Januarzusammenfassung

Gefühlt liegt der Jahreswechsel gar nicht so lange zurück, aber heute erscheint mir das schon wieder Lichtjahre her!

Irgendwie passiert nicht viel, aber irgendwas ist immer, so dass es mir manchmal so vorkommt, als hätte ich nie Zeit für Irgendwas. Als erstes leidet immer das Bloggen darunter.

Blöder Zustand! Also schreibe ich hier mal wieder was; nicht, dass noch einer denkt, mir ginge es nicht gut.

Das Gegenteil ist der Fall! Mir geht’s blendend, auffallend gesund sozusagen.

Im Büro lasse ich mich nicht stressen, und sollte dies doch mal der Fall sein, schmeiße ich den Stift in die Ecke und mache einfach Feierabend. Ich bin nicht unentbehrlich. Außerdem habe ich noch ein Privatleben.

Meinen eigenen Drang auf Handwerkern zu Hause habe ich in der Zwischenzeit sogar outgesourct, in fremde Wohnungen verlagert und einen Kollegen genötigt, seinen teilweise desolaten Flur mit durchgängiger, intakter Tapete aufzuhübschen. Es macht Spaß, wenn man einfach nach getaner Arbeit ins Auto steigen kann und weder aufräumen noch mit dem Chaos leben muss!

Ansonsten gelingt es mir immer öfter, meinen Schweinehund zu überwinden und im Spandauer Forst joggen zu gehen. Die etwas übereilte Anmeldung zum Avon-Frauenlauf im Mai ist dabei eine echte Motivationshilfe. Noch habe ich Potential…. will sagen: alles noch ausbaufähig! Ich jedenfalls bin nicht das Lauftalent des Jahrhunderts und muss ganz schön am Ball bleiben, um hier voranzukommen. Was manchmal gar nicht so einfach ist, wenn es kalt, dunkel und verschneit ist. Oder alles zusammen.

Für die dunklen Tage bleibt mir noch das Badmintontraining, zu dass mich die liebe Carola verführt hat. Der böse Badmintontrainer Björn kann einen schon ganz schön kaputt spielen und mächtig fordern. Aber wir lieben es ja anstrengend! Ich kann tatsächlich Fortschritte feststellen; so habe ich es mittlerweile sogar begriffen, wer beim Doppel von wo aufschlägt und wann man „dreht“. Was am Anfang völlig undurchsichtig und unlogisch erschien, ist jetzt klar. Auch war ich beim letzten Training nicht mehr kurz vor dem Herztod, sondern nur angenehm geschafft.

Auch der obligatorische Besuch der grünen Woche wurde absolviert. Da ich schon keine richtige Lust darauf hatte, hat sich die Freude auch sehr in Grenzen gehalten. Es ging schon damit los, dass ich fast keinen Parkplatz fand, uns der Shuttlebus direkt vor der Nase wegfuhr und die Garderoben am Nordeingang der Messe so überfüllt waren, dass wir notgedrungen mit Jacken rumlaufen mussten *schwitz*. Das Gedränge war atemberaubend, die Stände daher kaum sichtbar, der reißende Fluss aus menschlicher Masse riss einen unaufhörlich weiter und ich war innerhalb von Sekunden genervt. Unsere liebsten Stände haben wir nicht gefunden und so erwies sich das Garderobenproblem als echter Vorteil, denn wir konnten unsere Tour mittendrin problemlos abbrechen, ohne zum Eingang zurückzukehren und so quetschten wir uns am Südeingang wieder in den Shuttle und fuhren recht ernüchtert zurück zum Auto. Einige Stunden Lebenszeit weggeworfen. Schade!

Aus der Rubrik „Seltsam“ noch folgende Begebenheiten:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Fundstück am Straßenrand… seltsam! Aber gut!

In der Nacht von Vorgestern zu Gestern hat es mächtig gestürmt. Auch wenn ich zurzeit kaum an Liegestühle denke, wehte mir der Wind einen Klappstuhl gegen das Wohnzimmerfenster. Im ersten Moment habe ich mich natürlich mächtig erschrocken, da die Kollision zwischen Liegestuhl und Fenster mit mächtigem Getöse verlief. Aber dann musste ich wehmütig daran denken, wie lustig man sich beim Aufklappen mit dem Teil verheddern kann. Ist vielleicht ein Zeichen, dass sich der Sommer doch unaufhaltsam nähert. Äußert sich nur manchmal auf kryptische Art und Weise.

Sehr beunruhigt legte ich mich dann abends in mein Bettchen, das sich genau in Fallrichtung einer haushohen Buche befindet. Und diese Buche ist nachweislich krank, von innen fast hohl und muss gefällt werden. Dafür muss ich natürlich eine Baumfällgenehmigung einreichen, den Bescheid abwarten und eine Fachfirma beauftragen. Bei solchen Aufgaben mutiere ich spontan zum Mädchen und trödele, verschlampe ständig das Formular, vergesse die Flurkarte rauszusuchen und verbummele die Fotos. Blöderweise darf man nur bis Ende Februar fällen, danach erst wieder Ende Herbst… Also hoffe und bete ich, dass die Buche bittebitte noch so standhaft ist und den nächsten Stürmen trotzt.

