupflaschen und Grillsößchen in der Veranda ausgelagert worden? Oder im externen Keller, der sich mitten im Garten befindet? Oder vielleicht doch bei meiner Mutter im Kühlschrank gelandet? Und wo ist doch gleich die Gemüsebrühe? Mist – Ketchup brauche ich aus! Außerdem nieselt es… wollen wir nicht die Suche abbrechen und Essen gehen?

Übrigens habe ich beim Frühstücken bei unserem nächstgelegenen Bäcker, der ein Frühstücksangebot hat, in meinem Rührei eine Glasscherbe gefunden. Der fehlende Kühlschrank hat mich spätestens dann total angenervt!

Der Kühlschrankdealer sagte und übrigens zu, der ersatzweise lieferbare Kühlschrank würde uns vielleicht am Freitag erreichen – vielleicht aber auch erst am Montag. Wir sollten uns doch mal direkt mit der Spedition kurzschließen. Doch die gingen auch nicht ans Telefon, wenn man es 17 Mal klingeln ließ. Nach 4 Versuchen gaben wir auf.

Montag früh platze mir dann endgültig der Kragen, als es auf telefonische Nachfrage beim Händler erst hieß: ja, die Spedition könne uns nicht erreichen… ob wir mal eine Telefonnummer angeben könnten? Ja klar, wenn die Nummer, die bei der Bestellung ein Pflichtfeld war, nicht ausreicht, dann könne er jetzt auch gerne nochmal beide Handynummern bekommen, die wir nach dem ersten Telefonat noch per Mail hinterher geschickt hatten… oder wir sollten doch gleich mal mit der Spedition telefonieren. Klar – die sind ja so spitzenmäßig erreichbar! Aber – oh Wunder! Es ging jemand ran. Vielleicht nicht gerade die Mitarbeiterin des Monats, denn sie wüsste nichts von unserem Kühlschrank, aber wir dürften gerne nochmal am Ende der Woche nachfragen. AHHHHH!

Dann habe ich den Typen bei dem Elektrofachmarkt in NRW durch die Leitung gezogen. Ob ihm klar wäre, dass wir keinen Fernseher bestellt haben, bei dem man alternativ auch mal ein Buch zur Hand nehmen oder ins Kino gehen könnten um sich anderweitig zu unterhalten, wenn es Lieferprobleme gibt, sondern einen KÜHLSCHRANK, der relativ unersetzbar ist? Jaja, Moment… ich frage mal nach… WARTESCHLEIFE…. Der hat unser Haus bereits letzte Woche Dienstag verlassen… Moment…. WARTESCHLEIFE… die Spedition hat uns leider nicht angetroffen, als sie das Gerät bei uns abliefern wollten WIEBITTE??? OHNE VORHERIGE TERMINVEREINBARUNG??? Guter Mann – wir müssen arbeiten gehen, um uns ihre Kühlschränke überhaupt leisten zu können, da kann es schon mal vorkommen, dass wir vormittags nicht da sind, wenn wir nicht wissen, dass eine Lieferung kommt. Ob er der Spedition nicht mal etwas Druck machen könnte, JETZT beispielsweise wären wir wunderbar zu Hause anzutreffen… WARTESCHLEIFE… Wir melden uns wieder bei Ihnen. Schönen Tag noch.

Dann haben wir uns recht ratlos angesehen und sind in den nächsten Markt für Medien gefahren, um nur mal zu gucken… natürlich stand dort DER Side-by-Side-Kühlschrank, von dem wir immer geträumt haben, sogar in der Wunschfarbe. Sogar deutlich günstiger als Listenpreis, zwar auch mit einem kleinen Kratzer in der Front (stammte wohl von einem Einkaufswagen…tzztzz!), aber einem deutlichen Preisnachlass und obendrauf einer kostenlosen 5-Jahres-Garantie. Nach kurzem hin- und her Überlegen haben wir auf die Uhr geschaut und festgestellt, dass der Händler aus NRW innerhalb der letzten 5 Stunden nicht wie versprochen nochmal angerufen hat und nun echt keine Chance mehr verdient. Mittlerweile waren seit der Bestellung 10 Tage vergangen und so machten wir (nicht sonderlich schweren Herzens…) von unserem Widerrufsrecht gebrauch.

