Herzlich Willkommen, neues Jahr!

Frohes Neues, liebe Leserinnen und Leser! Ich bin wirklich froh, dass es Euch gibt und freue mich immer sehr über Eure Kommentare und Likes. Seid Ihr gut in 2016 gelandet?

Zwischen den Jahren etwas blogmüde geworden (es war sehr ruhig und gemütlich), bietet mir der heutige Tag bereits einige Vorlagen, um mal wieder zu schreiben.

Dieses Jahr endete ja eher untypisch – bis Sylvester habe ich draußen auf der Wäschespinne die Wäsche getrocknet. Den Jahreswechsel haben wir im leichten Nieselregen verbracht und dann BÄÄMMM! Frost. Und das nicht ohne… heute früh waren es 13 Grad minus. Mein Auto hat mir das äußerst übel genommen, dass ich ihn erst 11 Tage unbenutzt stehen ließ und dann gestern abend abrupt aus dem Tiefschlaf riss. Aber es war dringend erforderlich, ihn in die Poleposition zu bringen, da mein Freund heute frei hat und er die Chance nutzen wollte, einfach mal im Bett liegen zu blieben, ohne vorher sein Auto rauszufahren zu müssen. Ja, das kann nur er! Sein heiliges Blechle darf ich nicht rückwärts auf die Straße fahren – eine blonde Frau am Steuer birgt ein enormes Unfallrisiko. Das würde er selbstverständlich nie sagen, aber irgendwie ist er IMMER sofort hellwach und an der Tür, sobald ich vor ihm los fahre und mein Wagen hinten steht. Also vorbeugen und Autos am Abend vorher umparken.

Tja… Pech gehabt! Meines wollte nämlich auch beim 3. Startversuch nicht anspringen und einen vierten Versuch ließ die Batterie nicht mehr zu (faules Stück!!!). Also musste der Lieblingskerl dann doch aufstehen und Starthilfe geben, nachdem wir mein Auto rückwärts vom Grundstück geschoben hatten…  Nicht zu unterschätzen, so eine Servolenkung und ein Bremskraftverstärker! Ich hatte wirklich Bedenken, dass Nachbars neuer Zaun die Bremswirkung ergänzen müsste. Es gelang dann aber unfallfrei (trotz des Blondschopfes), nur die Platzierung des Starthilfekabels war eine ziemlich frickelige Angelegenheit, obwohl ich bei einem früheren Versuch schon mal die Batterieummantelung aus Versehen zerbrochen habe (Plaste ist aber auch immens spröde im Winter! Das hat nix mit meiner Haarfarbe zu tun!). Es ist trotzdem sehr schwierig, am Minuspol ranzukommen, so eingebaut ist das Ganze. Aber es klappte beim 2. Versuch und so fuhr ich unentspannt ins Büro mit dem nagenden Gedanken: „bloß nicht absaufen lassen!“.

Pfiffig wie ich bin habe ich das Auto heute nicht wie üblich vorwärts, sondern rückwärts eingeparkt. Sollte es nochmal Probleme beim Starten geben, so kommt man bei wenigstens an die Batterie ran, um Starthilfe zu geben. Es sieht also heute auf dem Parkplatz völlig anders aus als sonst und so fragte mich doch tatsächlich ein Kollege, ob ich denn ein neues Auto hätte *lach*

Hier im Büro sind alle wie gewohnt wortkarg – bis auf meine Lieblingskollegen, mit denen man auch gerne mal ein wenig plaudere. Und die letzten Wochen und Monate mussten wir auch erst mal aufarbeiten… sowas wie „und wie war eigentlich die Weihnachtsfeier?“. Überraschender Weise gab es dieses Jahr gar keine. Also gar keine- noch nicht mal ein Stündchen zusammensitzen bei Dominosteinen und Kaffee. Ich war ja schließlich nicht da, um eine zu organisieren oder den Kollegen mir bohrenden Nachfragen entsprechend auf den Keks zu gehen, bis es jemand anderes übernimmt 😉 Noch nicht mal die Kollegin mit der musikalischen Familie hat wie üblich ein kleines Weihnachtskonzert auf dem Flur dargeboten (Horn, Oboe, Trompete)- langsam geht das Abendland vor die Hunde!

