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Der Mai in Wort und Bild

Im CD-Player:

Der Mai ging zu Ende, ohne dass ich es geschafft hätte, eine neue CD mit ins Auto zu nehmen – obwohl ich mir bereits im April die neue Scheibe von Depeche Mode gekauft habe… Unglaublich, oder?

Statt dessen hat mir gestern der Lieblingskerl eine neue Antenne am Autoradio befestigt – und das Radio gibt weiterhin nur ungerne klare Töne von sich. Schade – ich dachte, DAS wäre die Lösung für meine lückenhafte Erinnerungsgabe.

Lieblingsfrisur im Mai:

Ich war mal wieder beim Friseur und habe mir die Spitzen schneiden lassen, aber das Ergebnis ist so derartig viel kürzer als geplant, so dass ich mir das gar nicht weiter angucken möchte und mal wieder Dutt trage.

Auf den Nägeln:

Chrom! Sensationell! img_7484

 

Guckst Du hier:

Gehandwerkelt:

Der Mai war kein kreativer Monat. Ich habe zwei verschiedene Strickprojekte angefangen und nach einem Probestück wieder aufgeribbelt.

Sagebrush

Sagebrush by Hanna Breetz on Ravelry

Bei diesem Modell war ich mit meiner Wollauswahl nicht zufrieden: diese hat Mohair-Anteile und daher war mir das Strickbild zu flusig. Strickte sich außerdem nicht flüssig mit der Fusselwolle.

Dieses folgende Modell finde ich zwar echt unglaublich schön, aber die verwendete Wolle ist doch sehr dick, so dass definitiv ein Modell für den Winter daraus werden muss. Gut – hätte ich eigentlich schon daran erkennen können, dass es aus einer Vogue-Winterausgabe stammt… naja. In der passenden Stärke hatte ich nur ein Garn mit Farbverlauf (war mal ein Fehlkauf…) und so sah ein probehalber gestricktes Hexagram doch eher nach Love. Peace. Rock’n’Roll aus statt edel und zurückhaltend. Bleibt aber auf meiner Hoffentlich-mach-ich-das-mal-Wunschliste:

Cabled Bolero

by Norah Gaughan on Vogue Knitting Winter 2006/2007

Gefreut:

Äußerst erfreut war ich, als ich meine 3 Termine beim Zahnarzt hinter mich gebracht hatte. Thema hier war „Stiftzahn und Kronen“. Örks. Und ein Termin davon war so derartig lange und heftig, dass ich nicht annahm, dort jemals wieder raus zu kommen… Dreieinhalb Stunden auf dem Behandlungsstuhl… fast verblutet… ich erspare euch Details… nur soviel: meine Zahnärztin hatte anschließend so viel Mitgefühl, dass sie mich 3 Tage lang krank schrieb und sogar eine Verordnung für 6x manuelle Therapie wegen Kieferngelenkschmerzen beim Physiotherapeuten drauf legte.

Aus der Rubrik „Anarchie auf der Straße“

In meiner schmalen Lieblingsstraße, die durch eine Baustelle zur Einbahnstraße geworden ist, haben die Anwohner offenbar beschlossen, dass ihnen dieses Richtungsproblem egal ist. Woher ich das weiß? Ich sah mal aus ungefähr 20 Metern Entfernung, dass dort ein Auto aus falscher Richtung rausfuhr und Lieblingskerl ist in der Einbahnstraße ein Auto entgegen gekommen. Den hat er dann bis zur nächsten Einfahrt quasi „rückwärts vor sich her geschoben“. Scheint also kein Einzelfall zu sein!

Schön fand ich auch, wie sich drei junge Leute dachten „Ei, diese Auslegeware nehmen wir doch gleich mal mit!“ und diese sogleich in das kleinste Auto schmissen, dass sie finden konnten. Einen von denen saß dann auf der Rücksitzbank und umarmte die Linoleumrolle. Augen auf bei der Wahl seiner Freunde!

