Der April in Wort und Bild

Im CD-Player:

Leute, es ist wirklich schlimm mit mir und meinem siebartigen Gedächtnis. Eigentlich müsste ich das Deckmäntelchen des Schweigens darüber ausbreiten… es ist mir den ganzen April nicht gelungen, die CD im Auto auszutauschen. Dort ist immer noch Placebo drin… Vor lauter Peinlichkeit höre ich jetzt Songs vom Handy per Bluetooth oder gar nichts (und wir haben bereits Mitte Mai!).

Kleiner Versuch der Ehrrettung: wir waren 2 Wochen mit Lieblingskerls Auto unterwegs. Dort gibt es einen CD-Wechsel, ein störungsfrei laufendes Radio, Zugriff auf alle Lieder auf alle anwesenden Handys und eine extra für die Reise zusammengestellte SD-Card.

Festzustellen bleibt: in Österreich ist Falko im Radio immer noch der Held.

Lieblingsfrisur im März:

Ein unordentlicher Dutt war mir am liebsten. Muss mal gucken, ob das ein Foto wert ist. Eigentlich nicht, aber ich hatte eins auf dem Handy:

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Auf den Nägeln:

Ähem… nüscht. Es begleiteten mich zwar mindestens 3 Lacke in den Urlaub, aufgelegt habe ich aber keinen. Die Nägel durften atmen und wachsen. Musste sie daheim sogar kürzen, so lang sind sie vom ganzen Nichtstun geworden.

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Gehandwerkelt:

Eigentlich habe ich nur aus den schwarzen gestrickfilzten Hausschuhen eine Mini-Mouse-Variation gebastelt (passte besser zur Empfängerin des Geschenkes) und dann den ganzen April nichts Kreatives veranstaltet. Im Urlaub hat mich zwar Wolle und Stricknadeln begleitet, aber angefasst habe ich sie erst wieder, als ich daheim die Reisetasche leerte.

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Gefreut:

Zwei Wochen Urlaub und unterwegs sein hat mich echt gefreut. Zwei Wochen fern dem Büro… traumhaft.

Aus der Rubrik „Anarchie auf der Straße“

Es gibt da so eine klein, enge Straße, die ich aus tiefsten Herzen hasse… dennoch fahre ich da fast täglich lang (ist einfach der kürzeste Weg… ) und sage mir immer wieder „ist doch ganz nett hier“, damit diese vermaledeite selbsterfüllende Prophezeiung nicht eintritt. Klappt auch meistens… nur nicht immer.

Zusätzlich zur äußerst knapp bemessenen Fahrbahnbreite gibt es dort eine Art Dauerbaustelle, so dass es zur Zeit eine Einbahnstraße ist. Die rechte Spur wurde der Länge nach baggerschaufelbreit aufgerissen, irgendwas an den darin befindlichen Rohren gearbeitet und die Lücke dann wieder mit Erde verfüllt. Abends benutzen die Anwohner die Baustelle als Parkplatz und setzen darauf, dass die Bauarbeiter keine Nachtschicht einlegen.

Hier mal ein echt schlechtes Foto (sorry!)

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Einen Abend fahre ich dort wieder lang, vor mir ein dicker Benz und ich sehe schon an dem für dicke Benz‘ ungewöhnlich langsamen Tempo, dass der Typ vor mir offenbar auf illegaler Parkplatzsuche in der Baustelle ist. Die erste Lücke ist ihm nicht recht, die Zweite auch nicht, doch halt! Der Typ entscheidet sich um, möchte nun doch Parklücke zwei nehmen, haut also den Rückwärtsgang ein, doch -welch Kummer! – dort stehe leider ich. Typ blinkt und ich denke mir: „Blinker geht! Probier jetzt mal die Hupe!“ – was der Typ auch umgehend macht. Geht auch. Offenbar wird von mir jetzt erwartet, mich in Luft aufzulösen, doch ich habe das bereits mehrfach probiert und kann mit dem Brustton der Überzeugung sagen: das geht nicht.