A Propos: Sohnemann hat zur Zeit einen Leihhund. Die Nachbarn sind verreist und baten meine Mom, den Gassi- und Fütterdienst für 2 Wochen zu übernehmen. Natürlich unterstützt Sohnemann sie nach Kräften. Ich finde das sehr praktisch: nun sieht der liebe Nachwuchs mal in Echtzeit, was es bedeutet, die Verantwortung für einen Vierbeiner mit gehobenen Ansprüchen zu übernehmen. Katze ist dagegen ja echt Hallenhalma! Also zumindest der Gassiteil entfällt ersatzlos. Und lehrreich ist es auch: Sohn hat jetzt einen Hund, ich rechne stark damit, dass nach genau 2 Wochen die Lust erlischt (der fiese Ostwind mit sibirischer Kälte spielt mir da in die Hände!) und dann kann man ihn dankenswerter Weise einfach wieder bei den Besitzern abliefern. Und man braucht auch keine Hundesteuer zu zahlen. Wobei ich befürchte, die Besitzer tun dies auch nicht… Die gehen nämlich sonst auch nie mit dem Hund raus. Der rennt immer alleine im Garten rum und hinterlässt dort seine Häufchen. Mittlerweile hat er auch eingesehen, dass Löcher unterm Zaun graben viel zu anstrengend ist. Er springt jetzt immer oben drüber. Es kann also noch sehr spannend mit den Nachbarn bzw. ihrem Hund werden!

Nachbarn sind eh so eine Sache… Die mit dem Hund haben die straßenseitige Front ihres Grundstückes mit 2 Garagen und 2 Eingangstoren versehen, so dass sie sich selbst immer im Wege stünden und somit immer bei mir vor dem Zaun parken. Finde ich persönlich nicht so tragisch, solange ich problemlos aus der Ausfahrt komme, aber meine Gäste müssen dann weiter weg parken und schon wird es doof. Außerdem haben die Nachbarn Metallschrott vor meinem Zaun abgeparkt. Auch nicht tragistisch, aber es stört auf Dauer, immer aus dem Küchenfenster auf einen Kühlschrank zu gucken. Zumal der Schrotthändler den gar nicht mitnimmt und das Teil da seit Mitte Dezember steht. Da nützt die hübscheste Deko nix… Und ein Nachbar hackt immer Holz – jeden Tag. Natürlich auch Sonntags. Sagt man da was, wie beim Nachbarn gegenüber, der mal sonntags mit dem Kompressor Reifen aufpumpen musste, darf man sich noch beleidigen lassen und ein Wortgefecht aus der untersten Schublade führen. Also Fresse halten und auf die Selbstheilungskräfte anderer Gewissen setzen. Gibts für sowas auch was Homöopathisches?

Ansonsten muss ich dringend blöde Neujahrsvorsätze wie „abnehmen“ und „mehr Sport“ fassen. Bereits 2 Wochen, nachdem ich das Rauchen aufgegeben habe, Knieprobleme zu bekommen und anschließend 8 Wochen quasi bewegungsfrei auf der Couch rumhängen plus Spekulatius und Schokoladenlebkuchen hat sich als ziemlich verheerend herausgestellt.

Kann also sein, dass ich hier in nächster Zeit mal den Fokus Richtung Ernährung und Sport schieben muss. Es ist nämlich total doof, wenn ausgerechnet bei -13 Grad der Wintermantel klemmt.

 

 

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7 Gedanken zu “Herzlich Willkommen, neues Jahr!

  1. Ach, Martinchen, Tränen gelacht, vor allem bei Deiner Beschreibung der Nachbarn.Wir haben welche, die zu jeder Tages- und Nachtzeit ihren Hof fegen und uns die ganze Straße zuparken – sie haben alle zusammen gefühlt 10 Autos. Jetzt mal ernsthaft, vier sind es mindestens, von Besuch ganz zu schweigen. Und vor unserer Haustür parkt seit gefühlt drei Monaten ein Auto, das hier gar nicht hingehört. Ich hab gut Lust, da mal die Luft rauszulassen. Wir haben zwar theoretisch Platz in der Einfahrt für alle unsere Autos, aber wie Du schon sagst, Besuch muss sehen, wo er bleibt – wobei ich bei angekündigtem Besuch bevorzugt selbst auf der Straße parke, wenn grad was frei wird, damit Besuch bequem in der Einfahrt parken kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass gerade dann eine Parklücke frei ist, wenn uns jemand besuchen kommt, strebt nämlich gegen Null, abends hab ich da eher eine Chance. Das ist fast wie mit den Liegen, den Handtüchern und Malle. 🙂 Und: Es wäre auch mal ganz angenehm, OHNE gegenüber parkendes Auto aus der Einfahrt zu navigieren. Ich kriegs noch ganz gut hin, aber meine Schwägerin ist einfach keine besonders routinierte Autofahrerin und flucht jedes Mal (warum sie noch nicht beim Ordnungsamt angerufen hat, wenn es sie so nervt, habe ich allerdings nicht verstanden, vermutlich spart sie sich so am Tag ne Tasse Kaffee, weil ihr Blutdruck von alleine hoch geht).

