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Tierische Radtour

Der Mikas ist im Grunde seines Herzens ja eher Hund als Kater. So hört er ziemlich zuverlässig auf seinen Namen wenn man ihm ruft und bei Fuß geht er auch ohne Aufforderung- was morgens mitunter recht anstrengend wird, wenn er sich auch Treppe runter stets dicht um die Beine schlängelt.

Gestern wollten wir noch abends eine kleine Radtour machen. Mikas wollte natürlich mit und so rannte er die halbe Straße neben den Rädern her. Meinem Lieblingskerl war das irgendwann zu doof, ständig auf den kleinen Kerl zu achten, der sich dicht um die Fahrräder schlängelte und so bot sich mir für den letzten Teil der Straße folgender Anblick:

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Ging gut bis zur ersten Begegnung mit einem echten Hund. Dann trat Mikas lieber hinter den Zäunen den Heimweg an…

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Kind verkauft

O.o…

Gestern habe ich Sohnemann ins Ferienlager geschicht. Mecklenburgische Seenplatte und 10 Tage lang Angeln, Angeln, Angeln…

Die Vorbereitungen waren schon recht anstrengend: die Vorgaben lauteten Isomatte, Schlafsack, Angelausrüstung, Fahrradhelm und halt so Klamotten für 10 Tage in eine Reisetasche und 1 Handgepäckstück zu verstauen. Hm. Und Taschenlampe plus Ersatzbatterien sollten auch mit. Doppel-Hm. Packzettel enthielt den Hinweis, dass es auch nicht mehr als 20 Kilos sein sollen. Eine große Aufgabe das sein wird!

Auch wenn Sohnemann gerne 3x am Tag die Klamotten wechselt, muss er sich etwas einschränken. Für jeden Tag eine lange UND eine kurze Hose geht schon mal nicht. Gleiches gilt für Langarmshirts und T-Shirts. Auch muss er mal auf seine Zweit- und Drittangel verzichten. Mal ganz zu schweigen von seiner Angelplattform und der Kiepe. Aber den großen Teleskopkäscher stopfen wir noch irgendwie in die Reisetasche rein…

Natürlich hält sich außer uns kein Mensch daran, sich auf 1 Tasche und 1 Handgepäck zu beschränken. Manche Kids sehen so aus, als wollten sie Ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort und Wohnsitz nach Meck-Pomm verlegen. Wobei ich bezweifele, dass die Tasche, der Schlafsack, die Angel, das Kissen sowie die Isomatte in einer Extra-Tüte sowie das Handgepäck nebst der lässig in der Hand getragenen Trinkflasche auch vollständig am Zielort ankommen.

Nach dem Einstieg in den Bus winken Sohnemann und ich uns noch gegenseitig zu – jeder auf seiner Seite der Scheibe. Nun ist er weg und ich muss damit klar kommen *heul*

Nein – er ist nicht das erste Mal weg. Bereits mit 6 Monaten ist er mit Oma und Opa eine Woche zur Ostsee gefahren. Damals war ich einfach nur froh, dass ich mal ausschlafen konnte und habe ihn eigentlich gar nicht vermisst. Er war auch letztes Jahr im Ferienlager. Zumidest für 5 Tage, dann musste ich ihn abholen.

Im letzten Jahr lief das auch etwas quer da im Zeltlager. Hingefahren ist er mit einem Schulkumpel, der sich bereits auf der Fahrt dort hin mit dem schlimmsten Rüpel verbrüderte, den mein Nachwuchs auf den Tod nicht ausstehen konnte. Rüpel-Kind terrorisierte bis spät abends alle übrigen, indem er telefonierte, simste oder spielte ohne den Ton vom Handy auszuschalten. Nach 4 Tagen schnappte sich Sohnemann aus einem Verbandskoffer die Schere und zerschnitt das Ladekabel in der Hoffnung, auch mal ne Tüte voll Nachtschlaf abzubekommen. Das kam nicht gut!!! Und als er danach beschuldigt wurde, er würde klauen (klar – wer Ladekabel zerlegt, der ist auch sonst ein völlig verrohter Kleptoman!), da ging es ihm so schlecht, dass ich ihn mit 40 Grad Fiber abholen musste.

