Auszug ins Glück

Eigentlich hat Lieblingskerl seine Wohnung zum 30.06. aufgegeben. Eigentlich dachte ich, damit sei alles erledigt. Denkste!!!

Montag hatte der Hausmeister keine rechte Zeit zur Abnahme. Signalisierte allerdings Entspannung. Die Wohnung würde eh komplett saniert werden und der Typ von der Hausverwaltung in Urlaub- er käme am Mittwoch nochmal gucken.

Dienstag haben wir also die Gelegenheit ergriffen, doch noch den fetten Stahlschrank aus dem Keller mitzunehmen, statt ihm einen Nachmieter zu überlassen. Bin also nach der Arbeit zur Wohnung gefahren- um nur noch kurz in der Tiefgarage zu erfahren, dass jetzt der sehr muskulöse Nachbar mit anpackt und sich meine Hilfe darauf beschränken würde, ein paar letzte Kellerfunde in den Kofferraum zu schmeißen. Auch gut- war ziemlich schwer der Schrank. Also waren wir noch nett Essen und gut.

Mittwoch fand der Hausmeister dann noch ein paar Mängel. Die Türen waren sehr ordentlich mit Folie beklebt und das sei nicht Standard. Muss ab. Außerdem seien die Sockelleisten so fleckig und die Fenster könnten auch mal geputzt werden.

Donnerstag dann Familiengroßeinsatz zum Putzen. Ist ja auch viel schöner, wenn der Sanierungstrupp saubere Fenster mit Bauschutt einnebeln kann… Naja. Die Folie ging ganz gut ab, es hat aber abartig lange gedauert. Und ein Teil der Türlackierung klebte echt gut an der Folie fest… Die Türen sind jetzt wieder ideal Standard wie beim Einzug in optisch echt grausam. Aber wenns so gewollt ist…

Renovieren steht schließlich nicht im Mietvertrag, weil die Klauseln hierzu durch diverse BGH-Urteile für nichtig erklärt wurden. Also meiner Meinung nach… Mir schwant ein wenig Stress, weil wir bei Auszug in einem Brief auf die rechtliche Lage verwiesen haben… Und noch keine Reaktion darauf erfolgte.

Immerhin können sie keine Mietkaution einbehalten- es gab nie eine.

Erneute Übergabe erfolgt am Montag. Wir werden also abwarten und dann weiter sehen!

Dafür hat die Gemeinde Schönwalde-Glien seit gestern einen neuen Bürger!

Lieblingskerl nahm an es läuft so: man sucht 23 Minuten einen Parkplatz, irrt 13 Minuten durch ein Amt, stellt sich anschließend an, damit man nach einer halben Stunde des Rumstehens endlich eine Wartenummer aus dem Automaten ziehen kann. Der genau in dem Moment kaputt geht. Dann wartet man noch sitzend eine Stunde, um dann von einem mies gelaunten Mitarbeiter zu erfahren, was noch alles fehlt und was weiß ich was. Und bekommt einen weiteren Termin in 3 Wochen.

Gelaufen ist es so: rauf auf den Parkplatz (freie Parkplätze wohin das Auge reicht). Geht ins Gebäude und trifft zufällig genau die nette Sachbearbeiterin, die die Meldestelle führt. Diese nimmt einen freundlich an die Hand und gleich mit in das richtige Büro, kurzer Smalltalk, Aufkleber auf den Perso und nach 10 Minuten Tschüß.

Die Euphorie über dieses erfreuliche Ereignis hielt den ganzen Tag die Laune oben.

Außerdem gab es eine Begrüßungsmappe mit Informationen rund um die Gemeinde. Lieblingskerl war total entzückt. Ein kleines Dossier über das Havelland, eine Radwanderkarte, ein Plan der Gemeinde, ein Verzeichnis wichtiger Adressen und Telefonnummern und einen Aufkleber mit dem Ortswappen. Herzlich Willkommen!!!!

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Gut, die Infomationen für Senioren und benachteiligte Bürger hat für etwas Schmollen gesorgt, als ich sie zu Schatzi rüberschob, aber ich fand es seeeehr lustig!

Meine Mom war ziemlich beleidigt, weil sie vor 3 Jahren nicht so eine schicke Mappe bekommen hat. Na, da weiß ich doch gleich, was sie zum Geburtstag bekommt 😉

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23 Gedanken zu “Auszug ins Glück

  1. Das klingt doch klasse…! – Also zumindest der Teil mit dem Einwohnermeldeamt. 😉

    Für den Rest drücke ich fest die Daumen, dass dann alles glatt geht!

  2. Ha! Ich hab das gerade mal gegoogelt. Also dieses Schönwalde-Glien.
    Die Ecke kenn ich!!!
    Hab mal ein halbes Jahr in Waidmannslust gewohnt… 😉 Also quasi Fahrrad-Entfernung, oder?

  3. Genau mein Thema… das mit dem Fertigmachen der alten Wohnung.
    Und auch ich hoffe auf Einsicht des Vermieters in die BGH Urteile.
    Wir haben allerding 1000 Öcken Kaution gezahlt, die wir einschl. Zinsen wieder haben wollen.

    Ach ja, du hattest gefragt. Wir ziehen um, weil ich nach 22 Jahren meinen Job hingeschmissen habe. Und da ich immer zurück nach NRW wollte, ist das jetzt der richtige Zeitpunkt. Und dann ist da noch das Enkelkindchen, was mich lockt. Die neue Wohnung haben wir diese Woche renoviert, die alte wird in der kommenden verlassen und sauber gemacht. Basta. Hoffentlich gibts da keinen Ärger, denn unser Vermieter ist ein Korinthenkacker.

  4. Hi Martina, ich habe auch keine Mappe bekommen als ich zu meinem Lieblingskerl gezogen bin. Ob ich das jetzt nach 18 Jahren mal bemängeln sollte? Gruß an Deinen Lieblingskerl…Herzlich Willkommen im neuen Heim.. LG Claudi

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