Da es am Dienstag einen Feiertag gab und es schon abends war, wurde der Kühlschrank  am Mittwoch geliefert. Aber das war immerhin kostenlos und wenn man so will am nächsten Werktag. An der Stelle müssen wir uns merken: alles, was größer ist als eine Kaffeemaschine sollten wir nicht mehr online bestellen. Und schon erst recht nichts, was sich preislich im 4-stelligen Bereich bewegt.

Ungefähr 5 Mails später hatten wir dann auch das Geld aus dem ersten Kühlschrankkauf wieder. Zwischendurch sah es so aus, als müsste man Paypal einschalten, aber zum Glück hat es auch so geklappt. War anstrengend genug!

 

Danach dann doch noch erledigt:

Mit Hilfe meiner Freundin, der Finanzbeamtin, konnte ich mit einer leichten Fristverlängerung die Einkommenssteuererklärung mit dem Steuerprogramm fertigen. Wir waren sehr stolz auf uns, weil selbst die Fachfrau gestand, sich selbst noch nicht an Elster rangetraut zu haben. Ohne ihre Hilfe wäre ich aber kläglich gescheitert.

Die Steuererklärung habe ich dann höchstpersönlich bei meinem Finanzamt abgegeben. Sie war mit zwischenzeitlich ans Herz gewachsen. Außerdem hatte ich schon höchstpersönlich große Umschläge gekauft, dann noch Briefmarken besorgen… nee!

Aber ich habe dabei zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: in Nauen lag auch noch mein europäischer und internationaler Führerschein bereit zur Abholung.

Exkurs:

Ich erzähle im Büro von meinen Plänen, meinen Führerschein auf das neueste Format umzurüsten und alle so: oh, krass! Da kannst Du Dich ja darauf einstellen, vor einem halben Jahr keinen Termin beim Meldeamt zu bekommen. Ich so: aber mitnichten! Alle so: dooooch! 6 Monate sind in Berlin total üblich. Ich grinse, denn ich wohne in Brandenburg. Ätsch!

Ich fahre also am darauf folgenden Samstag  (!) nach Nauen, parke direkt (!!) vor dem Bürgerservicebüro (kostenfrei!!!), finde einen verschlossenen Warteraum vor, erschrecke mich kurz, entdecke dann, dass der nur zu ist, weil keiner wartet und betrete die Amtsstube. Dort empfangen mich zwei gut gelaunte Damen, eine kümmert sich um die Formulare, eine lässt schon mal das EC-Kartengerät vorglühen. Nach 2 Minuten gehe ich noch kurz zum Fotoautomaten und weitere 5 Minuten später ist alles erledigt. Beide Führerscheine kann ich nach 10 Tagen abholen. So geht das!

Den Kollegen fällt bei dem Vollzugsbericht die Kinnlade runter. Augenwinkel zucken, Neid blitzt in den Augen. Beim nächsten Mal erzähle ich vielleicht, wie wir Lieblingskerls Auto umgemeldet haben. In Berlin dauern Zulassungen aktuell 5 Wochen. Vielleicht lasse ich es lieber sein.

 

Gefreut:

In den letzten beiden Ferienwochen waren wir verreist. Masuren war unser Ziel, Ostpreußen, Polen. Zwei Wochen relaxen, ausspannen, die Natur genießen und Freunde besuchen.

 

Noch mehr gefreut haben wir uns, als wir in unserem Hotel Gäste ansprachen, die laut Autokennzeichen aus Berlin kamen, und dann erfahren haben, dass sie ein Ferienhaus in Brandenburg haben, genauer gesagt bei uns im Ort, eigentlich in der nächsten Querstaße. Luftline 200 Meter entfernt! Wir haben im Urlaub oft abends beisammen gesessen, unsere Jungs waren zusammen angeln und wir haben uns nach dem Urlaub mit der sympathischen Familie auch schon in Schönwalde getroffen. Die Welt ist ein Dorf!