Der Dieb war übrigens sein vormals bester Kumpel – der durfte dann einen Tag später auch seine Heimreise antreten. 20 Euronen hatte er zusammengerafft und in Süßkram umgesetzt. Und somit das Diebesgut verzehrt.

Wobei wir jetzt auch wieder beim Thema Geld sind: natürlich gibt es dort im Angelcamp auch einen Kiosk. Ich habe dem Sohni die empfohlenen Taschengeldmenge mitgegeben. Was mir nicht klar war: die Kids müssen sich auch Anlockfutter und Köder selbst kaufen. Und der Kiosk ist dort das Monopol. Dose voll Maden kosten hier 50 Cent – dort mal eben 2 Euro. Also echt – voll die Halsabschneider, die sich an Kindern bereichern. Kann mir auch keiner erzählen, dass dieser Preis durch irgendwas zu rechtfertigen ist.

Ansonsten klingt er ganz beschwingt. Gestern abend hat er sich noch beim Lieblingskerl gemeldet – und zwar, weil er den kostenfrei erreichen kann.

Kurzer Exkurs: Sohnemann hat ein nicht gerade preisgünstiges Smartphone. Weil seine Mutter (das bin ich) irgendwie eine nicht genauer zu definierende Vorliebe für Äpfel hat. Unklar. Jedenfalls war uns das irgendwie zu unsicher: denn wir haben es schwarz auf weiß, dass der Veranstalter sämtliche Haftung ausschließt. Alles, was teuer oder wertvoll ist, soll bitte zu Hause bleiben. Also muss Sohnemann das olle Nullachtfuffzehn-Handy mitnehmen, was noch irgendwo rumfliegt. Mit der kostenfreien Sim-Karte, die einem im Dutzend vom Telefonanbieter hinterher geworfen wurde. Damit Mama, die olle Schisserin, ihn zur Not auch mal anrufen kann. Nur: wo war das Teil doch gleich??? Hm. Nicht auffindbar. Gut – es gibt ja noch andere Handies, die bei uns auf Halde liegen. Nur Sim-Karte??? In seinem Phone ist das Dings ja in Mini-Größe. Okay – das Tablet hat noch eine regulär große Karte. Muss man vorher nur noch schnell aufladen – ist eine Prepaid-Karte. Geht ja auch alles flott per Internetbanking und einer SMS. Jetzt ist das natürlich ein anderes Netz als üblich und so ruft er jetzt halt Lieblingskerl an statt mich. Das stört mich aber überhaupt nicht…

Vorhin aber rief er mich dann doch noch selbst an *froi* – alles chic, 12 Kinder in einem Zelt, die bis halb 1 „geschnattert“ hätten (ah, er eignet sich schon Camp-Sprech an… *hihi*) und er hätte jetzt gar keine Zeit, weil sie gleich ein „Meeting“ hätten und dann geht’s zum Angeln! Überhaupt ginge 24 Stunden am Tag angeln! Puh – es scheint ihm wirklich zu gefallen. Was bin ich erleichtert!

In der Zwischenzeit können wir uns noch mal so richtig am Schuppen austoben. Teilweise auch mit so Nonsens wie

  • 1 Tag Schuppentür überstreichen
  • am 2. Tag beobachten, wie sich die neue Farbe mit der alten Farbe gemeinsam in Blasen wirft und vom Holz abhebt
  • einen Tag Abbeizer großflächig draufschütten – ein Schuppenfund, der noch mit DM ausgepreist war – sowie mit Spachteln und Multitool plus Schaberaufsatz der Glibbermasse zu Leibe rücken
  • den nächsten Tag alles ordentlich mit der Flex abschleifen
  • und 4 Tage später genau so weit sein wie am ersten Tag!!!

Nun ja – es geht voran, auch wenn wir ab und zu auf Umwegen unterwegs sind!

Hier folgt demnächst noch ein Baubericht mit Fotos in Farbe und bunt 🙂

 

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Kilokarriere

Menschmenschmensch…. au weia! Tut mir leid; jetzt wird es jammerig!

Habe ich Euch eigentlich schon mal erzählt, dass es mich in verschiedenen Versionen gibt? Es gibt mich sowohl in einer locker sitzenden 40 also auch in der Presswurst-46-er-Kleidergröße-sprengenden Wuchtbrummenvariante.

Fürchterlich!

Habt ihr eine Ahnung, wo auf der persönlichen Tina-Skala ich mich gerade befinde? Riiiichtig!

