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Vegetarisch Grillen: gefüllte Champignons

Weiter geht’s mit dem zweiten Pilzrezept auf dem Grill (das übrigens zufällig entstand, als ich einen Rest karamellisierter Balsamicozwiebeln verwerten musste… Aber pssss!)

Man braucht:

Ca. 300 g frische Champignons (je größer desto einfacher das Füllen)
1 Zwiebel
Wer mag: 1 Knoblauchzehe
Öl zum anbraten
3 EL Balsamessig
1 TL Zucker
1 TL Zitrone
100 g Frischkäse
20 Gramm würziger Käse

Zunächst drehe ich die Stiele aus den Pilzen und hacke diese klein. In einer kleinen Pfanne mische ich dann Olivenöl und Butter zu gleichen Teilen und brate darin Zwiebeln, ggf. Knoblauch und die gehackten Stiele an. Der TL Zucker kommt zum karamellisieren dazu, wenn schon alles gut angebraten ist. Dann mit Balsamessig ablöschen und 3 Minuten einkochen lassen. Anschließend etwas abkühlen lassen und mit Frischkäse, Zitrone nach Geschmack und den Käse vermengen. Entweder nehme ich eine Scheibe alten Gouda (in kleine Würfel geschnitten) oder geraspelten Parmesan oder was der Kühlschrank so hergibt… Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.

Die Champignons dürfen erstmal alleine auf den Grill- und zwar mit der Unterseite zuerst, bis diese schön angegrillt ist. Anschließend vom Grill nehmen und die Füllung in die Champignons geben. Jetzt auf der anderen Seite grillen. Voilà!

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Vegetarisch Grillen: marinierte Austernpilze

Meine Gäste werden im Sommer des Öfteren mit Sachen vom Grill konfrontiert, die sie so noch nicht auf dem Teller hatten. Die Küchenchefin isst nämlich fleischfrei und dann muss einfach experimentiert werden, wenn der Grillmeister zur Zange greift.

Denn die Auswahl in der Veggie-Ecke des Supermarktes, die immer abseits liegt und 2x jährlich in eine noch schwerer zu findende Nische umzieht, treibt der Hausfrau Tränen in die Augen, wenn es ums Thema Grillen geht.

Vegetarischer Fleischersatz ist ja auch eine sehr heikle Angelegenheit: es muss schon irgendwie nach Fleisch aussehen, aber bitte nicht zu sehr! Es soll herzhaft schmecken, andererseits aber auf gar keinen Fall lebhaft an den Geschmack erinnern. Schmeckt es dann voll anders als ein Steak, ist das natürlich auch total blöd. Oder noch viel schlimmer: wenn es nach Steak schmeckt, könnte es sich dann wirklich um ein Steak handeln! Gruselige Vorstellung…

Also: versucht erst gar nicht, einen täuschend echten Ersatz auf den Grill zu legen. Es gibt keine Tofuwürstchen, die nicht wie Sägemehl mit Gipszusatz schmecken.

Ich lege viel lieber marinierte Austernpilze auf den Grill.

Haltet Ausschau nach möglichst großen Exemplaren; die kleinen Scheißerchen rutschen beim Wenden immer durch den Rost. Oder benutzt Grillmatten aus Teflon.

Für die Marinade mische ich

3 EL Öl (gerne Olivenöl)
1 EL Balsamicoessig
2 EL Wasser
1 TL Zitronen- oder Limettensaft
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Zimt
1 Messerspitze Cayennepfeffer
1/2 TL Salz
Wer mag, fügt noch eine grob in Scheiben geschnittene Knoblauchzehe hinzu- aber hier trennt sich die Welt ja meist in 2 Lager…

Alles zusammen mit 200G Austernpilzen in eine Zippertüte füllen- je nach Pilzgröße mit mindestens mit 1L Volumen. Ich hatte Glück und extragroße Pilze erwischt, da war die Tüte mit 1,2L angebrachter. Tütchen öfters wenden und mindestens 4 Stunden marinieren lassen.

Sieht nicht wirklich fotogen aus, aber ich habe es dennoch geknipst:

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Ohne Tüte geht natürlich auch, doch dies scheint mir die beste Methode zu sein um nicht so viel Marinade zu benötigen.

Vor dem Grillen gut abtropfen lassen, denn verbranntes Öl hat kein gutes Image!

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Für Dich, Trix! Viel Spaß beim Grillen!

Und wer sich schon mal gefragt hat, was für Gewürze in einem Veggiehaushalt so zur Verwendung kommen:

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