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Ich bin dann mal im Urlaub!

…und damit nahezu ausgelastet.
Könnte also sein, dass es hier etwas ruhiger wird – aber ich arbeite in den nächsten 3 (drei!!! Jippiejayjeah!) Wochen daran, für Euch schöne Beiträge anzuhäufen.

Daheim wechsele ich die Tage den Telefonanbieter, erhoffe mir dadurch ein leistungsfähigeres Internet, befürchte aber ein zeitweiligen Komplettausfall der ganzen Technik. Never change a running system! sagt man ja so treffend, da zu meinem System allerdings nur 200 statt der mindestens 6000 Internetkrabbeltierchen durch die Leitung krabbeln, kann es ja nur besser werden.

Das erschwert das Bloggen sicherlich nicht unerheblich.

Und aus dem Urlaub… mal gucken, ob da irgendwo WLAN frei zugänglich rumliegt. Ansonsten habe ich eher mäßig Lust auf Auslandsdatenpaket erwerben und dann wieder die ganzen schönen Bytes für so unüberlegten Quatsch ausgeben wie „ich guck nur schnell den Posteingang an“ oder „die hübsche kleine App lade ich mir mal flugs runter“. Alles schon vorgekommen…

Demnächst auf diesem Kanal:

MCL sanierte Holzterrasse mit sensationellen Fotos!

11 Tage Urlaub auf der masurischen Seenplatte mit phantastischer Bilddokumentation!

Spektakulärer Bericht über 700 Kilometer Landstaße hin und zurück!

Paddeln und stricken – geht das?

Super Rezepte für eine Geburtstagssause.

Wie ich es verkraften werde, den 40 Geburtstg mental gesund zu überstehen (vorraussichtlich) (also ganz vielleicht) (*heul*).

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Farbtupfer im Stau

Irgendein Spaßvogel hat den genervten Autofahrern auf der A100 ein Denkmal gewidmet:

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Schärfer habe ich es leider bei Tempo 60 nicht hinbekommen mit dem Handy…

Aber daran merkt man: ich stehe da nie! Es ist sicherlich die einzige Baustelle auf der Welt, wo man egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit emsige Bauarbeiter in Action erlebt.

Meine Lieblingsbaustelle. Und mit dem Graffitti habe ich genau am neuralgischen Punkt der Absperrungen jetzt auch noch ein Grinsen im Gesicht 🙂

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Blondinen im Baumarkt Zwo

Manches Mal frage ich mich, wer denn hier eigentlich blond ist.

Es ist schon mal schwierig, einen Parkplatz unfallfrei zu ergattern, weil 98% der Führerscheininhaber auf Parkplätzen plötzlich die Straßenverkehrsordnung spontan vergisst. Was’nrechtsvorlinks? Wenn kein Strich auf der Fahrbahn ist, kann ich diese doch in voller Breite nutzen, oder? Und mit einem Lieferwagen voll mit Zeug und ’nem Hänger dran habe ich doch automatisch Vorfahrt, nicht wahr?

Auch dieses Mal wurde ich interessiert beäugt, wie ich Rasenkantensteine und Terrassenplatten auf eines dieser unhandlichen, kaum manövrierfähigen Tieflader-Einkaufswägelchen wuchte. Kunden drängen sich noch dazwischen und gucken, als würde ICH hier jemanden im Weg stehen.

Irgendwie schaffe ich es, das Monstum des Schwerlasteinkaufswagens zur Kasse zu bugsieren. Nehme die erstbeste; alles andere wäre mir zu anstrengend. Vor mir ein ebenso pickepackvollbeladenes Einkaufvehikel Mit Waschbecken und Klo an Bord. Egal, warte ich eben. Ich fahre mit diesem Supertanker keinen Meter mehr als nötig.

Die Dame an der Kasse verdreht die Augen und erklärt, ich möge bitte allen folgenden Kunden mitteilen, sie sollen sich nicht mehr bei ihr anstellen. Klar, ich mache mich doch gerne unbeliebt! Hoffentlich stellt sich keiner an…

Nach 5 Minuten lässt sie sich dazu herab, mir mitzuteilen, es würde länger dauern (ach) und ich soll doch die Kasse nebenan nutzen. Na danke für diese rechtzeitige Information! Selbstverständlich macht es große Freude, das Manövriermonster rückwärts aus der Kassenzone rauszuwenden!

