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Bilder-Nachlieferung

Wettertechnisch war das ja nix zu Pfingsten! Mein Lieblingskerl lag zwar gestern auf der Liege, weil er sich verdammt nochmal vorgenommen hat, auf der Liege zu faulenzen. Zwar musste er diese beim Hagel unter das Schuppendach ziehen, aber er lag!! War auch mal nicht schlecht, die Couch alleine für mich zu haben, kombiniert mit der Herrschaft über die Fernbedienung *muhaahaaaaa*

Also hier die Fotos von irgendwann, als das Wetter noch schöner war:

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HeuteVorvorgestern (ich kann hier immer noch nicht vom Handy aus bloggen-alles erhält den Status „veröffentlich“ und „lokal“!?!?!) haben wir einen gepflegten Pfingstspaziergang durch den Spandauer Forst unternommen. Und damit war es ganz leicht, endlich die 10000er- Marke beim Schrittzähler zu toppen. Jiieeeehaaa!

Vermutlich haben wir alle gesundheitlichen positiven Aspekte beim abendlichen Grillen wieder zunichte gemacht. Grillkartoffeln mit Spezialdip stehen bei uns gerade hoch im Kurs, Junior braucht immer irgendwas hühnerhaltiges und der Lieblingskerl braucht Fleisch. Und gegrillte Tomaten mit Knofi und Schafskäse. Lecker war’s!

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Wieder da!

Huhu!

Ich war übrigens weg. So Sommerferien und so… Vielleicht ist es Euch aufgefallen, dass es hier etwas ruhiger war als sonst. Ansonsten wisst Ihr es jetzt 😉

Ja, und bevor wir weg waren, hatten wir noch überlegt, wann wir genau wegfahren… wir hatten nichts gebucht, der Sohnemann sowieso in einem kalkulierbaren Zeitraum Ferien, ich 2 Wochen Urlaub… nur der Lieblingskerl wusste nicht, ob das auch klappt. Gebucht hatten wir daher nichts! Und in Haus und Garten war ja auch noch nicht alles fertig…

Und es stand noch der elterliche Quartals-Pflichtbesuch bei Ihm an und… dann kam am Samstagmorgen der Anruf, dass meine Mom schon wieder im Krankenhaus ist… weil der Blutdruck plötzlich in die Höhe schoss… Und sie sich so fürchtete, dass sie Freitag Nacht noch den Notarzt anrief. Gut reagiert! Beim letzten Mal wartete sie noch bis Montag ab, bis ihre Hausärztin Sprechstunde hatte…

Vorab schonmal: meiner Mom geht es wieder gut, der Blutdruck hat sich auf Normalmaß runtergeregelt und keiner weiß, was war und warum.

So begab es sich also, dass wir erst Dienstag in den Urlaub gestartet sind. Und somit neben Krankenhausbesuchen auch noch ein paar Ausflüge auf dem Weg dorthin einbauen konnten.

Als erstes haben wir natürlich meine Mom besucht und bei der Gelegenheit noch ein wenig das Restaurantangebot in Nauen gecheckt. Und die abendliche Kulisse genossen:

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Am Tag danach haben wir das ehemalige Olympische Dorf in Elstal besucht (liegt auf dem halben Weg zwischen Berlin und Nauen). Dort waren 1936 die Olympioniken untergebracht, die sich in Berlin den Wettkämpfen stellten. Höchst spannend, vor allem, weil „früher“ die Transitstrecke von Berlin Richtung Hamburg dort lang führte. Ich kann mich noch genau erinnern, dass kurz hinter der Heerstraße, kurz vor Dallgow-Döberitz ein Schlagloch auf der Straße wohnte, in der sich ein Kleinwagen ganz bequem drin verstecken konnte. Es wurde jedoch nicht geflickt, sondern musste umfahren werden. Jedes Jahr standen mehr Pylonen rings ums Loch wie stumme Trauergäste.

Jedenfalls kam kurz hinterm Schlagloch immer dieser Abschnitt der Transitstrecke, wo russische Soldaten mit ihren komisch aussehenden Uniformen und den aberwitzig geformten Tellerminenmützen rumliefen. Und ihre grell geschminkten weiblichen Gefährtinnen, die stets zu kurze Miniröcke trugen. Die eigentliche Sensation lag allerdings dahinter: hinter den schiefen Mauern konnte man zwischen den Bäumen Gebäude erkennen, die deutlich älter waren als die zu durchquerende fremde Republik. Da raunten sich schon früher meine Eltern zu: „das ist das Olympische Dorf!“. So wie wir heute raunen würden „und dort liegt das versunkene Atlantis!“ Zusammengefasst: das Olympische Dorf hat mich schon immer angezogen und fasziniert.