Gestern habe ich mir Milchkaffee über meine letzte passende Jeans gekippt. Die vorletzte Bequemhose, die ich mir Ende letzten Jahres gekauft habe, die ist vermutlich bei der Wäsche irgendwie eingelaufen… und dieser Lochfraß unbekannter Herkunft an den Schenkelinnenseiten! Unerklärbar!

Und als diese letzte passende Hose dann in der Waschmaschine ihre Runden drehte…

…war mir klar: „Schatz!!! ICH HABE WIRKLICH NICHTS ANZUZIEHEN!!!“

Kein Scheiß!

Man kann ja auch schlecht auf Röcke umsteigen, wenn die Oberschenkel schon Löcher in Hosenbeine scheuern. Was machen die erst mit ECHTEN Beinen?

Die anschließende Episode in der Folterkammer Umkleidekabine war im fahlen Licht der Neonröhre wieder mal extremst ernüchternd. Von allen Seiten. Seufz.

Warum verdammt nochmal renne ich immer wieder frontal gegen die gleiche Wand? Bin ich denn total bescheuert??? Da war ic h schon mal….  annähernd im Jahr 2000. Mit Sicherheit 2004. Und 2010. (Letzter ernstzunehmender Abnehmversuch bei den Kilo-Guckern – hat auch wieder minus 23 Kilos gebracht. Tja, die sind wieder da. Und haben noch einen Kumpel mitgebracht).

Dann musste ich immer wieder daran denken, dass mir letzte Woche mein Frauenarzt sagte, ich hätte ja ganz schön zugenommen. Und zwar seit dem ich wieder die Pille nehme. Echt? Was? ICH???  Aber ist das nicht totaler Blödsinn und nur eine Ausrede der ganzen dicken Mädchen? Außerdem Trombose und überhaupt, ob ich denn nicht gedenke, die Pille zu wechseln oder Spirale oder *eine dunkle Wolke schluckt gnädig seine weitern Worte*.

Fortan kreisen die Gedanken um meine Kilokarriere und in meiner gnadenlosen Blindheit meiner Leibesfülle gegenüber un da muss ich schon feststellen: Single – Gewicht nahezu normal. In einer Beziehung – Wuchtbrumme. Bislang habe ich das nur auf sowas Diffuses wie Gemütlichkeit, Glas Wein, Essen gehen – sich was „gönnen“ – zurückgeführt. Andererseits trat dann auch immer wieder die Blisterpackung mit den lustigen weißen Smarties in mein Leben.

Dieser Sache werde ich jetzt mal auf den Grund gehen. Heute hat der Doc zu, aber morgen werde ich da mal einen Termin machen. Gerne für gestern.

Übrigens habe ich seit 3 oder 4 Tagen geschwollene Füße. Das Internet zu befragen führt ja unweigerlich immer dazu, dass man stets zur schlimmsten möglichen Diagnose greift. Abgebrochener Fingernagel? Obacht – daraus könnte sich Krebs entwickeln. Sonnenbrand? In 3 Monaten malignes Melanom mit einer echt überschaubaren restlichen Lebenszeit. Nein, ich will mich hier nicht lustig machen und sicherlich bietet das Netz auch viele tolle Ratschläge und manchen Menschen auch Trost – ich habe für mich nur beschlossen, dass auch hier nur ein Blick eines Arztes Klarheit bringen kann.

Ach – und seit ich mir den Rasenkantenstein auf den Zeh habe plumpsen lassen, war auch nix mehr mit Laufen gehen. Schade. War gerade dabei, das Joggen nicht mehr abgrundtief zu hassen. Blöd, dass ich Mitte September einen Lauf habe… Aber Tinka – ich bekomme das schon hin! Irgendwie.

Jetzt löffele ich mal wieder Diät-Tütensüppchen und werde wieder mal an allen Ecken und Kanten Aktion machen. Und diese lustige kleine App, die mich jeden Abend anpfeift, ich soll doch mal 7 Minuten opfern und den ARSCH BEWEGEN – na, vielleicht ignoriere ich sie die nächsten Tage mal nicht so vehement.

Menno.

Ach. Übrigens: Beitrag Nummer 100. Böse Zahl!!!

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Spaß beim Lieblingsschweden

Hallihallo!

