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Neues entdecken! Mit noch mehr Neuem von mir!!!

Es hat mich erwischt!

Sowohl Carola http://www.casta66.wordpress.com als auch Puja http://www.furchtloserbach.wordpress.com und jetzt auch noch Claudi http://www.claudi661.wordpress.com haben mir das hier verliehen:

(Sorry – das Verlinken klappt leider nicht! Ich bin untröstlich!!)

Und hier muss ich irgendwann noch ein Bilchen reinzaubern… kreisrund mit der Aufschrift „LIEBSTER BLOG AWARD“ und unten noch „DISCOVER NEW BLOGS“. Wirklich hübsch. ECHT!

Und ich habe 11 Fragen erhalten, die es zu beantworten gilt. Natürlich jeweils verschiedene, so dass jetzt mal eben 22 Antworten folgen:

1. Warum hast Du angefangen zu bloggen?

Eigentlich aus dem Gefühl heraus, dass Gott und die Welt bloggt und ich so bei mir dachte: hej! Dass kann ich auch!!! Außerdem war das in einer Phase als alleinerziehende Mutter mit kleinem Kind eine wunderbare Möglichkeit, seinen Wortüberschuss loszuwerden!

2. Welches sind Deine Lieblingsthemen?

Kurioses mitten aus dem Leben, banale Alltagsbegebenheiten, Sachen, die einfach mal raus müssen, weil ich sonst platze. Alles, was ich als Erwähnenswert einstufe. Wo ich Meinungen zu hören möchte. Natürlich wird es noch interessanter, wenn man Feedback bekommt und sich eine Kommentar-Unterhaltung anschließt. Insofern versuche ich auch immer, Themen aufzugreifen, wo jeder seinen Senf zu abgeben kann. Monologe über fachidiotische Spezialthemen sind nicht so meins.

Manchmal auch Strickkram und Bastelgedöns.

Darüber hinaus verstehe ich mein Blog als mein Tagebuch und hin und wieder gucke ich dort tatsächlich nach, wann was war und wie ich darüber gedacht und geschrieben habe. Wer hier also hochtrabende Literatur vermutet, ist auf dem Holzweg.

3. Woher kamen Deine ersten Leser?

So aus welcher Himmelsrichtung? Oder eher herkunftsmäßig? Wie erfährt man sowas?

Meine ersten Leserinen auf meinem ersten Blog bei WW im WWW waren allesamt abnehmwillige Gewichtsgucker und am Anfang ausnahmslos weiblich. Tinka schrieb den ersten Kommentar überhaupt. Danke, Tinka! Hätte es keinen Kommentar gegeben, dann hätte ich vermutlich ein wenig geweint und künftig alles einer weißen Wand erzählt.

4. Über welche Themen liest Du in Blogs am liebsten?

Nahezu egal. Wenn’s gut geschrieben ist, lese ich mir auch Geschichten über die Pflege von Gartenzwergen durch.

Gerne auch Themen, über die ich mir noch nie Gedanken gemacht habe. Die mich selbst zum Nachdenken anregen und (gefühlt) meinen Horizont erweitern.

Insbesondere während Diätphasen liebe ich Foodblogs.

Oder die Blogs von Freunden – das hat immer eine ganz besondere persönliche Qualität!

5. Schreibst Du noch andere Sachen? Artikel? Kritiken? Bücher?

Zählen auch Briefe an Bausparer und Kommunikation mit der Deutschen Rentenversicherung? Nein? Na, dann nicht…

Wobei so ein Buch… das wäre schon mal was!

Sie sind Lektor oder betreiben einen Verlag? Dann kontaktieren Sie mich bitte JETZT. Sie werden es nicht bereuen!

Eigentlich hatte ich mal vor, über die Familie meiner Mutter zu schreiben. Da gibt es so viel Interessantes! Und noch kann ich sie zu allem fragen. So oft wie wir in ihrer Heimat Urlaub gemacht haben, könnte das ein Reiseführer mit persönlichem Bezug werden. Vielleicht auch ein schönes Erinnerungsstück für meinen Sohnemann und viele, die sich noch daran erinnern, dass Ostpreußen mal zu Deutschland gehörte.

6. Wie gehst Du mit fiesen Kommentaren um?

Die machen mich nachdenklich. Ich habe mal Breitseite bekommen, weil ich mich überspitzt lustig über das allgemeine Verhalten von Rentnern hinterm Lenkrad geäußert habe und wurde wegen Diskriminierung von Älteren angezählt und vom Verteiler gelöscht. Noch heute ist mir das keinesfalls egal und es sticht mich immer noch, dass hier nicht erkannt wurde, wie offensichtlich betont humorvoll ich mich gegeben habe. Und keineswegs der Prototyp eines Diskiminierungsheinis bin!