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Kulinarisches Highlight:

Nach jahrelangem Drumrumschleichens habe ich eine Girolle gekauft für Tête de Moine-Käse. Die Verkäuferin beim hiesigen E-D-K hat zwar dreimal nachgefragt, ob wir wirklich einen ganzen Laib Käse wollen, aber wir waren uns ganz sicher. Ein Hochgenuss!

Wer jetzt gar keine Idee hat, was ich meine: hier mal ein Bespiel.

Gesehen und leider kein Foto gemacht:

…vorhin wusste ich es noch…

Ach ja! Eine täuschend echte Schneefallimitation aus Pappelpollen. Sehr überraschend bei 30 Grad. *hatschi* Sorry, Pollenallergie.

Pleiten, Pech und Pannen

Nach der letzten Allergiebehandlung war ich 2 Wochen krank. Diagnose: Heuschnupfen.

Und: Vollpleite unter der Rubrik „Jugendweihe“ erlebt. Fällt gleichzeitig in die noch nicht vorhandene Rubrik „die liebe Familie“, die ich mal erfinden sollte.

Die liebe Familie… (mannomann – ich kann aber auch schnell sein, gelle?)

Lieblingskerls Familie hat in der Deutschen Demokratischen Republik seinerzeit so lange am System rumkritisiert, Ausreiseanträge gestellt und folgerichtig haben die volljährigen, männlichen Mitglieder auch im Knast gesessen, aber trotzdem nicht von diesem Wunsch abgelassen, so dass sie irgendwann einmal aus dem Land rausgeworfen wurden.

Nun, 28 Jahre später, begehrt die Nichte, 14 Jahre alt, unbedingt Jugendweihe feiern zu wollen. Diese vom Staat auferlegte Pflichtveranstaltung, auf der man ewige Regimetreue schwor und die sich keiner sonderlichen Beliebtheit erfreute. Dazu muss man wissen, dass die Nichte in der Schweiz lebt und eigentlich mit der DDR kaum Berührungspunkte hat. Die im Rahmen der Jugendweihe im Vorfeld stattfindenden Veranstaltungen, in der man sich informieren kann, wie sich das Leben als Erwachsener so darstellt, mit Diskussionsrunden und Vorträgen, konnte sie natürlich von der Schweiz aus nicht besuchen und hat somit nicht aktiv irgendetwas geleistet, was den Übertritt vom Kind hin zum Erwachsenen betrifft, außer wachsen vielleicht.

Lustiger Weise heißt die Veranstaltung mittlerweile Jugendfeier statt Jugendweihe – sicherlich, um sich von der verstaubten Ost-Tradition abzusetzen – aber wir erhielten trotzdem eine Einladung, auf der zur Jugendweihe geladen wurde.

Dieser Wunsch erschien aber offenbar nur Lieblingskerl und mir etwas merkwürdig…

Wir besorgten also ein Geschenk, welches uns einer jungen Dame, die erwachsen sein möchte, würdig erschien. Da uns die Mutter einen Tipp gab und die Nichte auch an ihrer Schule Kochen und Backen lernt, entscheiden wir uns für eine gläserne Tortenplatte, Tortenheber und Kaffeelöffeln und Kuchengabeln und einem selbst gestalteten Rezeptbüchlein, in dem sie die liebsten Kuchenrezepte ihrer Freunde sammeln kann. Der Plan ist nämlich, zu sämtlichen Gelegenheiten, bei denen man keinen blassen Schimmer hat, was man schenken kann, künftig etwas zum Besteck hinzu zu schenken. Klingt jetzt erst mal todlangweilig – aber mit der Zeit hoffen wir, dass sie unseren dahintersteckenden weitreichenden Gedanken würdigen kann.