 

5

Der Juli in Wort und Bild

Ihr Lieben, mir kommt es vor, als säße ich in einem Karussell und der Schiffsschaukelbremser hätte frei. Zum einen, weil mir immer noch ganz oft schwindelig ist – das sind die „Nachwehen“ meines Hörsturzes, vielleicht ist noch ein weiterer hinzu gekommen, ich weiß es nicht genau. Zum anderen prasselt gerade so viel Arbeit auf mich ein, dass mir schon beim drüber Nachdenken ganz schwummerig wird. Vielleicht sind auch nur alle Schiffsschaukelbremser im Sommerurlaub.

Im CD-Player:

Das wird jetzt vielmehr eine kleine Geschichte meines Autoradios…
Mein Nullachtfuffzehn Standardradio, welches Peugeot so standardmäßig verbaut, war ein treuer Gefährte. Bis es anfing, recht unkontrolliert zu rauschen.

Lieblingskerl ist, wie viele geliebte Kerle, recht technik-affin und fand mein werksseitig verbautes Autoradio würdelos und primitiv bis anstößig. Also musste Ersatz her, so eine Mischung aus bezahlbar und richtig gut. Meine Bedingungen waren: das muss mit dem Bedienhebel am Lenkrad kompatibel sein und meinem Handy und mir strippenlos das freie Sprechen ermöglichen.

Gesagt, geklickt. Das neue Teilchen kam ganz prime unverzüglich geliefert und… ließ sich nicht aus der Ferne bedienen. Beim näheren Studium der Bedienungsanleitung war auch die Freisprechfunktion mehr optional als optimal… Hätten wir doch nur vorher auf jedes Wort geachtet! Die Option bestand darin, ein weiteres technisches Hilfsmittel käuflich zu erwerben und dann ans neue Radio vorne ranzutüdern – genau das, was ich auf keinen Fall wollte! Kabelsalat kann ich partout nicht leiden.

Nun begab es sich aber, dass just so eine Freisprecheinrichtng Lieblingskerls Auto zierte – diese zog dann in mein Mutterschiff ein. Problem Freisprech: check. Also, wenn man mit echt mieser Sprachqualität klarkommt. Eigentlich kommt damit nur Lieblingskerl klar… alle anderen Gesprächspartner beschweren sich immer, dass ich offenbar von einem Raumschiff aus anrufe. Vermutlich versteht er bei mir auch nur die Hälfte und tut nur so, als wäre alles tutti, um seinen Fehler nicht zuzugeben. „Neee, Schatzi, alles gut! ICH versteh Dich einwandfrei!“ Ich muss mal suchen, wo er die Kamera im Innenraum meines Autos montiert hat und rausfinden, wann er gelernt hat, von den Lippen abzulesen.

Für die Lenkradfernsteuerung hat er einen Adapter im Netz bestellt und anschließend noch einen tatsächlich passenden Adapter nachgeordert. „Diese Franzosen und ihre Verkabelung!“ Ja, hätte ich ihm vorher sagen können – ich habe schon mal bei meinem alten Franzosen das Autoradio versucht auszutauschen. Stecker war lustig gelb, sah völlig anders aus, als der bundesdeutsche handelsübliche Stecker, der an meinem Radio baumelte, daran hingen bunte Kabel in Rosa und Blö… dann habe ich mir das Radio von einem versierten Techniker einbauen lassen und künftig weder Radio hören noch den Scheibenwischer betätigen können… Hing an der gleichen Sicherung und wenn man die Masse mit der Erde verwechselt… oder sowas ähnlich voll klug klingendes… Und bin schließlich jaulend in eine Vertragswerkstatt gerollt (nachdem ich im Winter die Frontscheibe nur mit Hilfe einer Flasche Wasser und einem Gummiwischer alle paar Meter manuell vom Dreck befreien musste). Dabei schwor ich mir: wenn Franzose, dann künftig immer mit dem mitgelieferten Stulle-Standardradio. Punkt!!!

