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Lernen lernen

Gestern gab es an Sohnemanns Schule einen Vortrag zum Thema „Das Lernen lernen“ und da dachte ich mir „besser spät als gar nicht“ und bin da mal hin. Lieblingskerl natürlich im Schlepptau, denn der kann auch mal die Lauscher aufspannen, wenn es darum geht, sich Wissen in Sachen Kindererziehung anzueignen.

Und ich muss sagen: Spannend! Unterhaltsam! Informativ!

Auch für mich selbst war da einiges dabei, wo ich mich selbst wiederfand. Ein Blick auf meinen Schreibtisch genügt, um mich als kretiv-chaotisch ausgerichteten Lerntyp einzustufen. Zum GLÜCK ist man ja immer ein Mischtyp und ich habe auch sehr viele Anteile aus dem logisch-abstrakten Bereich. In mir steckt auch ein Streber! Sohnemann würde ich eher als emotionalen Lerntyp einschätzen – herausragendes Merkmal: ohne Lob nix los. Bei Kritik kompletter Rückzug. Passt. Wenn man es erstmal weiß, lässt sich damit besser umgehen.

Das Beste daran: wenn ihr selbst Kinder im schulpflichtigen Alter habt und Eure Schulleitung bzw. die Elternvertreter mitziehen, kann man so einen Vortrag auch an die Schule eurer Sprößlinge holen. Kostenfrei! Nähere Infos findet ihr hier

 

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Bedienungsanleitung

Sohnemann sollte in Lebenskunde eine Bedienungsanleitung für sich selbst schreiben. Ahhhh, jaaaaa…. Nun gut. Wenn das hilft… Da Schreiben mein Ressort in unserem kleinen Familienunternehmen ist, hab ich ihm mal etwas als Vorschlag unterbreitet:

 

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– Allgemeines

Diese Bedienungsanleitung gilt für Sohnemann in der Baureihe vom 01.12.2003 (im Folgenden Sohnemann genannt).

Der bestimmungsgemäße Gebrauch von Sohnemann wird im Allgemeinen mit „Leben und leben lassen“ bezeichnet.

Der Lieferumfang beinhaltet einen Körper und ein Gehirn (in der Basisversion). Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind Zubehörteile wie Kleidung und Besitz beim Hersteller (siehe Abschnitt „Gewährleistung“)  erhältlich.

 

– Grundlegende Sicherheitshinweise

Sohnemann funktioniert nur, wenn man ihn Essen, Trinken, Bewegung, Spiel, Freizeit, eine Schlafmöglichkeit, liebevolle Zuwendung  und unbegrenzten Internetzugang zur Verfügung stellt.

Keinesfalls darf man ihn unter Wasser drücken, die Nahrungszufuhr einstellen, Zuneigung entziehen oder ihm sein Hobby „Angeln“ vorenthalten.
 

– Beschreibung

Sohnemann ist ein Mensch und auch als solcher zu behandeln. Er kann eigenständig Fühlen und Denken (ggf. siehe  Abschnitt „Störungsanalyse“) und nach Aufforderung auch leichtere Tätigkeiten ausüben. Bei sachgerechter Pflege wächst und gedeiht er und kann zunehmend eigenverantwortlich handeln.

Er ist nur zum Gebrauch auf dem Planeten Erde zugelassen. Für extraterristrischen Gebrauch sind spezielle Zusatzausbildungen nötig (beispielsweise Studium der Luft- und Raumfahrt).

 
– Angaben zur Montage

Sohnemann wird unverpackt geliefert. Vollständig betriebsfähig ist er rein rechtlich jedoch erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres.

 
– Anlagenbetrieb

Serienmäßig erfolgt die Inbetriebnahme durch das Zubehörteil „Wecker“. Mit etwas Übung kann diese Funktion in den Sommermonaten auch durch den Lichteinfall ins Teenagerzimmer übernommen werden.