Die eigentliche Feierstunde im Friedrichstadtpalast haben wir nicht erlebt, ebenso wenig Kaffee und Kuchen bei Oma – was gleichzeitig Lieblingskerls Mutter ist – da wir erst zum abendlichen Programm eingeladen waren. Offenbar zählen wir nicht zum engen Kreis der Familie…

Abends wurde JWD gefeiert („Janz weit draußen“) – also von uns aus gesehen. Wir wohnen ungefähr auf 11 Uhr, wäre Berlin eine Torte, vom Tortenrand 500 Meter grob Richtung Hamburg. Die Feier fand auf halb 6 statt, 2 Kilometer vom Tortenrand Richtung Mitte gesehen. Da zeitgleich Fußball-Pokalspiel samt Fans und Hools und Ultras aller Couleur, Kirchentag, seltsamen Leuten mit Socken in Sandalen und Fotoapparaten und Obama in Berlin residierten, nahmen wir die Route „außen rum“, was uns eine Anreise von 1,5 Stunden einbrachte. Angekommen entdeckten wir, dass wir leicht overdressed für das Casino eines Reiterhofes waren… aber wir kannten den Veranstaltungsort vorher nicht. Und eigentlich hat auch keiner in der Familie Bezug zu Pferden… Es lag im Obergeschoß einer Reithalle und dort herrschten ungelogen 50 Grad Raumtemperatur und Lieblingskerl zerfloss förmlich.

Die ersten 1,5 Stunden passierte…. nichts! Man saß rum und sah der jungen Dame zu, wie sie aus sämtlichen Glückwunschkarten die Geldscheine rausriss und auch liebevoll gestaltete Geldgeschenke demontierte, um die Kohle einzusacken unter Rufen wie „OMA! Rück das Portemonnaie raus!“ Dort wurde der Zaster nämlich gehortet und es war ein Stapel von ungefähr 7 Zentimetern Höhe, der sowie Wert war wie „ein Auto“ laut Nichte. Allein eine der Omas ließ 500 Euros springen. Und es wurden alte Freunde aus dem Kindergarten eingeladen, Arbeitskollegen der Oma und sogar der ehemalige Kinderarzt… damit möglichst viele Scheinchen zusammen kommen. Hat ja bestens funktioniert!

In dem Moment beschloss ich, Sohnemann einen Haufen Geld zu schenken, wenn er auf eine Jugendfeier im nächsten Jahr verzichtet. Wir sind nicht gläubig und feiern weder Kommunion, Konfirmation noch Taufe oder Bar Mitzwa und mir widerstrebte schon vor diesem Ereignis Jugendweihen als Ersatz für kirchliche Initiationsriten, damit Ungläubige auch mal was zum Feiern haben.

Aufgelockert wurde das Programm nur durch mittelmäßiges Kantinenessen, einer Musikauswahl, die mir nicht sonderlich gefiel (ich kann Schlager einfach nicht ausstehen- auch nicht nach dem dritten Aperol-Sprizz) und einer Powerpointpräsentation von Fotokollagen… allesamt viel zu klein, so dass man eigentlich mehr erahnen als betrachten konnte. Der spannendste Moment war der, als eine Autoalarmanlage an ging, weil ein Hund im Innenraum weilte.

Und zum Abschied drohte mir“Schwiegermutter“ noch damit, dass sie uns demnächst mal einladen werden zu einer „Aussprache“. Ich habe sie freundlich an ihren Sohn verwiesen – denn nach der Nummer mit der Geburtstagskarte wollte ich eigentlich mit der Frau kein Wort mehr wechseln. Jedenfalls liegt mir das seit dem schwer im Magen…. ich hoffe, Lieblingskerl klärt das endlich einmal, indem er mit der Faust auf den Tisch haut, sonst zickt die Frau bei jedem Geburtstag und jedem Feiertag rum. Ein schlechtes Ende eines unterirdischen Abends. Schade.

