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Der Juli in Wort und Bild

Ihr Lieben, mir kommt es vor, als säße ich in einem Karussell und der Schiffsschaukelbremser hätte frei. Zum einen, weil mir immer noch ganz oft schwindelig ist – das sind die „Nachwehen“ meines Hörsturzes, vielleicht ist noch ein weiterer hinzu gekommen, ich weiß es nicht genau. Zum anderen prasselt gerade so viel Arbeit auf mich ein, dass mir schon beim drüber Nachdenken ganz schwummerig wird. Vielleicht sind auch nur alle Schiffsschaukelbremser im Sommerurlaub.

Im CD-Player:

Das wird jetzt vielmehr eine kleine Geschichte meines Autoradios…
Mein Nullachtfuffzehn Standardradio, welches Peugeot so standardmäßig verbaut, war ein treuer Gefährte. Bis es anfing, recht unkontrolliert zu rauschen.

Lieblingskerl ist, wie viele geliebte Kerle, recht technik-affin und fand mein werksseitig verbautes Autoradio würdelos und primitiv bis anstößig. Also musste Ersatz her, so eine Mischung aus bezahlbar und richtig gut. Meine Bedingungen waren: das muss mit dem Bedienhebel am Lenkrad kompatibel sein und meinem Handy und mir strippenlos das freie Sprechen ermöglichen.

Gesagt, geklickt. Das neue Teilchen kam ganz prime unverzüglich geliefert und… ließ sich nicht aus der Ferne bedienen. Beim näheren Studium der Bedienungsanleitung war auch die Freisprechfunktion mehr optional als optimal… Hätten wir doch nur vorher auf jedes Wort geachtet! Die Option bestand darin, ein weiteres technisches Hilfsmittel käuflich zu erwerben und dann ans neue Radio vorne ranzutüdern – genau das, was ich auf keinen Fall wollte! Kabelsalat kann ich partout nicht leiden.

Nun begab es sich aber, dass just so eine Freisprecheinrichtng Lieblingskerls Auto zierte – diese zog dann in mein Mutterschiff ein. Problem Freisprech: check. Also, wenn man mit echt mieser Sprachqualität klarkommt. Eigentlich kommt damit nur Lieblingskerl klar… alle anderen Gesprächspartner beschweren sich immer, dass ich offenbar von einem Raumschiff aus anrufe. Vermutlich versteht er bei mir auch nur die Hälfte und tut nur so, als wäre alles tutti, um seinen Fehler nicht zuzugeben. „Neee, Schatzi, alles gut! ICH versteh Dich einwandfrei!“ Ich muss mal suchen, wo er die Kamera im Innenraum meines Autos montiert hat und rausfinden, wann er gelernt hat, von den Lippen abzulesen.

Für die Lenkradfernsteuerung hat er einen Adapter im Netz bestellt und anschließend noch einen tatsächlich passenden Adapter nachgeordert. „Diese Franzosen und ihre Verkabelung!“ Ja, hätte ich ihm vorher sagen können – ich habe schon mal bei meinem alten Franzosen das Autoradio versucht auszutauschen. Stecker war lustig gelb, sah völlig anders aus, als der bundesdeutsche handelsübliche Stecker, der an meinem Radio baumelte, daran hingen bunte Kabel in Rosa und Blö… dann habe ich mir das Radio von einem versierten Techniker einbauen lassen und künftig weder Radio hören noch den Scheibenwischer betätigen können… Hing an der gleichen Sicherung und wenn man die Masse mit der Erde verwechselt… oder sowas ähnlich voll klug klingendes… Und bin schließlich jaulend in eine Vertragswerkstatt gerollt (nachdem ich im Winter die Frontscheibe nur mit Hilfe einer Flasche Wasser und einem Gummiwischer alle paar Meter manuell vom Dreck befreien musste). Dabei schwor ich mir: wenn Franzose, dann künftig immer mit dem mitgelieferten Stulle-Standardradio. Punkt!!!