Nun ja – die Fernbedienung läuft unterdessen, das Radio knarzt immer noch. „Das muss an der Antenne liegen!“. Dann wurde die Dachantenne einer näheren Prüfung unterzogen. Die ist doch sicherlich schadhaft. Kann man doch sicherlich im Internet nachkaufen, oder? Ja, kann man. Also, entweder lag es daran, dass am ersten Abend irgendein Tier die neue Antenne bis auf einen winzigkleinen Stummel abgenagt hat oder dass das neue Dings von vornhinein bemackt war… Das Radio knarzte weiterhin. Also wurde flugs noch eine zusätzliche Wurfantenne bestellt, die den Kabelsalat rings ums Radio noch formschön ergänzte. Ergebnis: Radio knarzt immer noch.

Dann wurden Foren besucht, Freunde befragt und schließlich verschämt ein Profi bei einem Auto-Teile-Fritzen hinzugezogen. Jaaaahaaaaa… es gibt nicht nur dieses Antennendings auf dem Dach, sondern darunter noch einen Repeater – also einen Verstärker. Wenn der nicht funktioniert, kann da die schönste Antenne drauf sitzen und es bring nix. Auch Repeater kann man im Internet bestellen. Also so bestellen, wie ich das bei meinem Franzosen gewohnt bin: bestellen, auspacken und dann feststellen: Nä, passt doch nicht! Dann mit dem Verkäufer Kontakt aufnehmen und betteln, dass man die Ware bitte nochmal umtauschen kann. Mit Hinweis auf „der Wagen ist Franzose“ sind die dann auch ganz verständnisvoll und mailen einen Retourenschein. Nur ausdrucken und zurücksenden.

Dieses Mal konnte die Kette der unglückseeligen Verknüpfungen blöder Missstände noch um weitere Faktoren erweitert werden: Erster Drucker: Toner leer. Zweiter Drucker: kommuniziert nicht mehr mit dem Pad. Zur Krönung des Ganzen: Laptop lässt sich nicht mehr hochfahren.

Ich brauche also auch einen neuen Computer!!!!! Suuuuuper!!

Nun ja… der zweite Repeater mit den richtigen Anschlüssen wurde zwischenzeitlich montiert uuuuuunnnnnnnd:

weiterhin rauscht es im Radio und ich lasse es jetzt einfach aus. Ruhe ist voll schön, wenn man einen Hörsturz hatte. Voll therapeutisch und so.

Wenn ich Trotz der lädierten Ohren Musik höre, dann Linkin Park. Ich bin immer noch erschüttert, dass Chester nicht mehr lebt und versuche nun noch mehr auf die Texte des neuen Albums zu achten. Die Stimme mit der größten Ausdruckskraft und Bandbreite ever. Tragisch.

Lieblingsfrisur im Juni:

Ich entwickele mich zu einem echten Dutt-Mädchen. Es wird Zeit, bewusst dagegen zu arbeiten.

Auf den Nägeln:

Eine Mischung aus einem cremefarbenen Lack und einem Topcoat mit Sandeffekt hat die Zehen geziert. Der Überlack war wirklich sandartig… rau fühlte sich das an. Nicht sehr angenehm, sich damit über die Unterschenkel zu reiben. Wobei es sehr hilfreich war, Mückenstiche schnell von einer juckenden Stelle in eine offene Wunde zu verwandeln. Der Lack eignet sich vielleicht besser, um die Sandoberfläche bei einem abgeschrubbelten Skateboard aufzumöbeln. Ein echter Fehlkauf.

wp-image-130025891

Gehandwerkelt:

Wir haben an unserem Müllhäuschen weiter gearbeitet. Nun müssen nur noch Kleinigkeiten fertig gestellt werden – das dürfte uns erfahrungsgemäß einige Jährchen beschäftigen 😉

Hier mal die Rohbauversion:

Und hier schon einen Schritt weiter:

Es fehlen noch die Türverschlüsse, daher die behelfsmäßigen Klötzchen über den Türen. Und das Blau sieht beim ersten Anstrich immer recht fies aus – das wird noch dunkler und gleichmäßiger!