Ich vertrete hier in Ermangelung anderer nur meine höchsteigene Meinung und bin nicht Sprachrohr vieler. Außerdem wurde mein diplomatisches Geschick offenbar nicht in die richtige Wiege gelegt und ich besitze wenig Feingefühl, wenn es um den Puls von einigen Mimosen geht. Das Blut muss schon noch durch die Adern puliseren, damit ich das erfühlen kann!

7. Worüber würdest du niemals bloggen?

Allgemein über das Verhalten von Rentnern hinterm Lenkrad.

Nein, im Ernst: Wenn ich weiß, mein Betrag würde jemanden verletzen. Dann würde ich auch keine schriftlichen Beweise im Netz hinterlassen wollen.

Betriebsgeheimnisse ausplaudern soll auch nicht erlaubt sein. Also behalte ich diese für mich… auch wenn’s manches Mal schwer fällt.

8. Hat das Bloggen deinen Alltag beeinflusst?

Klar. Früher hab ich halt mal ein Buch gelesen, den Haushalt in Schuss gehalten, die Katerbande gefüttert oder mich um mein Kind gekümmert, das geht jetzt alles nicht mehr! Bloggen verpflichtet!

Hin und wieder ist es recht schwierig, wenn die Zeit knapp ist und mich Gedanken beschäftigen, die die Welt nichts angeht, hier nicht völlig Sinnentleertes zu schreiben. Aber öfters verspüre ich große Lust, meinen treuen Lesern was zu bieten, auch wenn aus Versehen doch nur wirres Zeux dabei raus kommt. Ich hoffe, es ist bei wenigstens unterhaltsam!

9. Was hat sich, seitdem Du den Blog gestartet hast, verändert?

Ich tippe viel schneller und denke oft schon beim Erleben darüber nach, wie ich aus dem gerade Erlebten ein spannendes Post verfasse.

Außerdem habe ich schon viele Blogger live und in Farbe getroffen und viele liebenswerte Freunde dazugewonnen.

Und man kann auf die Frage „Wie geht’s?“ jetzt immer antworten mit „Lies mein Blog!“.

10. Welche Entwicklung wünschst Du Dir für Deinen Blog?

Ich wünsche mir, dass meine Leser sich bei mir nicht langweilen und mir mein Leben noch vieles bereit hält, über das es sich zu schreiben lohnt.

11. Was hat Dich zum Bloggen gebracht?

Muss meine exhibitionistische Ader mit ner Prise übersteigertem Selbstbewusstsein gewesen sein…

12. Hattest Du ein Vorbild in deiner Anfangsphase als BloggerIn?

Äh, nö. Ich habe quasi den ersten Blog gelesen, festgestellt, dass Blogger auch nur Menschen sind und keine Freaks und sofort selbst in die Tasten gehauen. Ansonsten habe ich in keinem Lebensbereich Vorbilder. Vielfach habe ich versucht, den einen oder anderen Menschen zu imitieren, der mich beeindruckt hat, aber im Endeffekt bin ich nicht gut im Schauspielern und bleibe aus purer Faulheit einfach ich selbst.

13. Worüber schreibst Du?

Alles und nüscht. Siehe „Was sind Deine Lieblingsthemen“.

14. Was findest Du beim Lesen anderer Blogs suboptimal oder sogar nervig?

Wenn ich suchen muss, wo ich kommentieren kann, ist das eine Herausforderung für meine kaum vorhandene Geduld. Bei mir ist es übrigens das rosa Herzchen oben links…

Kleinere Rechtschreibfehler verzeihe ich, da ich selbst keinen neuen Duden gefressen habe, aber richtig unrunde, schlecht formuliere Sätze ermüden meinen Geist und dann klicke ich es weg. Es ist doch so: jeder kann lesen, was und wo er will. Gezwungen wird niemand. Daher braucht sich auch kein Mensch aufzuregen.

Nachtrag: RICHTIG nervig finde ich den inflationären Gebrauch von Apostrophen, die sogenannte Apostrophitis. Gerne auch als Deppen-Apostroph (diesen Ausdruck habe ich bei Wiki gefunden und sofort adoptiert) an jeder sich bietenden Stelle eingesetzt. Insbesondere beim Genitiv rollen sich mir beim Lesen die Fußnägel auf. Da hilft auch nur wegklicken…

15. Was liebst Du an deinen Lieblingsblogs?

Witz und Humor und Unterhaltungswert. Und schöne neue Dinge zum nachbasteln, nachstricken, ausprobieren, kochen, nachdenken.