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Liebes 1und1-Team…

…könnt ihr das mal lassen und mir nicht ständig versuchen weismachen, ich wäre günstiger dran, wenn ich 3 Handykarten ohne Grundgebühr durch 3 neue Verträge mit Grundgebühr ersetze? Und „mit Festnetzanschluss“ bedeutet für mich „inclusive“ und nicht „der kostet selbstverständlich extra“. Das war jetzt schon der dritte Versuch, mir was aufzuschwatzen, was ich nicht brauche und was mich teuer zu stehen kommen würde.

Wer (Achtung! Wortspiel!) 1&1 zusammen zählen kann, entlarvt dieses „das ist ausschließlich zu Ihrem Vorteil!“ als 100%ige Lüge.

Außerdem ist es ja wohl total unverschämt, mir als „treuen Kunden“ ein „spezielles“ Angebot zu unterbreiten, dass wesentlich teurer ist, als würde ich das gleiche Angebot auf eurer Website selbst anklicken (9,99 statt 6,99 – und das ganze mal 3 Verträge – pro Monat! – für die nächsten 2 Jahre – wenn ich an die Kündigung denke… sonst automatisch weitere 12 Monate).

Ich kann ja verstehen, dass ihr im Nachhinein es irgendwie nicht mehr so lässig findet, mir irgendwann mal vorgeschlagen zu haben, ich könne zusätzlich bis zu 4 Handynummern ohne Grundgebühr haben. Aber gesagt ist gesagt! Und seid doch mal froh, dass ich nicht das Maximale ausgeschöpft habe.

Ich brauche kein ultraschnelles mobiles Internet -ich bin daran gewöhnt, dass meine 100 MB nach 3 Tagen weg sind – na und?! Auf Arbeit muss ich arbeiten, daheim gibt’s WLAN und seien wir doch mal ehrlich: wozu? Damit ich Werbemails auch auf dem Restaurantklo empfangen kann?

Und bei Sohnemann finde ich die automatische Drosselung TOTAL PRAKTISCH!

Meine Mom telefoniert eigentlich nie mit dem Handy, sie hat es nur für Notfälle und da ist bislang nichts eingetreten (glücklicher Weise!). Das Internet ist für sie NICHT EXISTENT!

Wer genau braucht 100 kostenfreie SMS pro Monat? Alle Familienmitglieder unter 80 benutzen bei uns WhattsApp und meine Mom kann die Dinger noch nicht mal öffnen und lesen – geschenkt!

100 Freiminuten sind ja ganz toll – aber wer im Heimnetzt untereinander sowieso umsonst telefoniert… Und die Handvoll Anrufe von Sohnemann… haben in keinem Monat je die Höhe eurer Grundgebühr auch nur angekratzt. Wenn die Kids sich mal hören wollen, dann verabreden die sich ganz oldskool. Oder schicken sich Sprachnotizen über WA.

Ich kann keinen Vorteil erkennen!

Übrigens: man kann nach dem Einloggen unter „Kundendaten“ – „meine Kontaktwünsche“ in der Kontaktrubrik und der Informationsrubrik alle denkbaren Einstellungen auf „Nein“ setzten. Damit dürfte der Spuk vorbei sein.

Entschuldigung nochmal, du treue Mitarbeiterin von 1&1, die du dir meine persönliche Meinung zu deinem gescheiterten Täuschungsversuch am Telefon und deinem generell total blöden Job anhören musstest. Es entspricht immer noch meiner Meinung. Und: Augen auf bei der Berufswahl!

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Der April in Wort und Bild

Im CD-Player:

Leute, es ist wirklich schlimm mit mir und meinem siebartigen Gedächtnis. Eigentlich müsste ich das Deckmäntelchen des Schweigens darüber ausbreiten… es ist mir den ganzen April nicht gelungen, die CD im Auto auszutauschen. Dort ist immer noch Placebo drin… Vor lauter Peinlichkeit höre ich jetzt Songs vom Handy per Bluetooth oder gar nichts (und wir haben bereits Mitte Mai!).

Kleiner Versuch der Ehrrettung: wir waren 2 Wochen mit Lieblingskerls Auto unterwegs. Dort gibt es einen CD-Wechsel, ein störungsfrei laufendes Radio, Zugriff auf alle Lieder auf alle anwesenden Handys und eine extra für die Reise zusammengestellte SD-Card.