Noch seltsamer war das Plakat, welches ich gestern auf dem Weg ins Büro sah. Da kündeten weiße Buchstaben auf rotem Grund vom nahenden Tag der offenen Tür im Irgendwasbundesamt (konnte ich mir nicht merken). Demnächst im August 2012. Hä? Die nächsten Plakatwände waren komplett leer und ein beeindrucken dicker Papierberg lag davor auf dem Trottoir. Unlängst hat sich mein lieber kaffeekochender Kollege K. mächtig abgemüht, die Tapete im Flur von den Wänden zu kratzen und die Natur erledigt solche Arbeiten einfach mal so im vorbeistürmen plus Nieselregen. Könnte man doch Stürme in Flure verlagern – das Leben wäre ungleich leichter.

Und gestern hielt ich auf dem Weg zum Badmintontraining bei einem Getränkegroßdealer, ziemlich nah am Eingang (logisch!). Vom Eingang aus gesehen parkte hinter mir noch ein Auto und drin saß ein alter grauhaariger Kerl. Naja, da bin ich doch so vorsichtig beim Aussteigen, dass Kerl mir weder unter den Rock gucken kann noch meine Autotür sich in seine Beifahrertür drückt. Nachdem ich meine Wasserflasche käuflich erworben hatte, bemerkte ich, dass besagter Grausack sein Gefährt aus der Parklücke heraus manövriert hatte und nun einen Parkplatz in der gegenüberliegenden Reihe weiter links benutzte. Offensichtlich hatte ich ihm mit meinem Gefährt die wahnsinnig gute Aussicht versperrt. Nur was beobachtet Mann wohl auf einem Parkplatz vor dem Getränkemarkt in Blickrichtung Gebäude? Sicherlich sein treusorgendes Eheweib, was ergeben seine Trinkwünsche befriedigte. Oder hat er sich eine Frau entführt und hält diese als Einkaufssklavin? Und überwacht diese lieber vom Auto aus, als ihr mit einer Waffe in der Hand in den Markt zu folgen? Gibt es für solche fälle nicht lange Eisenketten?  Habe ich da ein Verbrechen beobachtet und muss mir jetzt unterlassene Hilfeleistung vorwerfen lassen? Oder ist die Welt einfach voll mit irren alten Männern?

Nunja, heute ist tatsächlich schon Februar und heute absolviere ich noch einen Großkampftag im Büro, um mich in der kommenden Woche in meinen Urlaub zu verabschieden. Da mein Kaffekochkollege K. heute einen freien Tag hat, muss ich wohl oder übel selber Kaffee kochen. Es bleibt einen aber auch nix erspart!

Morgen geht es los über das kleine Einmaleins der bundesdeutschen Autobahnen bis in den  Taunus. Da verbringe ich die Winterferien mit Sohnemann bei einer lieben Freundin. Und es gibt eine kleine Martina-Convention. Drei Martina werden wir wohl mindestens werden. Noch ist es noch so fern, die Koffer noch nicht gepackt, ich habe keine Ahnung, ob es reicht, das Kind zusätzlich zu bespaßen, indem ich Inlineskates, Playstation, Puzzles, Bücher, Nintendo, MP3Player, Rätselheft, Fahrrad und das lustige Taschenbuch einstecke. Klar ist nur, dass wir am Sonntag in Wiesbaden frühstücken werden und ich bisher nur virtuelle Blog-Freundinnen in echt erleben darf. Und wir schwimmen gehen, vielleicht ins Museum, mal an den Rhein und garantiert in ein Bastelgeschäft. Außerdem stehen schon zwei Fläschchen Sekt bereit. Ui, morgen um die Zeit sitze ich schon im Auto, vermutlich im Stau am Hermsdorfer Kreuz…

Unterwegs MUSS noch dringend ein spezieller Supermarkt angesteuert werden, da dort eine Supersondersammelaktion am laufen ist und dem werten Nachwuchs noch ne Murmel fehlt. So könnte es sein, dass uns in den Urlaub eine Kollektion an Waschmitteln und Weichspüler begleiten werden. Aber ein bestimmter Mindestbetrag muss zwangsweise zusammen kommen und Waschen muss ich ja immer irgendwann. Und es wird nicht schlecht und kann auf Vorrat gekauft werden. Was tut man nicht alles…

So, Ihr lieben, genug der Worte. Ich werde jetzt Taten folgen lassen!

Herzliche Grüße

MCL

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4 Gedanken zu “Januarzusammenfassung

    • Der Ged! Hallo!!!
      Ja, ja und ja – falls ich Deine Abkürzungen richtig gedeutet habe… Die Damen M.K, S.B. und P.B. sind mit von der Partie, einschlägig bekannt aus einer anderen Blogwelt 😉
      Die Grüße richte ich gerne aus.
      Und ich grüße Dich zurück 🙂

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