Bislang lebe ich noch ohne Kippe und das schon seit… ner Wochen?!?! Himmel… Na, ich will mich nicht beklagen!

Ansonsten ist es eher der Lieblingskerl, der derzeit ganz schön unentspannt ist. Noch schneller am Nörgeln also sonst und liebe Worte… was ist das? Jede Silbe klingt genervt und jede Bewegung ist launisch. Da fällt es mir ganz schön schwer, jedes Anraunzen zu ignorieren und mir zu sagen: ist ja alles nur ganz lieb gemeint! Und seine doofen Bemerkungen sind EIGENTLICH EIN SCHERZ. Wenn er einen dann anmotzt und mir quasi das Handwerken untersagen möchte, um mich vor Verletzungen zu schützen, dann kommt es schon vor, dass ich Amok laufe. Muss Normalbürger so verstehen: „Schatz, bitte stelle das Atmen ein. Du könntest dabei gefährliche Substanzen inhalieren!“ Nee, is klaa.

Ja, wo war ich? Eine Woche rauchfrei und nur ein bisschen empfindlicher als sonst.

Zeit, sich mal an eine lustige Begebenheit zu erinnern!

Als kleiner verkappter Schwedenfan gefällt mir natürlich ganz automatisch recht viel beim Möbelschweden. Unter anderem gab es da mal vor Jahren ein Picknicktisch mit angearbeiteten Sitzbänken. So wie oftmal auf Raststätten… ich mach mal bei Gelegenheit ein Foto oder habt Ihr alle was vor dem giestigen Auge?

Jedenfalls hatte ich mich nicht sofort im zeitigen Frühjahr entschlossen, diese Picknickgarnitur zu kaufen und so begab es sich im Sommer, dass eben diese Garnitur vergriffen war. Also probierte ich zunächst online mein Glück und dann bei der telefonischen Hotline bei IKEA…

VERMUTLICH schreitet die Technik unaufhaltsam voran und die Spracherkennung sowie der dahinter sitzende Computer sind mittlerweile nahezu perfekt… aber DAMALS lief das dann so ab:

 

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Bitte sagen Sie mir den Artikelnamen oder die Artikelnummer!“

Icke: „Äh…. Moment!“

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Ich habe Sie leider nicht verstanden!“

Icke: „Ich guck doch schon!!!“

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Bitte sagen Sie mir den Artikelnamen oder die Artikelnummer!“

Icke: „Artikelnummer 08/15“ (Artikelnummer ist frei erfunden. Bitte benutzen Sie diese nicht, wenn Sie eine Picknickgarnitur bei Ikea erwerben möchten. Vielen Dank)

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Ich habe Sie leider nicht verstanden!“

Icke: „08/15!!“

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Ich habe Sie leider nicht verstanden!“

Icke: „NULL – ACHT – FÜÜÜNFZEEEHN!“

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Ich habe Sie leider nicht verstanden!“

Icke: „Dann musst Du eben besser zuhören. Was kann ich für Deinen Hörfehler?“

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Das Gespräch wird jetzt beendet. Vielen Dank für Ihren Anruf.“

Icke: „AHRRRRGGGH!“

 

– Erneuter Versuch:

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Guten Tag blablabla hastenichjesehn…. Bitte sagen Sie mir den Artikelnamen oder die Artikelnummer!“

Icke: „Picknickset Pusemuckel!“

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Ich habe Sie leider nicht verstanden!“

Icke: „Nullachtfuffzehn. Picknick!!“

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Bitte wiederholen Sie Ihre Anfrage“

Icke: „NÖ!!!!“

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Der Artikel „NÖ!“ ist in Ihrem Ikea-Einrichtungshaus verfügbar. Bitte beachten Sie, dass „NÖ!“ in zwei Kartons verpackt ist und über 18 Kilo wiegt.“

Icke: ?!?!?

Ikea-Stimme aus der Konserve: „Vielen Dank für Ihren Anruf und bis bald in Ihrem Ikea-Einrichtungshaus.“

 

Ich habe es dann doch vorgezogen, nicht auf „NÖ!“ zu sitzen oder darauf gar zu frühstücken…. Aber im nächstgelegenen Garten- und Baumarktcenter habe ich was sher ähnliches gefunden – für 10 EUR günstiger 🙂

 

 

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Opfer bringen

Okay.

