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Happy Halloween

Gerade fertig geschnitzt; jetzt mache ich Kürbiscremesuppe!

Habt einen gruseligen Abend und macht einen großen Bogen um Clowns…

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Fundstück

Aus Versehen habe ich letzten Samstag eine neue Couch gekauft. Ja, sowas mache ich schon mal spontan, wenn die Couch perfekt ist. Die alte Couch hat eine durchgesessene Stelle, quietscht an einer anderen und wäre perspektivisch erst im nächsten Jahr „dran“ gewesen, aber wenn man etwas dringend braucht, findet man unter Garantie nichts.

Die neue Couch kommt in 8 Wochen, voraussichtlich in der Weihnachtswoche. Perfekt! Somit kann ich sie als Weihnachtsgeschenk deklarieren und schon ist die Aktion nur halb so dekadent.

Da das Möbelstück nun anders im Raum steht, zieht der Fernseher an eine andere Wand. Die vorher neu gestrichen werden muss.

Die Möbel, die an besagter Wand stehen, müssen natürlich auch weg. Ein Regal tauscht quasi mit dem Fernseher den Platz, der Sekretär wandert ins Esszimmer. Dorthin, wo jetzt das Vertiko steht, was an die gegenüberliegenden Wand steht. Dafür muss das dort beheimatete Klavier zum Regal ins Wohnzimmer.

Alles klar?!? Ich frage das morgen ab!!!

Das Esszimmer will ich sowieso seit 3 (!!!) Jahren mal zu Ende tapezieren- weiße Wände mit weißer Tapete zu bekleben war mir irgendwie nicht so dringend… und die Zimmerdecken haben nach der Montage neuer Leuchten auch spachteln, schleifen und streichen nötig.

Ich bin etwas abgeschweift… Was ich eigentlich erzählen wollte:

Heute räume ich das Vertiko leer und traue meinen Augen nicht:

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Ja, es ist eine Scheibe Baguette mit Erdbeermarmelade.

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Fooddesigner tüfteln lange an dem perfekten Plastikmodell für Dekozwecke, bei uns liegen perfekt mumifizierte Stullen hinten im Schrank rum.

Ich brech weg vor Lachen!!!

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Kleines herbstliches DIY

…durchaus noch bis tief in die Weihnachtszeit als Deko zu gebrauchen.

Man nehme: Eicheln mit Hütchen

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Falls man nur hutlose Gesellen findet, kann man auch Eicheln in leere Hüte kleben

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Damit das ganze nicht immer umfällt und Kleber rausläuft, habe ich die Hütchen mit Knete auf ein aussortiertes Backblech geklebt.

Dann Metallicfarbe mit einem Pinsel nur auf die Eicheln auftragen, beispielsweise diese hier:

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Zum Trocknen gehen auch prima Wäscheklammer:

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Gegebenenfalls Farbe mehrfach auftragen.

Fertig sind die aufgebrezelte Eicheln:

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Mission: Rettung der Applikation

Es war einmal vor langer, langer Zeit… also so gefühlt. Damals lief „Cars“ in den Kinos und so trug Sohnemann auch einen entsprechenden Pulli mit einem Aufdruck des sympathischen sprechenden roten Autos mit den großen Augen.

Sohnemanns Liebe zu dem Shirt fand jedoch ein jähes Ende, als die Waschmaschine ihren Job etwas zu ernst nahm und nicht nur Schmutz, sondern auch große Teile des Aufdrucks entfernte. Ai caramba!

Also habe ich in mühsamer Kleinarbeit die restlichen Klebefetzchen vom Stoff runter geknibbelt und kurzerhand Sohnemanns Namen aus Jeansresten appliziert.

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Tja… nun ist es ja so, dass bei aller Sorgfalt und sämtlichen Bemühungen das Wachstum durch nichts aufzuhalten ist. Es kam wie es kommen musste…

Nun war mir das gebastelte Shirt etwas zu schade zum wegwerfen… und bei personalisierten Sachen ist ein etwaiger Käuferkreis bei i-bay extrem eingeschränkt. Also lag das gute Stück lange Zeit einfach nur rum.

Bis mir eine gute Freundin ins Gedächtis kam:

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Also habe ich heute einfach mal losgelegt… und bei der Gelegenheit auch noch Jeansreste formerly known as Hosenbeine wiederverwertet. Die fielen im wahrsten Sinne des Wortes im Sommerurlaub ab, als ich spontan ne kurze Hose brauchte.

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Auch den Reißverschluss habe ich meiner Meinung nach ganz gut hinbekommen:

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Somit habe ich heute geupcyclet, eine Erinnerung konserviert und meine Hände sinnvoll benutzt. Zwischendurch hätte ich sie gerne dem liebreizenden Pubertier um den Hals gelegt… Hormone wirken sowas von unharmonisch auf den Familienfrieden… aber das ist eine andere Geschichte!

