Wieder da!

3 Wochen Urlaub sind rum *whoooosch*

Erste Woche:

Am Montag endet mein Vertrag mit Telefongesellschaft P3 (Name liegt der Redaktion vor) und ich bin abgeschnitten vom Netz und allen, die generell nur auf Festnetznummern anrufen. Der Neuanschluss von Firma 0&0 (Name geändert) klappt natürlich nicht nahtlos. Keine Überraschung. Was soll’s; ich hocke auf Knien hinterm Haus und bringe Projekt Terrasse voran.

Dienstag klingelt das Handy (klar!) und Freundin S. teilt mir mit, das Ferienlager von Sohnemann konnte mich nicht erreichen (ach) und ich möge doch bitte zurückrufen. Er ist krank. Nach dem Rückruf schwinge ich mich hinters Steuer und düse zum Schwielowsee, hole ihn und fast 40° Fieber ab. Eigentlich liegt er schon seit Sonntag darnieder und war tags zuvor auch beim Arzt. Diagnose: Kind ist kerngesund, hat aber Fieber. Gut zu wissen, aber das hätte ich zur Not irgendwie selbst rausgefunden.

Dann gab es noch eine Beichte: Sohni hatte einen kleinen Ausflug in die Welt der Sachbeschädigung unternommen! Nach einigen Tagen Schlafentzug wegen einem kleineren Kollegen, der die Finger des nächstens nicht vom Handy lassen konnte, brannte bei Sohnemann eine Sicherung durch und in seiner Not holte er aus einem Erste-Hilfe-Koffer die Schere und zerschnitt das Ladekabel. Aha, DAS sind also die Folgen einer Erziehung mit logischen Konsequenzen… Nun stand ich da und musste trotz Verständnis seines Handels was pädagogisch Wertvolles liefern. Im Endeffekt haben Sohni und ich uns die Kosten für ein Ersatzladekabel geteilt und ich 8 € an die Eltern des Knaben überwiesen. Beim nächsten Mal soll er lieber das Verstecken vorziehen!

Freundin S. berichtet einen Tag später, ihr Mann würde jetzt auch zum Schwielowsee fahren. Ihr Sohnemann fühlte sich anscheinend monetär minderbemittelt und hat fröhlich die Geldbörsen der anderen Kids erleichtert. Wozu gab es da doch gleich Erzieher? Oder irgend einen, der die Aufsicht führt? Jedenfalls ist Ferienlager doch eher nichts für uns Schönwalder….

Projekt Terrasse scheint in Gefahr, aber Sohni erholte sich daheim erstaunlich schnell und war tags darauf schon wieder geheilt. Die Unterkonstruktion konnte also planmäßig erneuert werden und dann krieche ich noch einige Tage auf allen Vieren rum, verschraubte alle 67 Dielen mit rund 500 Schrauben, trage einen Holzentgrauer auf, entfernte diesen wieder, schleife alles per Hand auf babypopoglatt und pinsele anschießend alles mit Holzöl ein. Kein Fingernagel abgebrochen – Strike! 😉

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Am Samstag starten wir planmäßig gen Masuren- der Anreisebericht steht bereits.

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Zweite Woche:

Wetter ist spitzenmäßig. Wir kaufen Angelgedöns, leihen einen Canadier und paddeln und angeln. Paddeln und Stricken ist übrigens doch kompatibel, man muss nur das Paddel beiseite legen und dem Nachwuchs eine Angel in die Hand drücken. Anschließend hat man mindestens 3 Stunden Zeit zum Stricken. Ich habe 3 UFOs (Unfertige Objekte) fertig gestellt und noch ein neues Stück fast fertig gestellt. hier folgt noch der Bericht!

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Dienstag habe ich Geburtstag und stelle fest: ja, es gibt ein Leben nach dem 40.

Bis Freitag alles chic – dann kommt der Autounfall – auch hier habe ich schon berichtet.

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Die nächsten Tage bestreiten wir unseren Urlaub ohne fahrbaren Untersatz. Also wird weiter gepaddelt, geangelt, Spaziergänge unternommen. Wir gehen zum Pilze sammeln in den Wald und kehren mit einem Korb Blaubeeren zurück.

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Freunde holen uns ab, Sohnemann angelt am nächsten See und ich stricke. So kann man auch gut erholen. Zwischendrin statten wir meinem Auto auch noch einen Besuch ab, um sich mal blicken zu lassen, den Fortschritt in Augenschein zu nehmen und einfach mal zu horchen.