Jahrelang kam man allerdings nicht richtig ran oder ich habe mich einfach nicht ausgiebig genug damit beschäftigt, mal über Mauern zu klettern. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich auch sonst nie ausgiebig langweile… einmal war ich dort schon schauen und es war abgesperrt.

Verfallende Gebäude üben auf mich irgendeine nicht zu erklärende Faszination aus. Ziehen mich magisch an. So gibt es auch an der Bahnstrecke Berlin-Hannover ein bröselndes Gebäude, was ich schon mal besucht habe. Da musste man durch Stacheldraht durch und über eine Mauer hinweg…. Und den alten Flugplatz am Erlenbruch in Schönwalde-Glien habe ich auch schon mal erkundet. Das Loch im Zaun war schnell gefunden und man traf auf dem angeblich bewachten Grund zahlreiche Spaziergänger!

Ich schweife ab…. ‚tschuldigung.

Hier ein paar Impressionen vom Olympischen Dorf:

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Und dann mittendrin: ein Baum mit leuchtend gelben Früchten. Mirabellen! Geil!!! Also flink durch eine Absperrung („historischer Grund – Betreten verboten“) und den mal nicht vergessenen Jutebeutel gezückt – und ein Kilo Mirabellen geplückt. Historisch verbotene olympische Mirabellen!

Zu Hause haben wir dann eine Hälfte Chutney und eine Hälfte Marmelade (oder Konfitüre?) daraus gekocht. Meine olympische Disziplin.

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Lecker ist es geworden! Für den pikanten Brotaufstrich kam frei Schnautze noch heller Balsamicoessig dazu sowie etwas Honig und angeschmorte Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Sambal Oelek, für den süßen Brotaufstrich bin ich in den Vorratsschrank getaucht und habe eine Tüte Gelierzucker mit Orangenblütenaroma gefunden und diesen dann laut Aufdruck verarbeitet (kann man zusammenfassen mit „reinschütten und aufkochen – fertig!“).

Und wie wir 10 Tage bei Regen im Zelt ausgehalten haben und wie viele warme Jacken ich kaufen musste um nicht zu erfrieren, erfahrt Ihr demnächst auf diesem Senden!

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Alles und nix

Irgendwie war das Wochenende mal wieder viel zu kurz, um alles komplett so zu machen, wie Sohnemann und ich uns das vorgestellt haben.

Der Samstag begann viel zu früh, obwohl wir verschlafen hatten. Sohnis Wecker (wieder mal nicht am Wochenende deaktiviert…) klingelte zu seiner üblichen Wochentagszeit, also um 6:40. Leider sollten wir zum Angeln um 7:00 am Kanal sein. Aber meine Güte – den Fischen wird’s ja wohl egal sein, ob wir etwas früher oder später da sind… Also schnell die Angelsachen zusammengerafft, etwas Proviant und das Strickzeug eingepackt und den Plan, mit dem Rad hinzufahren verworfen und ab ins Auto.

Am Ort des Geschehens angekommen erstmal grob orientiert – was geht hier denn ab? Wie läuft das jetzt? Angel rein ins Wasser und gut? Nönönööööö! Es handelte sich um ein Wettangeln vom Kreisangelerverband (aha – DAS bedeutet also das mysteriöse KAV auf dem Veranstaltungskalender… wieder was gelernt!) und die Angelplätze waren schon verlost. Wie jetzt?!? Ich merke, dass ich noch viel Lernen muss. Eine geborene Angelmama bin ich wohl nicht. Sohni guckt schon recht enttäuscht, aber die Veranstalter konnten sich knapp vor Tränenalarm noch dazu durchringen, ihn „außer Konkurrenz“ starten zu lassen. Was auch immer das bedeuten mag.

Ich beziehe in aller Ruhe mein Plätzchen im Schatten, oben auf dem Deich (übrigens: in Havel und Spree ist alles okeee). Da Sohni das erste Mal an einer solchen Veranstaltung teilnimmt, lassen sich die Herren des Vereins öfters blicken und geben Tipps, organisieren Ersatz für das verschollene Lotblei, die nicht vorhandenen Eimer, das vakante Lockfutter… Mama strickt und gibt zu Protokoll, dass sie nur so „Mama-Sachen“ beherrscht, Angeln aber so gar nicht ihr Ressort wäre. Dank Matze vom Verein wird Sohni aber rundum betreut und versorgt. Danke Matze!