Festzustellen bleibt: in Österreich ist Falko im Radio immer noch der Held.

Lieblingsfrisur im März:

Ein unordentlicher Dutt war mir am liebsten. Muss mal gucken, ob das ein Foto wert ist. Eigentlich nicht, aber ich hatte eins auf dem Handy:

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Auf den Nägeln:

Ähem… nüscht. Es begleiteten mich zwar mindestens 3 Lacke in den Urlaub, aufgelegt habe ich aber keinen. Die Nägel durften atmen und wachsen. Musste sie daheim sogar kürzen, so lang sind sie vom ganzen Nichtstun geworden.

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Gehandwerkelt:

Eigentlich habe ich nur aus den schwarzen gestrickfilzten Hausschuhen eine Mini-Mouse-Variation gebastelt (passte besser zur Empfängerin des Geschenkes) und dann den ganzen April nichts Kreatives veranstaltet. Im Urlaub hat mich zwar Wolle und Stricknadeln begleitet, aber angefasst habe ich sie erst wieder, als ich daheim die Reisetasche leerte.

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Gefreut:

Zwei Wochen Urlaub und unterwegs sein hat mich echt gefreut. Zwei Wochen fern dem Büro… traumhaft.

Aus der Rubrik „Anarchie auf der Straße“

Es gibt da so eine klein, enge Straße, die ich aus tiefsten Herzen hasse… dennoch fahre ich da fast täglich lang (ist einfach der kürzeste Weg… ) und sage mir immer wieder „ist doch ganz nett hier“, damit diese vermaledeite selbsterfüllende Prophezeiung nicht eintritt. Klappt auch meistens… nur nicht immer.

Zusätzlich zur äußerst knapp bemessenen Fahrbahnbreite gibt es dort eine Art Dauerbaustelle, so dass es zur Zeit eine Einbahnstraße ist. Die rechte Spur wurde der Länge nach baggerschaufelbreit aufgerissen, irgendwas an den darin befindlichen Rohren gearbeitet und die Lücke dann wieder mit Erde verfüllt. Abends benutzen die Anwohner die Baustelle als Parkplatz und setzen darauf, dass die Bauarbeiter keine Nachtschicht einlegen.

Hier mal ein echt schlechtes Foto (sorry!)

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Einen Abend fahre ich dort wieder lang, vor mir ein dicker Benz und ich sehe schon an dem für dicke Benz‘ ungewöhnlich langsamen Tempo, dass der Typ vor mir offenbar auf illegaler Parkplatzsuche in der Baustelle ist. Die erste Lücke ist ihm nicht recht, die Zweite auch nicht, doch halt! Der Typ entscheidet sich um, möchte nun doch Parklücke zwei nehmen, haut also den Rückwärtsgang ein, doch -welch Kummer! – dort stehe leider ich. Typ blinkt und ich denke mir: „Blinker geht! Probier jetzt mal die Hupe!“ – was der Typ auch umgehend macht. Geht auch. Offenbar wird von mir jetzt erwartet, mich in Luft aufzulösen, doch ich habe das bereits mehrfach probiert und kann mit dem Brustton der Überzeugung sagen: das geht nicht.

Also steigt der Typ aus (ja, so wie man sich das vorstellt. Südländischer Typ, groß wie eine Schrankwand, muskelbepackt, Vollbart) und will mir wohl was erzählen wie „fahr doch rückwärts, Armleuchter!“ oder mich hinter dem Lenkrad rausziehen, so genau weiß ich das nicht. Denn als er mich erblickt und die Schlange von ungefähr 5 Autos, die sich bereits hinter mir stapelt, kommt er entweder zu der Erkenntnis, dass ich gar nicht rückwärts fahren kann oder ihm fällt wieder ein, dass man keine Frauen haut, jedenfalls steigt er wortlos wieder in seine Karosse und fährt weiter. Jetzt werden wir nie erfahren, was genau in seinem Spatzenhirn vorging. Die Erwartungshaltung war allerdings klar: er macht war total bescheuertes wider aller Verkehrsregeln und macht einen auf Chef, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht nach seiner Pfeife tanzen.

