1

Frohes Fest!

Vor einer Stunde rief eine Freundin meiner Mom an, die seit Jahren immer so lieb ist und Sohnemann eine Geburtstagskarte schickt. Alljährlich nötige ich Sohnemann anschließend, ihr eine Danksagung/ Weihnachtskarte zu schicken. Manches Mal war es schon knapp, dieses Jahr haben wir den Brief aber sehr rechtzeitig zur Post gebracht.

Sie wollte uns nur mitteilen, dass die Weihnachtspost am 26. Januar angekommen ist. Gefreut hat sie sich trotzdem.

img_6235

Advertisements
3

Könnte besser sein, neues Jahr!

Das Jahr ist nun ein Weilchen in Benutzung und lässt schon eine kleine Januar-Bewertung zu.

Also, 2016, das geht doch besser! Ich bin nicht 100 %ig vom Probemonat überzeugt und ziehe einen Umtausch in Erwägung!

Erstmal die Sache mit dem Wetter: nu habe ich mich bereits mit Weihnachten so arrangiert, dass es schneelos zu ertragen ist (mit deutlichen Abstrichen auf der kuscheligen Romantikebene!), da kann mir Schnee im Januar auch gestohlen bleiben. Und dann dieses Frieren, die auf den Autoscheiben erstarrten Regentropfen, mein armes Autochen, dass sich stets weigert, unter 10 Grad minus zuverlässig anzuspringen und dieser Permafrostboden, auf dem eine Mischung aus breitgefahrenem Schlamm, vereinzelten Eisschollen und Schneematsche einfach nicht versickern will, lassen meine Grundstimmung irgendwie grau aussehen. Wie Weißwäsche bei hohem Kalkgehalt im Leitungswasser bei 30 Grad und bleichmittelfreiem Flüssigwaschmittel, so sieht’s gerade mit meinem Gemüt aus. Bitte mehr von den Tagen, an denen die Sonne scheint. Das wäre erfreulich!

Was den Permafrostboden und die absolute Unmöglichkeit betrifft, zu Fuß die Straße zu überqueren (bzw. die Fläche, die sich Straße nennen könnte, wenn da mal jemand Asphalt hinlegt oder auch nur den Boden befestigt): ich bin zur Zeit eh nicht gut zu Fuß und habe mir rechtsseitig die nächste Läsur zugelegt.

Los ging das an dem Abend, als wir einen kurzen Spaziergang zu meiner Mom unternahmen, um ihr Auto auszuborgen, da Lieblingskerls Auto am Abend zuvor einen vulminanten Abschied von seinem Keilriemen hinlegte. Unsere Katerbande, die sich hin und wieder wie Hunde benimmt, folgte uns ungefragt („juhuu Mama, warte, Papa, wir kommen miiihiiit!“) und ich knapp Knie-OP-Rekonvaleszente musste Kerl auch noch stützen, da er die ultrarutschigen Schuhe trug und wild über die Eisschollen auf der Beinahe-Straße rutschte. Mittendrin wurde uns dann klar, dass einer den Rückweg fußläufig antreten muss, wenn wir unsere Katzen jemals wieder sehen möchten (Kalle: „Mauuu. Mama. Ich bleibe jetzt hier auf dem Fahrradweg sitzen, bis Du wieder zurückkommst. Ich meine das ernst! MAAAUUUNNNZZ“). So fuhr der Lieblingskerl im Auto zurück, Mikas als röhrenden Hirsch auf der Hutablage, während ich zurück lief mit einem schwer protestierenden Kalle an meiner Seite. Insbesondere bekundete er seinen Unmut, wenn uns Spaziergänger mit ECHTEN Hunden begegneten. Dann wurde der Fellträger plötzlich doppelt so hoch und reduzierte seine Länge im gleichen Ausmaß und fauchte wilde Flüche. Zuhause stellte ich fest, dass ich mir mit dem Ausflug wohl etwas viel zugemutet hatte und fortan habe ich alle 2-3 Tage das Gefühl, beim Laufen reißt irgendwas in der Wade durch und mir hätte einer einen Pingpongball unter die Haut geschoben. Nicht lustig, 2016!!

Termin beim Doc habe ich schon- nächsten Montag jammere ich den die Ohren voll. Physiotherapie setzt ich grade mal aus, weil mit der Wade nüscht anzufangen ist außer massieren. Ansonsten hilft wohl Bein hochlagern, kühlen und schonen. NICHT SCHON WIEDER!!!!

Ich sitze abends also mal wieder auf der Couch und Stricke. Diesmal Socken. Nicht, dass ich die in letzter Zeit schlimm strapazieren würde, aber Socken sind erfreulich überschaubare Projekte.

