Woche 43 Jahr 2012 – was so zuletzt war

Au weia, es ist echt schwierig, hier regelmäßig was reinzuschreiben…

Insbesondere wenn das Internet daheim nicht funzt! Darüber werde ich demnächst mal einen kompletten Eintrag volljammern….

 

Ich könnte zwar auch das Smartphone quälen, aber eigentlich hat es keine Quälerei verdient, denn es ist ein ganz braves Gerät. Ebenso möchte ich meine zarten Fingerchen nicht überlasten.

 

Das über-Gebühr-Beanspruchen der Fingerchen nehme ich lieber in der freien Natur vor!

Vorletztes Wochenende habe ich mir morgens überlegt, wie ich denn meinen einzigen freien Tag in der Woche so verbringen könnte (auf die Couch legen und nix tun wäre ja viel zu einfach und naheliegend) und da viel mir ein, dass ich ja bereits vor einigen Tagen einen Weihnachtsbaum gekauft habe. Also jetzt nicht ein Exemplar, was man in den Weihnachtbaumständer irgendwie reinfriemelt und was schneller nadelt, als man „frohes Fest!“ sagen kann. Nein! Ein wieder verwertbares, daher ökologisch wertvolles Exemplar ist es geworden, welches man einpflanzt und sich – insbesondere in der Weihnachtszeit – mit einem ganz gewissen Glanz in den Äugelein, immer wieder anschauen kann. Meine Mädels, denen ich ein Foto des Bäumchen noch aus dem Baumarkt zukommen lies, haben zwar orakelt, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank, dass ich schon im Oktober einen Weihnachtsbaum kaufe, aber sie ahnten dort noch nicht, dass das ein Baum mit Mehrwert ist. Hoffentlich wächst das Ding auch gut an

Nun galt es aber, DEN perfekten Platz zu finden, um künftig auch einen guten Blick auf das Mehrwertbäumchen zu haben. Optimal wäre natürlich vor einem Fenster, was nach Möglichkeit häufiger frequentiert wird als der Hauswirtschaftsraum (öhööm…).

Der Platz war schnell gefunden: schön in der Sichtachse Essecke-Spülbecken, genau vor dem Küchenfenster… nur wuchs da noch anderes Gestrüpp. Zum einen ein undefinierbares Bäumchen, vermutlich irgendwas Eibenartiges, welches unten nur noch aus einem Stamm und oben aus grünen, schlapp herabhängenden Ästen bestand (man merkt sicherlich an der Vergangenheitsform, dass sich daran alsbald was ändern sollte).

Also habe ich mich mit einer Axt bewaffnet und hab einfach fröhlich drauflos gehackt. Bei diesen karohemdtragenden, poppeybeoberarmten Waldschraten und ihrem Lumberjackweltmeisterschaften geht das immer so eins-fix-drei, kurz mal rechts und links eine Kerbe reinschlagen und den Mammutbaum mit einem gezielten Hieb von hinten umnieten. Ich stand da und hatte immer ein wenig Angst, mir ins Bein zu hacken oder dass mir aus Versehen der Axtgriff durch die behandschuhten Finger flupscht und das Küchenfenster durchschlägt. Entsprechend verkrampft war ich innerhalb kürzester Zeit. Aber der Baum fiel! Kaum eine Stunde nach dem ersten Hieb. HA!

Dann galt es nur noch, den Stumpf aus dem Erdreich zu entfernen. Mit der kleinen Besonderheit, dass mir nur ein Spaten zur Verfügung stand und ich auf meine heißgeliebte kleine Gartenschippe verzichten musste. Diese gibt es nachweislich – habe mir dieses Jahr im Sommer mal das Vergnügen gegönnt, die abgewetzten Stiele eben dieser Schippe, eines Blumenzwiebelpflanzhilfekegels (vielleicht hat der Pieker auch einen mir unbekannten Fachnamen…) und einer kleinen Harke grün anzupinseln. Das Ding blieb aber verschollen und alle Familienmitglieder schworen wiederholt, dass diese doch sicherlich an ihrem Platz sei, ich aber nicht richtig gucken könnte bzw. als das nicht der Fall war, dass es diese Schippe doch vermutlich gar nicht gäbe. Na toll. Jetzt muss ich vermutlich von allen Geräten in Haus und Garten ein Beweisfoto schießen. Hab ja sonst nix zu tun…