Der Lieblingskerl hat also seine Wohnung aufgelöst. Er hat jetzt also keinen Rückzugsort mehr und ist meiner Willkür hoffnungslos ausgeliefert *fiesgrins*

Da wir seit einem Weilchen den Schuppen grundsanieren, gibt es auch öfters neue Ideen und Planungen. Daraus entstehen dann immer solche und ähnliche Dialoge:

 

Icke: Duhuuu, sach ma…. Wenn Du in Deinem kleinen Kaninchenstall… äh, Deiner alten Wohnung die Paneele von den Wänden rupfen musst… was machst Du dann mit denen?

Lieblingskerl: Keine Ahnung! Ich hacke sie halt klein und schmeiße sie in diese großen schwarzen Kisten. Oder?

Icke: Nein. Ich finde, die Paneele kannst Du ruhig mitbringen. Die schrauben wir dann im Schuppen an die Wände. Dann sind die gleich verkleidet.

Lieblingskerl: Gar keine schlechte Idee. So machen wir das!

 

Ein paar Tage später:

Icke: Duhuuuu, diese Lampe hier… kann die weg oder ist das Kunst?

Lieblingskerl: Also! Die ist doch noch gut! Hab ich gar nicht mal so lange! Fast neu!!! War eine Schweinearbeit, die an die Decke zu schrauben. Und Du willst sie jetzt einfach wegschmeißen, wa?

Icke: Eigentlich dachte ich an die Flohmarktkiste. Aber da ich gerade sehe, dass ein Glasdings einen Sprung hat, werden wir die noch nicht mal auf dem Flohmarkt los. Also kannst Du Dir jetzt aussuchen, ob wir sie wegschmeißen oder im Schuppen an die Decke schrauben. Braucht ja auch Licht so ein Schuppen! Und da das gute Stück doch sooo neu ist *blablabla*

Lieblingskerl: OKAY! GUT!!! Kommt sie halt in den Schuppen *grummel*

 

Letztes Wochenende:

Icke: Duhuuu, guck mal: Im Schuppen sieht es aus wie in Deinem alten Wohnzimmer. Paneele an den Wänden und sogar Deine alte Wohnzimmerlampe hängt an der Decke!

Lieblingskerl: Ja, toll, ne? Wenn Du mich mal rausschmeißt, hab ich gleich einen Unterschlupf, in dem ich mich sofort heimisch fühle! Guck mal; da hinten kann dann die Couch rein!

Icke: Und ich empfehle ein Hochbett hinten an der Wand! Dann kann die Couch da drunter und Du kannst Dich trotzdem noch bewegen! Wir haben doch eh noch den alten Lattenrost…

Lieblingskerl: *grrrrrrr*

 

Vorgestern:

Lieblingskerl: Was hast Du mir denn erzählt? Ich kann die Nummernschilder für mein Auto gar nicht behalten! Jetzt will die Dame an Schalter 5 doch glatt sofort meine Nummernschilder haben!!!

Icke: Na, dann gehen wir jetzt zum Auto und schrauben die Dinger ab.

Lielingskerl: *nörgel* *schimpf* die sind nicht geschraubt! War voll schwierig die da zu montieren.

Icke: Isses nicht egal, ob wir die Dinger da irgendwie in mehreren Teilen runterrupfen? Kriegst doch eh neue!

Lieblingskerl: *moser* und wie krieg ich die neuen denn da ran?

Icke: zur Not mit Panzertape! Ist doch egal!!! Was hast Du Dir denn für ein Kennzeichen ausgesucht?

Lieblingskerl: naja…. meine Initialien halt… und dann noch… willste raten *hibbel* kommste nie drauf!!! Kleiner Tipp: MEIN Geburtsjahr war schon vergriffen! Da hab ich jetzt halt Deins genommen. Meine Initialien plus Dein Geburtsjahr. Aber eigentlich sind mir Kennzeichen ja sowas von egal… *labersülz*

 

Abends:

Lieblingskerl: Guck mal! Mein Auto hat neue Kennzeichen! Sieht das nicht toll aus? Komm mal gucken!!!!

 

Heute:

Lieblingskerl: Ich habe geträumt, mein Auto hätte neue Kennzeichen. Irre was? Lass uns mal gucken gehen… OHHHH Schau mal Schatz!!! Meine Träume werden wahr!