Nun ja – die Fernbedienung läuft unterdessen, das Radio knarzt immer noch. „Das muss an der Antenne liegen!“. Dann wurde die Dachantenne einer näheren Prüfung unterzogen. Die ist doch sicherlich schadhaft. Kann man doch sicherlich im Internet nachkaufen, oder? Ja, kann man. Also, entweder lag es daran, dass am ersten Abend irgendein Tier die neue Antenne bis auf einen winzigkleinen Stummel abgenagt hat oder dass das neue Dings von vornhinein bemackt war… Das Radio knarzte weiterhin. Also wurde flugs noch eine zusätzliche Wurfantenne bestellt, die den Kabelsalat rings ums Radio noch formschön ergänzte. Ergebnis: Radio knarzt immer noch.

Dann wurden Foren besucht, Freunde befragt und schließlich verschämt ein Profi bei einem Auto-Teile-Fritzen hinzugezogen. Jaaaahaaaaa… es gibt nicht nur dieses Antennendings auf dem Dach, sondern darunter noch einen Repeater – also einen Verstärker. Wenn der nicht funktioniert, kann da die schönste Antenne drauf sitzen und es bring nix. Auch Repeater kann man im Internet bestellen. Also so bestellen, wie ich das bei meinem Franzosen gewohnt bin: bestellen, auspacken und dann feststellen: Nä, passt doch nicht! Dann mit dem Verkäufer Kontakt aufnehmen und betteln, dass man die Ware bitte nochmal umtauschen kann. Mit Hinweis auf „der Wagen ist Franzose“ sind die dann auch ganz verständnisvoll und mailen einen Retourenschein. Nur ausdrucken und zurücksenden.

Dieses Mal konnte die Kette der unglückseeligen Verknüpfungen blöder Missstände noch um weitere Faktoren erweitert werden: Erster Drucker: Toner leer. Zweiter Drucker: kommuniziert nicht mehr mit dem Pad. Zur Krönung des Ganzen: Laptop lässt sich nicht mehr hochfahren.

Ich brauche also auch einen neuen Computer!!!!! Suuuuuper!!

Nun ja… der zweite Repeater mit den richtigen Anschlüssen wurde zwischenzeitlich montiert uuuuuunnnnnnnd:

weiterhin rauscht es im Radio und ich lasse es jetzt einfach aus. Ruhe ist voll schön, wenn man einen Hörsturz hatte. Voll therapeutisch und so.

Wenn ich Trotz der lädierten Ohren Musik höre, dann Linkin Park. Ich bin immer noch erschüttert, dass Chester nicht mehr lebt und versuche nun noch mehr auf die Texte des neuen Albums zu achten. Die Stimme mit der größten Ausdruckskraft und Bandbreite ever. Tragisch.

Lieblingsfrisur im Juni:

Ich entwickele mich zu einem echten Dutt-Mädchen. Es wird Zeit, bewusst dagegen zu arbeiten.

Auf den Nägeln:

Eine Mischung aus einem cremefarbenen Lack und einem Topcoat mit Sandeffekt hat die Zehen geziert. Der Überlack war wirklich sandartig… rau fühlte sich das an. Nicht sehr angenehm, sich damit über die Unterschenkel zu reiben. Wobei es sehr hilfreich war, Mückenstiche schnell von einer juckenden Stelle in eine offene Wunde zu verwandeln. Der Lack eignet sich vielleicht besser, um die Sandoberfläche bei einem abgeschrubbelten Skateboard aufzumöbeln. Ein echter Fehlkauf.

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Gehandwerkelt:

Wir haben an unserem Müllhäuschen weiter gearbeitet. Nun müssen nur noch Kleinigkeiten fertig gestellt werden – das dürfte uns erfahrungsgemäß einige Jährchen beschäftigen 😉

Hier mal die Rohbauversion:

Und hier schon einen Schritt weiter:

Es fehlen noch die Türverschlüsse, daher die behelfsmäßigen Klötzchen über den Türen. Und das Blau sieht beim ersten Anstrich immer recht fies aus – das wird noch dunkler und gleichmäßiger!

Wir haben teilweise Reste wiederverwertet, daher der bunte Anstrich. Das wird alles noch Dunkelblau mit weißen Kanten und Rahmen.