Kulinarisches Highlight:

Frankreich: schwierig als Vegetarier.

Schweiz: meine Schwägerin ist nicht so die Küchenfee. Und eine Vegetarierin bekochen oder gar Vegetarisches einkaufen…  ging nicht. Ich stand dann selbst am Herd. Hat immerhin geschmeckt wie immer.

Österreich: Selbstversorgung in Ferienwohnung. Alles bestens.

Liechtenstein: erstaunlich gutes Essen im kleinen Fürstentum!

Gesehen und leider kein Foto gemacht:

Daheim beobachte ich öfters im Garten Vögel und schaffe es nie, die Kamera zur Hand zu haben, eh die lustig bunten Gesellen schon wieder abgeflogen sind.

Pleiten, Pech und Pannen

Ende April habe ich mir meine monatliche Spritze gegen meinen Heuschnupfen abgeholt – und war anschließend 2 Wochen krank. Heuschnupfen. Ironie, oder?

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Ab hier ist nichts mehr unmöglich

Es gibt Momente, da ahnt man bereits nix Gutes. Wie heute im Büro. Es ist schon immer höchst verdächtig, wenn Kunden mit Rufnummernunterdrückung anrufen. Die haben sich was bei gedacht. Wenn also im Display keine Nummer steht, sondern nur #####, dann ist es denkbar, dass man gleich böse angemotzt oder jemand richtig ausfallend wird. Manches Mal hat man auch den Eindruck, Stiftung Warentest prüft die Beratungsqualität mit ganz besonders blöden Fragen.

Also seh ich die ##### und überlege ernsthaft, das Gespräch einfach nicht anzunehmen. Aber das Pflichtbewusstsein lässt mich den Hörer abnehmen.

Ich flöte also meinen Begrüßungsspruch und stelle mich auf ein schwieriges Gespräch ein. Doch es kommt zunächst keine Antwort. Statt dessen undefinierbares Geraschel.

Icke: hallo?

Typ: Jaaa….

(Oh Gott, der klingt irgendwie weinerlich. Hab ich vielleicht einen Anruf aus der Erbfallhotline erwischt?)

Icke: mit wem spreche ich denn?

Typ: Momeeent, icb suche noch die Unterlagen.

(Aha, doch nur ein unvorbereiteter Armleuchter)

Typ: warten Sie bitte?

Icke: natürlicb.

(Armleuchter sind deutlich angenehmer als Choleriker)

Derweil Geraschel und hin und wieder ein Schniefen

(oh hilfe! Der arme Mann weint tatsächlich!)

Ein Blick auf das Display sagt mir aber, dass der Anruf für die Wohnriester-Hotline ist

(Naja, es sterben auch Riester- Kunden, sicherlich kommt gleich eine herzzerreißende Geschichte…)

Typ: Sind sie noch dran, Frau MCL?

(Hä? Kenne ich den? Ach nee, hab mich ja mit Nachnamen gemeldet)

Icke: Ich bin noch dran.

Typ: Moment…

(wie blöd muss man sein, um
unvorbereitet irgendwo anzurufen? naja, vielleicht hat der arme Mann tatsächlich einen Schicksalsschlag erlitten…)

Typ: ich hab’s gleich

Rascheln, Atmen

Icke: wollen Sie vielleicht erst mal in Ruhe suchen und dann erneut anrufen?

Typ: nein… (schnief) bleiben Sie bitte dran. Haben Sie noch etwas Zeit?

Icke: in Ordnung.

(Gut, ich hab Zeit… mache ich
halt nebenbei Sachbearbeitung. Soll der Armleuchter halt suchen)

Knistern, Rascheln, Atmen

Mitterweile sind 2 (zwei!!!!) Minuten vergangen. Das wird mir jetzt doch zu blöd!

