Ein Jahr ohne Shopping

Yessss, wenn ich mir meine Bude so ansehe und gleichzeitig einen Blick auf den Kontoauszug werfe, da ist das, was jetzt kommt, nur folgerichtig und logisch: ich setzte mal kurz aus. So ziemlich genau für ein Jahr.

Als Teilbeweis hier ein Blick in meinen Kleiderschrank:

20130829-085643.jpg

20130829-085658.jpg<

(überlappt sich ein wenig und die Fotoqualität ist natürlich unterirdisch – aber ich bin mir sicher, meine Leser haben Phantasie 🙂

Es ist nicht so, dass ich einkaufen muss, damit ich nicht nackt rumrennen muss. Nönööö. Das meiste passt auch, einiges ist etwas zu klein, aber jetzt auch nicht so abnorm zu klein, als dass es total aussichtslos wäre, da mal wieder einzupassen. Ich habe mir halt bislang das gekauft, was mir gefiel. Mir gefällt ziemlich viel 😉 Ohne Rücksicht auf Verluste.

Gleiches gilt für meine Schuhschränke. Jawoll, ich besitze mehrere! Vermutlich könnte ich bis zu meinem Lebensende auf meinem Bestand zurückgreifen – bei um die 90 Paar Schuhen laufe ich nicht Gefahr, dass ich die jemals abtragen könnte. Also wenn ich alle tragen würde. Es gibt aber auch einige Exemplare aus der Rubrik „Sitzutensil“. Beispiel gefällig? Biddeschööön:

br />
20130829-085827.jpg

20130829-085834.jpg

20130829-085840.jpg

20130829-085853.jpg

20130829-085938.jpg

20130829-085948.jpg

20130829-085956.jpg

Und auch sonst bin ich, na, sagen wir mal, konsumfreudig. Problemlos kann ich 20 Gäste mit aufeinander abgestimmten Geschirr einer Linie versorgen. Nur das Besteck stammt von verschiedenen Herstellern, dafür könnten die Gäste aber auch für Vor- Haupt- und Nachspeise jeweils ein neues Besteck nutzen.

Ab jetzt gilt für mich: Danke, aber nein Danke!

Hier meine selbst auferlegten Regeln:

– keine Klamotten kaufen

– selbst nähen, stricken, häkeln, klöppeln, … ist erlaubt

– aber nur mit vorhandener Wolle/ vorhandenem Stoff!!!

– gerne dürfen vorhandene Kleidungsstücke gepimt, passgerecht und aufgerüscht werden

– Schuhe werden auch nicht gekauft, allerdings auch nicht selbst gestrickt. Einzige Ausnahme: sollte ich sowas wie eine Expedition in den Himalaya unternehmen müssen und Bergwanderstiefel benötigen, dann darf ich diese kaufen (Tendenz gegen Null)

– auch Stehrumchen, Staubeinchen, dekorative Kosmetik, Hausfrauenzeitschriften, Strickmagazine (oh, ich bereue es jetzt schon…) werden nicht mehr gekauft

– also auch Nix schnell mal von der „Wir-haben-auch-Kaffee“-Firma, die uns wöchentlich eine schöne neue Welt aufschwatzen will

– somit nichts mehr, was Spaß macht

– ach, es gibt vieles was Spaß macht und nix kostet!

– nur lebensnotwendige Dinge für den Haushalt dürfen ersetzt werden = der neue Toaster ist drin, denn der alte ist hinüber, wurde (erfolglos) in Reparatur gegeben und das geborgte Ersatzmodell kann nur verbrannt oder gar nicht. Das IPad hingegen muss warten

– schätzungsweise muss ich auch mein Auto ausklammern, denn es könnte sein (ohne jetzt den Teufel an die Wand zu malen…), dass er spontan (ja, es ist ein er!) mal eine Reparatur benötigt

– und natürlich alles für Sohnemann ist außen vor

– selbst der Garten muss bis nächstes Jahr ohne Garten- und Baumarktcenter-Exzesse auskommen. Hier plane ich konkret, all die Tütchen mit Sämereien, die ich immer hoch motiviert in den Einkaufswagen geschmissen habe, auch tatsächlich mal auszusähen. Mal gucken, wie lange das Tütenzeugs so hält…

Aber für mich selbst persönlich gilt ab jetzt: No Shopping!
In einem klammheimlichen Selbstversuch habe ich seit meinem letzten Schuhkauf Anfang August schon mal geübt. Geht einwandfrei! Natürlich hätte ich in der Zeit leiden, jammern und wimmern können. Aber so habe ich einen Eindruck, wie die nächsten 365 Tage ablaufen werden: völlig problemlos und ohne das Gefühl. auf irgendwas verzichten zu müssen. Es ist schließlich alles da!