Anarchie auf der Straße

Ich bin genervt. Sehr schwer genervt. Auf meiner Strecke heimwärts gibt es eine unberechenbare und daher unzumutbare Baustelle. Die Stadtautobahn verengt sich nun ausgerechnet knapp nach einem Autobahndreieck von 4 Spuren (ich habe da mal großzügig die Auffahrt von der Avus auf die A100 mit einbezogen…) auf 2 Spuren, um sich nach ungefähr 500 Metern auf eine Spur Richtung Wedding und eine Spur Richtung Reinickendorf/ Spandau/ Hamburg/ Rest der Welt aufzuteilen. Also gibt es dort jeweils einen potentiellen Auffahrunfall bei der Verengung und einen potentiellen Auffahrunfall bei der Verzweigung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Unfall dort täglich in die Tat umgesetzt wird. Passierdauer: mindestens eine halbe Stunde länger. Ist ja auch klar, dass mein Weg nun ausgerechnet über die meistbefahrene Brücke Deutschlands führt und dort mal wieder gebaut wird – jetzt, nachdem eine Brückensanierung gefühlt vorgestern erst fertig gestellt wurde.

Nun fahre ich entweder spät ins Büro und erst gegen 20:00 Uhr heimwärts, oder lasse mich vom Lieblingskerl bis in die Stadt mitnehmen und wechsele dann auf die Öffentlichen Verkehrsmittel. Da kannste schließlich auch wat erleben!

Kulinarisches Highlight

Eher kulinarischer Tiefflug… dieses mal auf Usedom erlebt.

Eigentlich reichte uns Abends eine Kleinigkeit, also wollten wir den nebenan gelegenen Campingsplatz und seinem Imbiss einen Besuch abstatten. Der präsentierte sich beim vorabendlichen Absacker so nett und friedlich! An diesem Abend spielte allerdings eine Live-Band (70er-Jahre Rock – sehr gitarrenlastig – absolut nicht mein Fall!) und es gab nur noch wenige freie Plätze. Rappelvoll die Hütte, selbst Kinder halfen mit beim Abräumen (Kinderarbeit! Die waren nicht älter als 10!) und wir wurden fast ne halbe Stunde ignoriert. Also malten wir uns aus, wie lange das noch dauern würde, nachdem uns eine Bestellung gelänge – und sind gegangen.

Im nächsten Lokal mussten wir etwas rumstehen, da wir nicht reserviert hatten. Irgendwann setzten wir uns dann an einen der leeren Tische im Garten und durften auch nach kaum 20 Minuten bestellen – allerdings erstmal nur Getränke, da heute bereits Gäste wie die Heuschrecken über das Lokal hergefallen sind und der Koch seine Belastungsgrenze erreicht hätte. Pünktlich nach der Bestellung setzte ein Platzregen ein. Den großen Sonnenschirm konnten wir leider nicht ohne fremde Hilfe öffnen (da muss es einen Trick geben!) und es fühlte sich auch keiner bemüßigt, uns zu helfen. Die ersten Gäste mit den elitären Sitzplätzen nah am Haus flüchteten zu diesem Zeitpunkt bereits und so zogen wir auf andere Sitzplätze um – dort gab es eine Markise mit schnöder Kurbel. Damit kamen wir klar. Leider schüttete es seitlich an der Markise vorbei, so dass wir uns auf unserer Bank langsam aber sicher an der Hauswand hocharbeiteten bis uns dann doch eine mitfühlende Bedienung reinrief – wir sollen doch bitte den letzten reservierten Tisch belegen statt da draußen in der Kälte zu riskieren, mit dem Regenguss in das Achterwasser gespült zu werden. Die Gäste, die für 20:00 reserviert hatten, waren bis 21:00 noch nicht da und kamen auch nicht mehr.

Dann dauerte es sicherlich keine Viertelstunde mehr und wir durften unser Essen ordern. Kurz vor 21:00 war es dann auch schon auf dem Tisch!