Natürlich auch hier wieder die Blogs von Internetbekanntschaften und lieb gewonnenen Freunden wegen der persönlichen Note. Eine wunderbare Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben.

16. Was ist deine Motivation beim Schreiben?

Feedback ist das Salz in der Buchstabensuppe!

17. Kennst Du viele andere Blogger persönlich?

Da kann ich nur sagen: ja!

18. Was hieltest Du von einer innerdeutschen BloggerInnenkonferenz?

Konferenz klingt voll anstrengend und nach schlecht gepolsterten Sitzmöbeln, verbrauchter Luft, Zuhören müssen, vielen Menschen, die viel zu sagen haben und nach einer Anreise und einer Hotelbuchung. Ach, nööö!

Nur beim Gedanken an ein Glas Prosecco mit lieben Menschen kommt bei mir Freude auf. Das kann ich aber anderweitig organisieren!

19. Wo schreibst du deine Texte?

Viele zunächst im Kopf. Die meisten anschließend auf einer Tastatur. Niemals auf Papier. Meistens nebenbei in der Mittagspause oder unterwegs auf dem Handy (oder sagt man jetzt Smartphone?), kaum mehr abends zu Hause, da genieße ich das Offlineleben mit Lieblingskerl…

…auch wenn dieser jetzt fragen würde, warum ich dann so oft das Handy in der Hand halte (Na, Naaa?). Das Ding lebt!! Wenn’s fiept, muss ich mich kümmern! Nachrichten müssen beantwortet werden und von nüscht erreicht man nicht Level 401 404 bei Candy Crush! Außerdem benutze ich es hin und wieder zum telefonieren…

20. Wie gehst du mit negativen Kommentaren um?

Wenig selbstbewusst. Siehe oben.

21. Verrätst Du uns ein kleines Geheimnis?

Es gab schon mal einen Artikel in einer bunten Hausfrauenzeitschrift über mich. Es ging um das erfolgreiche Onlinedaten und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war ich bereits wieder Solist. Das Ganze ist nur ein Geheimnis, weil mich kein Mensch anhand des Fotos erkennen würde (raspelkurze knallrote Haare).

HUCH?!? Nur 21 Antworten… da ist bei Copy+Paste wohl irgendwas abhanden gekommen. Verzeihung.

Wahuuuuu… Nachtrag!Claudi hat mich ebenfalls nominiert und auch noch 11 Fragen abgegeben. Na, da ich gerade so in Schwung bin, füge ich diese plus Antworten hier auch noch mal eben ein:

1. Warum bloggst Du?

Wenn man erst einmal anfängt, entwickelt das so einen Sog, zieht einen rein, lässt einen nicht mehr los. Ich blogge zur Suchtbefriedigung 🙂

2. Was für ein Gefühl hattest Du, nachdem Du Deinen 1. Blogeintrag abgeschickt hast?

Uiuiui… mal gucken, was passiert. Ob wohl ein Kommentar kommt? Aktualisieren…. Aktualisieren… Aktualisieren…

3. Inwiefern hat das Bloggen Deinen Alltag beeinflusst?

Ich habe eigentlich gar keine Langeweile mehr! Und viele nette Blogger kennen gelernt.

4. Wer von Deinem persönlichen Umfeld, weiß das Du bloggst?

Eigentlich Jeder. Ich habe das Blog ja auch, damit meine Freunde, die ich nicht so häufig sehe, trotzdem auf dem Laufenden sind.

5. Welches sind Deine Lieblingsthemen?

Ein humorvoller Blick auf Alltägliches.

6. Was würdest Du niemals in einen Blog schreiben?

Generell schon oben beantwortet, aber ich habe mir noch tiefschürfendere Gedanken gemacht.

Tja, man verliert schon einige Schamgrenzen, wenn man auf einer Abnehmplattform das Bloggen beginnt und sein Gewicht u.a. preisgibt. Uiuiui, da hätte ich mir „früher“ lieber ein Bein abgehackt!

Sehr private Dinge bleiben natürlich unter Verschluss und Fotos von Sohnemann und Lieblingskerl vermeide ich, dienstliche Sachen werden nur verallgemeinert wiedergegeben und ich habe auch immer Bedenken, wenn ich über eine real existente Person her ziehe… dazu lasse ich mich schon mal hinreißen, wenn es so eine hohle Nuss ist wie in meinem VHS-Kurs… manno, das wollte ich jetzt gar nicht schreiben…

7. Wie viel Zeit verbringst Du mit Bloggen?

Genau genommen zu viel… ich habe aber auch wirklich schlimmen Wortüberschuss!