Außer Betrieb gesetzt werden kann er nur durch Müdigkeit und Schlafverlangen oder sachgemäße Betäubung. Hierzu wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

 
– Instandhaltung

Sohnemann benötigt regelmäßige und abwechslungsreiche Mahlzeiten.  Sehr positiv haben sich hier die Gaben von Dürüm Döner, Mezzo Mix und Ben&Jerrys Eis erwiesen.

Zwecks Aufrechterhaltung von Motivation und Lebensfreude werden regelmäßige Unternehmungen mit Familie und Freunden empfohlen.

Über Nacht wird die Aufladung des inneren Akkus mittels „Schlaf“ empfohlen. Hierfür ist das Teenagerzimmer entsprechend abzudunkeln.

Empfohlen wird die regelmäßige Wartung beim Arzt mittels Vorsorgeuntersuchungen „U1 – U9“ beziehungsweise der Vorsorgeuntersuchungen „J1 und J2“.

Unerlässlich sind auch tägliche Gaben von mindestens einem Lächeln, einer Umarmung und eines Gute-Nacht-Kusses.

 
– Störungsanalyse

Im Falle der einsetzenden Pubertät empfiehlt es sich, dass alle Beteiligten, die mit Sohnemann zu tun haben, erstmal durchatmen und die Ruhe bewahren. Das Problem löst sich meistens von selbst, wenn Sohnemann das Erwachsenenalter erreicht.

Eingeschränktes Denken lässt sich leider nur durch wiederholtes Üben, Üben und Üben erweitern. Hier hilft in der praktischen Anwendung nur Geduld.

Blockaden (üblicher Weise als „Faulheit“ bezeichnet) lassen sich hin und wieder beheben, indem man den Nutzen aufzeigt und Spaß und Freunde vermittelt. Blockaden im Bewegungsapparat hingegen lassen sich zuverlässig beim Ostheopathen ausräumen.

 
– Angaben für den Notfall

Im Notfall zunächst Sauerstoffzufuhr erhöhen, Wasser zuführen und 112 wählen. Anschließend die Erziehungsberechtigten informieren.

 
– Gewährleistung

Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres haften Eltern für ihre Kinder.

Hersteller und Erziehungsberechtigte ist

Martinacarmenluise

Straße + Ort

 

 

 

Ich finde, solche Bedienungsanweisungen sind im Alltag nahezu unverzichtbar für jeden Menschen. Jeder sollte eine haben. So kann man beim ersten Date gleich Bedienungsanleitungen austauschen und erlebt später keine bösen Überraschungen. Beispielsweise ist man gleich gewarnt, wenn der Verzehr von Döner zu üblen Pupsen führt und kann gleich abwägen, ob das einer glücklichen Beziehung im Weg steht – oder man selbst zum Gegenschlag ausholt und Bohnensuppe in sich reinschaufelt. Oder man kann Diskussionen schlank halten, in dem man auf seine Bedienungsanleitung verweist – „Schatz, das steht doch schon unter „Allgemeines“, dass ich ohne meine Mutter oder Tante Gertraud niemals ins Kino gehen werde – jetzt tu mal nicht so überrascht!“. Man könnte damit auch gleich festlegen. wie man reagiert, wenn der Partner den Hochzeitstag/ Geburtstag/Kennenlerntag vergisst: „Bei nachlässiger Beziehungspflege droht Entzug der körperlichen Zuwendungen bis zu einer Woche.“ Somit spart man sich auch Grübeleien und Taktiken darüber, wie man diese Nachlässigkeit des Gegenübers denn nun trefflich strafen könnte. Einfach nachschlagen und gut.

Für mich brauche ich dringend eine eigene Bedienungsanleitung. Es gibt da noch ein paar Dinge, die sollte Lieblingskerl einfach deutlich unter die Nase gerieben bekommen… („Allergie gegen Schwiegermütter“ beispielsweise) – außerdem kann ich ihn vielleicht so ermuntern, endlich oben im Bad die Badewanne einzubauen. Mit dezenten Hinweisen im Kapital „Umgang mit Versprechen und ähnlichen Hoffnungsschimmern“

🙂

 

 

 

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Das neue Jahr wird… auf jeden Fall nett!