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Naturfaul

Hin und wieder meckere ich ja gerne über Verkehrsteilnehmer und Mitmenschen, die mir den Tag versauen, indem sie Auto fahren, mit mir zusammen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und sich durch irgendein von mir empfundenes Fehlverhalten von der groben Masse hervorheben.

Und irgendwann einmal wurde ich gefragt, ob ich nicht meinen Weg zur Arbeit mit Fahrrad plus Elektromotor bewältigen könnte.

Einen schwachen Moment habe ich wirklich darüber nachgedacht.

Nur ganz kurz.

Denn: so ein E-Bike ist ja nicht gerade ein Schnäppchen. Die Akkus sind schweineteuer, halten nun auch nicht ewig und sind anschließend Sondermüll. Außerdem gehen einige Modelle ab wie Schmidts Katze und ich befürchte, Unfälle mit denen sind nicht wirklich empfehlenswert.

Also dachte ich etwas ernsthafter darüber nach, ob ich nicht mit meinem 25 Jahre alten Fahrrad zur Arbeit fahren könnte. Dagegen spricht die Strecke von gut 25 Kilometern (one way) und das Fehlen einer Dusch-, Wasch- oder Umkleidemöglichkeit im Büro. Und null Knautschzone, daher Helmpflicht, und der Berliner Verkehr, der mir schon im Auto Angst einjagt.

Eigentlich wollte ich bereits im September einen Teil meiner Strecke mit dem Fahrrad fahren, um einerseits etwas Bewegung in meinen Alltag einzubauen und auch etwas Fahrgeld mit den Öffentlichen zu sparen. Also war der Plan, die Strecke bis zur nächstgelegenen Bushaltestelle auf berliner Stadtgebiet per Velo zurückzulegen.

Dann hätte ich meine Fahrkarte auf den Bereich „AB“ (81,00 EUR) beschränken können statt gleich „ABC“ (99,90 EUR) zu kaufen. Allerdings befand ich mich beim Kauf bereits ohne Fahrrad auf dem Rückweg vom Büro… und vorausschauend, wie ich bin, habe ich mir die volle Packung der Tarifbereiche gegönnt, denn es reichen ja rechnerisch 6 Tage Regenwetter, und ich pfeife auf das Fahrrad und brauche dann doch den C-Bereich (ein bisschen kenne ich mich ja…).

Wir reden übrigens über eine Strecke, die mit dem Fahrrad auf der Straße 6 Kilometer beträgt. Eine Strecke. Durch den Wald. Also: keine Beleuchtung, nur einseitig Bürgersteig+Radfahrweg-in-einem-Lösung und einer hochprozentigen Wildtierbegegnungsquote. Mittendrin mit einem Nadelöhr, einspurig, ohne Fuß-oder Radweg. Stadtauswärts fahrende Verkehrsteilnehmer müssen in Ausweichbuchten den Gegenverkehr abwarten (theoretisch) und Fahrräder sind dort zum Abschuss freigegeben (gefühlt).

Ihr seht schon…

Andererseits hätte diese Teilstrecke ermöglicht, nicht komplett Durchzuschwitzen und im Bus wieder etwas abkühlen zu können, eh man das Büro betritt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Projekt „tägliche kleine Radtour“ zur sportlichen Ertüchtigung und Schonung von Portemonnaie ist kläglich gescheitert. Keinen einzigen Tag konnte ich mich auf dem Weg zur Arbeit morgens aufraffen und das Fahrrad nehmen.

Nur einen Tag am Wochenende haben wir eine schöne Familienradtour gemacht, die uns über die gleiche Strecke führte. Mit dem Unterschied, dass wir das Nadelöhr gemieden haben und lieber quer durch den Forst geradelt sind, statt der Straße zu folgen. Ist zwar länger, aber viel schöner. Mit geübtere Ortskenntnis kann man die Tour sicherlich in 20 Minuten bewältigen, erhöht die Wildtierbegegnungsquote allerdings auf nahezu 100 % (wir sahen eine Rotte Wildschweine und ein Rudel Rotwild mit 2 wunderschönen Hirschen. Prächtiges Geweih).

Und der Weg führt an dem Gedenkstein entlang, wo vor 7 Jahren eine Joggerin gewaltsam ums Leben kam… Bis heute konnte der Mörder nicht gefasst werden. Trauig und ein wenig beängstigend.

Immerhin kann ich mir bei Freizeitradtouren die Zeit so legen, dass zumindest die Sonne scheint und es nicht regnet. Das geht auf dem Weg zur Arbeit und zurück nun nicht mehr so selbstverständlich.

Zusammengefasst:

Habe ich ein Busticket, lasse ich das Fahrrad stehen.

Habe ich ein Auto, vergesse ich sofort die öffentlichen Verkehrsmittel.

Ich bin einfach faul wie Sau.