8. Hast Du schon Blogger/innen persönlich kennengelernt?

Ja, habe ich. Und ihre Kinder, Ehemänner, ihre Freunde, teilweise auch die Eltern, den Vermieter, den Enkelsohn des Vermieters und ihre Putzfrau! Echt jetzt!

9. Was ist ein Wunsch von Dir für 2014.

Bitte, liebes 2014, habe ein Einsehen und höre auf, mich mit belastenden Situationen zu konfrontieren. Den Januar und den Februar lang hast Du mich arg gepiesackt und ich finde, das reicht für den Rest des Jahres völlig aus. Ich werde mir auch sofort noch einen Kalender von Dir kaufen und an einer besonders schönen Stelle aufhängen, wenn es AB JETZT bitte ein schönes, erfreuliches, gerne auch spannendes Jahr wird.

10. Machst Du Werbung für Deinen Blog bei facebook o.ä. ?

Ich habe mal bei Facebook einen Link gepostet, aber mich lesen dort auch nur die Gleichen, die es hier tun und somit war das total überflüssig.

Eigentlich war es mir sogar etwas unheimlich, denn es fühlt sich hier immer noch sehr familier, kuschelig und recht unöffentlich an. Viel mehr „Traffic“ würde mich einschüchtern, aber auch etwas Stolz machen. Bin also voll hin und her gerissen…

11. Beschreibe Dich mit 3-5 Worten.

Die Ausnahmesituation in Person.

So, und jetzt soll ich mir selbst Fragen ausdenken und Blogs nominieren, die von Euch neu entdeckt werden sollten.

Na, das ist ja eine zauberhafte Idee, wo doch die meisten meiner Leser genau das lesen, was ich auch lese. Und ich bin spät dran und alle üblichen Verdächtigen bereits genannt!

Ich glaube, ich mache jetzt mal den Spielverderber und nominieren jetzt keine neuen… was nicht bedeutet, dass ich keine Libelingsbolgs habe! Die habe ich sehrwohl…

Guckt doch mal in die Liste der Blogs, die ich abonniert habe. Alle toll und einzigartig. Vielleicht entdeckt Ihr auch so etwas Neues.

Und wer jetzt ganz doll traurig ist und unbedingt mitspielen möchte, der gibt mir einen kleinen Hinweis. Dann denke ich mir doch noch Fragen aus und schicke Euch ganz offiziell und mit einer kleinen Fanfare eine Einladung am Liebsten-Blog-Award teilzunehmen.

Deal?

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Alternative?

Nachdem ich gestern über die Macken der Autofahrer schwadroniert habe, stehe ich im Bus.

Ja, ich stehe. Habe bereits 2 Haltestellen passiert und den Bus einmal gewechselt. Dem ersten Bus war eingefallen, dass ja der Betriebshof um die Ecke liegt und Feierabend fein wäre.

Jetzt teilen sich die Fahrgäste aus 2 Bussen ein Gefährt. Ich habe nur einen der billigen Plätze abbekommen. Einen Stehplatz.

Draußen steht der Verkehr. Gerade heute, wo Moms Auto gewartet wird, warte ich in den Öffentlichen aufs Vorankommen. Auf der Strecke gab es einen Unfall mit 7 ineinander gekrachten Autos.

Drei Haltestellen habe ich jetzt hinter mir. Ungefähr 4 vor mir. Das dürfte also noch eine halbe Stunde dauern. Vielleicht laufe ich lieber?

Irgendwie ist der Wurm drin, sobald ich auf die Öffis steige.

Beim letzten Mal checke ich das Portemonnaie. 50 Euro am Stück, eine geprägte Gedenkmünze und ein Einkaufschip Nutzen mit nichts am Automaten. Meinem Lieblingskerl ziehe ich Kleingeld und einen Fünfer aus der Hosentasche.

Natürlich reicht das Kleingeld nicht aus (2,60 Euro kostet der Spaß, ich habe 2,45 Euro), der neue fünf Euro Schein wird vom Automaten nicht erkannt und ich bin zumindest teilweise begeistert, dass man auch mit Karte bezahlen kann. Dafür gönne ich mit dann auch eine Vieterkarte für 2 Tarifzonen.

Unterwegs setze ich den Fünfer total schlau in Obstsalat, Couscous und ein Schokobrötchen um und freue mich des Lebens.