Moin zusammen,

ein glückliches, zufriedenes und vor allem gesundes neue Jahr wünsche ich Euch!

Das neue Jahr möchte ich gleich mal nutzen, um ein bisschen Freunde zu verbreiten. In Form einer kleinen Verlosung:
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Ich hatte selbst das Glück, bei Antetanni in den Lostopf zu hüfen – jetzt seid ihr dran!

Die allgemeinen Spielregeln lauten:
„Die ersten drei Menschen, die mir ein Kommentar hinterlassen, erhalten irgendwann dieses Kalenderjahr eine Überraschung von mir. Etwas Gebackenes, Gebasteltes, eine Postkarte oder irgendwas anderes Schönes… Auf jeden Fall etwas, das mit Liebe gemacht oder ausgewählt wurde. Wann die Überraschung kommt, steht noch nicht fest und wird auch nicht verraten. Nur, dass es dieses Jahr ankommt ist sicher. Der kleine Haken? Diese drei Leute müssen das gleiche Angebot in ihrem Blog machen. 

So lasst uns 2017 nette Dinge tun, ohne ersichtlichen Grund, einfach weil’s schön ist und Spaß macht!“

Hinweise in eigener Regie:
Sinnvoller Weise kann nur mitmachen, wer einen Blog betreibt und seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Ebenso solltet ihr mindestens 18 Jahre alt sein und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Falls ihr bereits an anderer Stelle bei den Nettigkeiten mitgemacht habt: seid so fair und überlasst diese Möglichkeit denen, die noch nicht davon profitiert haben. Dankeschön.

Also: wer macht mit?

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Einfühlungsvermögen in kniffeligen Situationen

Heute beim Zahnarzt, bei der Anmeldung:

„Tach, hier bin ich. Leider alleine- Lieblingskerl kann heute zu seinem Termin nicht erscheinen. Ihn hat ein ganz besonders fieser Männerschnupfen erwischt. Schlimmer Verlauf, ganz ganz übel. Wir rechnen mit seinem baldigen Ableben.“

„Ohhh, das tut uns sehr leid. Nehmen sie schon mal Platz!“

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Nach ein paar Seiten hochwichtiger Informationen aus der Promiwelt steht die Dame vom Empfang neben mir:

„Ich habe da was für Lieblingskerl vorbereitet. Hoffentlich teilt er meinen Humor und nimmt es mir nicht übel…“

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Der schwerkranke Lieblingskerl ist vor Lachen wirklich fast erstickt.

Er hat übrigens Husten. Extrem schlimm seit fast schon zwei Tagen. Und Fieber, dass bereits auf 37,4 Grad geklettert ist. Tragisch!

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Anarchie auf der Straße

Es wird Zeit, neueste Erkenntnisse über das Autofahren kundzutun. Es weiß vielleicht noch nicht jeder, was sich so alles geändert hat, seit dem man die Führerscheinprüfung abgelegt hat:

(Achtung. Ironie! Kinder: die Frau meint das nicht wirklich so! Nicht nachmachen!!)

Frage: Was tut man, wenn einem die Gesetzeshüter das Fahrzeug still legen?

Gegenfrage: liegt das dann auf der Seite oder woran erkennt man das??

Antwort auf Gegenfrage: man erkennt das daran, in dem das Bundesland-Siegel fehlt.

Antwort auf Frage: das was?!? Solange der Tank voll ist, wird mit der Karre gefahren! Blöde Frage. Nächste!

Frage: woran erkennt man eine Sackgasse?

Antwort: an Säcken in Gassen.

Frage: kennst du das Schild, welches auf eine Sackgasse hindeutet?

Antwort: Schilder? So wie im Mittelalter bei Schlachten und so?