An der nächsten Kasse muss ich das Wägelchen ungelogenene 5 Mal vor- und zurückzerren, weil durch die Kasse Menschen in den Markt strömen. Mit Einkaufswagen. Wozu auch durch den Eingang reinkommen, wo es am Ausgang doch auch geht. Lass die Blondine doch ständig ihren Steineeinkauf wegrollen.

Nun ja- die Brünette an der Kasse hat keine große Lust, die verschiedensten Sorten an Steinen aus einer Liste rauszusuchen und bongt auch die exotischen Steine als quadratisch und grau ab. Soll mir recht sein – kostet nur die Hälfte.

Dann geht es hinter den Kassen um eine scharf Kurve, wo mir Kunden mit leeren Stino-Einkaufswagen (das sind die, die man mit einem Finger lenken kann) entgegenkommen. Wir stehen uns mit den Fronten der Einkaufswagen gegenüber. „Ich glaube, Sie sind deutlich besser manövrierfähig!“ gebe ich zu bedenken. Fehlanzeige. Denken ist nicht Jedermanns Sache. Auch Kunden zu Fuß drängeln sich dazwischen. „Einfach mal Stehen bleiben wäre doch auch eine Option!“ – nö, Mann hat es eilig. Vielleicht geht der Markt gerade jetzt pleite oder sein Einkauf kann nicht erfolgen, wenn er nicht in dieser Sekunde getätigt wid. Who knows?! Ich könnte schreien und wild um mich schlagen, benötige aber alle Kraft, um den Suptertanker zu schieben.

Moah, langsam fallen die letzten freudenspendenden Einkaufmöglichkeiten. Die Weltbevölkerung, insbesondere die in der teutonischen Hauptstadt, vermiest mir langsam aber sicher meine heißgeliebten Baumarktbesuche. Auf danach noch mal schnell beim schwedischen Möbelriesen rein hatte ich anschließend schlichtweg keine Lust mehr. Mir! Keine Lust auf Ikea!!! Untergang des Abendlandes! Womit geklärt wäre, wer denn eigentlich die Onlineshops der ganzen Firmen braucht, in die man doch so schön selbst reinlatschen kann. Ich.

Was noch bleibt ist die Frage an die Einkaufswagenfachkräfte: gibt es einen Namen für die Tiefladermonster, die mit einem Satz starrer Rollen und einem beweglichen Teil ausgestattet sind? Und warum sind die steuerbaren Rollen immer genau an der Seite, die man gerade nicht zum Steuern gebrauchen kann???

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Spülmaschinentabs und Tabman

So, especially für Gerd, den Supertabman, hier mal ein praktisches Anwendungsbeispiel zum Tragen eines Halstuches… Männer haben wohl generell eher Probleme mit der Vorstellungskraft. Naja, wer mir ne Emailbenachrichtigung auf seinen Blog reinbastelt, dem kann hier auch geholfen werden:

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Und heute gab es in der Teeküche noch folgende Tab-Geschichte:

Am Vormittag wollte ich meine benutzten Tassen der professionellen Spülmaschinenreinigung zuführen, als ich bemerkte, dass die Maschine warm war. Nanu, schon gelaufen, obwohl unsere nebenberufliche Spülmaschinenfachkraft in Urkaub weilt. Kurzer Check des Inhaltes: nö, noch dreckig. Also Tassen rein und wenn ich schon mal da bin, kann ich das Ding seinen Job machen lassen. Auch der benachbarte Schrank war warm. Ob das Teil bald seinen Geist aufgibt? Entwickelt der Durchlauferhitzer solche Wärme? Stimmt was nicht mit meinen Wärmerezeptoren??

Als ich gerade den Tab aufreißen wollte, fiel mein Blick ins Innere der Spülmaschine. Da lag ein Tab- allerdings mit Verpackung!!!

Ahhhh, wieder mal ein Beispiel aus der Rubrik „gut gemeint ist nicht gut gemacht!“.

Die Kollegen habe ich dann noch ganz fürsorglich per Mail über die ordnungsgemäße Anwendung von Spülmaschinentabs informiert.

Ein Kollege musste lauthals lachen, als just in diesem Moment unser Abteilungsleiter vorbei kam. Dem musste dann zur Erklärung die Mail vorgelesen werden. Und da behaupte noch einer, ich könne nicht auch der höheren Führungsebene nix Lebensnotwendiges beibringen!