Nun sollen wir aber auch noch am Schulfest mitwirken. Ich Sozialdoofie habe mich natürlich auf die Helferliste gesetzt und soll ab 10:00 den Verkaufsstand vom Schulförderverein unterstützen. Außerdem ist Oma zum Schulhof beordert worden, um dem Sohnemann ordentliches Schuhwerk zu liefern (der morgentliche Kaltstart verlief in Gummistiefeln – gut zum Angeln, schlecht für’s Schulfest) und beim Verzehr von Grillwürsten zu helfen. Nur ist das Wettangeln jetzt plötzlich doch erst um 11:00 zu Ende, außerdem zieht sich das wohl noch länger hin, denn es folgt eine Preisverleihung. Was tun?

Sohnemann hat zu diesem Zeitpunkt bereits 7 Barsche und eine Schleie gefangen. Also respektable Chancen auf Platzierung. Erneut Dank an Matze, der das Kümmern übernahm, während ich meinen Helfertermin auf die Spätschicht umbuchte und Oma samt Ersatzschuhen einsammelte. Watt’n Stress! Dabei ist Wochenende!!!

Nun ja – es gab Pokale und Preise für die Teilnehmer. Also für alle bis auf einen… da war doch was… außer Konkurrenz… MIST!

Mein erfolgreicher Nachwuchs hätte den dritten Platz in der Rubrik „Schüler“ belegt, wenn wir pünktlich da gewesen wären! Die Enttäuschung floss ihm dann doch aus den Augenwinkeln und er war total sauer auf sich selbst – den Pokal fand er nämlich wundervoll und von den Preisen hätte er sich was Schönes an Angelzubehör aussuchen können.

Mann, ging mir das da mies… Eigentlich sollte ich doch den Wecker stellen und habe das glattweg vergessen. Mein schlechtes Gewissen konnte ich nur beruhigen, in dem ich den Kauf einer neuen Stippe versprochen habe. Von wegen Glück könne man nicht kaufen… Egal. Kleines Trostpflaster für ihn und für mich so eine Art Lehrgeld. Aber die Enttäuschung blieb noch mindestens eine Stunde ungebrochen bestehen und auch der übrig geblieben Preis, der ihm dann gnädiger Weise überlassen wurde, beinhaltete natürlich nicht das, was er sich ausgesucht hätte. Oder gibt es hier jemanden, der eine Schere braucht, die einen Regenwurm in drei exakt große Segmente schneidet? Nein???

Zum anschließenden Schulfest waren wir nun mittlerweile echt spät dran, aber dort wurde meine Hilfe am Verkaufsstand dankend angenommen. Meine Aufgabe fortan bestand im Brötchen aufschneiden – Kassieren war eigentlich denen vorbehalten, die nicht mit Lebensmitteln zu tun hatten. Aber was tun, wenn das Geld passend hingehalten wird? Natürlich zugreifen! Also hatte ich dann eine reine Hand mit Handschuh und eine für den unreinen Bezahlvorgang. Ab und zu kann ich Multitasking.

Die Mama neben mir – die Frau an der Kasse – hat übrigens ein Mädchen mit einem neuen Fünfer weggeschickt mit den Worten „sehr hübsch Kleines – und jetzt holst Du bitte das echte Geld!“. Hihi… hat sich wohl noch nicht üerall rumgesprochen, dass neues Geld im Umlauf ist. Echtes!

Dort im Schatten unter dem Verkaufzelt ahnte ich schon – trotz lausig kaltem Wetter mit böigem Wind im Schatten prickelte und spannte das Gesicht. Gesichtssonnenbrand. Nochmal Mist.

In der Zwischenzeit baue ich immer mal wieder an meiner Terrasse rum. Zur Zeit steht Streichen der Unterkonstruktion an. Laut Herstellerangaben soll zwischen den einzelnen Aufträgen 24 Stunden Zeit liegen. So ein Kantholz hat 4 Seiten… der geübte Kopfrechner weiß, bis alle Seiten doppelt eingepinselt sind, äh… vergeht echt viel Zeit. Zumal mir das Douglasienöl natüüüürlich nach 3 gestrichenen Seiten ausging. Also gab es Samstag nachmittags noch eine kleine Stippvisite im Baufachmarkt.