Es schmeckte allen vorzüglich. Also allen bis auf mir… Denn meine Linguini in Käse-Weißweinsauce mit einem Schuss Olivenöl entpuppten sich als eine kleine Salatschüssel voll mit Nudelmatsch in einem halben Liter Öl mit Käseklümpchen. Noch nicht mal ein Hauch Petersilie oder Basilikum zierte das Desaster, auch wenn es geschmacklich auch nix mehr hätte retten können. Dieses Mal war ich auf die Frage „Schmeckt’s?“ gut vorbereitet und zählte flüssig meine Mängelliste auf. Auf die Bestellung eines anderen Gerichts verzichtete ich lieber, denn erstmal hätte es rein rechnerisch Mitternacht werden können, eh der Ersatz aufgetafelt wird, zum anderen hatte ich seit Stunden Hunger und war schon einen Schritt weiter – nahezu im Fastenmodus. Damit war der Chef aber überhaupt nicht zufrieden und kredenzte mir einen eigenhändig zusammengestelltes Salattellerchen. Lieblingskerl meinte noch: die restlichen Gerichte seien echt lecker und pfiffig, aber Nudeln kann der Koch nicht. Da konnte der Chef nur ehrlicher Weise erwidern: „weiß ich!“ und zugeben, dass vegetarische Gerichte die Phantasie des Kochs überfordern. Ich wollte schon Vorschläge abspulen, bis mir in den Sinn kam, dass wir im 21. Jahrhundert leben. Soll der doch selbst was googlen!

Gefreut:

Juli ist bei uns ein Feiermonat. Sowohl meine Mom als auch ich haben in dem Monat Geburtstag und ich freue mich immer auf die Gartenparty und darauf, mit Freunden Zeit zu verbringen. Selbst das Wetter blieb zahm und hat mitgespielt.

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Über die Rosenblüte habe ich mich dieses Jahr auch sehr gefreut. Die Freude währte allerdings nur bis zum nächsten sinnflutartigen Regenguss – der hat entweder die Blüten zerschlagen, komische helle Flecken hinterlassen oder gefüllte Blüten geflutet und zum Schimmeln gebracht. Ich habe dann alles abgeschnitten *heul*

Gesehen und leider kein Foto gemacht:

Der letzte Vollmond sah unglaublich groß und orange aus. Im Auto dachte ich noch, daheim gleich mit dem Fotoapparat rauszugehen. Daheim hatte ich das leider bereits vergessen. Oder war das schon im August? Ich bin urlaubsreif!

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Freitags-Füller

Barbaras Scrap-Impule haben mich heute erwischt und inspiriert, doch auch mal mitzumachen.

Here are the results:

1. Ferien im Sommer sind mit einem schulpflichtigen Kind die einzige Möglichkeit eines längeren, zusammenhängenden Urlaubs. Dieses Jahr geht es wieder nach Masuren und wir freuen uns heute schon ein Loch in den Bauch!

2. Nach wie vor gibt es bei mir vegetarische Favoriten auf dem Grill.

3. Meine Bikinifigur habe ich gut unter einer Speckschicht versteckt.

4. Denk ich an Michael Jackson, denke ich, wie unverantwortlich er mit seiner Gesundheit umgegangen ist. Es hätten noch viele musikalische Perlen wachsen können, wenn er nicht so achtlos gewesen wäre.

5. Mein Lieblingsschmöker diesen Sommer muss ich erst noch finden.

6. Gut ausgeschlafen ist die beste Art den Tag zu beginnen. Hoffentlich gelingt mir das bald mal wieder!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf
Baumarktshopping, das Werkeln an unserem neuen Fahrrad- und Müllhäuschen, morgen habe ich geplant, Partyvorbereitungen zu treffen und Sonntag möchte ich mit lieben Freunden meinen Geburtstag feiern!

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Der Juni in Wort und Bild

Im CD-Player:

Ich geb’s auf. Jetzt höre ich Musik vom Handy. Wenn ich da mal Abwechslung brauche, kaufe ich mir halt ein neues Handy… *zwinker*

Lieblingsfrisur im Juni:
Seit dem mir die langhaarige Friseurin garantiert aus purem Neid plus einem Schuss Boshaftigkeit statt der Spitzen gefühlt die halbe Frise gekappt hat, trage ich Dutt. Der Juni ist also erneut ein Dutt-Monat.

Auf den Nägeln:

Nüscht außer Natur pur. Ich habe einfach keine Zeit für mich.

Gehandwerkelt:

Es gab Zuwachs im Mülltonnen-Portfolio!

Zuerst ging es mir zunehmens auf den Keks, dass der Fuchs die gelben Säcke zerpflückt, um zu gucken, ob er aus den Katzenfutterverpackungen noch eine Mahlzeit raus bekommt und dann noch nicht mal so fair ist, und die Sauerei selbst wegräumt.  So begab es sich, dass ich mir eine gelbe Tonne gekauft habe. Man gönnt sich ja sonst nix.