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Was für den Hals

Neues von der Nadel mit kleineren Pleiten, Pech und Pannen:

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Wolle: Lang Yarns Mille Colori Socks & Lace

Anleitung: eigentlich sollte es (und jetzt bekomme ich den Link nicht reingebastelt…. also guckst Du hier: http://www.garnstudio.com/lang/de/visoppskrift.php?d_nr=141&d_id=39&lang=de) werden, aber irgendwie habe ich die Strickschrift nicht so ganz richtig entziffert, außerdem mittendrin entschieden, dass ich den Mustersatz mit den Noppen zu kitschig finde, außerdem wurde das Garn knapp und darüber hinaus habe ich zu fest gestrickt oder die Nadeln waren zu klein, obwohl bei der Maschenprobe noch alles spitze war. Lange Rede – kurzer Sinn: es ist was völlig anderes geworden. Passt trotzdem einmal um den Hals.

Fertiggestellt in guten 3 Wochen

Nadeln: anfangs 3 für rechte Maschen und 3,5 für linke Maschen (die werden irgendwie immer fester…), ab der Hälfte dann komplett 3,5er Rundstricknadel. Leider habe ich dann insgesamt lockerer gestrickt, insofern wird es dann „laciger“.

Sollte irgendjemand fragen, werde ich natüüüürlich behaupten, dass ich das von Anfang an so geplant habe.

Egal – ich bin mit dem Ergebniss zufrieden und insbesondere das Spannen des Strickstückes lief einwandfrei. Da ich das noch nie gemacht habe, gab es etwas Lampenfieber und Bedenken, aber das Kopfzerbrechen war eigentlich überflüssig. Aber zuerst sah das noch so aus:

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Gespannt habe ich es übrigens auf einer Spanplatte. Die war bei mir in Bastelhausen schon mal als Wand verbaut. Aber die Wand mochte ich nicht mehr und so hat sich das ergeben. Also nicht wundern, dass auf dem Foto noch Tapetenreste sichbar sind. Das muss so sein 😉

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Der Holunder blüht

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Aus MCLs kleiner Hexenküche:

Holunderblütengelee und Holunderblütensirup.

So schmeckt der Sommer!

Der Angelausflug diente gleichzeitig zum Lokalisieren der schönsten Holunderbüsche. Und dort hin fuhren wir dann am Sonntag. Dieses Mal mit dem Fahrrad. Insbesondere für die Blüten brauche ich möglichst unbelastetes Material, und am Havelkanal hoffe ich einfach mal auf unverdorbene Natur.

Die Ausbeute habe ich erst mal großzügig auf einer Decke ausgebreitet, damit sich Käfer und Raupen in Ruhe verkrümeln können.

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Für das Gelee wurden die Dolden (ohne die Stängel) in Wasser eingeweicht. Nach ein paar Stunden habe ich die Blüten entfernt und mit 1:1 Gelierzucker laut Packungsangabe aufgekocht. That’s it!

Für den Sirup wird Wasser mit Zucker 1:1 aufgekocht, bis der Zucker aufgelöst ist. Nach dem Abkühlen werden die Dolden baden geschickt. Ziehzeit nach Geschmack. Besonders klar wird der Sirup, wenn man ihn durch einen Kaffeefilter schickt. Ist nur nichts für ungeduldige Sofortgenießer.

Aber dann: Holunderblütenschorle! Hugo! Leeeecker!

Prosit 🙂

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Alles und nix

Irgendwie war das Wochenende mal wieder viel zu kurz, um alles komplett so zu machen, wie Sohnemann und ich uns das vorgestellt haben.

Der Samstag begann viel zu früh, obwohl wir verschlafen hatten. Sohnis Wecker (wieder mal nicht am Wochenende deaktiviert…) klingelte zu seiner üblichen Wochentagszeit, also um 6:40. Leider sollten wir zum Angeln um 7:00 am Kanal sein. Aber meine Güte – den Fischen wird’s ja wohl egal sein, ob wir etwas früher oder später da sind… Also schnell die Angelsachen zusammengerafft, etwas Proviant und das Strickzeug eingepackt und den Plan, mit dem Rad hinzufahren verworfen und ab ins Auto.

Am Ort des Geschehens angekommen erstmal grob orientiert – was geht hier denn ab? Wie läuft das jetzt? Angel rein ins Wasser und gut? Nönönööööö! Es handelte sich um ein Wettangeln vom Kreisangelerverband (aha – DAS bedeutet also das mysteriöse KAV auf dem Veranstaltungskalender… wieder was gelernt!) und die Angelplätze waren schon verlost. Wie jetzt?!? Ich merke, dass ich noch viel Lernen muss. Eine geborene Angelmama bin ich wohl nicht. Sohni guckt schon recht enttäuscht, aber die Veranstalter konnten sich knapp vor Tränenalarm noch dazu durchringen, ihn „außer Konkurrenz“ starten zu lassen. Was auch immer das bedeuten mag.