Oder besitzt ihr auch eine Eismaschine (ohne Eis sonderlich zu mögen)? Eine Popcornmaschine (obwohl das Mikrowellenpopcorn hundertmal schmackhafter ist)? Oder 50 Nagellacke? Einen Haufen Lidschatten, obwohl ihr Lidschatten irgendwie truschig findet? Eben. Ich habe alles und bin guter Dinge, diese Challenge problemlos zu rocken.

Los geht’s!

Advertisements

30 Gedanken zu “Ein Jahr ohne Shopping

  1. Ich bin gespannt…ich habe in Anregung dieses Artikels schon mal vorgesorgt und für Dich etwas zum Geburtstag bestellt, was Dir ein Jahr ohne (???ja ohne was *hehe* wart’s ab!!!) erleichtern wird 🙂 Ansonsten ein großartiges Vorhaben! Respekt! Im Grunde finde ich das auch richtig – mein Kleiderschrank ist auch voll, und über mangelnde Schuhe kann ich mich nicht beklagen. Wir haben wirklich in unserer Gesellschaft zuviel von allem. Wer weiß – vielleicht schließe ich mich nach dem Shopping-Trip nach Madrid auch an (jetzt traue ich mich natürlich nicht mehr zu fragen, ob ich die schweigende Dritte für den Trip mal anschreiben und fragen soll, ob sie nun mitkommt oder nicht, oder ob wir eine Umbuchung vornehmen können ….diese Versuchung wäre ja dann doch wohl zu groß, oder?!?) LG Carola

    • Ach Du, kein Problem – ich kann mich ja auch satt gucken oder für Sohni etwas kaufen 🙂 Wobei der immer sagt: „och nö, Mama, ich brauche nix!“ – Nach MIR kommt er in dieser Hinsicht jedenfalls nicht.
      Frag Deine Bekannte trotzdem mal – es wäre doch für Euch ganz interessant, ob sie nun mitkommt oder nicht. Außdemdem kann ich doch garanitert nicht einfach ihren Platz einnehmen, das müsste doch umgebucht werden, oder?

      • Also, Flug kostet eigentlich 154,65 €, aber ich bin sicher, dass man Sonja die Differenz zwischen Umbuchungsgebühr und Preis anbieten kann – oder ggf, sogar weniger. Immerhin kann sie das Ticket ansonsten ja nicht gebrauchen und muss es komplett verfallen lassen. Hotel direkt an der Puerta de Sol kostet ca. 100 für die beiden Übernachtungen, habe ich nicht mehr centgenau auf dem Plan.
        Falls Du nicht magst (was bei dem obigen Post ja nciht soooo verwunderlich wäre :-)), sag einfach Bescheid, dann frage ich Annettchen nochmal.
        Ganz liebe Grüße, Carola

  2. Sehr löblich. Und vorbildlich! Aber sag mal, wieso fotografierst Du meinen Schrank und meine Schuhe? Und wieso erzählst Du über meinen Lidschatten und den ganzen Krimskrams. Menno *mitdemFußaufstampf*!
    Hatten wir nicht gesagt, das bleibt unter uns?
    Wie?? Nicht um mich? Aber Du…..was, echt? Was meinst Du mit „jetzt hab ich mich verraten“?
    Hääää?
    😉