Dann ist es auf Dauer irgendwie anstrengend, einen Komposthaufen zu hegen und zu pflegen, so dass spontan noch eine Biotonne hinzu kam. Die ist quasi nur gemietet – Grundgebühr plus Entgelt pro Leerung. Hat dafür aber einen pfiffigen Filter im Deckel plus Gummidichtung, die Mief drinnen und Insekten draußen halten sollen. Na, wir werden sehen, was passiert, wenn da die Sonne drauf brezelt…. Dafür darf man da sogar Essensreste, Zitrusfrüchte und Unkraut reinschmeißen – was man beim Komposthaufen tunlichst unterlassen sollte!

Jetzt stehen mir also 4 Tonnen rum – Hausmüll, Pappe/ Papier, Bio und Verpackungen – was nicht schön aussieht! Eine schwarz, eine blau, eine gelb, eine braun… passat ja so gar nicht in mein Farbkonzept!
 

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Mein vor Jahren gebautes Müllhäuschen war für 2 Tonnen maßgeschneidert, außerdem sind da mittlerweile Fahrräder mit eingezogen und auch der Anbau, der im Vergleich zu  einer Mülltonne den wesentlich längeren Fahrrädern ein Dach über dem Sattel gewährt hat, reichte vorne und hinten nicht mehr aus…

Wir bauen also gerade ein Müll-/Fahrradhäuschen! Bericht folgt!

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Gefreut:

Meine neuen Krönchen auf den Zähnen bereiten nichts als pure Freude. Ich kann wieder beidseitig kauen! Wie toll ist das denn? Und ich kann jetzt auf Fotos grinsen, lachen, ja: die Kauleisten auf links krempeln und alles sieht aus wie gemalt.

Kleine Anekdote am Rande:

Ich liege bei der Physiotherapie und hole mir meine „Manuelle Therapie bei Kiefergelenksproblemen“ ab. Die Therapeutin massiert den Nacken, die Schultern, den Kiefer und wendet sich dann ab und sagt dann etwas, was ungefähr so klingt, also wolle sie die Kaumuskeln nun auch von innnen massieren. Was man halt so hört, wenn man sich verhört – denke ich Schaf! Aber sie lässt bereits ein paar Einmalhandschuhe beim Anziehen hörbar schnalzen und nähert sich meinem Mund *aaahhhhhhhhh* – was ihr sehr entgegen kommt, da sie mich gerade bittet, den Mund zu öffnen. Hulfuuuuu?!?

Tatsächlich massiert sie dann beherzt den Muskel, der den Unterkiefer mit dem Oberkiefer verbindet und fragt mich dann allen Ernstes, wie sich das für mich anfühlt. Erstmal spricht man sehr undeutlich, wenn einem ein Muskel im Mund massiert wird und zweitens… wie war die Frage??? Gute Frau: ich habe gerade eine fremde Hand in meinem Mund – das fühlt sich in erster Linie ungewohnt an! Da musste sie dann auch losprusten 🙂

Weiterhin hat mich gefreut, dass unsere bestellte Küchenbank bereits nach 4 Wochen geliefert wurde, statt 6-8 Wochen auf sich warten zu lassen.

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Ganz im Gegensatz zu unserer Gartenbank, die erst nach 12 Wochen und zweimaligem Nachfragen und einer miesen Bewertung geliefert wurde, obwohl bei der Online-Bestellung als Liefertermin „demnächst“ stand und großspurig damit geworben wurde, dass alle Artikel bei der Firma vorrätig und in 2-3 Tagen garantiert ausgeliefert wären.

Und Segeln auf den Wannsee war ich auch! Drei Ansätze hat es gebraucht, bis mal an einem Termin der Wind nicht über Windstärke 6 in Böen lag und dann war es sehr hübsch auf dem Wasser

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Aus der Rubrik „Anarchie auf der Straße“