In der Zwischenzeit entwickelt auch das Auto Handwerkermanieren. Seit ein paar Tagen hämmert es vorne rechts ein wenig. Seit gestern ist bei Tempo 30 ein sägendes Geräusch dazu gekommen und ab 50 km/std kommt was schleifendes dazu. Heute treffe ich mich also mit dem Autoschrauber meines Vertrauens und es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: irgendwas an den Stabilisatoren oder am Querlenker in bezahlbar ODER das Getriebe mackt und es wird günstiger, wenn ich das Auto verschrotte (oh Gott; ich habe es ausgeschrieben!). Also 2016: das ist für Dich jetzt die unglaubliche Chance, das Ruder rumzureißen und den miesen ersten Eindruck zu korrigieren. Nutze das bitte.

Ach ja: ich war auch schon auf der Beerdigung meines Onkels (das kam nicht unerwartet) und könnte einen Großteil der lieben Kollegen mal wieder grrrrrrrrrmmmph!!!!

Nächste Woche ist mal wieder ein erster des Monats und eine Freundin empfahl mir, einfach dann das neue Jahr erneut zu starten. 2016, wenn Du hier mitließt: streng Dich mal ein bisschen an. Bitte.

5

Visionär

Unlängst hatten wir im Büro Besuch vom Chef meiner Chefin – dem Chefchef sozusagen. Wir unterhielten uns ein wenig über Silvester als er plötzlich innehielt, mich schief ansah und fragte: „Sagen Sie mal – waren Sie beim Frisör? Sie haben doch eine neue Frisur, oder?“

Nein, war ich nicht. Allerdings hatte ich ernsthaft überlegt, dass ich mal wieder zum Spitzenschneiden gehen könnte. Das nenne ich mal vorausschauend!

 

7

Herzlich Willkommen, neues Jahr!

Frohes Neues, liebe Leserinnen und Leser! Ich bin wirklich froh, dass es Euch gibt und freue mich immer sehr über Eure Kommentare und Likes. Seid Ihr gut in 2016 gelandet?

Zwischen den Jahren etwas blogmüde geworden (es war sehr ruhig und gemütlich), bietet mir der heutige Tag bereits einige Vorlagen, um mal wieder zu schreiben.

Dieses Jahr endete ja eher untypisch – bis Sylvester habe ich draußen auf der Wäschespinne die Wäsche getrocknet. Den Jahreswechsel haben wir im leichten Nieselregen verbracht und dann BÄÄMMM! Frost. Und das nicht ohne… heute früh waren es 13 Grad minus. Mein Auto hat mir das äußerst übel genommen, dass ich ihn erst 11 Tage unbenutzt stehen ließ und dann gestern abend abrupt aus dem Tiefschlaf riss. Aber es war dringend erforderlich, ihn in die Poleposition zu bringen, da mein Freund heute frei hat und er die Chance nutzen wollte, einfach mal im Bett liegen zu blieben, ohne vorher sein Auto rauszufahren zu müssen. Ja, das kann nur er! Sein heiliges Blechle darf ich nicht rückwärts auf die Straße fahren – eine blonde Frau am Steuer birgt ein enormes Unfallrisiko. Das würde er selbstverständlich nie sagen, aber irgendwie ist er IMMER sofort hellwach und an der Tür, sobald ich vor ihm los fahre und mein Wagen hinten steht. Also vorbeugen und Autos am Abend vorher umparken.

Tja… Pech gehabt! Meines wollte nämlich auch beim 3. Startversuch nicht anspringen und einen vierten Versuch ließ die Batterie nicht mehr zu (faules Stück!!!). Also musste der Lieblingskerl dann doch aufstehen und Starthilfe geben, nachdem wir mein Auto rückwärts vom Grundstück geschoben hatten…  Nicht zu unterschätzen, so eine Servolenkung und ein Bremskraftverstärker! Ich hatte wirklich Bedenken, dass Nachbars neuer Zaun die Bremswirkung ergänzen müsste. Es gelang dann aber unfallfrei (trotz des Blondschopfes), nur die Platzierung des Starthilfekabels war eine ziemlich frickelige Angelegenheit, obwohl ich bei einem früheren Versuch schon mal die Batterieummantelung aus Versehen zerbrochen habe (Plaste ist aber auch immens spröde im Winter! Das hat nix mit meiner Haarfarbe zu tun!). Es ist trotzdem sehr schwierig, am Minuspol ranzukommen, so eingebaut ist das Ganze. Aber es klappte beim 2. Versuch und so fuhr ich unentspannt ins Büro mit dem nagenden Gedanken: „bloß nicht absaufen lassen!“.