  3. Gute Vorsätze! Und nach einiger Zeit der Abstinenz lassen die sich bestimmt auch problemlos umsetzen. Ist wie mit Schokolade. 😉 Bei Sitzutensil musste ich sehr lachen. Ja, die hat vermutlich jede Frau im Schrank. Und da stehen diese Folterinstrumente auch die meiste Zeit. 😉 Ich halte zwar komplettes No Shopping nicht ganz durch, dafür achte ich sehr stark auf die Qualität und Herkunft (Fairtrade, Öko, Nachhaltig). Ich bin gespannt über deine Erfahrungen. 🙂

  4. Hut ab, CL. Das ist ein gigantisches Vorhaben. Ich lese derzeit echt einige Blogs über Minimalismus und Shoppingabstinenz. Ich würde das gerne auch mal machen, aber die Traute fehlt mir noch. Es gärt. Ich beobachte erst mal sehr genau, wie es Dir ergeht. Somit kann ich Dich beruhigen, das hat mit meinem Kleiderschrank-Ding nur am Rande was zu tun. Wobei … 😀
    lg

    PS. Sitzutensilien … ich lach mich weg. Wenn Du sie nicht mehr trägst, kannst Du immerhin noch jemand damit erschlagen. Mann – für manche Absätze brauchste echt ’n Waffenschein.

  5. Hey, Du brauchst keine Bergstiefel für den Everest kaufen. Kann Dir meine leihen 🙂
    Nicht, dass ich auf dem Everest war, nein – Bergstiefel besitze ich trotzdem in meiner Sammlung 😉

  6. Hach, was eine wunderbare Idee. Ich gehöre zu den Quartalskäufern, ich gehe zwei- oder dreimal im Jahr los, aber wehe wenn… (Anmerkung am Rande: Die Rechtschreibprüfung hat das Wort in QuartalsSÄUFER geändert, zum Glück habe ich es noch gesehen *lach*). Ich finde deine Idee klasse. Ich hoffe, du berichtest über deine Erfahrungen! Ich kann oft ganz gut ohne Einkäufe aller Art leben, das klappt wochenlang, dann aber – siehe oben. Seufz. Alle Schränke platzen aus den Nähten, mir war, als würde ich meine Geschichte lesen. Zwei Unterschiede: Keine High-Heels (nicht mein Ding, leider, dafür gefühlte 800 Paar Ballerinas und Sneaker) und bei mir können ganze Kompanien mit einheitlichem Besteck mehrere Gänge essen :-). Uhhhhh… Ich erschrecke selbst, wenn ich das lese und nehme es jetzt aber zum Anlass, einen Schrank auszumisten, den ich längst habe ausräumen wollen…. Also: dir ein gutes Gelingen und halte uns informiert!!!!!!
    LG antetanni

    • Manches Mal kaufe ich nur was, um was zu kaufen *seuftz* Es kommt selten vor, dass ich mal ein Kleidungsstück ersetzen muss, ab und zu mal eine zerschlissene Jeans vielleicht. Insofern kenne ich keine seltenen Großeinkäufe. Vielleicht kommt das nach einem Jahr und dann schlage ich erbarmungslos zu… eher wahrscheinlich ist, dass ich dann so geerdet bin, dass ich das Shoppinggefühl gar nicht mehr brauche. Klar, ich halte Euch auf dem Laufenden!

      • Es bleibt spannend…. Seit ich deinen Eintrag gelesen habe, denke ich ständig dran und habe doch tatsächlich um den großen Kaffee-und-noch-vieles-mehr-Anbieter schon einen Bogen gemacht. Aber ich brauche (?) Schuhe… Hmmm…. Toll finde ich, dass ich das Thema Shopping nun wieder einmal von einer anderen Seite und in einem anderen Licht betrachte. Es hat sich gelohnt, deinen Beitrag zu lesen und – siehe oben – es bleibt spannend und ich freue mich auf deine Fortsetzung!
        Liebe Grüße
        antetanni

  7. Eeehrlich…ein Jahr ohne???? Wird Dir das schwer fallen?!!? Schuhe hab ich gar nicht so viele wie Du, kannst mir ja welche abgeben…aber bitte nicht mit so hohen Absätzen…Geschirr *hüstel* nur eins für 12 Personen, soviel Platz habe ich gar nicht.. Mein Alltagsgeschirr könnte ich mal ausmisten… Kleiderschrank, ähm, ‚zwischen alles zu klein und total unmodern‘ , findet sich bestimmt noch was für mich..Eismaschine habe ich keine, aber eine Popcornmaschine…und einen Brotbackautomaten, der vor sich hinstaubt. Halt uns auf dem Laufenden. LG Claudi

  8. naja du wirst ja noch ein paar geschenke bekommen, tröste dich, meine überraschung wird wahrscheinlich ein weihnachtsgeschenk, grins, ist in arbeit!
    ich habe gestern erst gesagt- ich kauf nix mehr, wir haben alles, jetzt wird mein maledivenkonto gefüttert!