Tagsüber borge ich einer Kollegin einen Euro und gebe sonst nichts mehr aus.

Auf dem Rückweg dann Erschrecken: ich habe immer noch den 50-Euro-Schein, nunmehr noch 1,45 Euro und muss für den Rückweg auch Tarifzone C abdecken.

Jetzt kommt gerade die Durchsage, dass die Leitstelle entschieden hat, dass der Bus noch eine Station fährt und dann endet. Ich laufe jetzt. Gut 10 Autos habe ich zu Fuß schon überholt. In Büropumps.

Übrigens weiß ich mittlerweile, dass man weder ein Anschlussticket C (1,60 Euro) noch eine Fahrt ABC (3,20) mit EC-Karte zahlen kann. Auch nicht in Kombination mit weitern Tickets. Alles probiert!

Nun ja. Erstmal reicht mir einer der AB-Fahrscheine. Ich habe etwas Zeit beim Umsteigen und dann kann ich den Fuffi wechseln.

Die Anzeigentafel informiert mich, dass der Zug ausfällt. Nächster in 2 Minuten. Das minimiert die Chance, das Geld zu wechseln.

Unterwegs erfahre ich, dass ich in Kürze auch Fahrkarten über eine App kaufen kann. Na wie schön ist das denn! Demnächst…

Inzwischen bin ich am Bahnhof Spandau angekommen. Die s-Bahn schloss gerade ihre Türen und ließ mich dumm stehen

Zwischendrin informiere ich Lieblingskerl immer wieder über die neuesten Wendungen im Fall „Tina fährt mit der BVG“ und achte nicht so auf die Fahrt.

Die Bahn hält und die Konservenstimme informiert mich, dass dieser Zug hier endet. Aber wir sind doch noch gar nicht da, wo ich hin muss!!!

Gut, Geldwechseln fällt aus, den Zug erreiche ich jetzt auch nicht mehr pünktlich, die Onlinefahrinfo zeigt mir die Alternative: nächster Zug 41 Minuten später.

Nö!!!

Ich kombiniere wie einst Nick Knatterton und steige in den nächsten Bus gen Heimat. Der Lieblingskerl wird beauftragt, Sohnemann ins Auto zu verfrachten und mich einzusammeln.

Ich google mir einen weiteren Bus ab Spandau Richtung Falkensee und bin froh, für diese Odyssee nicht noch ein Anschlussticket gekauft zu haben.

So fahre ich bis zur letzten Haltestelle in Berlin und genieße anschließend mein Beifahrerdasein. Bis der nächste entgegenkommenden Brandenburger Autofahrer einen Bus überholt… Hilfe!!!

Meine Bahn setzt sich in Bewegung. Zug fast leer, dennoch musste sich eine Ane neben mich setzten und mampft was süßliches plus Kaffee. Und ich sterbe vor Durst! Hunger hätte ich auch… Noch einmal Umsteigen. Mal gucken, was noch so passiert.

Nachtrag: Na, was wohl! Kontrollettis! Fahrscheine bitte. Neee, danke! Natürlich habe ich einen Fahrschein. Gestern mit EC-Karte erworben. Ich bin ein guter Kunde und der Service unterirdisch.

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Kann man eine Region am Verhalten der Autofahrer erkennen?

Wäre vielleicht eine ganz tolle Wette für „Wetten dass?“, andererseits habe ich noch nicht genügend Gemeinden im Portfolio.

Aktuell gehen nur Berlin, Hamburg und Brandenburg. Vielleicht noch Polen im Allgemeinen.

Berlin:
selbst Smartfahrer meinen, sie sind unsterblich in ihrer Keksdose und drängeln sich rein, ohne Rücksicht auf Verluste. Alles, was größer ist als ein Golf, nimmt es als gottgegeben hin, dass die Vorfahrt ihm gehört. Denen mit dem Stern ist das ja bei Kauf schriftlich verbrieft worden (angeblich) und die mit den drei Buchstaben lesen nicht, gucken nicht, können aber schon prima auf das Gaspedal latschen. Wer bremst, verliert.
Will man selbst die Spur wechseln, ist das nur auf schriftlichen Antrag in dreifacher Ausfertigung möglich. Ansonsten: Du kummst hier net rein!
Wenn man von links UND rechts überholt wird, fährt man auf der mittleren Spur.