In meiner schmalen Lieblingsstraße, die durch eine Baustelle zur Einbahnstraße geworden ist, passieren immer die kuriosesten Dinge. Im Juni traf ich dort zur Abwechslung mal auf einen blinden Fußgänger, der mitten auf der Straße lief. Zuerst dachte ich, Herrchen würde seinen Hund spazieren führen, der recht regelmäßig die Leine von links nach rechts zieht, aber am Ende der Leine war…. nichts! Der Sketch mit dem unsichtbaren Hund kam mir dann noch in den Sinn, dann erkannte ich den weißen Taststock… Hm…. erhöhter Schwierigkeitsgrad… Hupen fand ich irgendwie zu krass, also habe ich mich auf das sonore Brummen meines Dieselmotors verlassen und mich laaangsaaaam genähert. Bislang habe ich nur sehbehinderte Fußgänger auf dem Bürgersteig gesehen und immer bewundert, wie sicher sie unterwegs sind. Das trifft wahrscheinlich nur auf bekannte Strecken zu und dann fragte ich mich, ob es nicht sinnvoller wäre, fremdes Terrain zunächst in Begleitung zu erkunden… Vielleicht sollte ich mal anhalten und fragen, ob Hilfe erwünscht ist… aber in Nullkommanix wechselte der Mann auf das Trottoir. Mit Elektroauto wäre das nicht passiert.

Und am Anfang des Monats brannte direkt an der Autobahnausfahrt an Büro ein Taxi – Und als ich gerade dran vorbei fuhr, platzte ein Reifen. Was habe ich mich erschrocken!

Ansonsten der normale Wahnsinn: Auffahrunfälle auf der A 100, quasi täglich.

Und bedauernswerter Weise auch ein Unfall kurz vor unserm Wohnort, bei dem zwei Jugendliche ums Leben kamen. Direkt auf dem Radweg, auf dem Sohnemann zur Schule fährt. Er kannte auch beide flüchtig. Tagelang war die Stelle von unglaublich vielen Trauernden umringt. Sehr traurig für alle Angehörige und Freunde und für Außenstehende unerklärlich, wie das passieren konnte.

Kulinarisches Highlight:

Ich habe mich sehr darüber gefreut, mit Castader mal wieder der Buhne einen Besuch abzustatten. Super lecker wie immer!

(Gilt nur für Juni – bereits im Juli muss ich der Buhne ihren verdienten Stern wieder abziehen)

Pleiten, Pech und Pannen

Am letzten Tag im Juni habe ich mir einen Hörsturz zugelegt. War wohl doch zu viel, die letzten Tage im Büro. Ich muss den Fokus auf Entspannung und Erholung für mich richten. Einsatz bis zur Erschöpfung im Büro hatte ich schon – nicht empfehlenswert.

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Spruch des Tages

Heute früh gab es einen von diesen besonderen Momenten. In einer Kurve kam mir ein Rettungswagen entgegen. Auf meiner Spur. Ohne Tatütata, aber blau leuchtend – na immerhin! Da half nur noch eine Vollbremsung meinerseits.

Als ich das vorhin im Kollegenkreis zum Besten gab, meinte eine Kollegin nur ganz trocken:

„War der noch nicht voll? Müssen die jetzt sparen und Patienten sammeln?“

Ja, die lieben Berliner. Treusorgend, verständnisvoll, zurückhaltend und nüscht davon.

 

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So sehen kleine Nettigkeiten aus

So anonym und oberflächlich, wie man annehmen könnte, ist das Internet gar nicht!

Ein Gefühl von Verbundenheit und Freundschaft konnte mir Antetanni hiermit schenken:
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Mit ein paar Kniffen lässt sich der Einkaufsbeutel in eine Taschengarage verwandeln:
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Der Recycle-Engel könnte bei uns im Auto mitfliegen. Er könnte dann als Schutzengel gute Dienste leisten. Gut, dass es Leute gibt, die aus diesen unsäglichen Kapsel-Dingern noch was sinnvolles zaubern können.

Der Badezusatz muss auf seinen großen Moment noch ein wenig warten…
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Hier hat doch tatsächlich jemand eine Badewanne auf dem Foto versteckt.Ok, und sogar aussortiertes Kinderspielzeug ist irgendwie in diesen Raum gewandert… dass die Sachen auch immer Beine bekommen! Ich hoffe, ich kann den Lieblingskerl möglichst bald motivieren, wieder etwas an unserem Zweitbad weiter zu arbeiten. Liebend gern würde ich mich mal wieder in eine Badewanne legen. Ein zweites Klo wäre hin und wieder auch wünschenswert (in einem Haushalt mir zwei männlichen Exemplaren mit Hang zu deftigem Essen wie Bohneneintopf und Zwiebelsuppe… wenn ihr wisst, was ich meine!).

