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Ab hier ist nichts mehr unmöglich

Es gibt Momente, da ahnt man bereits nix Gutes. Wie heute im Büro. Es ist schon immer höchst verdächtig, wenn Kunden mit Rufnummernunterdrückung anrufen. Die haben sich was bei gedacht. Wenn also im Display keine Nummer steht, sondern nur #####, dann ist es denkbar, dass man gleich böse angemotzt oder jemand richtig ausfallend wird. Manches Mal hat man auch den Eindruck, Stiftung Warentest prüft die Beratungsqualität mit ganz besonders blöden Fragen.

Also seh ich die ##### und überlege ernsthaft, das Gespräch einfach nicht anzunehmen. Aber das Pflichtbewusstsein lässt mich den Hörer abnehmen.

Ich flöte also meinen Begrüßungsspruch und stelle mich auf ein schwieriges Gespräch ein. Doch es kommt zunächst keine Antwort. Statt dessen undefinierbares Geraschel.

Icke: hallo?

Typ: Jaaa….

(Oh Gott, der klingt irgendwie weinerlich. Hab ich vielleicht einen Anruf aus der Erbfallhotline erwischt?)

Icke: mit wem spreche ich denn?

Typ: Momeeent, icb suche noch die Unterlagen.

(Aha, doch nur ein unvorbereiteter Armleuchter)

Typ: warten Sie bitte?

Icke: natürlicb.

(Armleuchter sind deutlich angenehmer als Choleriker)

Derweil Geraschel und hin und wieder ein Schniefen

(oh hilfe! Der arme Mann weint tatsächlich!)

Ein Blick auf das Display sagt mir aber, dass der Anruf für die Wohnriester-Hotline ist

(Naja, es sterben auch Riester- Kunden, sicherlich kommt gleich eine herzzerreißende Geschichte…)

Typ: Sind sie noch dran, Frau MCL?

(Hä? Kenne ich den? Ach nee, hab mich ja mit Nachnamen gemeldet)

Icke: Ich bin noch dran.

Typ: Moment…

(wie blöd muss man sein, um
unvorbereitet irgendwo anzurufen? naja, vielleicht hat der arme Mann tatsächlich einen Schicksalsschlag erlitten…)

Typ: ich hab’s gleich

Rascheln, Atmen

Icke: wollen Sie vielleicht erst mal in Ruhe suchen und dann erneut anrufen?

Typ: nein… (schnief) bleiben Sie bitte dran. Haben Sie noch etwas Zeit?

Icke: in Ordnung.

(Gut, ich hab Zeit… mache ich
halt nebenbei Sachbearbeitung. Soll der Armleuchter halt suchen)

Knistern, Rascheln, Atmen

Mitterweile sind 2 (zwei!!!!) Minuten vergangen. Das wird mir jetzt doch zu blöd!

Icke: hören Sie mal, das kommt mir alles etwas seltsam vor. Suchen Sie mal in Ruhe, sammeln Sie sich und dann rufen Sie nochmal an. Okay???

Typ: Nein, ich möchte nur noch Ihre M**** l******?

Icke: WIE BITTE??????

(Der hat doch hoffentlich von Uschi und Ecken gesprochen???)

Stöhnen, Knistern

Typ wiederholt seine Bitte, und es reimt sich lediglich. Nicht verhört.

Icke: PERVERSES SCHWEIN!

Toll. Ich hatte ungefragten Telefonsex. Der erste bekannte Fall in der Firma seit Erfindung des Telefons. Es fühlt sich an, als wurde ich benutzt, missbraucht.

Nun ist alles möglich. Nichts mehr unvorstellbar.

Heute habe ich recht früh Feierabend gemacht.

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Garagenflohmarkt

Eigentlich bin ich nicht so der Flohmarktverkäufer. Früh aufstehen, irgendwo hin fahren und vielleicht dann noch Käufer, um die man unter normalen Umständen einen großen Bogen machen würde. Und die einen noch bei einem Preis von 50 Cent auf 20 runterhandeln möchten. Ehrlich: dann schmeiße ich doch lieber mal was weg, eh ich dafür noch eine Standgebühr zwischen 15 und 20 Euro ausgebe.