    Dummerweise ist hinter dem Fremd-Auto Parkverbot und Kurve, so dass man ihn nicht einfach frech zuparken kann, so dass er gar nicht mehr rauskommt (mein bisher erfolgreich angewendetes Geheimrezept gegen nervig parkende Autos aus der Nachbarschaft). Ach, noch was von unseren Nachbarn: Sie haben keine Klingel! Da hängt nur ein nacktes Kabel aus der Wand, dabei wohnen die hier schon länger als ich. Sie haben auch zwei Eingänge, ich weiß gar nicht so recht, wer da wo wohnt. Kommunenähnljiche Zustände! Bestellen aber ständig Sachen bei Zalando. Als nette Nachbarin nehm ich den Kram auch entgegen – muss die aber auf der Straße abpassen, sonst werde ich den Kram nicht los. Gottlob haben sie Hunde und man kann sie tatsächlich gut abpassen….Wegen des Schrott kannst auch Du das Ordnungsamt anrufen. Dafür sind die da!

    • Hej Lu,
      Päckchen!!! Das ist ja auch so ein Thema… Ein Nachbar holt im Schnitt seine Pakete im Schnitt erst nach 3 Tagen bei mir ab. Da renne ich nicht hinterher, die bekommen ja ein Kärtchen in den Briefkasten. Mulmig wurde mir allerdings bei der offensichtlichen Lieferung von lebenden Pflanzen und von Bierflaschen – das Paket war so groß, dass es in der Veranda leben musste und es gab Tendenzen Richtung Nachtfrost… Aber der Nachbar hat nicht gesagt, dass ich die Lieferungen lieber nicht annehmen sollte, also scheint es ja dennoch recht zu sein.
      Das ist übrigens der Nachbar, der neu gebaut hat und während der gesamte Bauphase nie zu sehen war. Und den ich bis heute noch nicht auf der Terrasse sitzen sah…
      Ordnungsamt ist auch noch eine Alternative. Also wenn nichts mehr geht. DIE Nachbarn kommen übermorgen aus dem Urlaub zurück und bei Schlüsselrückgabe wird meine Mom sie bitte, ihren Müll zu entfernen. Man darf gespannt bleiben!
      Deine Nachbarschaft klingt ja auch höchst individuell 😉

  2. Ach ja, und endlihc mal Jemand, der 2016 ohne schreckliche HIobsbotschaften einfach nur ganz normal (und wie ich nach den Feiertagen leicht verfettet :-)) begrüßt. Danke dafür, Mardinschen!

  3. Hach, wie schön, wieder von dir zu lesen! Ich habe heute fassungslos im Büro feststellen müssen, dass außer mir gerade mal noch drei Kolleginnen ein „Gutes neues Jahr“ wünschten, der Rest schlurfte irgendwie an seinen Arbeitsplatz und versteckte sich dort oder machte was auch immer. Von den Nachbarn (daaaa könnte ich Geschichten erzählen…) will ich gar nicht erst anfangen… 😉
    Starte du gut durch im neuen Jahr – bei den Anfangskapriolen kann es ja nur aufwärts gehen!
    Lass es dir gut gehen und auf ein fröhliches, friedvolles, lustiges, glückliches, liebevolles, sportliches und gesundes Jahr 2016!!!
    Anni

    • Danke, Du Liebe – das wünsche ich Dir ebenfalls!
      Wortlos im Büro ankommen ist ja höchst ungezogen. Da würde ich mich persönlich beschweren. So geht das ja nicht! Muss ja nicht jeder gleich seine persönliche Geschichte preis geben, aber mehr als nix geht allemal.

      • Ohhh, da hast du recht. Aber ich bin es so leid, immer wieder den Tugenden hinterherrennen (schreibt man das zusammen?) zu müssen… Ich finde, das gehört doch zum Anstand, am ersten Arbeitstag mal ein (ob fröhlich oder muffig) „gutes Neues“ zu wünschen… Ich bin da wirklich sprachlos… (und das ich…).
        Egal, ich lass mich davon nicht unterkriegen und die eine/der andere bekommt schon noch sein Fett weg. DIE werden mich noch kennenlernen *hahaha*…
        LG Anni

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