Uns erwartet dort folgendes Szenario: ein mit Flatterband abgesperrter Bereich, Marktleiter mit Handy am Ohr, Mitarbeiter mit angespannten Minen, ein riesiger SUV mit Stern (SUV= super überflüssiges Vehikel) und eine Fahrerin, ebenfalls mit Handy am Ohr, dazu noch ein paar Splitter am Boden und ein Laternenpfahl, der eindeutig nicht mehr senkrecht in den Himmel ragt. Hier wurde ganz offentsichtlich die kürzestmögliche Strecke gefahren und das war keine gute Idee. Und das war keine Wegesrandleuchte für den Hausgebrauch, sondern eher Marke Flutlicht im Fußballstadion, umringt von rot-weißem Band…

Insofern war unser Wochenende gar nicht so blöd gelaufen. Hätte schlimmer kommen können!

Aber der Sonntag verlief wesentlich besser. Da gab es Projekte, die wunderbar verliefen. Ich sage nur: der Holunder blüht und morgen gibt es was Feines aus der Küche zum nachlesen.

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Hobbysynchronisation

Das genetische Programm läuft wie geschmiert. Sohnemann zieht es hinaus an den See, das Outdoorkind verlangt zu Angeln. Mama hingegen möchte nicht weiter tun als abhängen und heimelig stricken. Vielleicht noch für das Abendbrot backen. Was tun?

1.) Den Brotbackautomaten mit Zutaten bestücken und ihn seinen Job machen lassen

2.) Kinder wetterfest kleiden und darauf vertrauen, dass sie schon selbst die Angeln und Käscher mitnehmen (hat geklappt)

3.) ein mobiles Strickstudio am Fahrrad vertäuen

Also wird aus Angeln

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Und Stricken

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Strangeln oder auch Angricken… Oder so ähnlich

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Und so lange es nicht regnet, bleib ich hier in meinem Stühlchen sitzen und schwinge die Nadeln. Ich knipse höchstens mal, was mir vor die Linse schwimmt.

Und daheim wartet frisches Sonnemblumenkernbrot auf uns.

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Wie war Euer Pfingstmontag?

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Rund um den AVON-Frauenlauf

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Ein Event will gut vorbereitet sein. Startunterlagen und Laufshirts einsammeln. Das Haus aufräumen und 5 Schlafplätze herrichten. Bärlauch sammeln und Pesto basteln. Einen Tisch für das Frühstück davor buchen. Und sich selbst in Hochform bringen.

Zumindest hat es geklappt, die Gäste gut unterzubringen. 1500 Gramm Nudeln mit Bärlauchpesto zu vermischen war dann doch ziemlich tricky. Was nicht ganz so perfekt war, haben 12 Flaschen Sekt und eine Flasche Champagner (danke Carola! Spitzenidee!) ganz schnell vergessen lassen.

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Meine Nachbarn verzeihen mir sicherlich, dass wir im Garten lauthals zu der Fetenterror-CD mitgegrölt haben- meistens sogar komplett was anderes, als aus den Lautsprechern drang. Da wir aber den Interpreten von Band locker übertönt haben, dürfte das nicht weiter aufgefallen sein.

Das Frühstück am Samstag war übrigens die totale Pleite. Gut, ich habe meine Buchung noch zwei mal geändert, aber uns dann so abzuschieben… Aber der Reihe nach: im letzten Jahr waren wir sehr angetan von der Location, schön gelegen am See in unmittelbarer Nähe zur Laufstrecke. Brillant. Das lässt den miesen Service in den Hintergrund treten. Aber uns 13 Frühstücksgäste in den Biergarten zu platzieren, wo es alles außer Frühstück gab, war doch ganz schön frech. Und mir dann noch zu sagen, na, ich hätte doch im Biergarten reserviert und da könne man nix machen….

Doch, konnte man: tschüß Café am neuen See, hallo Schleusenkrug!!!

So hatten wir schon vor dem eigentlichen Lauf insgesamt gute 5 km Aufwärmen im Tiergarten.

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Der Lauf war eigentlich mehrere Läufe, da wir es geschafft haben, in wirklich jeder Kategorie Teilnehmer an den Stadt zu schicken. Mit und ohne Zeitmessung, walken, joggen, 5 und 10 km.

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Alle haben ihren Lauf gemeistert. Nur eine stand mehr oder weniger geduldig mit triefender Nase, quälendem Dauerhusten und allen Taschen am Rand *heul*

Herzlichen Glückwunsch an Birgit, Miriam, Puja, Martina, Susanne, Martina, Birgit, Sandra, Sandra, Sylvina, Katja, Mareike und Astrid! Ihr wart der HAMMER!!!