Anders ist es natürlich, wenn der Flohmarkt zu einem kommt. Unsere Gemeinde hat zum Garagenflohmarkt aufgerufen. Zum allerersten Mal findet sowas bei uns in Schönwalde statt und es beginnt in unserer Ecke, bei den „Baumalleen“.

Ein lästiges Hinfahren zu einem zugigen Parkplatz fällt weg, es beginnt nicht mitten in der Nacht, sondern um 11:00 (also nach einem gemütlichen späten Frühstück), Gebühren entfallen komplett und die Kundschaft ist quasi handverlesen- Nachbarn eben.

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Gut; richtig viel los wird man natürlich nicht, wenn das Wetter irgendwo zwischen Regen und Hagelschauern pendelt, aber immerhin waren bislang 15 Interessenten da und haben uns Trödel für 15 Euro abgekauft.

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Es war recht unterhaltsam, meist hatte man sofort ein Gesprächsthema und kam ins Plaudern, eine Dame war ganz hingerissen von unseren gepflasterten Patchworkwegen, eine andere von Haus und Vorgarten.

Jetzt haben wir noch eine Funkklingel angebracht und uns ins geheizte Nest verkrümelt. Sollten noch ein paar interessierte Fußgänger vorbei kommen, dann können Sie uns herausklingeln.

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Immerhin haben wir so schon mal alles zusammen, was den Haushalt für immer verlassen darf. Wie ein älterer Herr so schön meinte: man selber sieht sich Dinge nach einiger Zeit über und für den nächsten ist es neu und spannend. So schafft man Platz und anderen eine preisgünstige Freude.

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Dukkah!

Was wie ein Warnruf an Giraffen vor Unterführungen klingt, ist eine afrikanisch-orientalische Gewürzmischung. Und wie mich ein buntes Unterhaltungsprogramm mit seichtem Bildungseinschlag im Fernsehen (ich glaube, es war Galileo…) informierte, ist Dukkah der neueste Trend und bereits in aller (kulinarischer) Munde. Aha?!? An mir war dieser Trend vorbei gezogen. Anschließend kam noch ein Koch daher und bereitete die Gewürzmischung vor laufender Kamera zu und setzte das Gewürz dann auch gleich ein. Als Dip zu Brot und noch zwei weitere Verwendungsmöglichkeiten folgten, doch mir lief schon bei der Zubereitung das Wasser im Mund zusammen und so war ich bereits in der Küche und durchforstete Vorrats- und Gewürzschrank.

Das Schöne bei Gewürzmischungen ist ja, dass man da recht kreativ und unabhängig die Zutaten kombinieren kann, denn wenn schon das Internet informiert, „nahezu jede orientalische Familie hat ihr eigenes Rezept“, entdecke ich spontan meine orientalische Seite.

Also landeten bei mir in der Pfanne zum Anrösten:

  • 1 EL Haselnüsse
  • 1 LT Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Pinienkerne
  • 1 TL Sesamsamen
  • 1 TL Schwarzkümmel
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner

Ich habe auch Varianten mit Cashewkernen oder Thymian gefunden.

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Und nachdem die Gewürze schon wunderbar duften und die Pfanne vom Herd runter ist, werden noch hinzugefügt:

  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL grobkörniges Salz (ich benutze gerne Maldon)

Ehrlich gesagt habe ich sogar gleich die doppelte Menge zubereitet, denn den aktuellen Modetrend unter den Gewürzfans eignet sich ja auch immer ganz famos als Mitbringsel.

Fortgeschrittene rösten die Zutaten einzeln, damit die Haselnüsse in Ruhe Aroma bekommen, bevor die ersten Sesamkörner in Flammen aufgehen….

Anschließend wird alles im Mörser verrieben. Dass es hier und da noch größere Stückchen gibt, ist das eigentlich tolle daran. Denn das gibt der Mischung Krunch!

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Und was soll ich sagen: herrlich würzig, der Pfeffer gibt dem ganzen eine schöne scharfe Note und das Knuspern ist einfach nur „jaaaaaaaaa“!

