Wieder da!

Huhu!

Ich war übrigens weg. So Sommerferien und so… Vielleicht ist es Euch aufgefallen, dass es hier etwas ruhiger war als sonst. Ansonsten wisst Ihr es jetzt 😉

Ja, und bevor wir weg waren, hatten wir noch überlegt, wann wir genau wegfahren… wir hatten nichts gebucht, der Sohnemann sowieso in einem kalkulierbaren Zeitraum Ferien, ich 2 Wochen Urlaub… nur der Lieblingskerl wusste nicht, ob das auch klappt. Gebucht hatten wir daher nichts! Und in Haus und Garten war ja auch noch nicht alles fertig…

Und es stand noch der elterliche Quartals-Pflichtbesuch bei Ihm an und… dann kam am Samstagmorgen der Anruf, dass meine Mom schon wieder im Krankenhaus ist… weil der Blutdruck plötzlich in die Höhe schoss… Und sie sich so fürchtete, dass sie Freitag Nacht noch den Notarzt anrief. Gut reagiert! Beim letzten Mal wartete sie noch bis Montag ab, bis ihre Hausärztin Sprechstunde hatte…

Vorab schonmal: meiner Mom geht es wieder gut, der Blutdruck hat sich auf Normalmaß runtergeregelt und keiner weiß, was war und warum.

So begab es sich also, dass wir erst Dienstag in den Urlaub gestartet sind. Und somit neben Krankenhausbesuchen auch noch ein paar Ausflüge auf dem Weg dorthin einbauen konnten.

Als erstes haben wir natürlich meine Mom besucht und bei der Gelegenheit noch ein wenig das Restaurantangebot in Nauen gecheckt. Und die abendliche Kulisse genossen:

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Am Tag danach haben wir das ehemalige Olympische Dorf in Elstal besucht (liegt auf dem halben Weg zwischen Berlin und Nauen). Dort waren 1936 die Olympioniken untergebracht, die sich in Berlin den Wettkämpfen stellten. Höchst spannend, vor allem, weil „früher“ die Transitstrecke von Berlin Richtung Hamburg dort lang führte. Ich kann mich noch genau erinnern, dass kurz hinter der Heerstraße, kurz vor Dallgow-Döberitz ein Schlagloch auf der Straße wohnte, in der sich ein Kleinwagen ganz bequem drin verstecken konnte. Es wurde jedoch nicht geflickt, sondern musste umfahren werden. Jedes Jahr standen mehr Pylonen rings ums Loch wie stumme Trauergäste.

Jedenfalls kam kurz hinterm Schlagloch immer dieser Abschnitt der Transitstrecke, wo russische Soldaten mit ihren komisch aussehenden Uniformen und den aberwitzig geformten Tellerminenmützen rumliefen. Und ihre grell geschminkten weiblichen Gefährtinnen, die stets zu kurze Miniröcke trugen. Die eigentliche Sensation lag allerdings dahinter: hinter den schiefen Mauern konnte man zwischen den Bäumen Gebäude erkennen, die deutlich älter waren als die zu durchquerende fremde Republik. Da raunten sich schon früher meine Eltern zu: „das ist das Olympische Dorf!“. So wie wir heute raunen würden „und dort liegt das versunkene Atlantis!“ Zusammengefasst: das Olympische Dorf hat mich schon immer angezogen und fasziniert.

Jahrelang kam man allerdings nicht richtig ran oder ich habe mich einfach nicht ausgiebig genug damit beschäftigt, mal über Mauern zu klettern. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich auch sonst nie ausgiebig langweile… einmal war ich dort schon schauen und es war abgesperrt.

Verfallende Gebäude üben auf mich irgendeine nicht zu erklärende Faszination aus. Ziehen mich magisch an. So gibt es auch an der Bahnstrecke Berlin-Hannover ein bröselndes Gebäude, was ich schon mal besucht habe. Da musste man durch Stacheldraht durch und über eine Mauer hinweg…. Und den alten Flugplatz am Erlenbruch in Schönwalde-Glien habe ich auch schon mal erkundet. Das Loch im Zaun war schnell gefunden und man traf auf dem angeblich bewachten Grund zahlreiche Spaziergänger!