Icke: hören Sie mal, das kommt mir alles etwas seltsam vor. Suchen Sie mal in Ruhe, sammeln Sie sich und dann rufen Sie nochmal an. Okay???

Typ: Nein, ich möchte nur noch Ihre M**** l******?

Icke: WIE BITTE??????

(Der hat doch hoffentlich von Uschi und Ecken gesprochen???)

Stöhnen, Knistern

Typ wiederholt seine Bitte, und es reimt sich lediglich. Nicht verhört.

Icke: PERVERSES SCHWEIN!

Toll. Ich hatte ungefragten Telefonsex. Der erste bekannte Fall in der Firma seit Erfindung des Telefons. Es fühlt sich an, als wurde ich benutzt, missbraucht.

Nun ist alles möglich. Nichts mehr unvorstellbar.

Heute habe ich recht früh Feierabend gemacht.

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Garagenflohmarkt

Eigentlich bin ich nicht so der Flohmarktverkäufer. Früh aufstehen, irgendwo hin fahren und vielleicht dann noch Käufer, um die man unter normalen Umständen einen großen Bogen machen würde. Und die einen noch bei einem Preis von 50 Cent auf 20 runterhandeln möchten. Ehrlich: dann schmeiße ich doch lieber mal was weg, eh ich dafür noch eine Standgebühr zwischen 15 und 20 Euro ausgebe.

Anders ist es natürlich, wenn der Flohmarkt zu einem kommt. Unsere Gemeinde hat zum Garagenflohmarkt aufgerufen. Zum allerersten Mal findet sowas bei uns in Schönwalde statt und es beginnt in unserer Ecke, bei den „Baumalleen“.

Ein lästiges Hinfahren zu einem zugigen Parkplatz fällt weg, es beginnt nicht mitten in der Nacht, sondern um 11:00 (also nach einem gemütlichen späten Frühstück), Gebühren entfallen komplett und die Kundschaft ist quasi handverlesen- Nachbarn eben.

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Gut; richtig viel los wird man natürlich nicht, wenn das Wetter irgendwo zwischen Regen und Hagelschauern pendelt, aber immerhin waren bislang 15 Interessenten da und haben uns Trödel für 15 Euro abgekauft.

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Es war recht unterhaltsam, meist hatte man sofort ein Gesprächsthema und kam ins Plaudern, eine Dame war ganz hingerissen von unseren gepflasterten Patchworkwegen, eine andere von Haus und Vorgarten.

Jetzt haben wir noch eine Funkklingel angebracht und uns ins geheizte Nest verkrümelt. Sollten noch ein paar interessierte Fußgänger vorbei kommen, dann können Sie uns herausklingeln.

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Immerhin haben wir so schon mal alles zusammen, was den Haushalt für immer verlassen darf. Wie ein älterer Herr so schön meinte: man selber sieht sich Dinge nach einiger Zeit über und für den nächsten ist es neu und spannend. So schafft man Platz und anderen eine preisgünstige Freude.

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Dukkah!

Was wie ein Warnruf an Giraffen vor Unterführungen klingt, ist eine afrikanisch-orientalische Gewürzmischung. Und wie mich ein buntes Unterhaltungsprogramm mit seichtem Bildungseinschlag im Fernsehen (ich glaube, es war Galileo…) informierte, ist Dukkah der neueste Trend und bereits in aller (kulinarischer) Munde. Aha?!? An mir war dieser Trend vorbei gezogen. Anschließend kam noch ein Koch daher und bereitete die Gewürzmischung vor laufender Kamera zu und setzte das Gewürz dann auch gleich ein. Als Dip zu Brot und noch zwei weitere Verwendungsmöglichkeiten folgten, doch mir lief schon bei der Zubereitung das Wasser im Mund zusammen und so war ich bereits in der Küche und durchforstete Vorrats- und Gewürzschrank.