Hamburg:
sensibilisiert durch das große Drängeln guckt man beim ersten Mal noch schräg, wenn einen jemand die Spur wechseln lässt und wundert sich, dass es anschießend weder Hupkonzerte noch wild gestikulierte Beschimpfungen gibt. Verwirrung.
Aber als selbst das Taxi uns die Vorfahr gewährt, fragen wir uns schon, ob irgendwo die versteckte Kamera… nun ja… versteckt ist.
Absolutes Highlight:
Ein Ortsunkundiger steht auf der Rechtsabbiegerspur, obwohl er eigentlich geradeaus möchte. Der Fahrer auf der mittleren Spur gibt Lichtzeichen und fährt extra ein paar Meter rückwärts, damit der Weg frei ist. Wir haben minutenlang nach Luft geschnappt und uns gegenseitig gekniffen. Es war ECHT!
Dafür sollte man bei der Geschwindigkeit locker 20 Stundenkilometer draufschlagen, um nicht als Verkehrshinderniss zu gelten und sich dem allgemeinen Fluss anzuschließen.

Brandenburg:
daran gewöhnt, dass die Alleen mit Bäumen gesäumt sind und somit eine Gefahr darstellen, sucht der Brandenburger neue Herausforderungen. Durchgezogene Linien, Kurven und Hügel fordern seinen Wagemut stets aus Neue hinaus und es wird grundsätzlich genau da überholt, wo es der Gesetzgeber weniger empfiehlt. Gestern haben noch 4 entgegenkommende Fahrzeuge kurz mal eben den Bus überholt, obwohl wir schon längst auf Höhe waren. Immerhin haben Brandenburger keine erkennbaren Ängste, obwohl das Gefährt von Lieblingskerl alles bis Größe Panzer zur Briefmarke falten könnte.
Letzte Woche gab es zwischen Schönwalde und Falkensee wieder in der Kurve für Turnbeutelmitnehmer und Sonnenparker einen Frontalcrash. Zum Glück sind Brandenburger auch gerne bei der freiwilligen Feuerwehr und so wurde auch hier wieder ein Spruch zur Wahrheit: „Überholen Sie ruhig – wir schneiden Sie raus!“.

Polen:
Anarchie!
Alles, was fahrbar ist, wird auf die Straße geschoben. Traktoren, Pferdefuhrwerke, Handkarren, Polski Fiat. Alle, die sich irgendwie zum Führen eines Fahrzeuges befähigt fühlen, setzen sich hinters Steuer (hinter die Zügel, an die Griffstange). Alles dabei zwischen jugendlichem Rambo ohne Bartwuchs und gemütlichem Opi.
Wenn ich von links und rechts überholt werde, überholt mich das rechte Auto gerade via Standstreifen. Habe ich ein Auto rechts von mir und eins links, dann überhole ich, während ich selbst überholt werde. Spur halten und nicht niesen kann Leben retten.

Und noch eine kleine Orientierungshilfe: Wird es laut im Auto und es fliegen wüste Beschimpfungen herum, während ich beim Vordermann schon das Datum auf der TÜV-Plakette ablesen kann und ohne Anstrengung in den Kofferraum greifen könnte, dann sitze NICHT ICH auf dem linken Sitz!

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Auch nicht lustig

Den Januar habe ich überlebt, jetzt ist der Februar schon zu einem guten Stück verbraucht und zum bloggen komme ich auch irgendwie nicht mehr richtig. Aaaber jetzt! Zeit wir’s ja und schon mal sorry, dass ich mich so rar gemacht habe und natürlich auch nicht vollumfänglich zum Kommentieren kam. Gelesen habe ich übrigens auch nix… Kommt gleich auf meine To-Do-Liste…

Meine Mom ist aus dem Krankenhaus raus und hat den angedrohten Stand am Herzen gar nicht eingebaut bekommen. Sie ist so ein Grenzfall und der behandelnde Arzt fand Gefäße weiten praktischer, da sie dann künftig weniger Medikamente benötigt als mit Stand. Nun ja – ein Medikament hat sie nicht vertragen und musste es sofort wieder absetzen, insofern auch nicht ganz optimal. Zumindest ist sie jetzt zu Hause und ist noch recht schlapp, hat aber schon wieder in unserm Garten ein bis drei Blätter gefunden und geharkt sowie Sohnemanns Zimmer aufgeräumt, meine Sachen versteckt und die Küche umsortiert. Sie ist also fast wieder die Alte!

Sich mit Sohnemann zu zoffen gelingt ihr schon wieder ganz routiniert. Der ist zur Zeit aber auch empfindlich! Und vergesslich. Kann man offenbar auch gar nicht erwarten, dass er sich über die Nacht noch daran erinnert, dass die Wäsche in den Wäschekorb gehört. Oder dreckiges Geschirr in den Geschirrspüler. Erwachsene können soooo enorm besserwisserisch sein!