Nochmals herzlichen Dank an Anni!

Hin und wieder habe ich Ideen, was ich denn so für kleine Nettigkeiten auf die Reise schicken könnte… und schwuuups, ist der Gedanke auch schon wieder weg 🙂 Ich bleibe aber dran, um meine drei Gewinner (plus die bloglose Zusatzgewinnerin) glücklich zu machen. Ehrensache.

Wer jetzt traurig ist, dass er die Aktion versäumt hat: bei Kat gibt es noch freie Plätze! Schnell bei ihr auf dem Blog vorbeischauen und mitmachen!!

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Kleines herbstliches DIY

…durchaus noch bis tief in die Weihnachtszeit als Deko zu gebrauchen.

Man nehme: Eicheln mit Hütchen

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Falls man nur hutlose Gesellen findet, kann man auch Eicheln in leere Hüte kleben

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Damit das ganze nicht immer umfällt und Kleber rausläuft, habe ich die Hütchen mit Knete auf ein aussortiertes Backblech geklebt.

Dann Metallicfarbe mit einem Pinsel nur auf die Eicheln auftragen, beispielsweise diese hier:

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Zum Trocknen gehen auch prima Wäscheklammer:

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Gegebenenfalls Farbe mehrfach auftragen.

Fertig sind die aufgebrezelte Eicheln:

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Unterwegs mit MCL

Dieses Jahr war uns ein Urlaubsziel irgendwie zu wenig, daher haben wir eine Rundreise durch den Süden Schwedens und Norwegens gemacht. Mit dem Wohnmobil und unter Zuhilfenahme diverser Fähren.

Viele meiner Freunde und Kollegen fragten mich: Schweeeeeden??? Wollt ihr denn gar keinen SOMMERurlaub machen? Daher wird es Zeit, mal ein paar Fragen aus meiner Sicht zu beantworten:

  • In Schweden ist es nicht immer kalt. Die Sommer sind vergleichbar mit unserem, nur, dass es nachts nicht so stark abkühlt.
  • Man wird NICHT von Mücken zerfressen. Jedenfalls nicht, wenn der Camper Fliegengitter an jeder erdenklichen Öffnung hat und man abends noch ein paar Viecher, die sich in den Innenraum verirrt haben, zerditscht.
  • Schwedische Gardinen kennt in Schweden kein Mensch. Also wörtlich: dort habe ich nur Gardinen gesehen, wenn ich aus den Fenstern unseres Leihwohnmobil blickte. Dort hingen welche dran. Die Redewendung bezieht sich auf den harten schwedischen Stahl, der so gerne für Gefängnisgitter genutzt wurde.
  • „Alter Schwede!“ in Schweden auszurufen ist irgendwie komisch.
  • Elche gibt es dort nicht wie Sand am Meer.
  • Die schwedische Familie hat 3 Kinder, einen Hund und fährt Volvo.
  • Die norwegische Familie hat 2 Kinder, lässt die Haustiere daheim und fährt Tesla.
  • Das häufigste Haustier in Norwegen ist das Schaf. Es läuft frei auf der Straße umher.
  • Schafe wärmen sich ihren Wollarsch gerne auf dem warmen Asphalt. Und wenn’s zugig ist, beziehen sie auch gerne mal eine Tunneleinfahrt. Von Autos oder Wohnmobilen lassen sich diese friedlichen  Tierchen in keiner Weise aus der Ruhe bringen.
  • Völlig egal, welche Haarfarbe die Eltern haben: die Kinder in Skandinavien sind alle strohblond. Keine Ahnung, wie das mit der gängigen Vererbungslehre in Einklang zu bringen ist, aber so ist es nun mal.
  • In den skandinavischen Ländern wird ab Klasse 1 Englisch unterrichtet. Daher spricht dort jeder besser Englisch als Otto Normalverbraucher in Mitteleuropa.
  • Die Sprachen in Skandinavien sind (ausgenommen vom Finnischen) sehr ähnlich. Eher Dialekte ein und derselben Sprache. Dänisch und Norwegisch beispielsweise sind zu 95% identisch, daher findet man oft nur einen Absatz auf der Packungsangabe für Dänen und Norweger.
  • Ich lese auch Rückseiten von Marmeladengläsern, wenn ich im Urlaub bin.
  • Wenn jemand mal einen Tunnel braucht: fragt einen Norweger. So viele Tunnel wie dort habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.
  • Die Bahnstrecke von Oslo nach Bergen ist 516 Kilometer lang und führt durch unfassbare 182 Tunnel!
  • Und was das für gewaltige Tunnel sind! Ein Strantunnel war über 24 Kilometer lang. Und es gab Tunnel, in denen sich mittendrin ein Kreisverkehr befand. Rechts Oslo, links Bergen. Wir waren total geflasht!
  • Bis wir aus einen Tunnel heraus direkt auf eine Brücke gefahren sind, die über den Hardangerfjord führte. Noch mehr geflasht!
  • Und diese Brücker führte direkt wieder hinein in den nächsten Berg. Und auch dort: Kreisverkehr! As flashed as we could be!
  • Überhaupt: ein Superlativ jagte in Norwegen das nächste: längster Straßentunnel, längster Fjord Europas, tiefster Fjord Europas (beides Sognefjord- 204 KM lang und unglaubliche 1308 Meter tief), höchste Passstraße Skandinaviens (Sognefjellsvegen), höchste Hochebene Europas(Hardangervidda), um nur mal das zu nennen, was ich mir so auf die Schnelle merken konnte. Da gibt’s noch viel mehr!
  • Die schlechteste Pizza ever gibt es in Lom, Norwegen.
  • Den besten Burger mit Fleisch gibt es bei Joes Diner in Charlottenberg, Schweden.
  • Den schlechtesten Veggieburger gibt es bei Joes Diner in Charlottenberg, Schweden.
  • Das langsamste Fastfood von Welt bekommt einen extra Beitrag.
  • Von der Skischanze in Lillehammer kann man auch springen, wenn kein Schnee liegt. Ich täte das für kein Geld der Welt!
  • Auch in Wohnmobilen bekommt man dieses typische Grundschwanken wie auf einem Schiff, was auch anhält, wenn man aussteigt.
  • Man kann auch während der Fahrt auf die Bordtoilette gehen. Sitzen ist jedoch oberste Pflicht.
  • Eine in das Chemieklo gefallene Klopapierrolle löst sich innerhalb von 3 Tagen vollständig auf.
  • Unterwegs einen frisch aufgebrühten Kaffee – kein Problem!
  • Wir hatten Satellitenfernsehen an Bord *ooohhhh*. In den Fjorden allerdings keinen Empfang *aaahhhhh*.
  • In Norwegen gibt es Braunkäse aus Molke mit Karamellgeschmack. Kann man gerne essen (wie ich) oder es auch lassen (wie Sohnemann und Lieblingskerl)
  • Die anderen Käsesorten sind fad, nichtssagend und langweilig.
  • Wir haben ein handelsübliches Stück Halloumi zum Grillen für über 6 Euro gekauft.
  • So große Pakete runden Knäckebrotes wie in Schweden habe ich noch nie gesehen.
  • Entgegen der landläufigen Meinung habe ich weder in Schweden noch in Norwegen etwas vom gesteigertem Alkoholkonsum der einheimischen Bevölkerung mitbekommen.
  • Für das Bezahlen mit der Kreditkarte in Norwegen wurde mir jedes Mal ein extra Auslandsentgelt in Rechnung gestellt. In Schweden nicht.
  • Oft habe wir an Tankstellen getankt, die aus einer einzelnen Zapfsäule bestanden. Gezahlt wurde vorab am Automaten mit der Kreditkarte. Ganz ohne Personal.
  • Es gibt Fähren, bei denen man durch eine Klappe mit dem Auto ins Untergeschoss fahren kann.
  • In manchen Tunneln muss man bei Gegenverkehr beide Außenspiegel anklappen, um unbeschadet durchzufahren.
  • Einmal passte es nur, weil der Gegenverkehr rückwärts in die letzte Parkbucht auswich.
  • Mal schauen, wann uns die Rechnung für all die Mautstraßen und-Tunnel in Norwegen erreicht!

Jetzt aber genug Fakten. Ab jetzt: Fotos!