Wir haben teilweise Reste wiederverwertet, daher der bunte Anstrich. Das wird alles noch Dunkelblau mit weißen Kanten und Rahmen.

Anarchie auf der Straße

Ich bin genervt. Sehr schwer genervt. Auf meiner Strecke heimwärts gibt es eine unberechenbare und daher unzumutbare Baustelle. Die Stadtautobahn verengt sich nun ausgerechnet knapp nach einem Autobahndreieck von 4 Spuren (ich habe da mal großzügig die Auffahrt von der Avus auf die A100 mit einbezogen…) auf 2 Spuren, um sich nach ungefähr 500 Metern auf eine Spur Richtung Wedding und eine Spur Richtung Reinickendorf/ Spandau/ Hamburg/ Rest der Welt aufzuteilen. Also gibt es dort jeweils einen potentiellen Auffahrunfall bei der Verengung und einen potentiellen Auffahrunfall bei der Verzweigung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Unfall dort täglich in die Tat umgesetzt wird. Passierdauer: mindestens eine halbe Stunde länger. Ist ja auch klar, dass mein Weg nun ausgerechnet über die meistbefahrene Brücke Deutschlands führt und dort mal wieder gebaut wird – jetzt, nachdem eine Brückensanierung gefühlt vorgestern erst fertig gestellt wurde.

Nun fahre ich entweder spät ins Büro und erst gegen 20:00 Uhr heimwärts, oder lasse mich vom Lieblingskerl bis in die Stadt mitnehmen und wechsele dann auf die Öffentlichen Verkehrsmittel. Da kannste schließlich auch wat erleben!

Kulinarisches Highlight

Eher kulinarischer Tiefflug… dieses mal auf Usedom erlebt.

Eigentlich reichte uns Abends eine Kleinigkeit, also wollten wir den nebenan gelegenen Campingsplatz und seinem Imbiss einen Besuch abstatten. Der präsentierte sich beim vorabendlichen Absacker so nett und friedlich! An diesem Abend spielte allerdings eine Live-Band (70er-Jahre Rock – sehr gitarrenlastig – absolut nicht mein Fall!) und es gab nur noch wenige freie Plätze. Rappelvoll die Hütte, selbst Kinder halfen mit beim Abräumen (Kinderarbeit! Die waren nicht älter als 10!) und wir wurden fast ne halbe Stunde ignoriert. Also malten wir uns aus, wie lange das noch dauern würde, nachdem uns eine Bestellung gelänge – und sind gegangen.

Im nächsten Lokal mussten wir etwas rumstehen, da wir nicht reserviert hatten. Irgendwann setzten wir uns dann an einen der leeren Tische im Garten und durften auch nach kaum 20 Minuten bestellen – allerdings erstmal nur Getränke, da heute bereits Gäste wie die Heuschrecken über das Lokal hergefallen sind und der Koch seine Belastungsgrenze erreicht hätte. Pünktlich nach der Bestellung setzte ein Platzregen ein. Den großen Sonnenschirm konnten wir leider nicht ohne fremde Hilfe öffnen (da muss es einen Trick geben!) und es fühlte sich auch keiner bemüßigt, uns zu helfen. Die ersten Gäste mit den elitären Sitzplätzen nah am Haus flüchteten zu diesem Zeitpunkt bereits und so zogen wir auf andere Sitzplätze um – dort gab es eine Markise mit schnöder Kurbel. Damit kamen wir klar. Leider schüttete es seitlich an der Markise vorbei, so dass wir uns auf unserer Bank langsam aber sicher an der Hauswand hocharbeiteten bis uns dann doch eine mitfühlende Bedienung reinrief – wir sollen doch bitte den letzten reservierten Tisch belegen statt da draußen in der Kälte zu riskieren, mit dem Regenguss in das Achterwasser gespült zu werden. Die Gäste, die für 20:00 reserviert hatten, waren bis 21:00 noch nicht da und kamen auch nicht mehr.