Die Elektifizierung des Obergeschosses unserer Behausung schreitet mächtig voran und wir wagen schon so tollkühne Projekte, wie LED-Lichtleisten unter Schränken, die ein Bewegungsmelder anschaltet. Schnöde Deckenleuchten und Lichtschalter erledigen wir nahezu mit traumwandlerischer Sicherheit. Mal abgesehen von der einen Steckdose, die zunächst nur funktionierte, wenn man das Licht im Garten einschaltete. Aber das gehört zum gesunden Lernprozess!

Der letztes Jahr nach treuem Dienst verreckte Rasenmäher wurde in der Zwischenzeit durch ein recht ansprechendes, designprämiertes (da hab ich mich durchgesetzt!) Exemplar ersetzt, dass auch mulchen kann, recht plastefrei daherkommt und durch eine enorme Schnittbreite besticht. Jetzt muss nur noch der Rasen wachsen, damit wir den mal würdevoll ausprobieren können und nicht nur testhalber im Vorgarten ein paar müde Blätter kleinschreddern. Aber das klang schon mal vielversprechend!

Zur Zeit bin ich ständig mit Moms Auto unterwegs, daher flammt zwar hin und wieder der Wunsch nach einem eigenen Auto in mir auf, aber es eilt nun wirklich nicht. Gedanklich hatte ich jetzt schon einen neuen Peugeot 2008 (toll und teuer), einen Daihatsu Copen in dunkelgrün mit Ralleystreifen (da hätte mich der Lieblingskerl notfalls gewaltsam wieder rausgezerrt aus dieser (in seinen Augen lebensgefährlichen) Keksdose) sowie einen BMW 116i, gebraucht von einem Kollegen (leider trotzdem noch teuer und verbrauchsmäßig jetzt nicht sooo der Hit…), habe aber alle Optionen wieder verworfen. NOCH steht mein frontlädiertes Auto im Carport und verstopft alles. Den könnte ich schließlich auch wieder flott machen. Im Sommer sehen wir weiter, wenn der Lieblingskerl seinen Dienstwagen bekommt und vielleicht sein sehr großes, sehr männliches Schlachtschiff einem anderen Testosteron-Opfer überlässt (Ich habe das mündliche Versprechen gegenüber Lieblingskerl abgegeben, nie wieder abfällig über das schwedische Sicherheitswunder zu reden. Schreiben darf ich doch noch, oder? 😉

Um hier noch einen Überblick zu behalten, habe ich mir tatsächlich eine To-Do-Liste angelegt und mich jedes Mal gefreut, wenn ich einen formschönen Haken hinter einen Punkt setzen konnte. In Türkis. Sehr hübsch.

Irgendwie sind die leicht zu wuppenden Aufgaben abgehakt und die Klopper warten noch auf ihren Behandlungsplan.

Ein bisschen so wie im Büro – da neige ich leider auch dazu, erstmal die schnellen Arbeiten zu erledigen und die richtig intensiven Sachen unter Vortäuschung echt fadenscheiniger Begründungen vor mir her zu schieben. Soiftz. Auch da ist jetzt ein Ende in Sicht und ich kümmere mich ausschließlich um den Mörderkram. Ausschließlich gefilterter Reinschrott erwartet mich und meine morgendliche Motivation ist mir abhanden gekommen. Wer sie findet: bitte anleinen und mir zuleiten. Auch unfrei. Vielen Dank.

Insgesamt miese Stimmung im Büro. Zu viele Zicken auf einem Haufen und hin und wieder sorgt der Östrogenüberschuss für Brisanz. So auch letzte Woche. Irgendwie bin ich in den Fokus dieses weiblichen Fegefeuers geraten und wurde systematisch angezählt. Ich soll doch einfach sagen, wenn ich gerade privat auf dem Zahnfleisch laufe und im Büro Unterstütung brauche! Klaro… zwei der Damen waren in dem Zeitraum gar nicht anwesend und der dritten habe ich haarklein Bericht erstattet. Das hat sie den anderen allerdings nicht mitgeteilt, als sie ihnen unter die Nase rieb, was ich nicht geschafft habe. Also haben sie sich zu dritt erstmal über mich echauffiert und dann zu einem Tribunal eingeladen. Martinacarmenluise tranchiert auf Toast. Es war vorzüglich.

Darauf hin war ich erstmal tagelang out of order. Keine Einzelheiten, nur soviel: nervöser Magen und Reizdarm. 4 Tage verordnete Ruhe.