Pfiffig wie ich bin habe ich das Auto heute nicht wie üblich vorwärts, sondern rückwärts eingeparkt. Sollte es nochmal Probleme beim Starten geben, so kommt man bei wenigstens an die Batterie ran, um Starthilfe zu geben. Es sieht also heute auf dem Parkplatz völlig anders aus als sonst und so fragte mich doch tatsächlich ein Kollege, ob ich denn ein neues Auto hätte *lach*

Hier im Büro sind alle wie gewohnt wortkarg – bis auf meine Lieblingskollegen, mit denen man auch gerne mal ein wenig plaudere. Und die letzten Wochen und Monate mussten wir auch erst mal aufarbeiten… sowas wie „und wie war eigentlich die Weihnachtsfeier?“. Überraschender Weise gab es dieses Jahr gar keine. Also gar keine- noch nicht mal ein Stündchen zusammensitzen bei Dominosteinen und Kaffee. Ich war ja schließlich nicht da, um eine zu organisieren oder den Kollegen mir bohrenden Nachfragen entsprechend auf den Keks zu gehen, bis es jemand anderes übernimmt 😉 Noch nicht mal die Kollegin mit der musikalischen Familie hat wie üblich ein kleines Weihnachtskonzert auf dem Flur dargeboten (Horn, Oboe, Trompete)- langsam geht das Abendland vor die Hunde!

A Propos: Sohnemann hat zur Zeit einen Leihhund. Die Nachbarn sind verreist und baten meine Mom, den Gassi- und Fütterdienst für 2 Wochen zu übernehmen. Natürlich unterstützt Sohnemann sie nach Kräften. Ich finde das sehr praktisch: nun sieht der liebe Nachwuchs mal in Echtzeit, was es bedeutet, die Verantwortung für einen Vierbeiner mit gehobenen Ansprüchen zu übernehmen. Katze ist dagegen ja echt Hallenhalma! Also zumindest der Gassiteil entfällt ersatzlos. Und lehrreich ist es auch: Sohn hat jetzt einen Hund, ich rechne stark damit, dass nach genau 2 Wochen die Lust erlischt (der fiese Ostwind mit sibirischer Kälte spielt mir da in die Hände!) und dann kann man ihn dankenswerter Weise einfach wieder bei den Besitzern abliefern. Und man braucht auch keine Hundesteuer zu zahlen. Wobei ich befürchte, die Besitzer tun dies auch nicht… Die gehen nämlich sonst auch nie mit dem Hund raus. Der rennt immer alleine im Garten rum und hinterlässt dort seine Häufchen. Mittlerweile hat er auch eingesehen, dass Löcher unterm Zaun graben viel zu anstrengend ist. Er springt jetzt immer oben drüber. Es kann also noch sehr spannend mit den Nachbarn bzw. ihrem Hund werden!

Nachbarn sind eh so eine Sache… Die mit dem Hund haben die straßenseitige Front ihres Grundstückes mit 2 Garagen und 2 Eingangstoren versehen, so dass sie sich selbst immer im Wege stünden und somit immer bei mir vor dem Zaun parken. Finde ich persönlich nicht so tragisch, solange ich problemlos aus der Ausfahrt komme, aber meine Gäste müssen dann weiter weg parken und schon wird es doof. Außerdem haben die Nachbarn Metallschrott vor meinem Zaun abgeparkt. Auch nicht tragistisch, aber es stört auf Dauer, immer aus dem Küchenfenster auf einen Kühlschrank zu gucken. Zumal der Schrotthändler den gar nicht mitnimmt und das Teil da seit Mitte Dezember steht. Da nützt die hübscheste Deko nix… Und ein Nachbar hackt immer Holz – jeden Tag. Natürlich auch Sonntags. Sagt man da was, wie beim Nachbarn gegenüber, der mal sonntags mit dem Kompressor Reifen aufpumpen musste, darf man sich noch beleidigen lassen und ein Wortgefecht aus der untersten Schublade führen. Also Fresse halten und auf die Selbstheilungskräfte anderer Gewissen setzen. Gibts für sowas auch was Homöopathisches?

Ansonsten muss ich dringend blöde Neujahrsvorsätze wie „abnehmen“ und „mehr Sport“ fassen. Bereits 2 Wochen, nachdem ich das Rauchen aufgegeben habe, Knieprobleme zu bekommen und anschließend 8 Wochen quasi bewegungsfrei auf der Couch rumhängen plus Spekulatius und Schokoladenlebkuchen hat sich als ziemlich verheerend herausgestellt.

Kann also sein, dass ich hier in nächster Zeit mal den Fokus Richtung Ernährung und Sport schieben muss. Es ist nämlich total doof, wenn ausgerechnet bei -13 Grad der Wintermantel klemmt.