Traditionell tunkt man Fladenbrot in Olivenöl und dippt es anschließend ins Dukkah und genießt es ganz pur. Mit Graubrot ging es aber auch. Und auf Brot mit Quark wird aus laaaaangweilig ein Yippie-a-yeah-Moment. Seinen Weg fand die Gewürzmischung auch in ein paar Haferflocken-Avocadobratlinge aus meiner Kochbox, die nicht schlecht waren, aber noch etwas zusätzliche Würze brauchten. Ach, und eine Marianade für Austernpilze habe ich damit auch schon gewürzt. Und das Dukkah toppte ein Pfännchen mit Schafskäse und Zwiebeln auf dem Grill und war in nullkommanix aufgegessen. Das werde ich jetzt in mein Standardgrillrepertoire aufnehmen.

Insgesamt: Dukkah ist nicht grundlos der Shootingstar am Würzhimmel.

Guten Appetit

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Lernen lernen

Gestern gab es an Sohnemanns Schule einen Vortrag zum Thema „Das Lernen lernen“ und da dachte ich mir „besser spät als gar nicht“ und bin da mal hin. Lieblingskerl natürlich im Schlepptau, denn der kann auch mal die Lauscher aufspannen, wenn es darum geht, sich Wissen in Sachen Kindererziehung anzueignen.

Und ich muss sagen: Spannend! Unterhaltsam! Informativ!

Auch für mich selbst war da einiges dabei, wo ich mich selbst wiederfand. Ein Blick auf meinen Schreibtisch genügt, um mich als kretiv-chaotisch ausgerichteten Lerntyp einzustufen. Zum GLÜCK ist man ja immer ein Mischtyp und ich habe auch sehr viele Anteile aus dem logisch-abstrakten Bereich. In mir steckt auch ein Streber! Sohnemann würde ich eher als emotionalen Lerntyp einschätzen – herausragendes Merkmal: ohne Lob nix los. Bei Kritik kompletter Rückzug. Passt. Wenn man es erstmal weiß, lässt sich damit besser umgehen.

Das Beste daran: wenn ihr selbst Kinder im schulpflichtigen Alter habt und Eure Schulleitung bzw. die Elternvertreter mitziehen, kann man so einen Vortrag auch an die Schule eurer Sprößlinge holen. Kostenfrei! Nähere Infos findet ihr hier

 

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Der März in Wort und Bild

Ein paar neue Impule müssen her!

Kennt ihr noch die Zeiten, wo das Autoradio ein Kassettenteil hatte? Bei meinen Eltern im Auto gab es 3 Kassetten von Roger Whittaker und eine von Johnny Cash. Dat war’s! Die düdelten auf Reisen immer rauf und runter. Bis heute kann ich den Text mitsingen und bis heute wird mir dabei flau im Magen. Weil mir auf Reisen hinten im Auto oft schlecht wurde, ist Roger Whittaker einfach der Soundtrack meiner juvenilen Reiseübelkeit.

Heute hat man CD-Player und haufenweise der silbernen Scheiben im Auto. Und MP3-Player, Airplay, Bluetooth, Radio auf Lang/Kurz/Mittelwelle und DAB, wattweißicke.

TROTZDEM düdelt bei mir eine CD im Durchschnitt 6 Monate am Stück. Stört mich nicht – ist nämlich NIE Roger Whittaker. Dazwischen hört man ja Radio…

Jetzt hat sich nach 214000 km Laufleistung und 13 Jahren Gebrauch irgendwo zwischen Radio und Antenne ein Kabelbruch ereignet – das Radio knarzt, fiept und rauscht herzerweichend. Hin und wieder nimmt man geisterhafte Stimmen wahr, aber eigentlich ist es unzumutbar. Also höre ich CD. Jeden Tag die gleiche. Das muss sich ändern. Ich will was Neues. Gerne auch in anderen Bereichen des Lebens. Wie kommt man voran? In dem man Vergangenes dokumentiert – und dann davon abweicht. Hab ich mir so überlegt. Zusammen mit Erwähnenswertes der letzten Tage. Darf ich also vorstellen: der Monatsrückblick in Wort und Bild.

