Och nö… Mal wieder!

Heute Abend gab es Stop and Go auf der Hälfte der Stadtautobahn. Die Hälfte Richtung Norden. Meine Richtung.

1 Stunde 45 Minuten für 27 Kilometer. Ein guter Marathonläufer ist schneller.

Sehr frustrierend ist, dass nicht erkennbar war, warum zur Hölle der Verkehr kollabiert. Kein Unfall weit und breit. Nur ein einsames, vergessenes Warndreieck auf dem rechten Bürgersteig habe ich gesehen, da wo die Motorräder rechts an der Schlange vorbeibrettern. Und der Bürgersteig konnte gar keiner sein, da Bürger nicht zu Fuß auf der Stadtautobahn unterwegs sein sollten.

SOLLTEN wohlgemerkt. Denn kurz hinterm Ku’damm entdeckte ich einen Mann auf der linken Spur. Der kletterte über die Leitplanke und urinierte im Dreieck Funkturm auf dem Mittelstreifen. Und ja: Beweisfoto vorhanden. Miese Qualität, aber immerhin.

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Zum Glück war der nur Beifahrer. Der Fahrer wartete ein paar Meter unter einer Brücke, am linken Fahrbahnrand. Mussten halt alle die Spur wechseln. Macht ja nüscht!

Einer wäre mir auf der mittleren Spur fast reingefahren, weil ich ja schon das Auto vor ihm einscheren ließ. Was war nochmal Reißverschluss? Egal. Stadtautobahn und Anarchie kann man quasi synonym verwenden.

Zur Zeit sind Arbeitszeitreduzierung, öffentliche Verkehrsmittel und ein Arbeitgeberwechsel die drei Dinge, über die ich am meisten nachdenke. Gleich nach Stehpinkler auf ner 6 spurigen Autobahn.

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4 Gedanken zu “Och nö… Mal wieder!

  1. Böse Zungen würden jetzt sagen: Selbst schuld, wennde in Berlin Auto fährst. Ja, ich weiß, es geht manchmal nicht anders. Tröste Dich: Ich fahre jeden Tag mit dem Bus und bin dadurch locker doppelt so lange unterwegs. Da ist doch hier und da mal ein kleines Stau-chen nur ein gerechter Ausgleich fürs Karma 🙂 *bitte nicht haun*

    • Ja, Bus wäre eine Option. Da brauche ich nur 4x umsteigen, es dauert auch nur 3x so lange wie mit dem Auto und kostet mich im Monat höchtens einen Zwanni mehr als das Geld fürs Tanken. Ich denk noch mal kurz darüber nach… hm… nö.

  2. Ich habe eine gute Warnsignalmeldung: Wenn auf der Abfahrt Konstanzer Straße, an der ich vorbeikomme auf dem Weg zur Auffahrt Hohenzollerndamm, wahnsinnig viel abfahrender Verkehr ist, fahre ich gleich über Schloss Charlottenburg durch die Stadt. Lieber da ein bisschen stehen als sich diesen Irrsinn auf der Autobahn antun.
    Meine Schwester ist in gut 4 Stunden von Frankfurt nach Berlin gekommen und hat dann nochmal fast 2 Stunden von Grunewald nach HN gebraucht. Gute Laune garantiert :-)!
    LG

    • Kurz hinterm Innsbrucker Platz hat man für eine Sekunde freien Blick auf die Autobahn – da kann ich immer sponti entscheiden, ob ich mich hinten anstellen möchte oder doch lieber parallel durch die Stadt fahre. Ist dann so eine Entscheidung zwischen anspruchslosem im Stau tuckern oder etwas flotter, aber wesentlich anstrengerem Fahren durch die ebenfalls vollen Straßen. Manchmal echt schwierige Entscheidung…
      Frankfurt – Berlin in 4 Stunden ist aber echt sportlich! Und dann noch für diese pupsig kurze Strecke durch eine Stadt noch 2 Stunden… puuuuh! Nächstes Mal über Kassel fahren und über die A2, dann im Dreieck Werder Richtung Nord unter kompletter Vermeidung der großen Stadt wäre eine Alternative fürs nächste Mal. Liebe Grüße an Deine Schwester

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