Frage: stell dir vor, du fährst in eine Sackgasse. Die Straße ist nach 100 Meter auf deiner Spur komplett gesperrt, weil sich dort eine Baustelle befindet. Gestern war die Baustelle dort noch nicht und das Schild „Sackgasse“ hast du ignoriert, weil das gestern dort noch nicht hing. Was tust du?

Antwort: ich biege links parallel zur Straße auf den Bürgersteig ab und fahre auf diesem weiter. Fußgänger können ja schnell ausweichen und Wege sind schließlich da, wo man durchkommt.

Frage: du gerätst in einen Stau. Neben dir sind Autos soweit das Auge reicht. Rechts ist eine große Parklücke. Was tust du?

Antwort: ich eröffne in der Parklücke eine neue Fahrspur und überhole die doofen Deppen alle von rechts. Genauso nutze ich auch Autobahnauffahrten. Warten ist was für Looser!

Frage: du möchtest von einer zweispurigen Straße rechts abbiegen. Auf welcher Spur ordnest du dich ein?

Antwort: auf der linken. Ich fahre immer links.

Nächste Frage: du bist dieses Mal auf einer dreispurigen Straße und möchtest nach links abbiegen. Welche Spur wählst du?

Antwort: die außen rechts.

Frage: ein Fahrer auf der mittleren Spur wird von dir beim Abbiegen geschnitten und hupt. Was nun?

Antwort; was erlaubt sich dieser Rowdy?? Als erstes Bremse ich den voll aus und bleibe stehen. Wenn dieser Wegelagerer überholen will, gebe ich Gas. Falls er dann doch weiter fährt: Vollbremsung. Dann überholen lassen, mich hinter ihm klemmen, volle Pulle Fernlicht anreißen und Hupkonzert. Bei meinem Auto ist schließlich die Vorfahrt eingebaut.

Frage: an einer roten Ampel stehen wartende Autos. Du wärest ungefähr das 8. Fahrzeug in der Reihe. Siehst du eine Alternative?

Antwort: klar! Ich überhole alle von links und setze mich noch bei rot vor das erste Fahrzeug. Dann bin ich vorne und die anderen können meinen Staub fressen.

Frage: du fährst Motorrad?

Antwort: neee!

Frage: Ferrari? Oder Mini Cooper S? So einen kleinen wendigen Flitzer wie in „the italian Job“??

Antwort: ich fahre einen Sprinter mit Anhänger samt darauf befindlichen Bagger.

Ich danke allen daran Beteiligten Verkehrsteilnehmern für diese amüsante Woche in Berlin. Und ich möchte meinem Schutzengel danken. Danke, dass Du immer für mich da bist und mich vor allen Idioten schützt.

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Zwischenbericht

Der erste Versuch des Nachstrickens/ Nachhäkelns der hübschen Stulpen war eher mäßig. Aus Faulheit (vielleicht auch Sturheit oder Blödheit…) habe ich das Bündchen weiter gestrickt, obwohl ich ziemlich bald bemerkte, dass ich etwas zu viele Maschen auf den Nadeln hatte. Also auf eine Nadelstärke kleiner gewechselt anstatt alles wieder aufzuribbeln, den Folgefehler quasi weiter durch gezogen… Der fluffige Lace-Teil in Rosa fiel also auch zu weit aus und JETZT wird doch geribbelt *grummel*. Naja, Versuch mach kluch (klug für die Hochdeutschen…) oder so ähnlich!

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Den Häkelteil hatte ich auch schon angefangen, aber sofort wieder aufgetrennt (sogar noch vor dem Beweisfoto!). Die Wolle ist einfach viel zu dick für eine feine Häkelbordüre – dafür brauche ich definitiv eine leichtere Wolle, sonst sieht mir das zu klobig aus. Meine Wollkisten beherbergen irgendwo auch noch ein Knäuel in einem gleichen grau, welches wesentlich dünner ist.