 

Vorhin:

Icke: Naaaa, Havelländer? Wie fährt es sich denn so mit den neuen Kennzeichen?

Lieblingskerl: Ist doch völlig egal, was am Auto steht. MIR ist sowas total wurscht.

Icke: *———–*

 

Nicht nur der Lieblingskerl gibt viel auf (das Eigentum an voll hässlichen Besteck, sämtliche Küchenartikel in Schweinchenrosa, eine durchgesessene Couch und so schwarze Hängekerzeneinstaubhalter Marke Kerkerverließ Ecke Folterkammer – vermutlich von Partylite -UND sein berliner Autokennzeichen) – auch von mir werden jetzt quasi zum Ausgleich des weltumspannenden Gefüges und des Gleichgewichtes im Universum Opfer verlangt.

Lieblingskerl: Duhuuu, jetzt, wo ICH so derartig viel aufgegeben habe, könntest Du ja mal im Gegenzug das Rauchen aufgeben. Ich bin großzügig und gebe Dir bis zum 1. August Zeit!

Icke: What the f…! Sach ma: gehts noch?? August??? Sonst noch Wünsche? Vielleicht irgendeine Schönheits-OP?

Lieblingskerl: Nö, ich liebe Dich ja so wie Du bist.

 

Jetzt bin ich natürlich sauer, weil er irgendwie voraussetzt, dass ICH das ja eh nicht hinbekomme. ER hat alles voll im Griff auf der Andrea Doria, nur ICH…. *tzzzz*

RAUCHFREI SEIT 26 Stunden, 37 Minuten und 12 Sekunden!!!

Werden wir doch mal sehen. Ha!

 

 

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DIY- Wege

Offenbar bin ich nicht der Typ für kleine Projekte oder schnelle Basteleien…

Bei mir muss alles ne Nummer größer sein.

Darum stelle ich euch heute mal mein Projekt „Patchwork-Wege“ vor:

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Auch bei den Wegen rund ums Haus dachte ich mir: die mache ich selber! Eine Firma beauftragen kann schließlich jeder und was das kostet! Und wenns fertig ist, sieht es dann auch noch aus wie überall. Langweilig. Also habe ich die Ärmel hochgekrempelt und losgelegt:

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Jeder Stein ist einzigartig und die meisten haben sogar eine bewegte Vergangenheit. Da sind die großen Kopfsteinpflastersteine, die in ihrem vorigen Leben ein Schornstein waren (den ich abreißen musste). Es gibt Terrassenplatten, die einst die Terrasse meiner Eltern zierten, bevor ein Wintergarten drauf gebaut wurde. Die Reste sämtlicher Pflasterarbeiten von Nachbarn und Freunden liegen mir jetzt zu Füßen. Auch habe ich nach dem 1. Mai schon Wurfgeschosse von Kreuzberger Straßen zu einem gänzlich pazifistischen 2. Leben verholfen.

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Natürlich habe ich auch sämtliche Baumärkte im Umkreis von 100 km auf ihr Sortiment getestet. Die an der Kasse sind zwar immer naja eher mittel begeistert, wenn ich von der Sorte 2 Steinchen und von der nächsten 3, manchmal auch 6 kaufe. Und manche „übersehen“ dann auch eine Sorte, weil das Blättern im Katalog die ganze Schlange aufhält… Nichts dagegen! Ist ja nicht mein Fehler, dass Steinchen nie ein Preisschild mit sich rumtragen…

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Ein paar Ziegel rafft der Winter zwar ab und zu dahin, weil sie leider nicht frostsicher sind, aber da haben wir auch schon eine Lösung gefunden: Betonsteine selbst gießen! Denen kann man auch wunderbar Farbpigmente beimischen und so beispielsweise blaue Steine produzieren.

Und so saß ich letzen Sonntag auf den Knieen und habe für jede Platte und jeden Stein individuell den Boden abgetragen, alles gesetzt und anschließend mit Wasser und Sand eingeschlämmt. Matschepampe!!! Und so wurde der Weg neben dem Haus um einen halben Meter breiter. Denn der war ganz schön schmal geworden, weil Bäume und Büsche unverschämter Weise einfach gewachsen sind.

Was hält ihr vom Patchwork-Look zum Laufen?