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Den Anblick hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht! Ich werde etwas rührselig und haue dort schnell wieder ab.

Dritte Woche:

Am Mittwoch soll das Auto am Donnerstag abends fertig werden. Donnerstag ist Freitag vormittags im Gespräch, Freitag Vormittag wird es Freitag Nachmittag, im Endeffekt wird es Freitagabend. Die Erholung bröckelt. Aber mein Mutterschiff ist repariert, man sieht ihm keine Macke an und es fährt einwandfrei. Nur in Rechtskurven fährt jetzt die Angst mit und ich schleiche um die Ecken.

Samstag fahren wir noch schnell unsere Einkäufe erledigen, die wir ohne Auto nicht hinbekommen haben und fahren recht spät gen Heimat. Dieses Mal nehmen wir die Route über Poznan, ist von der Stadt, in der wir los fahren einfach die kürzeste Strecke, beinhaltet jedoch 400 Kilometer Landstraße. Mit Dörfern und innerorts größtenteils 40 km/Std, Traktoren, Pferdefuhrwerken und polnischen Rambos an den Lenkrädern. Ich werde überholt, während ich selbst überhole – wohlgemerkt ist die Straße zweispurig. Ich werde von rechts überholt, ich werde gejagt, geschnitten, ausgebremst, mir fliegen Kippen und aus dem Seitenfenster geworfener Müll entgegen und fahre mit Pausen über 8 Stunden lang bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 58 km/Std gen Westen. Die Resterholung kippt in Stress. Sonntag früh kommen wir zu Hause an und ich bin zu aufgedreht, um gleich in den Schlaf zu finden.

Heute war ich schon wieder im Büro und bräuchte Urlaub 😉 Neenee, noch gehts!

Ich blogge übrigens jetzt mit Laptop und Handy als Hotspot – auch nicht gerade einfach, die Stellen neben dem Funkloch zu erwischen. Fragt nicht, wie lange das Hochladen dauert… Auch in den zwei Wochen Abwesenheit hat es 0&0 nicht geschafft, mir einen Anschluss herzustellen. Langsam müssen die sich ran halten; der versprochene Monat auf Probe ist bald rum, ohne dass ich probieren konnte.

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9 Gedanken zu “Wieder da!

  1. Ach je….wenn einer eine Reise tut….fällt mir da nur ein. Langweilig wird´s bei Dir auch nicht, was? Auf jeden Fall bewundere ich Dich, wie Du das alles so wuppst – ich wäre wahrscheinlich schon zur Amokläuferin mutiert – bei all dem, was Dir so widerfahren ist. Aber eigentlich klar: ab 40 wird man gelassener ;-)) Alles Liebe Kerstin

  2. Hey! Schön, dass Du wieder da bist! Ehm, wenn wir unsere Terrasse dann neu machen, darf ich Dich einladen? Ich bekoch Dich dann auch schön 😉 Wooow, die Strecke wäre ich niemals gefahren! Dann lieber Autobahn und 200km länger als sowas! Gut, dass Ihr gesund und heile wieder zuhause angekommen seid! Das Ferienlager ist übrigens wirklich komisch… Drück Dir die Daumen, dass das Netz bald wieder funzt! LG, H.

      • Hey Martina, nee, wenn dann wird das unsere neue Terrasse. Die ist aber nicht kindgerecht (abschüssig, rutschig bei Nässe), hässlich (orange Steinfliesen) und alt (bröckelt). Das wird aber frühestens was im nächsten Sommer. Erst mal müssten wir drinnen sanieren. 🙂

  3. Nein, das steht noch nicht im Blog. *g* Wir warten jetzt auf einen Termin mit der Bank; unser Finanzberater hat drei Wochen Urlaub und seine Vertretung ist erst morgen wieder da. Sehr gutes Timing. Aber wir haben uns auf einen sensationalen Preis geeinigt. Besser ging es wirklich nicht. *freu* Und auch wenn viel zu tun ist, sind wir guter Dinge. No risk, no fun. *lach*

  4. Herzlich willkommen zurück im „normalen“ Chaos, liebste MCL ! Ihr hatte ja wirklich einen aufregenden Urlaub. Meine Urlaubserhohlung hat genau einen Tag gehalten, da hatte mich der ganze Scheiß wieder eingefangen….! Bin momentan auch total lustlos was das schreiben angeht, obwohl es „Futter“ genug gäbe und gab. gblg

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