  9. Ei, ei, der Konsum. 🙂
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen für dein Vorhaben! Zieh es doch auf wie bei WW mit nem Budget, was du ausgeben kannst. Weil, irgendwas braucht man immer…
    Lg

  10. Was für ein Experiment. Finde ich sehr spannend. Und auch nachahmenswert.
    Muss ich mal drauf herum denken.

    Ein Sohn meiner besten Freundin hat sich in seiner wilden Jugend mal Schuhe selber gebastelt. Aus alten Autoreifen. Und Unterhosen selber genäht aus ausgemusterten Bettlaken, vorne so mit Schnürung wie zu Goethes Zeiten. Stell ich mir sexy vor.
    Ich sag das nur mal so, falls du gerne mal was Neues hättest……. grins.

  11. Erst einmal: Was für ein toller Blog. Ich habe mich zwischendrin heftig gekringelt vor Lachen. Für dein Vorhaben Hut ab. Keine Ahnung ob ich das könnte. Wobei selbst wenn, hätte ich in meinem Freund einen 1000% Torpedierer an meiner Seite. Sein Credo lautet nämlich: Mein Auftrag ist es dich glücklich zu machen. Meist ist er es der mich in diverse Kleider und Schuhgeschäfte schleift und einkauft. Mittlerweile besitzt er eine respektable Anzahl von Kleidern, Pullis und (Damen)Schuhen. Da er sie aber komischerweise nie anzieht (weder die Schuhe noch die Kleider) landen sie alle in meinen Schränken…… Ja, ich weiß so einen muss man erst einmal finden. Hab auch nicht vor ihn abzugeben!!
    Einen großen Teil deiner Sitzutensilien finde ich absolut klasse. Drücke dir für dein Projekt ganz fest die Daumen und bin sehr gespannt auf die entsprechenden Berichte.

    • Oh, danke für’s Lob 🙂
      Eine Kollegin hat auch so einen Mann, der ständig für sie Schuhe shoppt. Seltene Spezies, braucht noch nicht mal mehr Pflege oder Aufmerksamkeit als seine Artgenossen. So einen könnte ich auch noch gebrauchen 😉

  12. Spannend, liebe CL, spannend! Ich muss zugeben, mein Kleiderschrank ist auch zum bersten voll, und ich habe schon überlegt, dass ich mir im neuen Haus mit viiiel mehr Platz einen zweiten kaufen werde / muss, damit die Sachen etwas übersichtlicher hängen. Aber kaufen werde ich zumindest klamottentechnisch nicht mehr viel, nur noch ein oder zwei Umstandshosen und neue BHs (da komm ich leider nicht drum herum ;-). Schuhe brauche ich leider noch wenigstens ein Paar flache; denn einige von den Exemplaren, die Du als Sitzutensil bezeichnest, nutze ich beim Business zum Laufen 😉 Ansonsten kann ich’s unterschreiben, weniger ist manchmal mehr 😉 Viel Erfolg! LG, H.

    • Mehr Kleiderschrank zieht irgendwie vollautomatisch mehr Klamotten an. Nach wie vor stehe ich ja auf begehbare Kleiderschränke… Vermutlich muss ich auch einfach mal was aussortieren – das ist mein nächstes Problem.

      • Ich hab wirklich nur einen kleinen Kleiderschrank. Und ich hab halt neben meiner Alltagskleidung noch die ganzen Business-Klamotten, Blusen, Hosen etc. die nehmen enorm viel Platz weg. Ausmisten tu ich regelmäßig, einmal im Jahr. Alles, was ich bis dato nicht getragen habe, fliegt weg!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s