Parallel dazu habe ich mir einen Häkel-Almanach in Buchform zugelegt. Auf Dauer nervte es extrem, für jede Handbewegung ein Tutorial im Netz aufzurufen, um mir die wichtigsten Häkel-Basics anzueignen. Tab auf den Knien, Wolle und Nadel in der Hand, Play-Taste mit der Nase drücken…. Nääääää. Lieber eine Seite aufschlagen statt immer zurück auf Anfang und nochmal das Video abspielen. Bei der Gelegenheit habe ich mir auch einen Satz Häkelnadeln gekauft. Ich besaß nur eine und meine Mom drei weitere, wobei einer Stärke identlsch war…. Zu wenig Auswahl für meinen Geschmack.

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Nächstes Projekt soll ein kleines gehäkeltes Tannenbäumchen werden Noch nüscht geschafft, aber schon plane ich das nächste Projekt! Das ist mal Optimismus in Reinkultur, nicht wahr?

Ich hab da mal was beispielhaft rausgeguuugelt:

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Was ich auch unbedingt noch machen muss: Sohnemann hat sich dieses Jahr eine Winterjacke ausgesucht, die auf den ersten Blick schön und schlicht aussieht. Auf den zweiten Blick und bei Dunkelheit ist er damit optisch leider völlig verschwunden – die Jacke besitzt nämlich keinen einzigen Reflektor. Schön dunkelgrün, dazu ne schwarze Jeans, Licht aus – weg ist das Kind. Kreuzgefährlich wie ich finde! Bei uns gibt es keine durchgängige Straßenbeleuchtung, nur an jeder Kreuzung steht eine Laterne. Gestern erst wieder zwei Fußgänger im allerletzten Moment entdeckt, weil sie neben Tarnklamotten und dunklem Regenschirm von weiten keinen einzigen optischen Hinweis auf ihre Existenz lieferten. Sohnemanns Jacke werde ich also mit aufbügelbaren Leuchtstreifen verkehrstauglich aufpimpen. Ist mir egal, was er aus modischer Sicht dazu meint.

Seit meinem Spontankauf einer neuen Sofalandschaft haben wir uns jedes Wochenende mit Renovierungsarbeiten ver…schönert. Lu, so sieht das neue Sofa übrigens aus:

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Die Zimmerdecken im Ess- und im Wohnzimmer sind gespachtelt, geschliffen und gestrichen. Der Sekretär ist ins Esszimmer gezogen, das Klavier ins Wohnzimmer. Der Fernseher sowie das Vertiko haben ihren Standort gewechselt und ich habe mich von gut 10 Blumenvasen getrennt und diversen Gläsern. Auch tonnenweise Kerzen sind aus den hinteren Schrankecken ans Tageslicht getreten, die wir nun in der dunklen Jahreszeit langsam und nach und nach verbrauchen werden. Eine hübsche Kerze, die bislang nur rumstand und Staub ansetzte haben wir jetzt in Dauerbenutzung. Irgendwie ist es doch sinnlos, die besonders schönen Dinge zu „schonen“ und aufzuheben. Die beste Zeit zum Benutzen besonderer Sachen ist hier und jetzt. Wer weiß, was morgen ist.

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Habt ihr auch hübsche Kerzen, die ihr nie anzündet? Und irgendwann wegwerft, weil sich der eigenen Geschmack ändert und man einfach nicht mehr Kerzen in Tierform oder wilden 80er Farben mag? Oder deren Staub sich nach Jahren des Rumstehens nicht rückstandsfrei entfernen lässt und der Docht dann ständig qualmt, pufft und zischt? Über die sich kein noch so toleranter Erbe mal freuen würde?

Beruflich ist auch immer etwas mehr Arbeit als Zeit am Ende des Tages übrig.