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Schlimmer war es natürlich, im Anschluss noch zu Fuß zur S-Bahn zu laufen, mit hängenden Magen zu Prenz’l-Bergs coolstem Burger-Laden zu schlürfen und mit letzter Kraft Pujas Dachterrasse zu erklimmen. So richtig partylustig waren wir da alle nicht mehr. Nur Kätzchen Tara war im siebenten Kraulhimmel und ließ sich entspannt das Winterfell rausstreicheln. Für den Heinweg gönnten wir uns dann ein schönes Großraumtaxi.

Mädels, es war soo schön und ihr fehlt mir echt gewaltig!!

Nun sitze ich hier mit wunder Nase, Layas Hello Kitty Taschentüchern, huste immer noch brutal und kann nur hoffen, dass ich nächstes Jahr meinen Heuschnupfen soweit im Griff habe, dass ich selbst laufen kann. Denn Taschen halten ist langweilig. Aber so habe ich noch ziemlich genau 360 Tage Zeit, um zu trainieren.

Meine Rückenschultrainerin war übrigens auch dabei. Sie war Sechste bei den 5 km mit Zeitmessung. Na, das ist doch mal eine Herausforderung!!

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H und HH

Mein Wochenende begann letzte Woche praktisch schon freitags. Da hatten wir nämlich Wandertag. Na gut, mein Arbeitgeber nannte die dienstliche Veranstaltung in der Landeshauptstadt Niedersachsens zwar etwas anders; aber mit Kollegen mit der Bahn fahren, einem Vortrag zuhören, durch eine Art Ausstellung lustwandeln, dabei Kanapees naschen und am Glas nippen, auf dem Rückweg noch durch Geschäfte bummeln fühlte sich extremst nach Wandertag an.

Bisschen schwierig gestaltete sich nur die Hinfahrt. Wenn ein Hochgeschwindigkeitszug nicht weiterfährt, weil es eine undefinierbare Rauchentwicklung in einem Zugteil gibt und ein Bremsendefekt vermutet wird, steigert das nicht mein Urvertrauen in die Technik. Pünktlich kommt man mit so einer Diagnose auch nicht unbedingt an. Rückfahrt lief jedenfalls ohne nennenswerte Vorkommnisse.

Anschließend schnell nach Hause, Kind und Laufanne einsammeln und dann ab nach Hamburg! Okay, sooo schnell ging es dann doch nicht und ich war im Grunde meines Herzens recht froh, dass ich mehr als 5 Minuten Zeit hatte, um noch mal durchzuatmen und einen Kaffee zu trinken, da sich Laufanne verspätet hat. Falls es einen Stau auf der A24 gab, hatte der sich bereits aufgelöst, als wir über die Autobahn düsten. Fast pünktlich kamen wir in Hamburg an – mit dem kleinen Manko, dass wir noch schnell a) in der Jugendherberge vorbeifahren mussten b) der Check-Inn schleppend lief und die Dienstleistung „Bett beziehen“ leider ein „Do-it-Yourself“ war c) Sohnemann noch bei Kerstin abgegeben werden musste, die schon längst beim WW-Treffen war d) sich die Fahrzeit nicht unwesentlich verlängert, wenn man auf einer Ringbahnlinie ausgerechnet den Zug erwischt, der einem in eine Sackgasse fährt, die man erst e) zurück fahren und f) anschließend noch die Fahrtrichtung wechseln muss.

Mit einer klitzekleinen gewaltigen Verspätung von 2 Stunden oder so sind wir dann im verabredeten Restaurant angekommen. Vielen Dank an Nudem (+Mann), Sternenträumer (+Mann), Kerstin und Gerd, die über eine Stunde an ihrer Vorspeise gemümmelt haben, um mit uns zusammen die Hauptmahlzeit einzunehmen! Das war echt großherzig. Danke Ged für’s organisieren und der Liveschaltung!!!

Übrigens essen Portugiesen streng nichtvegetarisch, aber der Rotwein war wirklich lecker! Außerdem dämpfte er die Störgeräusche, die die Einweihungsparty der Nachbarn bis morgens um halb drei sendete, ganz gut ab.

Am Samstag haben wir so lange geschlafen, wie es 2 überdrehte Jungs und der Lärm einer Großstadt zuließen. Außderdem haben wir gelernt, dass es nichts nützt, wenn man Fahrradreifen aufpumpt, wenn dem Drahtesel die Kette fehlt und wie man bei StadtRad ein Bike ausborgt. Die Tour durch den Stadtpark und der Bummel durch die Globe.Boat-Veranstaltung waren toll! Leider war ich danach so ausgeknockt und fertig gerührt, dass ich noch nicht mal mehr stricken wollte und nur noch faul rumhing.