Dann dauerte es sicherlich keine Viertelstunde mehr und wir durften unser Essen ordern. Kurz vor 21:00 war es dann auch schon auf dem Tisch!

Es schmeckte allen vorzüglich. Also allen bis auf mir… Denn meine Linguini in Käse-Weißweinsauce mit einem Schuss Olivenöl entpuppten sich als eine kleine Salatschüssel voll mit Nudelmatsch in einem halben Liter Öl mit Käseklümpchen. Noch nicht mal ein Hauch Petersilie oder Basilikum zierte das Desaster, auch wenn es geschmacklich auch nix mehr hätte retten können. Dieses Mal war ich auf die Frage „Schmeckt’s?“ gut vorbereitet und zählte flüssig meine Mängelliste auf. Auf die Bestellung eines anderen Gerichts verzichtete ich lieber, denn erstmal hätte es rein rechnerisch Mitternacht werden können, eh der Ersatz aufgetafelt wird, zum anderen hatte ich seit Stunden Hunger und war schon einen Schritt weiter – nahezu im Fastenmodus. Damit war der Chef aber überhaupt nicht zufrieden und kredenzte mir einen eigenhändig zusammengestelltes Salattellerchen. Lieblingskerl meinte noch: die restlichen Gerichte seien echt lecker und pfiffig, aber Nudeln kann der Koch nicht. Da konnte der Chef nur ehrlicher Weise erwidern: „weiß ich!“ und zugeben, dass vegetarische Gerichte die Phantasie des Kochs überfordern. Ich wollte schon Vorschläge abspulen, bis mir in den Sinn kam, dass wir im 21. Jahrhundert leben. Soll der doch selbst was googlen!

Gefreut:

Juli ist bei uns ein Feiermonat. Sowohl meine Mom als auch ich haben in dem Monat Geburtstag und ich freue mich immer auf die Gartenparty und darauf, mit Freunden Zeit zu verbringen. Selbst das Wetter blieb zahm und hat mitgespielt.

wp-image-209272176

wp-image-1539425580

Über die Rosenblüte habe ich mich dieses Jahr auch sehr gefreut. Die Freude währte allerdings nur bis zum nächsten sinnflutartigen Regenguss – der hat entweder die Blüten zerschlagen, komische helle Flecken hinterlassen oder gefüllte Blüten geflutet und zum Schimmeln gebracht. Ich habe dann alles abgeschnitten *heul*

Gesehen und leider kein Foto gemacht:

Der letzte Vollmond sah unglaublich groß und orange aus. Im Auto dachte ich noch, daheim gleich mit dem Fotoapparat rauszugehen. Daheim hatte ich das leider bereits vergessen. Oder war das schon im August? Ich bin urlaubsreif!

0

Freitags-Füller

Barbaras Scrap-Impule haben mich heute erwischt und inspiriert, doch auch mal mitzumachen.

Here are the results:

1. Ferien im Sommer sind mit einem schulpflichtigen Kind die einzige Möglichkeit eines längeren, zusammenhängenden Urlaubs. Dieses Jahr geht es wieder nach Masuren und wir freuen uns heute schon ein Loch in den Bauch!

2. Nach wie vor gibt es bei mir vegetarische Favoriten auf dem Grill.

3. Meine Bikinifigur habe ich gut unter einer Speckschicht versteckt.

4. Denk ich an Michael Jackson, denke ich, wie unverantwortlich er mit seiner Gesundheit umgegangen ist. Es hätten noch viele musikalische Perlen wachsen können, wenn er nicht so achtlos gewesen wäre.

5. Mein Lieblingsschmöker diesen Sommer muss ich erst noch finden.

6. Gut ausgeschlafen ist die beste Art den Tag zu beginnen. Hoffentlich gelingt mir das bald mal wieder!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf
Baumarktshopping, das Werkeln an unserem neuen Fahrrad- und Müllhäuschen, morgen habe ich geplant, Partyvorbereitungen zu treffen und Sonntag möchte ich mit lieben Freunden meinen Geburtstag feiern!