Gestern war ich zum zweiten Mal in Düsseldorf, um an einem Workshop teilzunehmen. Diese Termine flattern immer recht kurzfristig rein und werden dann meistens nochmal spontan verschoben, so dass ein frühzeitiges Buchen von Bahnfahrkarten nicht immer einfach ist. Bei der Entfernung ist dann auch eine Übernachtung in Düsseldorf unumgänglich, weil ich inclusive Fahrtzeit meine tägliche Arbeitszeit über das Maß strapaziere… Nun begab es sich allerdings gestern, dass Düsseldorf wegen irgendwelcher Messen über Gebühr beliebt war und die Hotelpreise täglich nach oben kletterten – das war schon Anfang letzter Woche in einem Bereich angesiedelt, den mir mein Chef nicht mehr bewilligen konnte. Also musste ich mich an Chefs Chef wenden und entweder um ein teures Hotelzimmer oder alternativ um die Bewilligung einer Flugreise betteln. Und siehe da: auch wenn der Flug ein wenig teurer war, durfte ich gestern quasi zur Arbeit das Flugzeug nehmen. Dafür bin ich heute früh auch schon wieder an meinem Schreibtisch und nicht am Frühstücksbuffet eines überteuerten Hotels…

Ein bisschen komisch ist das schon, wenn man morgens nicht ins Büro fährt, sondern zum Flughafen. Ich bin echt lange nicht mehr geflogen und wunderte mich schon mal darüber, dass man sich vorab online selbst einchecken konnte – mit Bordkarte zum selbst ausdrucken. Voll die Verlagerung der Arbeit auf die Passagiere! Am Check-In vor Ort saß folgerichtig auch nur noch eine Person. FRÜHER gab es drei besetzte Schalter plus einen Supervisor. Also 3 Stellen eingespart. Finde ich pauschal mal nicht gut. Immerhin wurde bis gestern noch nicht das berühmte rote Schoko-Herz wegrationalisiert

Sorry Herminchen, dass ich nicht Bescheid gesagt habe, dass ich in Düsseldorf bin. Ich hätte Dir nur ein Stündchen für einen Kaffee anbieten können und dafür wollte ich Dir Deine Anreise nicht zumuten.

Ansonsten habe ich eine Personalversammlung für alle Berliner Kollegen abgehalten. Fühlte sich auch etwas unwirklich an… sonst machten das immer die Kollegen und man saß nur dabei, setzte seinen intelligenten Gesichtsausdruck auf und hoffte, an den richtigen Stellen zu klatschen und zu nicken (nur nicht einzunicken!). Nun musste ich selbst Kollegen, Vorstand und sämtliche Würdenträger einladen, eine Rede schreiben und dann auch noch vor versammelter Mannschaft vortragen. NICHT HILFREICH waren Kolleginnen, die vorher sowas sagten, wie: „Herrjeeee, bist DU aufgeregt! Deine Hände zittern voll!“ Oder: „Lass Dich mal umarmen – oh, Dein Herz puckert wie wild!“ „Vergiss das Atmen nicht!“ oder gar: „Ist Dir schlecht? Du bist ganz blass!“. *Grummel*

Im Laufe der Veranstaltung habe ich offenbar meinen Autopilot-Knopf gefunden, meine Rede stolperfrei vorgetragen und später sogar noch vollautomatisiert geschafft, die Kaffeekanne (für die Gäste,, ich hatte genügend Puls) mit auf meine Etage zu tragen, auszuspülen und wieder in den Schrank zu stellen. Am nächsten Tag wusste ich das mit der Kaffeekanne tatsächlich nicht mehr und bedankte mich bei meiner Kollegin, dass sie daran gedacht hätte. Die hat mich vielleicht schräg angesehen! „Nein, dass warst doch Du selbst!“ Au backe. Ich bin zu jung für Demenz!