Ich beziehe in aller Ruhe mein Plätzchen im Schatten, oben auf dem Deich (übrigens: in Havel und Spree ist alles okeee). Da Sohni das erste Mal an einer solchen Veranstaltung teilnimmt, lassen sich die Herren des Vereins öfters blicken und geben Tipps, organisieren Ersatz für das verschollene Lotblei, die nicht vorhandenen Eimer, das vakante Lockfutter… Mama strickt und gibt zu Protokoll, dass sie nur so „Mama-Sachen“ beherrscht, Angeln aber so gar nicht ihr Ressort wäre. Dank Matze vom Verein wird Sohni aber rundum betreut und versorgt. Danke Matze!

Nun sollen wir aber auch noch am Schulfest mitwirken. Ich Sozialdoofie habe mich natürlich auf die Helferliste gesetzt und soll ab 10:00 den Verkaufsstand vom Schulförderverein unterstützen. Außerdem ist Oma zum Schulhof beordert worden, um dem Sohnemann ordentliches Schuhwerk zu liefern (der morgentliche Kaltstart verlief in Gummistiefeln – gut zum Angeln, schlecht für’s Schulfest) und beim Verzehr von Grillwürsten zu helfen. Nur ist das Wettangeln jetzt plötzlich doch erst um 11:00 zu Ende, außerdem zieht sich das wohl noch länger hin, denn es folgt eine Preisverleihung. Was tun?

Sohnemann hat zu diesem Zeitpunkt bereits 7 Barsche und eine Schleie gefangen. Also respektable Chancen auf Platzierung. Erneut Dank an Matze, der das Kümmern übernahm, während ich meinen Helfertermin auf die Spätschicht umbuchte und Oma samt Ersatzschuhen einsammelte. Watt’n Stress! Dabei ist Wochenende!!!

Nun ja – es gab Pokale und Preise für die Teilnehmer. Also für alle bis auf einen… da war doch was… außer Konkurrenz… MIST!

Mein erfolgreicher Nachwuchs hätte den dritten Platz in der Rubrik „Schüler“ belegt, wenn wir pünktlich da gewesen wären! Die Enttäuschung floss ihm dann doch aus den Augenwinkeln und er war total sauer auf sich selbst – den Pokal fand er nämlich wundervoll und von den Preisen hätte er sich was Schönes an Angelzubehör aussuchen können.

Mann, ging mir das da mies… Eigentlich sollte ich doch den Wecker stellen und habe das glattweg vergessen. Mein schlechtes Gewissen konnte ich nur beruhigen, in dem ich den Kauf einer neuen Stippe versprochen habe. Von wegen Glück könne man nicht kaufen… Egal. Kleines Trostpflaster für ihn und für mich so eine Art Lehrgeld. Aber die Enttäuschung blieb noch mindestens eine Stunde ungebrochen bestehen und auch der übrig geblieben Preis, der ihm dann gnädiger Weise überlassen wurde, beinhaltete natürlich nicht das, was er sich ausgesucht hätte. Oder gibt es hier jemanden, der eine Schere braucht, die einen Regenwurm in drei exakt große Segmente schneidet? Nein???

Zum anschließenden Schulfest waren wir nun mittlerweile echt spät dran, aber dort wurde meine Hilfe am Verkaufsstand dankend angenommen. Meine Aufgabe fortan bestand im Brötchen aufschneiden – Kassieren war eigentlich denen vorbehalten, die nicht mit Lebensmitteln zu tun hatten. Aber was tun, wenn das Geld passend hingehalten wird? Natürlich zugreifen! Also hatte ich dann eine reine Hand mit Handschuh und eine für den unreinen Bezahlvorgang. Ab und zu kann ich Multitasking.

Die Mama neben mir – die Frau an der Kasse – hat übrigens ein Mädchen mit einem neuen Fünfer weggeschickt mit den Worten „sehr hübsch Kleines – und jetzt holst Du bitte das echte Geld!“. Hihi… hat sich wohl noch nicht üerall rumgesprochen, dass neues Geld im Umlauf ist. Echtes!

Dort im Schatten unter dem Verkaufzelt ahnte ich schon – trotz lausig kaltem Wetter mit böigem Wind im Schatten prickelte und spannte das Gesicht. Gesichtssonnenbrand. Nochmal Mist.