Also steigt der Typ aus (ja, so wie man sich das vorstellt. Südländischer Typ, groß wie eine Schrankwand, muskelbepackt, Vollbart) und will mir wohl was erzählen wie „fahr doch rückwärts, Armleuchter!“ oder mich hinter dem Lenkrad rausziehen, so genau weiß ich das nicht. Denn als er mich erblickt und die Schlange von ungefähr 5 Autos, die sich bereits hinter mir stapelt, kommt er entweder zu der Erkenntnis, dass ich gar nicht rückwärts fahren kann oder ihm fällt wieder ein, dass man keine Frauen haut, jedenfalls steigt er wortlos wieder in seine Karosse und fährt weiter. Jetzt werden wir nie erfahren, was genau in seinem Spatzenhirn vorging. Die Erwartungshaltung war allerdings klar: er macht war total bescheuertes wider aller Verkehrsregeln und macht einen auf Chef, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht nach seiner Pfeife tanzen.

Kulinarisches Highlight:

Frankreich: schwierig als Vegetarier.

Schweiz: meine Schwägerin ist nicht so die Küchenfee. Und eine Vegetarierin bekochen oder gar Vegetarisches einkaufen…  ging nicht. Ich stand dann selbst am Herd. Hat immerhin geschmeckt wie immer.

Österreich: Selbstversorgung in Ferienwohnung. Alles bestens.

Liechtenstein: erstaunlich gutes Essen im kleinen Fürstentum!

Gesehen und leider kein Foto gemacht:

Daheim beobachte ich öfters im Garten Vögel und schaffe es nie, die Kamera zur Hand zu haben, eh die lustig bunten Gesellen schon wieder abgeflogen sind.

Pleiten, Pech und Pannen

Ende April habe ich mir meine monatliche Spritze gegen meinen Heuschnupfen abgeholt – und war anschließend 2 Wochen krank. Heuschnupfen. Ironie, oder?

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5 Gedanken zu “Der April in Wort und Bild

  1. Uuuuh, ein langer Bericht…was fällt mir dazu ein…also beim Autofahren stören mich derzeit auf den Fernstraßen die waaaahnsinnig vielen LKW, die sich ununterbrochen gegenseitig überholen. Es hilft nichts, ich muss weniger Schuhe bestellen, damit da mal wieder ein bisschen Ruhe auf die Straßen kommt.
    Und Frankreich und Vegetarier? Stimmt, geht so gut wie gar nicht. Aber offenbar hast Du es trotzdem geschafft😄
    Klingt insgesamt, als hättest Du Dich gut erholt…lieber Gruß!

  2. Musste mehrfach lachen. Toller Blog! Wenn es beruhigt, ich möchte seit ungefähr 3 Wochen meinen USB-Stick mit aktueller Mucke bespielen. Habe ich bislang auch nicht geschafft. ;D

  3. Ohgott, bei Deiner Autofahr-GEschichte musste ich sehr lachen. Realsatire. Schlimm oder? Das mit dem Heuschnupfen tut mir LEid, ich habe selber welchen. Sehr überflüssig. Alles Gute und: Schön, von dir zu lesen!

  4. Du bist so sympathisch! Das mit den CD’s kenn ich so gut. Und ich schaffe es meistens noch nicht mal, die Uhr im Auto von Winter- auf Sommerzeit zu stellen. Irgendwann stimmt sie dann wieder.

    • Die Uhr!!! Ich muss mich da immer quer über’s Armaturenbrett werfen, um an die Knöppe zu kommen und natürlich fällt mir das ausschließlich während der Fahrt auf, aber der Gurt lässt mich noch nicht mal in die Nähe der Uhr… seuftz. Meistens geht meine Uhr im Laufe der Zeit auch immer mehr nach, so dass man mit Raten teilweise präziser ist als mit Ablesen 😉
      Liebe Grüße zurück!

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