Wundersam

Seltsame Dinge passieren mitunter im Büro!

Eine Zeit lang wunderten wir uns, warum auf Klo das Toilettenpapier rollenweise verschwand, nun wurde ein anderes Betätigungsfeld entdeckt: Erste-Hilfe-Kästen!

Bei uns hängt auf jeder Etage in der Teeküche ein kleines Schränkchen mit Pflaster, Verbandsmaterial und was man halt so braucht, wenn man sich wieder einmal an einem Briefumschlag fast den Daumen abtrennt.

EIGENTLICH sollte über jede Verletzung Buch geführt werden. Es könnte ja sein, dass sich eine kleine Verletzung in eine richtig fiese Sache auswächst und dann ist es super, wenn man im Nachhinein beweisen kann, dass es sich um einen Betriebsunfall handelte. Die Berufsgenossenschaft reißt sich ja ein Bein aus, um einen geschundenen Angestellten wieder flugs an den Schreibtisch zurück zu zerren. Deshalb: Buch führen! Verletzung eintragen! Dem Ersthelfer/ Vertreter zum unterschreiben hinlegen!

Und natürlich wird in einer gewissenhaften Firma auch einmal jährlich überprüft, ob auch der Inhalt noch der Norm entspricht, alles noch steril ist oder etwas nachgefüllt werden muss. Denn hin und wieder werden beispielsweise Pflaster für eine privat erlaufene Blase am großen Zeh eingesetzt oder der eingerissene Fingernagel notdürftig geflickt. So Kleinigkeiten halt.

Heute hat die Zählung ergeben: es fehlen 10 Dreieckstücher.

Bei aller Kreativität: wozu benötigt man 10 Dreieckstücher? Ich kann mir selbst bei einem schwer vorstellen, wozu ich das in einem kaufmännischen Beruf öfters benötigen würde. Wohlgemerkt bei einem Arbeitsunfall. Ständig Ellenbogen stoßen am Kopierer? Arm eingeklemmt im Fahrstuhl? Wieder so blöd auf dem Schreibtisch eingeschlafen, dass das Taubheitsgefühl nicht aus den Extremitäten weichen wollte und man sich den Arm besser am Rumpf festzurrte?

Den kuriosesten Unfall im Büro hatten wir mal zur Weiberfassnacht, als eine Kollegin nicht nur den Schlips eines Kollegen durchschnitt, sondern ihm auch noch mit der Schere in die Hand piekste. Sie haben darauf verzichtet, damit beim Durchgangsarzt vorstellig zu werden.

Aber Verbandstücher???

Ach: die Tüten für abgetrennte Gliedmaßen fehlen auch komplett. Gut- damit könnte man zumindest famos Reste von Geburtstags- oder Urlaubslagen einsacken…Es gibt Kollegen, die regelmäßig nach einer geschmissenen Lage mit Taschen durch die Teeküchen ziehen und abgrasen. Und über Nacht verschwinden auch immer alle leckeren Kekse und es bleiben nur die staubigen übrig.

Trotzdem ist mir nicht klar, was man mit 10 Dreieckstüchern anfängt. Zusammennähen für ein großes Laken, weil sich unerwartet Besuch angekündigt hat? Oder bei Schmuddelwetter immer ein Dreickstuch nehmen, um die Autoscheiben sauber zu wischen?

Leider gibt es immer wieder Geheimnisse, denen man wohl nie auf die Spur kommen wird!

Los ihr Baumwollfetischisten und Lappen-Liebhaber: was habt ihr mit den Dreieckstüchern angestellt?

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9 Gedanken zu “Wundersam

  1. Eignet sich als cooles Halstuch :)))) 10 Stück…..jedes in eine andere Farbe umfärben.
    Oder ne Patchworkdecke.
    Oder beim Zickenkrieg im Büro als weiße Fahne.
    Wenn mit noch mehr Verwendungsmöglichkeiten einfallen melde ich mich.

  2. Halstuch habe ich auch sofort gedacht: ist ja sogar im Interesse des Arbeitgebers, wenn man Halsschmerzen sofort damit versorgt…😁 Als Fahrradfahrerin denke ich: vielleicht um bei Regen den Sattel trocken zu wischen? Oder jemand erwartete Besuch und wollte Stoff- statt Papierservietten… (und im nächsten Vorstellungsgespräch kommt eine Frage: Nennen sie 10 kreative Einsatzmöglichkeiten für Dreieckstücher – und wir sind fein raus!)

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