1500 KM Herbstferien – Hamburg, Hohen Neuendorf und Luckenwalde

Was ein wenig nach total-verfahren-und-nicht-getraut-nach-dem-Weg-zu-fragen klingt, war der letzte Teil unserer Herbstferien-Deutschlandtour.

Der Berliner sagt ja „Rom-Paris-Erkner“ bzw. „Rom-Paris-Papestraße“ – je nachdem, ob man ost- oder westgewöhnt ist. Aber Rom und Paris kommt immer darin vor und ich war weder in Rom noch Paris und kann auch gar nicht genau sagen, warum ich das jetzt schreibe – im Endeffekt wahrscheinlich schietegaaal…

…wie der Hamburger sagen würde! Ha! Kurve gekriegt!!!

Hamburg ist immer eine Reise wert und die Metropole an der Elbe hat sich dieses Mal sogar zusammengerissen, was den Regen betrifft. Das war neu!

Zunächst hat das sprechende Handy uns den Weg zu Kerstin gewiesen, bei der wir uns für 2 Tage einquartiert hatten – damit musste sie einfach rechnen, dass wir das auch annehmen, wenn sie uns einen Besuch bei sich anbietet. Damit unsere Kids noch etwas Auslauf hatten, sind wir nach einem kleinen Abstecher zum kulinarischen Wohle aller noch auf den nah gelegen Spielplatz gegangen. Auch hier erwies sich das Mulitfunkionshandy als sehr vielseitig, konnte es doch flugs in ein Geocashing-Suchgerät umge-app-t werden. Lustig und kurzweilig, so eine moderne Schatzsuche. Merke: künftig immer einen Stift dabei haben – nicht immer kann ein Kind zur Wohnung zurück gescheucht werden.

Abends haben Kerstin und ich ganz mutti-mäßig gestrickt. Natürlich für einen guten Zweck – die Kirchengemeinde braucht Material zum Feilbieten auf dem Weihnachtsbasar. Wenn jetzt nicht einer der Kids trödelte, war ich es, die immer rief: „Nur noch eine Reihe abstricken! Hab’s gleich! Nur noch eine Naaaadel! Komme gleiheeiich!“

Am nächsten Tag waren wir schwimmen, essen und schnell wieder am Stricken – jedenfalls ich. Die Jungs haben mit dem Nintendo gespielt, mal kurz in den Computer reingeschaut oder in der Wohnung Verstecken gespiel. Bei letzterem gab es echte Vorteile bei der Heim-Mannschaft: Während Dom teilweise 20 Minuten unter Betten rumkroch oder hinter Sofas guckte (heehee, wollte eigentlich Couch schreiben, wie war da doch gleich die Mehrzahl? also hinter Sofas..), während Lo in der Speisekammer auf dem Staubsauger saß,ging das Finden umgekehrt reibungslos. Lustigste Erklärung: Dom hinterm Vorhang wurde gleich gefunden, weil der Vorhang sonst nicht zugezogen ist (clever!). Aber Dom hatte ihn gar nicht bewegt – der war nur zugezogen, weil ich da geschlafen habe (tragisch!).

Tags darauf konnte ich meine Ortskenntnis von Hamburg noch weiter verfeinern. Meine Freundin, die vor ungefähr 7 Jahren (ist das schon sooo lange her, Susi?) nach Hamburg zog, konnte uns noch kurz in ihrem Terminkalender unterbringen und dann waren wir noch etwas unterwegs – immer zwischen Auto, Geschäften und dem Parkautomaten. Man darf ja nur 60 Minuten maximal halten und dann… holt man halt das nächste Zettelchen aus der Maschine. Versteht kein Mensch, ist voll unpraktisch. Aber nicht unlösbar.

In Hohen Neuendorf gab es dann mal kein Herbstferienprogramm – auf dem Plan stand Mädelsabend bei Casta mit Laya, Steffi, Raclette, Hugo und Quatschen bis die Ohren glühen. Das kann

  • am Kamin
  • am Alkoholgehalt
  • oder an den Themen

gelegen haben und wird hier nicht weiter thematisiert.

Nachdem der Restalkohol verflogen war, ging es heimwärts. Zum Erholen. Das war aber erst am nächsten Tag der Fall.

Am Sonntag ging es wieder frisch und munter von 11 Uhr nach halb Fünf … (?) ….wenn man sich Berlin + Umland als große Uhr vorstellt. Einmal quer durch, bitte! Dankenswerter Weise gab es nicht die üblichen Sonntagsfahrer auf der Hin-Tour, offenbar haben die alle noch geschlafen. So war die Fahrtzeit genau identisch mit der angepriesenen Fahrtzeit im Navi-Handy.

Ins Spaßbad nach Luckenwalde ging es dank einer ortskundigen Beifahrerin. Denn Fremdlinge haben in Luckenwalde absolut nichts verloren! Um die Massen von der Fläming-Therme und einer möglichen kompletten Überfüllung des Bades zu bewahren (könte sich ja auch was abnutzen!), verzichtet man hier nahezu komplett auf Beschilderung. Oder Luckenwalde möchte die Kommunikation zwischen Oahnhoamschen und Touristen fördern: keine Schilder = jetzt müssen die einfach nach dem Weg fragen! Vielleicht konnte sich die Stadt auch einfach keine Hinweisschilder leisten. Sicherlich unbezahlbar sowas! Oder die passten einfach nicht zum Luckenwalder Corporate Design. Man weeß es nich!

Dann gab es 4 Stunden Spaßbad mit 2 Mamas und 3 Kids. Und wir verließen auch vollständig wieder das Bad. Also fast. Das eine Handtuch wurde schon gefunden, bevor es vermisst wurde und wartete bereits geduldig am Ausgang auf uns und die fehlende Jacke wurde erst bemerkt, als es hinaus in die Witterung gehen sollte. Aber es hat noch alles zueinander gefunden, was zusammen gehört.

Überflüssig zu erwähnen, dass mir auch dort nicht der Traummann vor die Füße gefallen oder geschwommen ist, gell? Vielleicht hätte ich tauchen sollen… Na, beim nächsten Mal.

Auf der Heimfahrt zeigte sich übrigens deutlich, dass so ein Navi-Dings ein Netz braucht. Vielleicht sogar mit doppelten Boden, jedenfalls war „kein Netz“ nix gut. Eh mir der Weg gewiesen werden konnte, hatte ich mich bereits selbsttätig verfahren. Einmal links statt rechts vermute ich. Kann auch rechts statt links gewesen sein, dafür würde ich nicht meine Hand is Feuer legen. Ehe mir diese Stimme (ich höre Stimmen!!!) sagen konnte, wo’s lang geht, war ich von der schnellen Route so weit entfernt, dass ich einmal um den Mellensee rum geführt wurde, wodurch ich bei Licht ganz neue Ecken zu sehen bekommen hätte, aber es war ja dunkel. Also 20 Minuten Umweg ohne den geringsten Nutzen. Nach Hause sind wir trotzdem gekommen.

Und dann waren sie auch rum, unsere 1500 KM Herbstferien. Viel gesehen, viel erlebt. Und wenn ich mit der Zeit was vergesse, kann ich ja jetzt hier nachlesen.

Es lebe das Bloggen! Hooorayy.

Herzliche Grüße

Eure Martina Carmen Luise

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