Jedenfalls waren alle zufrieden mit mir als Personalratsvorsitzende, die meisten Kollegen kamen gleich im Anschluss auf mich zu und überhäuften mich mit Lob, was sowohl Vortrag als auch Inhalt betraf, selbst der Vorstand fand lobende Worte und bescheinigte mir eine angenehme Stimmfarbe… mittendrin gab es sogar mal „Szenenapplaus“ an einer Stelle – DAS war höchst unerwartet!) und auch meine kritischste Kollegin von allen strahlte mich am nächsten Tag an und sagte mir, dass sie die Rede großartig fand. Ein Kollege fragte mich doch tatsächlich, ob ich viel daheim vor dem Spiegel geübt hätte (ich hab noch nicht mal ohne Spiegel geübt!) und eine Kollegin fragte mich, ob ich Berater an meiner Seite gehabt hätte – der Schenkelklopfer! Nö, nur mein gesunder Menschenverstand stand mir beratend zur Seite. Jedenfalls bin ich schwer beruhigt – jetzt kann mich nüscht mehr erschüttern.

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Rufmord durch Shabby-Chic

Was habe ich mich gestern oder vorgestern doch amüsiert… Im Fernsehen lief die Woche, Luke und er selbst (oder so ähnlich…) und in der Folge hatte sich ein verzweifelter Mann ans Fernsehen gewandt, weil seine holde Angetraute ihn mit ihrem Zuhause-Verschönerungs-Wahn wahnsinng machte und er dringend Hilfe in Form eines gewaltigen Pranks (so sagt man wohl neudeutsch) brauchte.

Alles wurde bei ihm zu Hause von ihr in Shabby-Chic-Weiß getüncht, überall Deko, Steh-rum-chen und Staub-ein-chen, 98% davon engellastig, selbst der Köter hatte ein weißes Körbchen und guckte sehr verzweifelt in die Kamera… das weiße Fell stufe ich jetzt mal als Zufall ein.

Also wurde ihr ein Fernsehteam ins traute Heim geschickt und ihr verklickert, eine Morgensendung würde sich für ihren weißen Albtraum interessieren. Es gab einen Produktionsleiter, der „den Ramsch“ in Augenschein nahm, hier und dort umräumte („weniger ist mehr!“), eine (gefakte) Live-Schaltung und im weiteren Verlauf der Sendung an der Tür klingelnde Gesetzeshüter, um die gebraucht gekauften und gepimten Möbel einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Angeblich gäbe es Drogenschmuggler, die gerne Möbel als Versteck nutzten. Selbstverständlich fanden die Beamten Tütchen mit dubiosen Kräutern, weißem Zeux und Kristallen (wie sehr man sich täuschen kann, wenn Kochzutaten wie Kräutern der Provence und Backpulver außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes präsentiert werden!).

Die Dekoqueen war ganz erschüttert, was wohl ihre Mutter und die Nachbarn dazu sagen würden („ich muss umziehen!!!“) – der Moderator gab jedoch zu bedenken, dass nicht nur die Nachbarn, sondern ganz Deutschland was von ihrer Drogenkarriere wüsste! Sie beteuerte, damit NIX zu tun zu haben und die Möbel hätte ihr Mann ersteigert und überhaupt. Als die Gesetzeshüter final die Handschellen klicken ließen, kullerten dicke Tränchen… und sie wurde aus der Situation erlöst, in dem die Cops angaben, ihr Mann hätte ihnen den Tipp gegeben. Dieser kam aufs Stichwort grinsend an den Ort des Geschehens und wurde sowohl geküsst als auch beschimpft.

Anschließend musste sie versprechen, nichts mehr zu kaufen…

Noch mit Lachtränchen in den Augen fragte mich Lieblingskerl, ob wir nicht die Shabby-Chic-Frau engagieren könnten, um das Klavier weiß zu streichen… Das ist nämlich kirschbaumfarben und passt zu nichts. Vor 35 Jahren im elterlichen Wohnzimmer war das natürlich der letzte Schrei, aber jetzt halt nicht mehr. Außerdem steht es neben einem Regel, dass ich bereits mal weiß gestrichen habe. Das ganze stellten wir an dem Tag fest, an dem ich 4 kleine Holzkonsolen mit weißem Wachs ver-shabby-chic-t hatte und auch gleich noch die neuen Fußleisten weiß strich…

Hülfe!!!! Bin ich einem gefährlichen Trend erlegen?

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