In der Zwischenzeit baue ich immer mal wieder an meiner Terrasse rum. Zur Zeit steht Streichen der Unterkonstruktion an. Laut Herstellerangaben soll zwischen den einzelnen Aufträgen 24 Stunden Zeit liegen. So ein Kantholz hat 4 Seiten… der geübte Kopfrechner weiß, bis alle Seiten doppelt eingepinselt sind, äh… vergeht echt viel Zeit. Zumal mir das Douglasienöl natüüüürlich nach 3 gestrichenen Seiten ausging. Also gab es Samstag nachmittags noch eine kleine Stippvisite im Baufachmarkt.

Uns erwartet dort folgendes Szenario: ein mit Flatterband abgesperrter Bereich, Marktleiter mit Handy am Ohr, Mitarbeiter mit angespannten Minen, ein riesiger SUV mit Stern (SUV= super überflüssiges Vehikel) und eine Fahrerin, ebenfalls mit Handy am Ohr, dazu noch ein paar Splitter am Boden und ein Laternenpfahl, der eindeutig nicht mehr senkrecht in den Himmel ragt. Hier wurde ganz offentsichtlich die kürzestmögliche Strecke gefahren und das war keine gute Idee. Und das war keine Wegesrandleuchte für den Hausgebrauch, sondern eher Marke Flutlicht im Fußballstadion, umringt von rot-weißem Band…

Insofern war unser Wochenende gar nicht so blöd gelaufen. Hätte schlimmer kommen können!

Aber der Sonntag verlief wesentlich besser. Da gab es Projekte, die wunderbar verliefen. Ich sage nur: der Holunder blüht und morgen gibt es was Feines aus der Küche zum nachlesen.

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Autobahn mit prophylaktischen neuen grasgrünen Fleckendesign

Ich bin hier quasi noch ein Meckerbeitrag schuldig zum Thema „Baustelle auf der Stadtautobahn“ und „Längste Rotmeile Berlins“… hmmm… nunja… habe gar nichts zum Nörgeln! Seit dem alle Welt darüber informiert ist, dass da künftig der Bär steppt und die Hölle tobt und es Rückstaus bis Feuerland gibt, bin ich nur mit einer Hand voll ebenso unbeeindruckbarer, mutiger und verwegener Autofahrern unterwegs. So schnell wie mit der neuen Baustelle war ich noch nie am Ziel!

Gestern habe ich es in nur 28 Minuten geschafft vom Kreuz Schöneberg durch die Baustelle, vorbei an Kreuzen Charlottenburg, Funkturm und Reinickendorf, raus aus der Stadt ins nördliche Umland zu fahren. Ohne die Geschwindigkeitsbegrenzungen über Gebühr auszuweiten. Unter normalen Umständen hätte die Fahrt mindestens eine Stunde gedauert, wenn es schlecht läuft gerne auch länger. Und um kurz vor 18:00 Uhr, wo Gott und die Welt Feierabend macht, ist eine stressfreie Fahrt immer in besonderer Gefahr.

Die neue Baustelle ist toll!

Das einzige, was immer noch zuverlässig den bundeshauptstädtischen Verkehr lahmlegt ist Niederschlag jeglicher Art. Niesel, Regen, Hagel und Schnee macht aus einem Berliner hinterm Steuer ein zartes, verletzliches Pflänzchen mit ganz viel Respekt vor den Naturgewalten und einem sensiblen Fuß auf der Bremse.

Dank Casta konnte ich meinen Blog gestern ordentlich aufhübschen. Vielen Herzlichen Dank für Deine Zeit, Liebes!

Das alte Outfit fand ich zwar recht ansprechend, doch insgesamt zu düster. Außer meiner Vorliebe für Fledermäuse und alte Friedhöfe ist an mir jedoch nichts Dunkles. Die niedlichen Tierchen werden demnächst noch durch ein Foto ersetzt, die Idee steht schon und dann bin ich vollauf zufrieden.

Heute früh hatte ich schon Slapstick im Auto. Ich sollte wirklich konsequent meinen Kaffee aus transportgeeigneten Thermobechern trinken, sonst nehme ich ihn doch wieder zu gutgläubig  und hoffnungsvoll schnellschnell im herkömmlichen Pott mit an Bord. Wird schon schief gehen!

Jawohl, und zwar beim ersten Schlagloch. Ein guter Schluck Latte Macchiato wurde gen Himmel beschleunigt und landete im Gesicht, auf dem Kleid und auf dem Lenkrad. Also wurde schnell gewischt, getupft und geflucht. Darauf erstmal einen ordentlichen Zug aus dem Kaffeepott genommen und vielleicht war es eine Polle, etwas aufgewirbelter Staub… jedenfalls hatte ich einen unbändigen Hustenreiz und eh ich mich versah, prustete ich das braune Gold auf die Windschutzscheibe, die Sonnenblende, das Kleid, das Lenkrad…. Jetzt musste ich die Scheibe von innen wischen und aus dem Sonnenblendenschminkspiegel die braune Brühe tupfen… grrrrr…. Sah aus wie in einem schlechten Film. Nach der Kaffeeexplosion.