Ich schweife ab…. ‚tschuldigung.

Hier ein paar Impressionen vom Olympischen Dorf:

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Und dann mittendrin: ein Baum mit leuchtend gelben Früchten. Mirabellen! Geil!!! Also flink durch eine Absperrung („historischer Grund – Betreten verboten“) und den mal nicht vergessenen Jutebeutel gezückt – und ein Kilo Mirabellen geplückt. Historisch verbotene olympische Mirabellen!

Zu Hause haben wir dann eine Hälfte Chutney und eine Hälfte Marmelade (oder Konfitüre?) daraus gekocht. Meine olympische Disziplin.

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Lecker ist es geworden! Für den pikanten Brotaufstrich kam frei Schnautze noch heller Balsamicoessig dazu sowie etwas Honig und angeschmorte Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Sambal Oelek, für den süßen Brotaufstrich bin ich in den Vorratsschrank getaucht und habe eine Tüte Gelierzucker mit Orangenblütenaroma gefunden und diesen dann laut Aufdruck verarbeitet (kann man zusammenfassen mit „reinschütten und aufkochen – fertig!“).

Und wie wir 10 Tage bei Regen im Zelt ausgehalten haben und wie viele warme Jacken ich kaufen musste um nicht zu erfrieren, erfahrt Ihr demnächst auf diesem Senden!

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12 Gedanken zu “Wieder da!

  1. Hach, herrlich. Ich finde, diese verbotenen Früchte schmecken doch immer doppelt so süß wie die eigens gezüchteten/gekauften… Darauf hätte ich jetzt große Lust. Und mein dich-vermissen hat sich nur aus dem Grund in Grenzen gehalten, weil ich dachte, da fahre ich doch zur gleichen Zeit einfach auch weg, dann fällt das gar nicht so sehr auf :-).
    Herzallerliebste Willkommen-zurück-und-schön-dass-du-wieder-da-bist-Grüße an dich
    Anni

  2. Ob es jemandem aufgefallen ist?
    Hmmm… Nö… Ich glaube nicht. Irgendwie war es so angenehm und ruhig und friedlich… *lach*
    Aber jetzt, wo Du’s sagst… ;-))

    • Das heisst, ihr habt euch nah erholt. 🙂 Ich finde ja auch, dass das Interessante nicht immer meilenweit weg liegen muss. Und auf die Mirabellen bin ich grad wahnsinnig neidisch. Ich möchte ja noch gerne Mirabellengelee machen … aber hier wächst nüscht. lg :*

    • Wir konnten uns zurückhalten! 6 kleine Gläschen Chutney und 3 mittelgroße Gläschen Marmelade sind noch da. So habe ich auch immer was auf Vorrat, um die liebe Familie mit kleinen Aufmerksamkeiten zu beschenken.

  3. Wieder mal ein sehr erheiternder Bericht 🙂 Mirabellen gab es auf Rügen auch zuhauf, und wir haben sie natürlich auch genossen. Aber nur die erlaubten, unsportlichen

  4. Huhu CL!! Danke für die Karte!! Hab mich voll gefreut! Dein Urlaubsbericht hört sich toll an und es kribbelt mich im Bauch, wenn ich an meinen eigenen denke, der in 1,5 Wochen startet. Lass uns nächste Woche mal telefonieren, in dieser Woche heißt es nur noch: ÜBERLEBEN! ;D Ich drück Dich ganz feste! Deine Sandy

    • Huhu Prinzessin! Das freut mich, dass auf die Post Verlass ist 😉 Ein ausführlicher und bebildeter Bericht folgt noch!
      Oh ja – wann bist Du am besten erreichbar? Ich stell mir zur Not nen Wecker!
      Drückzurück 🙂 Bussi

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