Sonntag war es dann soweit: Marathon gucken! Erst kurz im Fernsehen und dann live und in Farbe! Sensationelle Sache, wenn man ein Event auf der Mattscheibe ausknipsen kann und dann in Echt erlebt. Also zumindest als Zuschauer. Sehr cool, als wir dann wirklich und leibhaftig unseren Supertabman entspannt und locker an uns vorbeilaufen sahen. Kerstins Stimmungstrillerpfeife ist übrigens wirklich nichts für seichte Öhrchen.

Nachdem man seinen verlängerten Rücken den ganzen Winter (und wir hatten einen laaaaaangen Winter!) geschont hat, merkt man die erste Fahrradtour des Jahres recht deutlich. Kaum hatte ich das gedacht, kamen mir die ganzen Marathonläufer in den Sinn und ich schämte mich etwas für meine Weicheierigkeit. Und beim Gedanken an meine eigenen Laufambitionen habe ich mich noch viel viel mehr geschämt.

Es war wirklich erstaunlich, wie viele verschiedene Typen man dort hat laufen sehen. Es ist ja nicht so, dass ich zum ersten Mal einem Marathon zugesehen hätte, aber dieses Mal standen wir doch so lange an einem Fleck (was nicht daran lag, dass Gerd langsam war! Neinnein! Garnich!), dass man das hintere Teilnehmerfeld zu sehen bekam. Und ja: jeder gesunde Mensch kann laufen! Wirklich! Es ist wirklich nur eine Kopfsache, sich zu überwinden. Wenn man auch nicht die ganzen wahnsinnig langen 42,KommaEtwas Kilometer mitrennt, sondern nur ein Stück oder auch als Teil eines Staffelteams – Leute, das geht!!! Ich bin total begeistert von jedem einzelnen, der die Herausforderung angenommen hat und mitlief. Auch von dem Typen im Elchkostüm (komplett aus Teddyfell), den Feuerwehrleuten in voller Montur mit echten Sauerstoffflaschen auf dem Rücken, dem Mann mit dem blutigen Brustwarzenfleck auf dem Shirt, den Übergewichtigen und denen, die zwischendurch in Schrittgeschwindigkeit wechseln mussten. Von Laufanne, Nudem und Gerd. Und von Sternenträumer, die nur nicht mitlief, weil ein paar Muskelfasern und der Trainingsplan einen Disput hatten. Mann, ihr seid echt großartig!!!

Den restlichen Sonntag haben wir im Garten von Kerstin verbracht, hier und dort etwas rumgetüddelt, einen platten Reifen geflickt (höhöööö, ich kann nicht anders und musste wieder die Schrauberqueen raushängen lassen), unser Lieblingsdönerbude einen weiteren Besuch abgestattet, und irgendwann der Wahrheit ins Auge geblickt, wieder zurück in de Alltag, Kerstin arbeiten, ich zurück auf die Autobahn.

Herzlichen Dank liebe Kerstin, dass Du uns beherbergt hast und Danke an Deinen Mann, der nur sehr zögerlich zustimmte und uns dann doch irgendwie ertragen hat. Ich bin nur echt betrübt, dass wir es irgendwie nicht geschafft haben, in Ruhe zu schnacken.

Auch der Heimweg lief sensationell gut. Langsam ändere ich meine Meinung über die A24 – geniale Erfindung. Hamburg und Schönwalde liegen etwas weniger als 2,5 Stunden auseinander. Also kürzer, als mancher Marathon.

Uiuiui, und der Frauenlauf in Berlin rückt immer näher! Langsam wird es ernst… Lauftraining ist jetzt (theoretisch) jeden 2 Tag dran – und heute habe ich wieder den Rückenschulkurs belegt und bin schon reichlich ausgepowert…muss da also gleich vom Plan abweichen und auf morgen früh ausweichen. Zum Glück gelingt es mir ja stets, dass dann auch durchzuziehen – zumal mit Vorankündigung!

Zum Glück habe ich noch ein paar Tage frei und kann mich lauftechnisch als auch häuslich vorbereiten – denn bei mir übernachten 5 Mädels, die auch beim Frauenlauf mitmachen. Da gilt es, das Heim aufzuhübschen, vorzubereiten

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