Aber immerhin tarnt sich Kaffee mit geschäumter Milch hervorragend auf grasgrünen Kleidern. Es gibt keine sichtbaren Flecken! Grandios.

Trotzdem: bitte nicht nachmachen!

Heute gönne ich mir noch eine schicke Paradontosebehandlung Teil zwo. Das heißt, ich weiß, was mich erwartet. Nicht lustig. Wieder Arzthelferinnen beruhigen auf dass sie nicht so dolle mit mir mitleiden mögen (ich sollte vorher warnen, dass mir bei Spritzen im Zahnfleisch immer Tränen aus den Augen kullern und die Handknöchel weiß werden), für Stunden Getränke neben das Gesicht schütten und das Gefühl von Schlauchbootlippen. Kann es bitte einen Knall geben und Mitternacht sein?

Nunja, eine gute Mutter lässt so einen Spaß ja nicht am eigenen Nachwuchs einfach so vorbei ziehen – Sohnemann ist auch dran. Geteiltes Leid…

Heute Abend gibt es eine schöne Gemüsebrühe mit Strohhalm.

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Kleiner Schwank aus dem Berufsleben

Uiuiuiiiii….

Es gibt diese und jene Tage, heute ist ein solcher und ich glaube, ich platze, wenn ich jetzt nicht noch ein paar Zeilen aus den Fingern fließen lasse! *booooom* Neinnein, keine Sorge, ich schreibe doch lieber 😉

Bei uns im Haus (Oberbegriff: Bank) ist es seit geraumer Zeit so, dass wir keinen Telefonservice mehr haben. Während alle „anderen“ nur noch ein Callcenter vorschieben, haben wir unseres geschlossen. Pfiffig. Jetzt ist also jeder Mitarbeiter „dran“ -sprich in der Telefonanlage angemeldet. Soweit die Theorie – natüüüürlich sind nur eine Hand voll Leute kontinuierlich erreichbar und garantiert nicht ans Telefon zu bekommen, wenn man sie mal braucht.

Also ist der Griff zum Telefonhörer stets auch ein Griff ins Ungewisse. Hier kann wirklich alles auflaufen! Nicht nur Themen, die man kann, auch durchaus Kurioses… ein Kessel Buntes!

Heute mal wieder: Anruf von einem Lieferanteneingang. Steht schon im Display. Wohl gemerkt in einer anderen Stadt. Der nette Mensch hat nur eine Klingel gedrückt und erwartete eine Türöffnung. Nun hat er mich im Ohr und ich erkläre ihm, dass ich aus schlappen 350 KM Entfernung leider nix für ihn tun kann. Er möge doch bitte durch Winken/Steinchen werfen/lautes Brüllen auf sich aufmerksam machen.

Zu allem Überfluss spinnt die Telefonanlage regelmäßig. Wie heute. Entweder erhält man 0 (in Worten: Null) Anrufe oder es klingelt permanent. Wollt ihr raten, welches Stöckchen ich gezogen habe? Riiiichtich!

Immer wieder erquicklich sind die Telefonate, die ungefähr so ablaufen:

Icke: *sage meinen Spruch auf* – suche unter einem Stapel Papier meinen Kugelschreiber…

Anrufer: „Guten Tag mein Name ist…“
– und jetzt kommt was völlig Unverständliches… vermutlich kommt das Telefonat über Handy aus dem Keller. Mit Funkloch. Und es hallt erbärmlich. Vielleicht noch Anrufer mit Akzent, Dialekt oder alles auf Englisch. Toll.

„Ich habe da mal eine Frage zu meinem Bausparquatsch“
-haben heute zwei Kunden genau so formuliert!!!

„Dann sagen Sie mir doch mal bitte die Kontonummer von Ihrem Bauspar..äh..vertrag“
-vielleicht kann ich auch ohne verständlichem Namen weiterhelfen. Kugelschreiber unauffindbar… ich greife zum Textmarker.

„Die Steuer-ID???“

„Nein, die Bausparnummer“
-Wo ist denn das Schmierpapier???