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Auszug ins Glück

Eigentlich hat Lieblingskerl seine Wohnung zum 30.06. aufgegeben. Eigentlich dachte ich, damit sei alles erledigt. Denkste!!!

Montag hatte der Hausmeister keine rechte Zeit zur Abnahme. Signalisierte allerdings Entspannung. Die Wohnung würde eh komplett saniert werden und der Typ von der Hausverwaltung in Urlaub- er käme am Mittwoch nochmal gucken.

Dienstag haben wir also die Gelegenheit ergriffen, doch noch den fetten Stahlschrank aus dem Keller mitzunehmen, statt ihm einen Nachmieter zu überlassen. Bin also nach der Arbeit zur Wohnung gefahren- um nur noch kurz in der Tiefgarage zu erfahren, dass jetzt der sehr muskulöse Nachbar mit anpackt und sich meine Hilfe darauf beschränken würde, ein paar letzte Kellerfunde in den Kofferraum zu schmeißen. Auch gut- war ziemlich schwer der Schrank. Also waren wir noch nett Essen und gut.

Mittwoch fand der Hausmeister dann noch ein paar Mängel. Die Türen waren sehr ordentlich mit Folie beklebt und das sei nicht Standard. Muss ab. Außerdem seien die Sockelleisten so fleckig und die Fenster könnten auch mal geputzt werden.

Donnerstag dann Familiengroßeinsatz zum Putzen. Ist ja auch viel schöner, wenn der Sanierungstrupp saubere Fenster mit Bauschutt einnebeln kann… Naja. Die Folie ging ganz gut ab, es hat aber abartig lange gedauert. Und ein Teil der Türlackierung klebte echt gut an der Folie fest… Die Türen sind jetzt wieder ideal Standard wie beim Einzug in optisch echt grausam. Aber wenns so gewollt ist…

Renovieren steht schließlich nicht im Mietvertrag, weil die Klauseln hierzu durch diverse BGH-Urteile für nichtig erklärt wurden. Also meiner Meinung nach… Mir schwant ein wenig Stress, weil wir bei Auszug in einem Brief auf die rechtliche Lage verwiesen haben… Und noch keine Reaktion darauf erfolgte.

Immerhin können sie keine Mietkaution einbehalten- es gab nie eine.

Erneute Übergabe erfolgt am Montag. Wir werden also abwarten und dann weiter sehen!

Dafür hat die Gemeinde Schönwalde-Glien seit gestern einen neuen Bürger!

Lieblingskerl nahm an es läuft so: man sucht 23 Minuten einen Parkplatz, irrt 13 Minuten durch ein Amt, stellt sich anschließend an, damit man nach einer halben Stunde des Rumstehens endlich eine Wartenummer aus dem Automaten ziehen kann. Der genau in dem Moment kaputt geht. Dann wartet man noch sitzend eine Stunde, um dann von einem mies gelaunten Mitarbeiter zu erfahren, was noch alles fehlt und was weiß ich was. Und bekommt einen weiteren Termin in 3 Wochen.

Gelaufen ist es so: rauf auf den Parkplatz (freie Parkplätze wohin das Auge reicht). Geht ins Gebäude und trifft zufällig genau die nette Sachbearbeiterin, die die Meldestelle führt. Diese nimmt einen freundlich an die Hand und gleich mit in das richtige Büro, kurzer Smalltalk, Aufkleber auf den Perso und nach 10 Minuten Tschüß.

Die Euphorie über dieses erfreuliche Ereignis hielt den ganzen Tag die Laune oben.

Außerdem gab es eine Begrüßungsmappe mit Informationen rund um die Gemeinde. Lieblingskerl war total entzückt. Ein kleines Dossier über das Havelland, eine Radwanderkarte, ein Plan der Gemeinde, ein Verzeichnis wichtiger Adressen und Telefonnummern und einen Aufkleber mit dem Ortswappen. Herzlich Willkommen!!!!

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Gut, die Infomationen für Senioren und benachteiligte Bürger hat für etwas Schmollen gesorgt, als ich sie zu Schatzi rüberschob, aber ich fand es seeeehr lustig!

Meine Mom war ziemlich beleidigt, weil sie vor 3 Jahren nicht so eine schicke Mappe bekommen hat. Na, da weiß ich doch gleich, was sie zum Geburtstag bekommt 😉