Also habe ich die Feinarbeit rund um die Wurzeln mit einem übriggeblieben Platikschippchen aus der Buddelkastenära freigelegt.  Von dem Dreierensemble an Gartenhilfsgeräten mit begrüntem Stiel gibt es jetzt nur noch besagten Blumenzwiebelvorpiekser, da die Harke im direkten Kampf gegen die Wurzel leider den Kürzeren zog und sich Griff von Harke unwiderbringlich trennte. Meine Gartengeräte führen wahrlich ein hartes, kurzes Dasein!

Nachdem der Baum endlich mit Stumpf und Stiel Geschichte war, störte nur noch eine kleine Gruppe aus 4-5 mannshohen Lebensbäumchen das künftige Weihnachtsglück…

Dieses Ensemble wurde anschließend mit den mir noch zur Verfügung stehenden Gartengeräten und mit der gesamten Familie W. aus S. komplett ausgebuddelt. Schließlich möchte ich ja nicht jedes Gewächs brutal abmurksen und außerdem fand sich noch eine Lücke in der hinteren Hecke, die damit vortrefflich geschlossen werden könnte.

Somit habe ich dann nur noch das Tannenbäumchen an seinem Bestimmungsort gepflanzt und ungefähr 6 Stunden, nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, den Samstag mit Gartenarbeit zu verbringen, war auch alles erledigt. ..also bis auf den Teil mit dem neuen einpflanzen der alten Heckenpflanzen und dem auffinden der grünen Schippe… ich bin echt mal gespannt, wo das Teil wieder auftaucht!

 

Was bin ich meiner Mom dankbar, dass sie sich immer um den Kampf gegen das Laub kümmert und ich somit Freiräume habe, um nebenbei Vollzeit einen Bürojob zu wuppen, das Kind zu schaukeln und im Haus das Nötigste zu erledigen. Wenn ich auch noch Blätter harken müsste….STÖHN! Sonst müsste ich mir doch noch einen karohemdtragenden, poppeybeoberarmten Waldschrat halten!

 

Immerhin konnten wir uns am folgenden Sonntag gemeinsam erholen, da wir allesamt eine Einladung zu einem 70 Geburtstag hatten. Das bedeutet Brunch satt! Sogar mit Verlängerung über den Tag hinaus, denn es wurde so reichhaltig aufgetafelt, dass alle Gäste auf den Knien rutschend befleht wurden, doch bitte mindestens 3 Behältnisse mit Essen mit nach Hause zu nehmen, damit die Gastgeberin nicht das Gefühl hat, der Laden hat sich in der Kalkulation komplett vertan…

Auch an dieser Stelle zeigte sich erneut, dass mein Junior eindeutig Omas gute Schule durchlaufen hat, denn ohne mit der Wimper zu zucken lud er sich 4 Schnitzel in eine Schale und füllte anschließend ein halbes Dutzend Kuchenteilchen ab und langte auch beim Aufschnitt noch mal ordentlich zu. Ich begnügte mich mit einer Kollektion der neuesten Grünkernbouletten.

Immerhin konnte ich ihn davon abhalten, einer lebensechten großen Figur, die im Eingangsbereicht die Gäste begrüßte, einen Euro Trinkgeld zu entwenden und die in den Waschräumen bereitgehaltene Deo-Flasche einzusacken…

Übrigens frage ich mich bis heute, warum es in einem Kartoffelhaus auf einem Brunchbüffet keine einzige Kartoffel gab. Bedeutet Kartoffelhaus vielleicht so was wie „alles-außer-Kartoffeln“ und ich nehme es einfach wieder zu wörtlich??

 

Whow, es hat sich doch so einiges angesammelt in 2 Wochen… um Euch, geneigte Leser, nicht völlig mit Infos zu überfrachten, breche ich meinen Kurzabriss der letzten Tag hier mal ab und liefere demnächst weitere Worte hier nach!

Bis demnächst!

MCL

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2 Gedanken zu “Woche 43 Jahr 2012 – was so zuletzt war

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