„Also mein Girokonto?“

„Nein, ich sehe nur ihre Bausparvertäge“

„Ach, DIE habe ich gerade nicht zur Hand!“
(warum auch…)

„Schade! Aber das macht nichts, ich suche sie gerne für sie raus. Dann sagen Sie mir doch bitte mal Ihren Namen“
*bitte bitte verständlich!*

Der Anrufer nennt einen Allerweltsnamen… so in Richtung Meiermüllerschulze

„Sind sie so nett und verraten mir auch noch ihren Vornamen?“
Jetzt kommt unter Garantie der Topp-Vorname in den immerwährenden Vornamensranglisten ever… Und der Kunde möchte jetzt! hier! sofort! eine spezielle Auskunft zu seinem Konto.

„Leider kann ich ihre Bausparnummer nicht rausfinden. Es gibt viele Kunden, die tatsächlich den gleichen Namen haben!“

Empörung macht sich breit. Dass ich nicht hellsehen kann ist nebensächlich und ich nenne in aller Ruhe meinen Allerweltsvornamen und doch eher seltenen Nachnamen für seinen Anwalt/ die Schlichtungsstelle/ die universelle Allmacht. Hach, was bin ich auch immer so kleinlich! Beim nächsten Anrufer heiße ich Elfriede Mustermann und denke mir Zahlen aus.

Aber immerhin Glück gehabt: in diesem Fall habe ich nicht aus Versehen schnell Notizen auf einer Liste gemacht… oder gar auf einem Kundenbrief….

Es gibt natürlich auch interessante Gespräche und echt fordernde Fragen, so dass der Job wieder richtig Spaß macht. Heute allerdings bin ich durch…

Ein völlig fremder Mensch hat mich heute immer gedutzt. Das hat mich etwas aus dem Konzept gebracht, weil ich nicht mehr wusste, ob überhaupt mir mir geredet wird oder vielleicht mit jemand anderen, der dem Anrufer gegenüber sitzt…

Spitze sind auch die älteren Ehepaare, wo ich mit dem holden Eheweibe telefoniere und diese dem werten Gatten simultan meine Worte übermittelt. „Mein Mann kümmert sich um das Finanzielle!“ Die Antworten kommen dann natürlich auch aus dem verhallten Hintergrund, werden aber von der Dame des Hauses überquatscht und so überlege ich schon hin und wieder, ob mir ausversehen der Hörer auf die Gabel fällt…. oder *kurz den Hörer auf die Tischkante schlagen* Hallo? Halloooo?? Es tut mir leid, ich hööööre sie nicht mehr… eine Alternative wäre.

Warum der Mann dann nicht gleich anruft ist mir unbekannt. Viellcht liegt es am Hörgerät. Oder telefonieren ist Frauensache. Prinzipiell. Wer eine Erklärung parat hat: immer her damit!

Da fällt mir noch was Lustiges ein:

In einem Telefonat brüllte mich mein Gesprächspartner bereits an, bevor ich was sagen konnte. Noch vor meinem Begrüßungssalm. Egal was ich sagte, es wurde lautstark reagiert. Irgendwas Konfliktbehaftetes war auch Inhalt des Telefonates. Irgendwann (ziemlich am Ende meiner Nerven und vor dem Versagen von Hammer, Amboss und Steigbügel) wurde es mir dann doch zu bunt und ich empfahl, den Tonfall zu ändern, da ich ansonsten das Telefonat beenden müsste. Da schrie der Kunde nur: „ES TUT MIR LEID -ICH BIN NICHT BÖSE SONDERN SCHWERHÖRIG UND KANN NICHT ANDERS!“

Und ich könnte wetten, dass demnächst wieder umstrukturiert wird. Das ist nämlich immer der Fall, wenn man sich gerade halbwegs an ein etabliertes System gewöhnt hat sich fast schon mit seinem Schicksal abgefunden hat.

Dann kann ich endlich wieder meine angestammte Arbeit erledigen… ähm, wenn denn alle Computerprogramme laufen, die ich dafür benötige. Denn heute ging das auch nur sehr eingeschränkt.

Während ich telefoniere bin ich übrigens nicht telefonisch erreichbar… d.h. mich erreichen auch noch Rückrufvereinbarungen. Zauberhaft!

Zu allem Überfluss gab es gerade Änderungen und Sonderaktionen… zwischen den Telefonaten lese ich mir also noch Fachwissen an, dass ich eigentlich gar nicht brauche.

Kann man die Festplatte des eigenen Hirns so vollschreiben, dass man so wichtige Informationen wie bespielsweise „wo geht’s nach Hause“ löscht?