Seit dem kämpfe ich jeden Morgen: mein Bett ist ein Magnet und ich aus Eisen, die Sitzflächen meiner Stühle bestehen aus Sekundenkleber und die Beine sind aus Blei. Jeder Tag kostet mich Überwindung, ich komme immer übelst spät im Büro an und bringe mich somit um einen frühen Feierabend; folgerichtig ist zu Hause auch nicht mehr viel drin, wenn man erst im Dunkeln heimwärts eilt.

Überhaupt bin ich in letzter Zeit recht dünnhäutig. Irgendwie habe ich ein echtes Problem mit Vorgängerinnen, was zugegebener Maßen ziemlich blöd ist und höchstwahrscheinlich sogar richtig bescheuert, wenn die Vorgängerin nicht mehr unter den Lebenden weilt, aber ändern kann ich es leider auch nicht. Ich bekomme Pickel, wenn Lieblingskerl so redet, als sei er noch mit ihr verheiratet und jeden Tag erwähnt, wo er in seinem vorherigen Leben Urlaub machte. Von seinem Schwiegervater redet, obwohl ich mich frage, ob dieser die Bezeichnung noch verdient, wenn das Bindeglied zu dem Verwandschaftsgrad nicht mehr lebt. Und seit Jahren Funkstille herrscht.

Bin ich beknackt, wenn es mich sticht, dass bei seinen Eltern noch ein riesiges Foto mit schwarzem Trauerrand im Wohnzimmerschrank thront, obwohl das fast 6 Jahre zurückliegt? Bin ich nicht normal, wenn ich sage, entweder das Foto verschwindet aus meinem Blickfeld oder ich verschwinde? Ist es hier für irgendeinen verständlich, wenn das für mich bedeutet, der Platz an der Seite von Lieblingskerl ist in den Augen seiner Eltern nach wie vor besetzt? Kann jemand nachvollziehen, dass es mir lieber gewesen wäre, ich hätte diesem allgegenwärtigen Schreckgespenst lieber kein Gesicht zuordnen können? Muss ich noch erwähnen, dass Lieblingskerl meine diesbezüglichen Gefühle null verstanden hat?

Die nachfolgenden Bemerkungen zur Beschreibung des Fotos wurden aus redaktionellen Gründen wieder entfernt. Ab und zu überkommt mich dann doch noch Vernunft und ein Funken Anstand und Würde….

Bis auf diese nicht so erquickliche Episode habe ich gemeinsam mit Lieblingskerl eine goldene Hochzeit gefeiert und einen 40. Geburtstag. Letzteren übrigens in einem eigens dafür komplett gemieteten uralten Forsthaus im Erzgebirge. Voll lustig! Dieses Wochenende fahren wir nach Hamburg, da wird noch einer draufgelegt: es geht zu einem 50 Geburtstag! Immerhin finden wir beide Familienfeiern irgendwie schön. Auch im Erzgebirge war die halbe Family mit an Bord und ich finde das immer herrlich, auch Tanten und Onkel meiner Freunde kennen zu lernen und könnte sie immer sofort adoptieren! Bitte mit allen Schrulligkeiten und sämtlichen Eigenheiten.

Meine eigene Familie besteht mittlerweile nur noch aus meiner Mom und Sohnemann… (Lieblingskerl klammere ich jetzt mal bewusst aus – den habe ich mir ja ausgesucht! Der zählt nicht zur Mischpoke) – alle anderen irgendwie gearteten Verwandten sind jeweils nach irgendwelchen Erbschaften in der Versenkung verschwunden und da ich ich in meiner Generation die Jüngste bin, sehe ich gar nicht ein, warum ich jahrelange Feindschaften der Eltern zu kitten versuchen sollte. Ich habe noch rein formell 2 Tanten und Onkel, 2 Cousinen und 4 Cousins sowie vermutlich eine unendliche Zahl ihrer Nachkömmlinge… die ich seit meinem 13. Geburstag nie wieder gesehen habe. Lustige Familienfeste mit vielen Köpfen sauge ich immer auf wie ein Schwamm. So war das früher bei uns auch, als die Omas noch lebten…

Manches Mal frage ich mich, ob ich bei mir irgendwelche depressiven Tendenzen entdecke. Oder liegt das am älter werden?

Na egal – bald ist März und ich habe mittlerweile richtig Bock auf Fahrradtouren und Picknick und Joggen… wer macht mit beim Frauenlauf in B am 10. Mai? Selbst auf Gartenarbeit habe ich richtig Lust. Dank neuem Rasenmäher.