Im CD-Player:Placebo

Mittlerweile kann ich den gesamten Text auswendig mitsingen. Der Auslöser der Idee, mal bewusst etwas zu ändern.

 

Lieblingsfrisur im März:

 

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Klappt leider nicht ganz sauber, einen unfriemeligen Zopf blind hinter dem Kopf zu flechten, aber ich arbeite daran.

Auf den Nägeln:

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Essie „Saltwater happy“ – Namen gibt’s!

Gehandwerkelt:

Eine Husse für das Sohnemannbett – das Kopfteil sah einfach zu kalt und unspektakulär aus

Gestrickfilzte Hausschuhe in 2 Varianten – Schwägerin und Nichte laufen in völlig abgeschrubbelten Gummilatschen durch die fußkalte Wohnung und da kann ich einfach nicht länger zugucken

Gefreut

habe ich mich über einen zweitägigen „Schüleraustausch“ mit der Firmenschwester in Stuttgart. Und den Flug dort hin.

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Und das nette Hotel. Mit Frühstücksbuffet, auf dem ein GANZER pochierter Lachs lag. Echt jetzt!!! Der Honig direkt aus der Wabe war dagegen schon fast ein alter Hut 😉

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Aus der Rubrik „Anarchie auf der Straße“

In der einen Woche hat eine Frau mit Kind im Auto unbedingt noch ein parkendes Auto umfahren, obwohl sie dafür die Spur des Gegenverkehrs nutzen musste. Da fuhr ich. Aber statt abzuwarten, bis die Spur frei ist, preschte sie mir entgegen – hier rettete mich mal wieder eine Vollbremsung. Die Dame fuhr ungefähr 80 in einer 30er-Zone, es war dunkel und sie hatte die Beleuchtung ihrer Familienkutsche NICHT angeschaltet. Da die Straße nach ungefähr 50 Metern in ihrer Richtung eine Sackgasse bildet, bin ich bis heute nicht dahinter gekommen, warum man auf den letzten Metern vor der Parklücke sich und andere so sinnlos gefährden muss.

In der anderen Woche kam mir in einer Baustelle, bei der die eine Fahrspur, die nicht aufgebuddelt ist und daher jetzt Einbahnstraße ist, nicht ein, nicht zwei, nicht drei sondern VIER Fahrzeuge von den Berliner Wasserbetrieben entgegen. Deren Einfahrt liegt ungefähr 50 Meter in der Baustelle und ich habe keine Ahnung, was die da so alles im Wasser haben, aber die Typen kamen mir reichlich verstrahlt vor, wenn sie einfach zu faul sind, um einen Umweg und korrektes Verhalten gegen grobe Mißachtung der Verkehrsregeln tauschen und beispielsweise MICH gefährden.

Kulinarisches Highlight:

Unsere neueste Entdeckung: lecker italienisches Essen in Germendorf bei Gianni

Typischer Italiener mit rustikaler Einrichtung und einem Steinofen.

Gesehen und leider kein Foto gemacht:

Eine Rotte Wildschweine mit Frischlingen. Zwischen Grundschule und Hochhaussiedlung in Berlin-Hakenfelde

Einen griechisch-orthodoxen Geistlichen mit turmhoher Mitra – und jetzt’s kommts: auf einem Damenfahrrad

Die Baustelle Stuttgart 21 – es fand sich einfach kein geeigneter Punkt, um das volle Ausmaß auf das Bild zu bekommen.

Pleiten, Pech und Pannen

Ein bisschen spät bin ich dran mit dem Beitrag, der eigentlich als Wochenrückblick konzipert war, aber ich hatte tatsächlich einige blöde Anfängerfehler drin in Sachen „Beitrag zu einem bestimmten Termin veröffentlichen“ – als er noch unvollständig war – dann habe ich nicht mehr daran gedacht und das halbfertige Ding war plötzlich online… und dann habe ich ihn panikartig wieder auf „Entwurf“ zurückgestuft … und dann stand die Veröffentlichung auf „lokal“ und war nicht sichtbar… grrrrrrr…. und dann dachte ich, ein Monatsrückblick tut’s ja auch!