Das Schöne bei Gewürzmischungen ist ja, dass man da recht kreativ und unabhängig die Zutaten kombinieren kann, denn wenn schon das Internet informiert, „nahezu jede orientalische Familie hat ihr eigenes Rezept“, entdecke ich spontan meine orientalische Seite.

Also landeten bei mir in der Pfanne zum Anrösten:

  • 1 EL Haselnüsse
  • 1 LT Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Pinienkerne
  • 1 TL Sesamsamen
  • 1 TL Schwarzkümmel
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner

Ich habe auch Varianten mit Cashewkernen oder Thymian gefunden.

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Und nachdem die Gewürze schon wunderbar duften und die Pfanne vom Herd runter ist, werden noch hinzugefügt:

  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL grobkörniges Salz (ich benutze gerne Maldon)

Ehrlich gesagt habe ich sogar gleich die doppelte Menge zubereitet, denn den aktuellen Modetrend unter den Gewürzfans eignet sich ja auch immer ganz famos als Mitbringsel.

Fortgeschrittene rösten die Zutaten einzeln, damit die Haselnüsse in Ruhe Aroma bekommen, bevor die ersten Sesamkörner in Flammen aufgehen….

Anschließend wird alles im Mörser verrieben. Dass es hier und da noch größere Stückchen gibt, ist das eigentlich tolle daran. Denn das gibt der Mischung Krunch!

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Und was soll ich sagen: herrlich würzig, der Pfeffer gibt dem ganzen eine schöne scharfe Note und das Knuspern ist einfach nur „jaaaaaaaaa“!

Traditionell tunkt man Fladenbrot in Olivenöl und dippt es anschließend ins Dukkah und genießt es ganz pur. Mit Graubrot ging es aber auch. Und auf Brot mit Quark wird aus laaaaangweilig ein Yippie-a-yeah-Moment. Seinen Weg fand die Gewürzmischung auch in ein paar Haferflocken-Avocadobratlinge aus meiner Kochbox, die nicht schlecht waren, aber noch etwas zusätzliche Würze brauchten. Ach, und eine Marianade für Austernpilze habe ich damit auch schon gewürzt. Und das Dukkah toppte ein Pfännchen mit Schafskäse und Zwiebeln auf dem Grill und war in nullkommanix aufgegessen. Das werde ich jetzt in mein Standardgrillrepertoire aufnehmen.

Insgesamt: Dukkah ist nicht grundlos der Shootingstar am Würzhimmel.

Guten Appetit

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3

Lernen lernen

Gestern gab es an Sohnemanns Schule einen Vortrag zum Thema „Das Lernen lernen“ und da dachte ich mir „besser spät als gar nicht“ und bin da mal hin. Lieblingskerl natürlich im Schlepptau, denn der kann auch mal die Lauscher aufspannen, wenn es darum geht, sich Wissen in Sachen Kindererziehung anzueignen.

Und ich muss sagen: Spannend! Unterhaltsam! Informativ!

Auch für mich selbst war da einiges dabei, wo ich mich selbst wiederfand. Ein Blick auf meinen Schreibtisch genügt, um mich als kretiv-chaotisch ausgerichteten Lerntyp einzustufen. Zum GLÜCK ist man ja immer ein Mischtyp und ich habe auch sehr viele Anteile aus dem logisch-abstrakten Bereich. In mir steckt auch ein Streber! Sohnemann würde ich eher als emotionalen Lerntyp einschätzen – herausragendes Merkmal: ohne Lob nix los. Bei Kritik kompletter Rückzug. Passt. Wenn man es erstmal weiß, lässt sich damit besser umgehen.

Das Beste daran: wenn ihr selbst Kinder im schulpflichtigen Alter habt und Eure Schulleitung bzw. die Elternvertreter mitziehen, kann man so einen Vortrag auch an die Schule eurer Sprößlinge holen. Kostenfrei! Nähere Infos findet ihr hier