Augen auf beim Türenschließen

Ich bin tierlieb. Echt. Alle Bekannten, die ihre Katzen abgeben mussten, haben zuerst mich gefragt. Und ich habe immer „Ja“ gesagt. Sogar aus dem Tierheim habe ich schon Katzen geholt. Selbst als meine Nachbarn weg zogen, hat ihr Kater die Koffer gepackt und ist offiziell bei mir eingezogen. Lungerte eh schon immer bei mir rum. So kommt man schnell mal auf 3 Stubentiger. Auch wenn die Nachbarn im damaligen Elternhaus Omas Pflegekatze suchten, lag sie verpennt bei mir irgendwo im Zimmer. Auch sie wurde dann ganz förmlich dauerhaft mir übergeben.

Heute hatte ich einen recht entspannten Morgen. Erst war ich laufen, dann wurde der Sohnemann für die Schule abgefertigt, Brote geschmiert, nicht genehmigte Dinge aus der Schultasche konfisziert, dann gab es für mich noch einen Kaffee und eine Dusche und als ich dann ins Auto stieg, entsprang dem Gefährt ein etwas desorientierter Kater. Der arme Kalle musste eine ganze Nacht in meinem Mutterschiff verbringen und fand das gar nicht gut!!!

In seiner Verzweiflung hat er versucht, sich durch den Kofferraum zu buddeln und hat dabei die Dichtung zerlegt. Genützt hat es ihm nichts – dafür bin ich sehr auf das Dichtungsverhalten beim nächten Dauerregen gespannt.

Als ihm dann ein menschliches – pardon – tierisches Bedürfnis überkam, hat er sich glücklicher Weise für die verträglichste aller Versionen entschieden und die gummierte Fußmatte gewählt. Den Rest regelt gerade ein Textilerfrischungsspray. Alles gut.
Schlaues Kerlchen.

Nur dieses in offene Autos spingen muss er künftig noch mal überdenken!

Kater Rübe (leider schon im Katzenhimmel… oder den ewigen Jagdgründen für Katzen und Singvögel (anderes Thema…)) habe ich so auch schon mal versehentlich gequält. Der kam immer angerannt, wenn ich mit dem Auto nach Hause kam und sprang wahlweise auf die warme Motorhaube oder in den Innenraum – könnte ja sein, dass sich etwas Essbares drin befindet! Er hatte jedoch etwas mehr Glück als der arme Kalle. Da fiel mir nämlich der Verlust eines Haustieres noch zeitnah auf (weil noch kinderlos) und ich schaute am späten Abend nach seinem Verbleib. Einem gedämpften Miauen folgend fand ich ihn dann auf dem Fahrersitz – Pfoten auf der Armlehne und mit völlig beschlagen gejaulten Scheiben. Dafür ohne Pinkelpanne…

Aber im Grunde meines Herzens bin ich sehr tierlieb!

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7 Gedanken zu “Augen auf beim Türenschließen

  1. Da lob ich mir unseren vom Nachbarn ausgeliehenen Kater, der ein- bis zweimal pro Tag vorbei kommt, sich hier ein bisschen streicheln und dort ein bisschen füttern lässt – und sich dann wieder verzieht. Das ist quasi unsere Enkelkatze – Spaß ja, Verantwortung nein. Grüße von der Katzenomi

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