Einer von den Tagen, wo nur noch der berühmte abgebrochene Fingernagel fehlt, um in seine Schreibtischunterlage zu heulen. Erneuter Lichtblick: immer noch alle Nägel dran 🙂

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Blondinen im Baumarkt – Terrasse die erste

Man kann ja von Blondinen halten, was man will. Die Behauptung „ich bin naturblond“ wurde mir gestern jedenfalls untersagt. Gut, dann bin ich eben nur optisch blond und von meiner sonstigen Entwicklung irgendwas anderes… vielleicht lieber brünett oder sogar rothaarig?

Die berliner Stadtautobahn stellt mich wieder einmal vor neue Herausforderungen: Baustelle. Richtung Norden wird seit Tagen gewarnt und auf Spurverengung hingewiesen. Fahrtzeit mindestens eine halbe Stunde länger. Das möchte ich nicht. Was also tun?

Gestern also aus der Not eine Tugend gemacht und „außen rum“ statt mitten durch gefahren. Beinahe wie Urlaub – erst Richtung Magdeburg, dann Richtung Hamburg. Asphalt reiten. Fahrtzeit bleibt gleich, Strecke verdreifacht sich zwar, aber was tut man nicht alles, um nicht im Stau zu stehen. Während der Fahrt fiel mir auf, dass ich so noch nie nach Hause gefahren bin. Warum auch? Dreieck Nuthetal, Dreieck Werder, Dreieck Potsdam… werden aus 3 Dreiecken ein Neuneck? Gibt es Dreierbeziehungen auf Autobahnen?

Ich kann mich kaum satt sehen – dieses Grün! Dieser blaue Himmel! Fluffiwölkchen!!! Es wäre doch gelacht, wenn ich zur Krönung unterwegs nicht noch einen Baumarkt mitnehmen könnte!

Als Blondine im Baumarkt wirst Du per se schon mal komisch angeguckt. Was will die denn in der Baustoffabteilung? Verlaufen oder was?? Die Verkäufer grüßen zögerlich, einige fragen ob sie helfen können. Helfen?? Ja, womit denn?? Ich weiß, wo alles steht, was ich brauche, was ich damit mache und so lange sie keinen attraktiven, selbstsicheren, beziehungsfähigen Mann im heiratsfähigen Alter vermitteln können, brauche ich keine Hilfe! So lange können sie Sandsäcke befüllen oder der Welt nicht zur Last fallen.

Eine kurze Analyse von Preis, Abmaßen und Haltbarkeit später entscheide ich mich für eine Holzterrassenunterkonstuktion in Douglasie. Den ersten Balken hebt mir ein Kunde vom Regal – als er merkt, dass ich mich mit einem Hölzchen nicht zufrieden gebe, dreht er bei und verschwindet. War eh nicht mein Typ.

Die Kanthölzer lagern in 1,70 Meter Höhe aufwärts. Die ersten Balken kann ich auf Zehenspitzen erreichen, für die weiteren muss ich in den Regalen rumklettern. Douglasie neigt zum splittern, wenn sie aus dieser Höhe auf Betonboden kracht. Gut, daheim muss das Holz nur rumliegen und Terrassendielen tragen. Vielleicht lasse ich demnächst doch mal einen der Helferlei diesen Job übernehmen. Mein „lass-die-Finger-weg-das-mach-ich-lieber-allein“-Syndrom müsste ich doch auch mal hinter mich lassen können.

Mittendrin kommt mir der Gedanke, dass 20 Kanthölzer in 2,50 Meter Länge auch ins Auto passen sollen. Das wird nochmal spannend. Aber es passt:

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Und die Landung auch noch gut sichern:

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Jawoll, prima.

Sinn und Zweck dieser Übung: die jetzige Terrasse instandsetzen. Sie hat einen kleinen Mangel: die Unterkonstruktion ist teilweise weg. Der Zahn der Zeit sowie Ameisen haben daran genagt. Tritt man darauf, versinkt der Fuß um einige Zentimeter. Dafür hebt sich das andere Ende vom Brett. Ist ein wenig so wie Seegang. Ich mag keinen Seegang auf meiner Terrasse. Selbst wenn Kater Kalle darüber läuft wackeln Bänke und Tische. Und wenn der Sohnemann full speed rüberrennt, kommt das einem Erdbeben gleich.

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Also wird demnächst rückgebaut, Unterkonstrukton erneuert und die Dielen wieder angeschraubt. So der einfache Plan!

Was ich schon mal als vollen Erfolg verbuche: keinen Fingernagel abgebrochen!

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